Die Fehlglaube, dass technologische Geburt (immer) die sicherste Geburt ist

Kurzmitteilung

Ich habe gerade einen sehr interessanten Artikel gelesen über die Kultur der „modernen Geburt“. Er ist auf Englisch. Auch wenn ihr nicht Englisch fliessend könnt – es gibt ja Google Translate – vielleicht geht’s damit?
Kurze Zusammenfassung: häufig glauben wir heute, dass die technisierte Schwangerschaft und Geburt die Risiken reduziert und zum besten Ergebnis führt für Mutter und Kind. Das ist aber häufig nicht so, wie Studien zeigen. Dies ist Müttern nicht bekannt, und sie werden auch häufig nicht aufgeklärt.
 
https://www.theatlantic.com/health/archive/2012/03/the-most-scientific-birth-is-often-the-least-technological-birth/254420/

Warnung für die Milchverfügbarkeit bei Plazenta-Verzehr nach der Geburt

Die Ferien sind nun fast zu Ende, und somit hoffe ich dass ich bald wieder ein wenig Zeit finden werde, etwas neues zu schreiben.
Für jetzt möchte ich auf einen Artikel aufmerksam machen über mögliche negative Effekte des Plazenta Kapsel-Konsums nach der Geburt, der immer beliebter wird. Sarah Hollister, eine Krankenschwester und Laktationsberaterin, schreibt in dem Artikel über ihre Beobachtungen und theoretische Bedenken, das dieser neuere Trend auf die mütterliche Milchproduktion einen negativen Einfluss haben könnte, indem die Milchproduktion über mögliche aktive Bestandteile der Plazenta zurückgefahren wird, und damit ein Grund für tatsächliche Probleme sein könnte, weshalb das Baby nicht gut genug versorgt wird, was normalerweise so gut wie nicht vor kommt, wenn es keine Probleme gibt.
 
Diese negativen Folgen sind selbstverständlich nicht bewiesen – genauso wenig wie mir Studien bekannt sind, die positive Effekte dieser neuen „alten“ Tradition belegen. Ich habe mir berichten lassen, dass es auch Frauen gibt, die diese Kapseln ohne negative Folgen für die Milchproduktion nehmen. Dennoch, ich finde dass die Bedenken, die hier geäußert werden, gravierend genug sind, dass man davon gehört haben sollte bevor man in den neuen Trend mit einsteigt …
 
Hier ist der Artikel, in Englisch:
 
https://www.happygoatproductions.com/blog/2017/9/6/a-lactation-consultants-perspective-on-placenta-encapsulation
Viel Erfolg!

Meine 11 Top Tipps wie Du Deine schöne physiologische Geburt erreichst

Eine Geburt kann was wunderschönes sein. Ein Erlebnis, dass Dich bestätigt, und Dich durch das Geburtserlebnis als Frau und Mutter wachsen lässt. Das kann bestimmt bei allen Geburten der Fall sein, ob nun „natürlich“ oder nicht. Nur ist es bei natürlichen Geburten – unter den richtigen Voraussetzungen (und damit verstehe ich, wenn der Körper so funktionieren darf, wie es von der Natur her vorgesehen ist), bestimmt leichter, dieses so zu empfinden – vor allem die Geburt als Beweis und Bestätigung seiner Kraft und seiner Möglichkeiten zu empfinden.

Leider wird es den Müttern nicht immer leicht gemacht. Solche Geburtshelfer, die sich auf die physiologische (also natürliche) Geburt spezialisiert haben, fassen das in der Regel so zusammen. Ein normaler Geburtsbegleiter, der nur im Krankenhaus Geburten miterlebt, hat häufig kaum noch die Möglichkeit eine physiologische Geburt mitzuerleben (Reed, 2017). Diese Geburtshelfer unterscheiden dabei zwischen „normalen“ Geburten und physiologischen Geburten. Normale Geburten sind in der Regel vaginale Geburten, können aber auch Geburten durch Kaiserschnitte sein, wenn das in dem Gebiet eben das ist, was normalerweise stattfindet. Physiologische Geburten hingegen sind die, wo in der Tat die Frau nicht nur vaginal gebiert, sondern dabei von ihren Geburtshormonen in der Weise unterstützt wird, wie es von der Natur vorgesehen bzw. möglich ist.

Dies mag auch einer der Gründe sein, weshalb die Kaiserschnittrate weltweit jährlich zunimmt. Aktuelle Statistiken aus 150 Ländern zeigen eine globale Kaiserschnittrate von 18,6% aller Geburten – fast 1 von 5 Frauen auf der ganzen Welt gebärt per Kaiserschnitt. Daten aus 121 Ländern zeigen zusätzlich, dass zwischen 1990 und 2014, die globale Kaiserschnittsrate um 12,4% anstieg. In manchen Ländern liegt dabei die Kaiserschnittrate bei über 50% – in Deutschland sind wir dabei „nur“ bei 30,9 % aller Geburten – was in Europa eher ein Schlusslicht ist (siehe Graphik, OECD Daten).

