Lachgas bei der Geburt hat mögliche Folgen fürs Kind, sagt Studie

Mir wurde in meinen 2 „normalen“ Geburtsvorbereitungskursen vor der Geburt meines ersten Kindes gesagt, dass Lachgas keinerlei Probleme für mein Baby hätte. In der Tat wurde mir der Eindruck vermittelt, dass das Lachgas mein Kind überhaupt nicht erreiche.

Stellt euch meine Gefühle vor, als ich heute festgestellt habe, dass es bereits seit 1990, also 2 Jahrzehnte VOR der Geburt meiner Tochter, bereits eine Studie gab, die zeigte, dass Kinder, deren Mütter Lachgas zur Geburt erhielten, über 5 Mal so wahrscheinlich sind, Amphetaminabhängig zu werden, wie ihre Geschwister, die kein Lachgas zur Geburt erhielten. Die Ergebnisse wurden in einer neueren kleinen Studie bestätigt (Nyberg et al, 2000).

Ach ja, und es ist im Übrigen völlig klar, dass Lachgas das Kind erreicht und beeinflusst – auch wenn es recht schnell aus dem Blutkreislauf wieder verschwindet, nachdem die Zufuhr aufhört…!

Ausserdem habe ich einen Artikel gelesen, der zwar keine der Studien namentlich nennt, aber sich zumindest auf Studien bezieht, der von Dr. Mark Zakowski, Chef der geburtshilflichen Anästhesiologie am Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, verfasst wurde. Er sagt in diesem Artikel folgendes über Lachgas:

„Wie einige andere Anästhesiemittel kann es die Plazenta überqueren. Mehrere Tiermodelle haben gezeigt, dass Stickstoff“ [Anmerkung VM: also der aktive Wirkstoff in Lachgas] nachteilige Auswirkungen auf das in utero / neugeborene, schnell entwickelnde Gehirn hat, einschließlich einem weit verbreiteten Hirnzellentod, Defizite in der Funktion von Teilen des Gehirns (z. B. Hippocampus) und anhaltender Gedächtnis- und Lernbeeinträchtigungen“.

Desweiteren sagt Dr. Zakowski: Stickstoff „inaktiviert auch Vitamin B12, ein erforderlicher Cofaktor für ein wichtiges Enzym, Methionin-Synthetase.“

Dann sagt er weiter: „Neuere Technologie hat Anzeichen von DNA-Veränderungen bei Tieren und sogar Menschen mit Lachgas-Exposition gezeigt. Mehrfache Tiermodelle haben eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Anästhetika im sich schnell entwickelnden Gehirn sowie im Alter von Gehirn gezeigt. Es zeigte sogar eine langfristige Wirkung auf das Lernen.“

Das hat mir aber keiner gesagt gehabt….! Wie war das noch einmal mit informierter Einwilligung…?

Quellen:

Jacobson, Bertil, et al. „Opiate addiction in adult offspring through possible imprinting after obstetric treatment.“ Bmj 301.6760 (1990): 1067-1070.

Nyberg, Karin, Stephen L. Buka, and Lewis P. Lipsitt. „Perinatal medication as a potential risk factor for adult drug abuse in a North American cohort.“ Epidemiology 11.6 (2000): 715-716.

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