Geburt…. was tun, wenn….Part 1

In HypnoBirthing ist der Schwerpunkt für das Erreichen einer tollen Geburt durchaus im Vorfeld. Durch Aufklärung und das Mitarbeiten des Paares (aber doch vor allem der Mutter 😉 ) wird versucht, den Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes zu unterstützen und positiv zu beeinflussen, das Zusammenspiel von Mutter und Kind zu optimisieren (und Vater 😉 ), und der Familie ebenfalls die mentalen Tools zu geben, die Geburt eine physiologische Geburt zu machen.

In fast allen Fällen reicht dies aus, um eine schnelle und positive Geburt zu ermöglichen.

Doch man hört auch immer wieder von denen, die „alles richtig“ gemacht haben, aber dennoch eine Geburt erlebt haben, auf die sie nicht vorbereitet waren. Jede Geburt ist einzigartig wie die Mutter und das Kind, das in ihr wächst. Und genauso einzigartig ist jede Geburt.

Einen Teil, der Geburten, die anders empfunden werden als man erwartet hat, sind die, wo das Baby eine Lage einnimmt im Körper der Mutter, die es erschwert, die physiologischen Vorgänge so zu nutzen wie vorgesehen.

Eine davon ist die, wenn die Uterus und Baby so im Bauch der Mutter sind, dass die Kraft der Welle nicht im perfekten Winkel zum Ausganz steht. Im Englischen nennt man das dann „Back labor“. Dank einer Mathematikerin, Janie McCoy King, wurde das sehr schön und bildhaft mit Vektoren etc erklärt (http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/buch-back-labor-no-more/). Dazu hat sie dann auch gleich noch die Lösung dazu geschrieben 😉

King schreibt, dass so gut wie alle Frauen, die eine frühere Rückenverletzung hatten, häufig sehr grosse Schmerzen im Bereich des Rückens haben, aber auch viele, die eine tiefe Taille haben, ein Baby, das nach vorne schaut, oder die, die ein Hohlkreuz haben. Simkin (https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook ) gibt noch einen weiteren Grund an, der häufig zu diesem Problem führt, und das ist der der schwachen Bauchmuskeln, denn diese können das Baby in der Gebärmutter nicht nahe am Körper halten, und es kommt zu einem Absacken des Bauches.

In all den Fällen, wo der Vektor (also die Richtung) der Wellenbewegung zu Schmerzen im unteren Rücken führt, kann man durch das Verändern dieses Vektors die Wellenwirkung optimieren (und damit die Geburt verkürzen), als auch die Schmerzen im Rücken lindern, bzw aufheben, indem man den Bauch quasi wieder nahe der Körpermitte bringt, und somit den Vektor der Wellenkraft in Richtung Ausgang (statt Rücken) lenkt. Diese Technik wird „abdominal lift“ genannt – also „Bauch anheben“.

Noch eine Information möchte ich aus dem Buch zitieren, da ich diese für wichtig finde. Anscheinend kann, wenn der Vektor der Wellenkraft, auf einen bestimmten Bereich im tiefen Rücken zielt, die Welle sehr lang sein, ja gar kontinuierlich sein, was der Frau keine Möglichkeit der Erholung gibt. Auch das kann durch das Ändern der Richtung der Kraft zum Ausgang des Beckens wieder normalisiert werden.

Diese Technik wird auch auf spinningbabies sehr gut erklärt:

https://www.spinningbabies.com/pregnancy-birth/techniques/abdominal-lift-tuck/

Simkin rät allerdings, während der Anwendung dieser Technik die Herzfrequenz und Verhalten des Babys im Auge zu behalten, denn FALLS die Nabelschnur gerade dort sein sollte, wo ihr den Druck erhöht, könnte die Sauerstoffzufuhr beeinträchtigt werden (und das Kind unruhig werden, bzw. seine Herzfrequenz langsamer wird).

In Simkin’s Buch werden noch weitere Techniken erwähnt, um den Vektor zu verändern: Abdominal Lift, allerdings nicht selbst angewandt, sondern mit Hilfe einer weiteren Person und eines Schals.

Das Zurücklehnen während der Geburt (um auch wieder den Bauch näher an die Körpermitte zu bringen).

Generell, und vor allem, wenn der Grund der Fehlrichtung der Wellenkraft in einer schlechten Lage des Kindes im Becken ist (zum Beispiel Sternengucker, also wenn das Baby mit dem Rücken Richtung Mamas Rücken liegt), dann empfiehlt sich allerdings die Eisbergposition oder die noch größere Neigung, um dem Kind das wieder herauskommen aus dem Becken zu ermöglichen, und das Finden einer besseren Geburtslage. Dies sollte dann allerdings nicht nur für ein paar Minuten gemacht werden, sondern für 30 bis 45 Minuten. Dabei ist es wichtig, dass die Knie über einem Winkel von 90° angezogen sind (um das Becken zu vergrößern, damit der Kopf einfacher wieder raus kann). Wichtig hier ist allerdings, dass die Oberschenkel der Mutter nicht in Berührung mit dem Bauch kommen, um die Wirkung der Schwerkraft und das Drehen des Babys nicht zu behindern.

Symptome einer wahrscheinlichen Sterngucker-Lage ist es, wenn man bereits am Anfang des Geburtsvorganges häufige aber unregelmäßige und kurze Wellen hat, die allerdings häufig starke Rücken-Unannehmlichkeiten zur Folge haben (und gleichzeitig nicht effektiv das Öffnen der Gebärmutter voranbringen).

Wenn man nun einen kurzen Torso hat (oder der Torso des Babys einfach lang ist), dann kommt es ebenfalls zu Problemen mit dem Vektor – weil das Baby seinen Körper nicht aufrichten kann, um einen guten Winkel zu erzielen! Diese Frauen, sagt McCoy King, haben einen normalen Anfang, und dann kann es zum Stillstand kommen…. weil kein Platz mehr da ist, das Baby weiter nach oben aufzurichten. Die Lösung: so zu tun, als sein man beim Militär: gerade stehen, Hüfte nach vorne ziehen, Rippen nach oben, Schultern nach hinten…. das schafft ein wenig mehr Länge, und das Baby kann weiter herangezogen werden, um besser ins Becken zu passen. Oder nach oben ausstrecken. Gleichzeitig sollte auch hier der Bauch wie gewohnt angehoben werden – natürlich braucht man in diesem konkreten Fall Hilfe! Auch möglich: Oberkörper nach Hinten lehnen, während man mit dem Unterkörper aufrecht bleibt …

Ach ja, Frau McCoy King erklärt ebenfalls, dass Frauen, die diese Technik geübt haben, nachdem ihre Cervix reif war, und die bereit über ihrem „Termin“ lagen, die Geburt normalerweise nach 24 Stunden anfing…. fügt aber hinzu, die Methode für eine Geburtseinleitung nur nach Rücksprache mit eurer medizinischen Betreuung auszuprobieren 🙂

Viel Erfolg!

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