Der Anteil der Risikoschwangerschaften hat in Deutschland auch beträchtlich zugenommen. Im Jahr 1999 wurden bereits bei 74% aller schwangeren Frauen Schwangerschaftsrisiken nach Kriterien der Mutterschaftsrichtlinien angegeben (Schücking, et al, 2004). Dabei sollte beachtet werden, dass Länder wie Schweden, die mit ungefähr 15% Kaiserschnittrate dabei sind, dieselben „Probleme“ haben wie wir – namentlich das spätere Kinderkriegen und Übergewicht, etc (mehr Informationen dazu findet ihr auch in diesem Beitrag). Dennoch benötigen die Schweden „nur“ halb so häufig einen Kaiserschnitt wie wir.

WHO sagte dazu: „Wie bei jeder Operation sind Kaiserschnitte mit kurz- und langfristigem Risiko verbunden, die sich jahrelang über die aktuelle Geburt hinaus erstrecken und die Gesundheit der Frau, ihres Kindes und zukünftiger Schwangerschaften beeinträchtigen können.“ (Bertran et al, 2016). „Wenn medizinisch gerechtfertigt, kann ein Kaiserschnitt die mütterliche und perinatale Mortalität und Morbidität verhindern. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass der Kaiserschnitt positiv ist für Frauen oder Kleinkinder, in denen es nicht erforderlich ist. Der Kaiserschnitt ist mit einem Kurz- und Langzeitrisiko verbunden, das über die laufende Geburt hinausgeht und zukünftige Schwangerschaften beeinträchtigen kann. Darüber hinaus scheint die Zunahme der Kaiserschnitt-Raten unkontrollierbar, ohne dass die Zunahme sich verlangsamt. Die Situation verschärft sich durch die Tatsache, dass die Ursachen des Aufstiegs nicht vollständig verstanden werden, als ein komplexes multifaktorielles Labyrinth mit Heilsystemen, Gesundheit-Dienstleistern, Frauen, Gesellschaften und sogar Mode und Medien“. Die WHO sagt übrigens, dass eine optimale Kaiserschnittrate bei 10% liegt (WHO Statement, 2015). Darüber und darunter sind Frauen und ihre Babys nicht optimal versorgt (das heisst, dass es zu weniger guten Ergebnissen kommt, statistisch (also quasi flächendeckend) gesehen).

Wie bereits anderswo im meinem Blog erwähnt, können Langzeitfolgen eines Kaiserschnittes mitunter sein: Für Baby Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch kausale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008), und neurologische Entwicklungsstörungen (20% erhöhte Wahrscheinlichkeit, Chen et al, 2017). Für Mama kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können, und Probleme die Mutter-Kind Bindung aufzubauen.

Also was können wir, die Mamas, tun, um einen ungewollten und ungebrauchten Kaiserschnitt zu vermeiden? Wie kann man die Chancen erhöhen, eine natürliche, physiologische Geburt zu haben?

