Geburtsbericht: Herzlich Willkommen, Claudia!

Hier ist ein neuer Geburtsbericht, für den ich ganz tollerweise die Erlaubnis erhalten habe, ihn mit euch zu teilen. Die kleine Claudia* kam übrigens in Ruit zur Welt :-). Herzlichen Glückwunsch an die Eltern, die die Geburt so toll gemanaged haben!

Unser Leben ist nun ganz anders und wir genießen jede Sekunde mit unserer kleinen Claudia*. Sie kam am 16. Juli um 10:26 Uhr in Ruit zur Welt und wog 3420g und war 50cm groß.

Die ersten leichten Wellen hatten am 15. Juli gegen 18 Uhr angefangen. Ich hatte sie jedoch noch nicht als Startzeichen gedeutet, da sie recht unregelmäßig und leicht waren. Als ich dann im Bett die Decke um den Bauch hatte und sie nicht weniger wurden, kamen die ersten Gedanken, dass es doch bald losgehen könnte.

Gegen kurz vor 23 Uhr hab ich dann das Gebärmuttersiegel in der Toilette entdeckt und kurz vor 2 Uhr hab ich bemerkt, dass ich Fruchtwasser verloren hatte, eine leicht rosa Flüssigkeit. Da die Wellen immer stärker wurden, und alle 3-4 Minuten für ca. 30 Sekunden kamen, haben wir uns auf dem Weg nach Ruit gemacht. Dort war es schön ruhig in der Nacht und wir konnten sogar für den ganzen Aufenthalt bis Donnerstag ein Familienzimmer bekommen.

Wir sind sehr zufrieden, wie die Geburt verlaufen ist und wie sich die Hebamme und die Ärzte um uns gekümmert haben. Sie waren sehr zurückhalten, jedoch sofort zur Stelle, wenn wir sie gerufen haben und im Endeffekt hat es sich wie eine Hausgeburt angefühlt mit allen Sicherheiten eines Krankenhauses. Genau, was wir uns gewünscht hatten.

Wir hatten einen Lautsprecher dabei und es lief die Regenbogenentspannung und die Tiefenentspannung während ich im Wasser war. Dadurch konnte ich einige Wellen sehr gut veratmen. Ich hatte die ganze Zeit die Augen zu und die Hebamme hat im nachhinein gesagt, dass es sehr gut war, dass ich in meiner eigenen Welt war. Ich habe es leider nicht geschafft, die ganze Zeit ruhig zu bleiben und habe während der Geburt herausgefunden, dass mir lautes Tönen sehr gut geholfen hat.

Ich bin an einem Punkt gelangt, an dem ich etwas gegen die Schmerzen bekommen wollte und dafür wurde ich vaginal untersucht. Der Muttermund war 2cm geöffnet, deshalb bekam ich Buscopan und bin zur Entspannung erneut in die Badewanne gestiegen. Ansonsten kamen keine weiteren Mittel gegen die Schmerzen zum Einsatz. Eine intensive Stunde später, viel moralische und Atemunterstützung durch meinem Mann und das Hören der Entspannungs-CD war ich komplett offen und das Herausatmen hat begonnen.

Leider konnte ich die Geburtsatmung nicht mit Erfolg anwenden. Meine Wellen waren zu schwach, und es kam dann doch zum Pressen. Wir hatten eine Geburtstag (2. Phase) von ungefähr 1h 40min. Erst lange in der Badewanne, danach bin ich auf Anraten der Hebamme raus gegangen. Ich wusste am Ende nicht mehr, woher ich die Kraft nehmen soll. Die Hebamme meinte, meine Wellen sind zu schwach und deshalb habe ich „Wehenmittel“ bekommen, damit das Köpfchen mehr rauskommen kann während einer Welle. Das hat gut geholfen. Das Personal nahm an, dass die Kleine durch meinen Damm nicht genug Platz hätte, und mir wurde gesagt, dass sie einen Dammschnitt machen müssten. Wir wollten es nochmal so versuchen. Ich habe alles gegeben, die Welle ging durch das Nachhelfen auch länger und es hat kurz gebrannt und dann kam sie fast „rausgeschossen“ ;). Ich war in der Hocke auf dem Bett, rechts und links meine Arme auf meinen Mann und Mutter gestützt und unser kleines Mädchen war da. Sie hatte die Nabelschnur 2x um den Hals gewickelt, jedoch nicht fest. Ich bin zwar gerissen, aber natürlich, es wurde kein Dammschnitt gemacht.

Ich bin sehr glücklich über die gesamte Erfahrung und auch der Heilungsprozess der Geburtsverletzungen verläuft sehr gut. Ich hatte nur 1-2 Tage nach der Geburt leichte Einschränkungen und bin so dankbar, dass ich mich „ganz normal“ fühle.

Der Besuch deines HypnoBirthing Kurses hat mir sehr geholfen. Es ist zwar nicht alles so ruhig und entspannt verlaufen, wie ich es mir erträumt hatte, aber ohne diese Entspannungstechniken und das Wissen, was du uns vermittelt hast, wäre ich wahrscheinlich sehr unruhig geworden in dieser Situation.

Vielen herzlichen Dank, Viktoria!

 

*alle Namen geändert, zur Wahrung der Privatsphäre!

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