Die Geburt einer kleinen „Tigerin“ ;-) – in der Filderklinik

Ich freue mich ungemein, heute einen wundervollen Geburtsbericht mit euch teilen zu können. Dieses Paar hat sich für eine Geburt in der Filderklinik entschieden, und sie war völlig selbstbestimmt und wunderbar.

Heute ist unsere Tochter 4 Wochen alt und ich kann kaum glauben wie die Zeit vergeht und könnte mal wieder weinen vor Glück!

Mit den ersten Sonnenstrahlen kam unsere Tochter zur Welt. Die Geburt verlief spontan, natürlich und ohne jegliches (medizinisches) Eingreifen. Wir sind sehr dankbar über dieses Wunder und die Liebe ist gigantisch!

Ich war 8 Tage „über Termin“ und wollte alles tun damit das Baby nicht mit Einleitung zur Welt kommt. Wir sind also jeden Tag spazieren gegangen, ich habe Bauchtanz gemacht, Himbeerblättertee getrunken…

Am Vortag sind wir noch 4 Stunden den Blaustrümpflerweg gelaufen (ich habe mich sehr energetisch gefühlt), am Abend habe ich ein heißes Bad genommen und mir die Brustwarzen massiert. Fruchtwasser kam dann so 2 Stunden später im Bett um 23 Uhr (ich konnte es kaum glauben!). Wir haben uns nochmal zusammen gekuschelt und diesen magischen Moment genossen. Gegen Mitternacht kamen schon regelmäßig Wellen alle 3/5 Minuten und wir sind um 1.00 Uhr in der Filderklinik angekommen. Allein auf dem Weg vom Auto in die Klinik musste ich drei mal stehen bleiben wegen kräftiger Wellen.

In der Klinik wurden wir total entspannt empfangen. Ein CTG wurde gemacht und wir durften in ein Zimmer mit Wanne, Sitzball, und Tuch von der Decke (gleich über der Wanne, das war sehr angenehm!). Abführen habe ich nicht gemacht. Dazu war es von Anfang an zu spät da ich so schnell so viele starke Wellen hatte. War auch alles halb so wild. Hätte auch ungern Durchfall gehabt. Und ganz ehrlich – das ist doch auch total egal in dem Moment. So würde ich das jeder Frau vermitteln…

In der Wanne war ich dann recht lange drin – eigentlich nur im Vierfüßler, mit gewünschtem Lavendelduft (Lila war auch meine Regenbogenfarbe und ich hatte auch immer mit Lavendelkissen die Meditationen geübt).

Ich habe es zu „Beginn“ recht gut geschafft die Wellen zu veratmen. Sie kamen dann jedoch recht knackig, alle 30 -60 Sekunden so dass ich kaum Zeit zum verschnaufen hatte, was mich leider etwas aus der Regelmäßigkeit gebracht hat. Meine Gebärmutter hatte ja seit der 18. SSW schon gut trainiert. Mein Partner hat mich sehr gut geführt und oft gestreichelt (am Rücken hab ich jedoch gar nicht gemocht :D), und hat oft in den Pausen zur Wellenatmung motiviert.

Wir hatten die ganze Zeit die Regenbogen CD in Dauerschleife. Das hat mich einfach beruhigt. Und irgendwann kamen dann die „Presswellen“ … ich habe einfach einen sehr starken Druck nach unten gespürt. Ich konnte auch irgendwann nur noch im Vierfüßler sein – Beckenkreisen während dessen war übrigens toll!

Ein erneutes CTG um kurz vor 6 Uhr in der Austreibungsphase hat etwas sinkende Herztöne gezeigt, so dass ich aus der Wanne raus bin – was mir gut getan hat. Leider war ich dann (rückblickend erst unbewusst) etwas gehemmt und habe unsere Kleine „wie zurückgehalten“… also den Beckenboden nicht gut entspannt. So hat mit den „Presswellen“ 1 Stunde gedauert, bis unsere Tochter da war.

Ich habe irgendwann eine junge Ärztin die rein kam irgendwas mit Dammschnitt sagen gehört – mein Partner hat „noch nicht!“ gesagt und ich dann auch „noch eine Welle!!“… die waren wohl etwas überrascht über unsere Eindringlichkeit – es hat sich aber gelohnt. Ich habe mich konzentriert und innerhalb einer Welle war unsere Tochter von Kopf bis Fuß da. Wir überglücklich! Ich habe sie dann direkt auf den Bauch hochgehoben und unter die Brust gelegt. Sie hat sich recht flott hochgerobbt und wie ein Tiger auf die Brust gestürzt (siehe Foto)! Sie war gleich voll da – wach, und kräftig.

Ich bin so froh dass ich keine PDA hatte und ich denke auch dass die ganze Entspannung in der Wanne für sie auch schön war. Zumindest hat sie mir die ganze Zeit mit kleinen Stramplern Rückmeldung gegeben in der Geburt!

So hatte ich weder Dammriss noch Schnitt- rückblickend vielleicht gar nicht schlecht dass die (Presswellen-) Geburtsphase so lange gedauert hat.
Mein Beckenboden hat aber eine Woche sehr weh getan. Wohl war er etwas zu stark trainiert. Ich bin ja sehr lange joggen, kraulen, Pilates machen gegangen…

Jetzt geht es uns gut. Wir haben die ersten vier Wochen wenig geschlafen, viel gekuschelt, gelacht, geweint und geliebt ! Jeden Tag wird die Liebe größer!

Die Filderklinik fand ich toll. Die Hebamme hatte wirklich viel Geduld und war voll auf unserer Wellenlänge. Hat meine Wünsche toll gefunden und es wurde alles akzeptiert (gedämmtes Licht, so wenig untersuchen wie nötig, ruhiges Reden, Badewanne so lange wie möglich, „Bonding“ nur wir drei im Kreissaal für über 4 Stunden!), Nabelschnur war lange dran auch nach dem Auspulsieren, unsere Plazenta haben wir mitnehmen können fürs Bäumchen, Familienzimmer, Baby im Bett von Anfang an …. Die Untersuchung der Muttermundsöffnung wurde nur zweimal gemacht in den ca 6 Stunden zwischen Ankunft Filderklinik und Ankunft unserer Kleinen! Das fand ich sehr gut.

Schade war dass eine Stunde bevor unsere Tochter da war die Hebamme gewechselt hat – in dem Moment nicht so schlimm da ich so auf mich fixiert war – aber ich glaube die andere wäre mehr auf mich eingegangen. Andererseits hat mir das energische „Dammschnitt- Gefasel“ der neuen Hebamme mit der Ärztin auch nochmal Power zum Loslassen gegeben!

Rückblickend hat mir der Kurs mit Viktoria sehr geholfen, mich mental auf die Geburt vorzubereiten. Das Gefühl, das dabei für mich noch größer geworden ist – dass mein Körper das schafft, alleine, ohne medizinische Hilfsmittel – das war auch während der Geburt da, dauernd.

Ich bin sehr glücklich dass die Geburt unserer Tochter für mich ein wunderbares, ergreifendes, intensives Erleben war und ist.“

Herzlichen Glückwunsch euch beiden! Ich freue mich so, dass alles so toll gelaufen ist!

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