  1. Lade medizinisches Personal zu Deiner Geburt ein, die ihre Kompetenz, Dich in Deinem Geburtswunsch zu unterstützen, mit Zahlen belegen können. Es kommt nicht nur aufs Herz an, sondern auch auf das Wissen, eine Frau in ihrem Wunsch praktisch unterstützen zu können. Nur Zahlen können diese Kompetenz klar belegen.
  2. Am Besten ist eine 1:1 Unterstützung Deiner gewählten geburtstechnisch kompetenten Begleitperson. Personalmangel steht als einer der vermuteten Gründe des Zunehmen der Kaiserschnittrate im Raum.
  3. Bereite Dich auch gut mental auf Deine Geburt vor – Angst vor der Geburt steht einer physiologischen Geburt nur im Wege. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs kann hier erheblich weiterhelfen. Vorsicht bei den normalen Geburtsvorbereitungskursen – sie schüren die Angst vor der Geburt (siehe hier)
  4. Werde physisch aktiv! Becken-Balance ist wichtiger Faktor, wie Dein Baby vor der Geburt zum Liegen kommt, und das ist wiederum ein wichtiger Faktor für die Geburt, und welche Optionen Du hast! Außerdem kann Sport sogar Dein Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, erheblich verringern!
  5. Ernähre Dich gesund und Vitamin- und Mineralstoffreich! Es gibt viele Studien, die belegen, wie wichtig es ist, dass die Schwangerschaft besser verläuft, wenn Vitamin X oder Mineral X gut vorhanden ist. Besonders auf den Punkt bringend finde ich eine kleine Studie, die zeigte, dass Mütter, die Datteln in der Schwangerschaft aßen, eine kürzere Öffnungsphase in der Geburt hatten – was darauf hindeutet, dass ein ausgewogener, und gut ernährter Körper besser auf die Geburt vorbereitet ist. Ausserdem kann auch unsere Ernährung beeinflussen, ob sich die Fruchtblase vor der eigentlichen Geburt öffnet, oder erst irgendwann während der Geburt (welches vorzuziehen ist).
  6. Eine Doula kann in unserem Krankenhaus-Milieu viel dazu beitragen, dass es nicht zum Kaiserschnitt kommt. In einer neueren Meta-Analyse-Studie (also eine, die mehrere andere zusammenfasst  (Fortier et al, 2015 – Schwangere insgesamt=2019, Schwangere mit Doula=1014)), die nur solche Studien in Betracht zog, die sich ausschließlich mit Erstgebärenden, die keine Risikoschwangerschaft haben, betrachtete, fand dass mit Doula-Unterstützung die Kaiserschnittrate um mehr als 30% niedriger war, als ohne – das würde bedeuten, dass deutschlandweit, wenn jede Schwangere eine Doula zur Verfügung hätte, die der Ausbildung in der Studie gleichkäme, die Kaiserschnittrate bei nur noch 21% liegen würde.
  7. Ermögliche Deinem Körper, dass die Hormone für ihn in der Geburt arbeiten können. Dazu ist es am Besten, wenn der Neokortex nicht angeregt wird – also kein grelles/helles Licht, kein Reden, kein logisches Denken, kein sich beobachtet fühlen. Stattdessen ein in-sich-kehren, sich beschützt fühlen, und- wie bereits gesagt – keine Angst haben, und entspannt und positiv sein.
  8. Bleibe aktiv während der Geburt. Lass das Bett keine Rolle in Deiner Geburt spielen. Eine Cochrane Bewertung (eine große Meta-Analyse anderer Studien), die über 3700 Schwangere umfasste, fand, dass jene Frauen, die aufrecht waren, eine verkürzte Öffnungsphase von über einer Stunde hatten, und weniger PDAs brauchten.
  9. Baue schon während der Schwangerschaft eine gute und innige Beziehung zu Deinem Kind auf. Es gibt Studien die belegen, dass solche Kinder weniger häufig zu früh geboren werden, und seltener ein niedriges Geburtsgewicht haben. Auch hat dies positive Auswirkungen auf Mama, und Papa und selbst ihre Beziehung zueinander! Außerdem ist Dein Baby Dein Verbündeter in der Geburt!
  10. Lade die passenden (nicht-medizinischen) Leute zu Deiner Geburt ein – sie sollten Dich voll und ganz unterstützen, mit Dir in dieselbe Richtung blicken, und Dir ständig positive Bestätigung geben – dies hilft der Mutter voller Selbstvertrauen und Gelassenheit ihren Körper einfach machen zu lassen. Das ist einfach so wichtig in der Geburt! Aber beachtet, dass sie tatsächlich voller Zuversicht sein sollte – denn ihr spürt Angst, und die überträgt sich dann auf euch!
  11. Und dann, last but certainly not least: Glaube daran, dass Du eine tolle erfüllende Geburt erleben wirst! Dein Baby und Du seid einfach ein tolles Team!

Viel Erfolg!

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Quellen:

Betran, A. P., et al. „WHO Statement on caesarean section rates.“ BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology 123.5 (2016): 667-670.

Schücking, Beate, and Clarissa Schwarz. „Technisierung der“ normalen“ Geburt. Interventionen im Kreißsaal.“ Dokumentation Forschungsprojekte 1 (2005): 1999-2004.

WHO. „Caesarean sections should only be performed when medically necessary“. News release. ​​10 APRIL 2015.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Reed, Rachel. Interview „Better Birth 360“. 2017.

Chen, Ginden, et al. „Associations of caesarean delivery and the occurrence of neurodevelopmental disorders, asthma or obesity in childhood based on Taiwan birth cohort study.“ BMJ open 7.9 (2017): e017086.

Zahnpflege, Karies, Schwangerschaft und sowieso

„Egal was ich mache, ich bekomme immer Karies. Ich habe einfach schlechte Zähne“.

Das habe ich mir so auch mal gedacht. Als Kind ging es ständig zum Zahnarzt. Aber irgendwann hat es aufgehört – meine Zähne wurden wohl besser ;-).

Vor einiger Zeit bin ich auf die Idee gestoßen, dass Karies auch eine Sache ist, die durch Mangelerscheinungen hervorgerufen wird – vor allem Mangel der Vitamine A, D E und K, und wahrscheinlich auch Vitamin B und Vitamin C, Einen guten Artikel dazu findet ihr hier, vom Autor des Buches „Karies heilen“. Um Vitamin A und D auszugleichen ist Lebertran sehr gut, allerdings ist das Risiko von Verunreinigung des Lebertrans mit Giftstoffen wie Polychlorierten Biphenylen (PCB) recht hoch, eventuell ist es besser auf andere Quellen zurückzugreifen wie Vitaminpräparate. Falls eure Wahl auf Lebertran fällt, dann eher einen der ohne Hitzebehandlung hergestellt wurde, weil sonst Vitamin D und möglicherweise auch andere Inhaltsstoffe verloren gehen, und darauf achten, nicht noch zusätzliches Vitamin A aus anderen Präparaten zu euch zu nehmen, da dies auch sehr hoch dosiert ist in Lebertran. Genug Vitamin D durch Sonne bekommt man heutzutage sehr schwer, sogar im Sommer, und zwischen September bis März ist es fast ausgeschlossen, da die Sonne zu tief am Horizont ist (von Helden, 2015).

Wenn Du häufig Zahnstein hast, hast Du wahrscheinlich Vitamin K Mangel – denn dann wird das Kalzium nicht dorthin transportiert, wo es gut ist, sondern endet womöglich an den Zähnen oder in den Arterien – eine Liste guter Nahrungsmittel für Vitamin K findet ihr ganz unten am Schluss, kurz vor den Quellen.

Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf ein interessantes Interview mit einer ehemaligen Zahnärztin gestoßen. Er spricht Dinge an, die ich auch in der gesamten klassischen Geburtsbegleitung ebenfalls häufig zu erkennen glaube.

Lest es euch doch durch – es spricht auch über „was man in der Schwangerschaft vermeiden sollte“ – wie zum Beispiel professionelle Zahnreinigung (wegen den fluoridhaltigen Hilfsmitteln).

Karies heilen? Eine Zahnärztin packt aus! Tipps für gesunde Zähne - Ich lebe grün!

Karies heilen? Eine Zahnärztin packt aus! Tipps für gesunde Zähne – Ich lebe grün!https://www.ichlebegruen.de/Artikel/370/Karies_heilen_Eine_Zahnaerztin_packt_aus_Tipps_fuer_gesunde_ZaehneKarin: Ich sehe heute viele Dinge ganz anders, als zu der Zeit, während ich noch in meinem Beruf tätig war. Das Problem ist, wenn du in deinem Job und dem System drin steckst,…

Hier findet ihr weitere Vitamin D Infos:

Vitamin D | Geburtswege

Vitamin D | Geburtswegehttp://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/?s=Vitamin+D&submit=SuchenFinde Artikel zu Hashimoto, Thyreoiditis, Gelbsucht in Babys, Autismus in Babys, Molar Incisor Hypomineralisation in euren Kindern(wichtig bereits WÄHREND der Schwangerschaft)

 

 

 

 

Fleisch Innereien (Leber), ferner Muskelfleisch von Rind, Kalb, Schwein
Nährmittel Roggenvollkorn, Weizenvollkorn, Kleie, Weizenkeime, Sojamehl
Fett Traubenkernöl, Maiskeimöl
Milchprod. Fettreiche Milchprodukte, z.B. Quark 40%, Sahne, fette Käsesorten, Sahnejoghurt etc.
Eier Eigelb
Gemüse vor allem Rotkohl und roher Sauerkraut, ferner Linsen, Rosenkohl, Spinat, Blumenkohl, Weißkohl und andere Kohlarten, Broccoli und anderes grünes Gemüse, weiterhin Knollensellerie, Sprossen- und Lauchgemüse, Sojabohnen, Bohnen, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln, Pilze (Pfifferlinge, Butterpilze, Steinpilze), Salat
Obst Kern-, Stein- und Beerenobst, Südfrüchte (außer Zitrusfrüchte)
Gewürze Kräuter (z.B. Kresse, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Pfefferminze, Basilikum, Estragon, Beifuß, Oregano), Suppengrün, Paprika, Wacholder, Knoblauch
Sonstiges Sojaerzeugnisse

Vitamin K – Liste von Jameda.de

Quellen:

http://www.naehrwertrechner.de/naehrwerte-details/Q730000/Lebertran/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-k-ia.html

https://www.jameda.de/naehrstoffe/vitamin-k2/

http://www.kariesvorbeugung.de/pressemeldung/article/gesunde-ernaehrung-fuer-gesunde-zaehne-mit-der-richtigen-lebensmittelauswahl-karies-vorbeugen.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/karies.html

http://www.lebertran-info.de/

von Helden, Raimund. „Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“. Taschenbuch – 2015

 

 

Neue Berichte und Studien zu den negativen Folgen des gewaltsamen Drückens

In HypnoBirthing wissen wir schon lange, dass gewaltsames nach unten Drücken in der Geburt nicht gut ist, es gab dazu auch schon Studien, nun noch eine mehr.

Die wichtigste Änderung ist im Übrigen, dass Frauen nicht mehr dazu gebracht werden, sich auf den Rücken zu legen, eventuell sogar ermutigt werden, stehend, oder vorneübergebeugt, zu gebären. Und statt das Baby noch zusätzlich herauszuziehen, eher sein Eigengewicht unterstützt wird, damit es nicht allzu schnell geht. Auch das Hand auflegen auf das Perineum scheint zu helfen.

Hier zwei Zeitungsbericht dazu, allerdings in Englisch:

http://www.pressreader.com/uk/the-scottish-mail-on-sunday/20170423/282999694721134
http://www.independent.co.uk/life-style/women-childbirth-do-wrong-midwife-push-slow-alternative-positions-medway-foundation-trust-kent-a7698801.html

Und dies ist die im Artikel erwähnte Publikation dazu:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301211516301841

Herzlich Willkommen Mika-Pedro :-)

Ein neues HypnoBirthing-Baby hat im Krankenhaus Nürtingen das Licht der Welt erblickt! Die Mama hat mir ihren Geburtsbericht zukommen lassen, und mir phantastischerweise auch die Erlaubnis gegeben, ihn mit euch zu teilen! Das freut mich ungemein! Vielen Dank!

Liebe Mama, ich finde es wirklich wundervoll wie toll Du Deine Geburt (innerlich) gestaltet hast. Schon in den letzten Wochen Deiner Schwangerschaft wurde Dir das Entspannen ja erschwert, da Dein medizinisches Team fälschlicherweise das Gewicht Deines Schatzes als sehr gering einstufte, und das hast Du wundervoll weggesteckt, ohne Dich zu sehr stressen zu lassen! Und selbst als es Dir durch das Sodbrennen und das Hin und Her mit nochmaligem CTG so schwer gemacht wurde, in der Entspannung zu bleiben, hast Du es dennoch hinbekommen, mit allem ohne weiteres umzugehen, und trotz allem die lange Geburtsphase so phantastisch gemanaged! Ihr könnt alle ungemein stolz auf euch sein!

Du hast mir gesagt, dass es Dir sehr geholfen hatte, an eine bestimmte Affirmation (und Weisheit) zu denken. Deshalb möchte ich sie hier noch einmal nennen:

„Ich akzeptiere alle Wendungen, die meine Geburt nimmt. Jede Geburt ist einzigartig“.

Geburtsbericht

„Mika Pedro, 14:35 Uhr, 3180 Gramm, 50 cm.

Hypnobirthing im Krankenhaus Nürtingen

Wie seit einigen Abenden bereitete sich auch am 19. Februar mein Körper mit Übungswellen auf die Geburt vor. Bis zum errechneten Termin war es noch eine Woche und es ging uns allen gut. Allerdings hatten mein Mann M. und ich schon öfter darüber gesprochen, dass wir meinen, unser Baby kommt früher zu uns…

Und so war es dann auch. Am frühen Montag morgen (1.40 Uhr) bin ich aufgewacht und hatte leichte Wellen, die zudem in den unteren Rücken zogen. Nach einer Weile habe ich dann ein Bad  mit Lavendelöl genommen und die Hypnobirthing-Entspannungsmusik gehört. Die Wellen blieben regelmäßig –  ich war mir nun ziemlich sicher, dass das nun keine „Übung“ mehr ist. M. ist nochmal ins Bett und ich habe mich gemütlich in unseren Lesesessel gesetzt, die Geburtsaffirmationen gehört (deine waren super Vicky) und eine gute Stunde den Zeitrhythmus gestoppt. Die Wellen kamen alle drei bis vier Minuten. Gegen 5.30 Uhr habe ich dann M. geweckt und die letzten Dinge in die Krankenhaustasche gepackt. M. fragte mich, ob ich mir sicher sei – er hat mir später verraten, dass er sich sicher war, wir würden wieder nach Hause geschickt 🙂 Dass ich so entspannt sein würde, habe er nicht erwartet.

Ich habe dann im Auto schon meine Noise-Cancel-Kopfhörer aufgezogen und Affirmationen und Entspannungsmusik laufen lassen: Sicher ist sicher. Ich wusste ja nicht genau, was mich im KH erwarten würde.

Wir wurden von der Hebamme in Empfang genommen. Sie war sehr nett und fand meine Entspannungsmusik toll. Irgendwann hat sie uns dann auch gefragt ob das Hypnobirthing ist – wir mussten also nichts erklären. Da unser Baby zwar lang aber zierlich ist, sollten wir nochmal zum Ultraschall. Das hatten wir bereits bei mehreren Untersuchungen mit dem Chefarzt besprochen. Die diensthabende Ärztin gab grünes Licht und schätzte unseren Kleinen auf 2700 Gramm (war ja nicht ganz richtig… – waren ja 3180).

Wieder zurück, gingen wir ins sogenannte Wohnzimmer der Entbindungsstation und es wurde ein CTG gemacht. Ein schönes helles Zimmer, in dem ich mich gut entspannen konnte. M. machte immer wieder leichte Berührungsmassage und die Wellen wurden stärker. Ich würde es als starkes Ziehen beschreiben. Im Rücken unangenehm, aber keine Schmerzen. Mir wurde wegen den Streptokokken noch ein Zugang gelegt. (Es reichte allerdings nur für die erste Dosis Antibiotika weil es später so schnell ging… hätten wir uns also vermutlich sparen können…).

Dann war es langsam wieder an der Zeit, ein Bad zu nehmen. Das mache ich immer gern und wollte nun auch wieder Baden zumal ich Sodbrennen bekam, welches mir das Entspannen erschwerte. Im Vierfüßler-Stand fand ich es sehr angenehm. Die Hebamme brachte Duftöl für die Wanne und ließ uns dann wieder allein. Die Wellen wurden immer stärker, aber mit der Wellenatmung ging das gut. Nach einiger Zeit schaute die Hebamme nach uns und es war an der Zeit, die Entspannungswanne zu verlassen und in den eigentlichen Kreissaal mit Gebärwanne zu gehen. Auf dem Weg dorthin traf ich meine Nachsorgehebamme Petra die eben zu ihrem vierstündigen Dienst kam. Ich freute mich sehr, Sie zu sehen. Sie kam gleich zu uns und übernahm von Ihrer Kollegin. Im Kreißsaal wurde das Wasser eingelassen und Petra freute sich mit uns, dass ich zwischen den Wellen lachte. Wir überlegten, ob es wohl noch in Ihrer Schicht soweit sein würde. Dann fragte sie mich, ob sie nach dem Muttermund schauen dürfe. Ich war nun neugierig. 6 Zentimeter waren es. Das würde noch ein bisschen dauern, dachte ich mir und stimmte zu, dass erneut ein CTG gemacht wird. Das Gerät hatte keine Kabel und störte mich somit nicht.

Nun kam es leider zu einem Bruch in meiner Entspannung: das Sodbrennen, (Anmerkung VM: das Sodbrennen war nicht wegen der Geburt, daran leidet Mika Pedro’s Mama leider seit ein paar Jahren) führte zu ständigem Aufstoßen, was mir das Atmen sehr erschwerte und dann, gegen 12 Uhr, zog mir die erste Geburtswelle regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so plötzlich zum Wechsel kommt und ein Sog mit solcher Wucht den Kleinen nach unten schiebt. Ich wollte nur noch drücken und ihn nach außen schieben. Das tat ich dann auch und konzentrierte mich dabei darauf, den Mund nicht zu verkrampfen. Petra meinte der Kleine ist bald da ob ich überhaupt noch in die Wanne will. Ich wollte. Und im Wasser fiel es mir wieder etwas leichter, zu atmen. Aber die J-Atmung hat leider nicht so funktioniert wie gedacht.

Jetzt konnte ich den Kopf fühlen. Nur wurden die Wellen immer kürzer und ich fühlte mich zunehmend unwohler. Im Nachhinein wär es jetzt an der Zeit gewesen, zu versuchen, wieder in die totale Entspannung zu gehen.  Die Hebamme empfahl mir, wieder an Land zu gehen. Das machte ich dann auch und die Wellen wurden wieder stärker. Ich legte mich halb seitlich und legte mein Bein in eine Schlinge. Jetzt war der Kopf fast komplett draußen. Aber nur fast. Eine Hauttasche (zum ersten Mal gehört) schob den Kleinen immer wieder zurück… so ging das eine Stunde. Danach stimmte ich zu, dass die Ärztin an dieser Haut einen kleinen Schnitt macht – und siehe da; nur eine Welle später war Mika Pedro komplett da!

Er wurde direkt zu mir gelegt und wir langen uns zu dritt in den Armen. Ich wunderte mich wie groß er doch war. So lagen wir eine Weile zusammen. Die Nachgeburt kam, wir ließen die Nabelschnur auspulsieren und Mika hat das erste Mal getrunken. Nachdem der Schnitt versorgt wurde (alles andere ist heil geblieben) sind wir wieder ins „Wohnzimmer“ und haben dort noch ein bisschen die Zeit genossen, ehe wir in unser Familienzimmer gebracht wurden.

Es waren schöne erste Tage im KH, alle waren super nett!

Ich bin sehr froh und dankbar, mit Hypnobirthing geboren zu haben. Auch wenn es am Schluss nicht mehr so gut geklappt hat. Bis dahin war alles wie wir uns das vorgestellt haben (sogar entspannten als M. dachte ;-)) und ich bin mir sicher, ohne Aufstoßen hätte es noch besser geklappt. Und ich habe die Entbindung ganz entspannt und mit Vorfreude erwartet. Das hätte ich mir noch vor einigen Monaten nicht vorstellen können. Mika ist ein zufriedener kleiner Schatz und sah überhaupt nicht zerknittert aus. Auf der Station wurde ich sogar gefragt, ob er ein Kaiserschnitt-Baby sei …

Herzlichen Dank Viktoria!“

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„Normale“ Geburtsvorbereitungskurse

Immer wieder werde ich von meinen HypnoBirthing Teilnehmern gefragt, ob es ok sei, dass sie auch einen „normalen“ Geburtsvorbereitungskurs machen.

Meine Antwort ist immer dieselbe: es hängt natürlich auch von dem „wer gibt den Kurs“ ab, aber die offizielle HypnoBirthing Empfehlung ist: es ist natürlich eure Sache, aber es ist auf gar keinen Fall notwendig! Wenn ihr einen normalen Geburtsvorbereitungskurs machen wollt, sollte er aber unbedingt vor eurem HypnoBirthing Geburtsvorbereitungskurs abgeschlossen sein. Dies ist deshalb so, weil normale Geburtsvorbereitungsklassen häufig wieder eine Angst vor der Geburt fördern – die wir vorher im HypnoBirthing Kurs und mit Übungen zuhause abgebaut haben. Selbst wenn die Kursleiterin stetig bemüht ist, nichts angsteinflössendes mit in den Kurs zu bauen, wird häufig die Angst durch die Mütter selbst geschürt – denn in diesen Geburtsvorbereitungskursen steht nicht das Abbauen und Verlieren dieser Ängste im Mittelpunkt, wie bei HypnoBirthing.

Warum ist das ein Problem? Weil negative Erwartungshaltung und Angst wenig förderlich für das Erlangen eurer Wunschgeburt ist :-).

Hier ist eine Studie, die genau das bestätigt. In dieser Studie waren höchstens 12 Frauen in einem Kurs – in normalen Geburtsvorbereitungskursen in unserer Gegend, berichten meine Mütter, sind dies eher 20:

Clinical Study: Change in Outlook Towards Birth After a Midwife Led Antenatal Education Programme Versus Hypnoreflexogenous Self-Hypnosis Training for Childbirth

Clinical Study: Change in Outlook Towards Birth After a Midwife Led Antenatal Education Programme Versus Hypnoreflexogenous Self-Hypnosis Training for Childbirthhttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4678049/ Aim: To compare the change of maternal outlook towards birth due to a midwife led antenatal education programme versus hypnoreflexogenous self-hypnosis training for childbirth. Method: Before beginning of the classes and after the last class maternal …

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Hebamme und Doktor auf Krankenkasse

Anscheinend behaupten manche Ärzte, dass das nicht geht…

Hier ein Artikel um klarzustellen, dass ihr ein Recht auf gleichzeitige Behandlung durch Hebamme und Gynäkologe habt:

Bundesregierung stellt klar: Vorsorge bei Arzt und Hebamme auch im selben Quartal rechtens Mother-Hoodhttp://www.mother-hood.de/sichere-geburt/allgemeine-informationen/bundesregierung-stellt-klar-vorsorge-bei-arzt-und-hebamme-auch-im-selben-quartal-rechtens.htmlDie Bundesregierung hat im Januar 2017 auf einen vom „Netzwerk Elterninitiativen für Geburtskultur“ verfassten Offenen Brief reagiert und stellt in ihrer Antwort eindeutig klar,…

 

Die Kosten eines HypnoBirthing Kurses

So ein HypnoBirthing Kurs ist nicht ganz billig. Ich habe meine beiden Kinder mit HypnoBirthing auf die Welt gebracht. Aber ich wollte auch so wenig ausgeben wie möglich – gerade wenn ein Baby bald kommt, denkt ma ja an die Zukunft! Ich verstehe also diese Gedanken – bestimmt wie jede Frau, die jemals ans Familie Gründen gedacht hat.

Hier ist ein Artikel in Englisch, über die Kosten von HypnoBirthing. Dabei sind die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs gemeint.

Ich finde, besser kann man es kaum zusammenfassen. Nur noch eins: ich denke, das sollte man auch auf mentale und körperliche Vorbereitung beziehen. Auf beides geht HypnoBirthing auch ein.

Grössenbestimmung des nicht geborenen Babys

Babys werden vor der Geburt gemessen, um zu sehen, wie gut sie durch die Mutter passen, oder ob mit Komplikationen zu rechnen ist.

In HypnoBirthing sagen wir immer: das Gewicht eines Babys kann nur auf eine Art bestimmt werden: NACH der Geburt auf einer Waage! Warum sagen wir das denn eigentlich?

Wie gut sind denn eigentlich diese vorgeburtlichen Grössen-Bestimmungen? Wie verlässlich sind sie? Es gibt eine Studie von 2005 (Chauhan et al) die 14 Studien zu der Fragestellung zusammenfasste. Insgesamt fand die Studie, dass die Grössenbestimmungen für über 4 kg unter 50% der Zeit stimmen (also von 10 Babys, denen mehr als 4 kg zugesprochen werden, wiegen 5 weniger). Und für Bestimmungen über 4.5 kg ist es noch einmal schlimmer: die Studie fand 5 kleinere Studien, die dies auswerteten. Hier fanden die Wissenschaftler, dass für 10 Babys, denen man ein Geburtsgewicht von mehr als 4,5 kg zusprach, nur 2-3 (je nach Studie) tatsächlich so gross waren. Der Rest war kleiner! Falls ihr allerdings Diabetes habt, sind die Test eher richtig, einfach weil mehr Babies tatsächlich gross sind. Hier waren etwa 6 von den diagnostizierten 10 Babies tatsächlich schwerer als die vorausgesagten 4 kg. Die Studie befasste sich auch mit dem physischen Bestimmen des Geburtsgewichts. Hier waren die Ergebnisse ähnlich schlecht. Wieviel liegen die Ergebnisse daneben? Die beste Formel zur Berechnung wird Warsof2 genannt (Rosati et al, 2010), und basiert ausschließlich auf dem Bauch des Babys. Die Ergebnisse dieser Formel kam innerhalb von 15% des Babys tatsächlichen Gewicht in 98% der Fälle. Das heisst also, dass wenn Dein Baby ein tatsächliches Gewicht von 3,7 kg hat, könnte das per Ultraschall bestimmte Gewicht in 98% der Fälle irgendwo zwischen 3,2 kg und 4,3 kg liegen – für die restlichen 2 Prozent noch weiter weg. Andere Formeln sind generell noch schlechter.

Quellen:

Chauhan SP, Grobman WA, Gherman RA, Chauhan VB, Chang G, Magann EF, Hendrix NW. Suspicion and treatment of the macrosomic fetus: a review. Am J Obstet Gynecol. 2005 Aug;193(2):332-46. Review. PubMed PMID: 16098852.

Rosati P, Arduini M, Giri C, Guariglia L. Ultrasonographic weight estimation in large for gestational age fetuses: a comparison of 17 sonographic formulas and
four models algorithms. J Matern Fetal Neonatal Med. 2010 Jul;23(7):675-80. doi: 10.3109/14767050903410631. PubMed PMID: 19895358.

Magnesium-Mangel: ein Volksleiden

Magnesium wird bei soooo vielen Prozessen im Körper gebraucht, und selten daran gedacht….

Magnesium-Mangel kann unglaublich viele Auswirkungen haben.

Anzeichen eines Magnesium-Mangels können im ersten Trimester verstärkte Morgenübelkeiten und Schwangerschaftserbrechen sein, und könnten ebenso Langzeit-Konsequenzen für das heranwachsende Baby haben (Hovdenak & Haram 2012; Latva-Pukkila et al, 2010). Das Risiko für vorzeitige Wehen, Blutungen und Frühgeburt ist erhöht, und es kann zur Eklampsie kommen (EPF-Syndrom mit Wassereinlagerungen (Ödeme), Eiweiß im Urin und Bluthochdruck. Bei Risikoschwangerschaften sollte der Frauenarzt grundsätzlich den Magnesiumgehalt in Blut und Urin überprüfen.

Aber auch bei Schlafstörungen, Tinnitus, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, und auch bei Diabetes Typ 2 sollte man überlegen, ob es durch vermehrte Einnahme an Magnesium besser werden könnte. Und auch Reizbarkeit, Fahrigkeit, innere Unruhe, Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Benommenheit, Schwindel, Angstgefühle, Müdigkeit, Mattigkeit, Energielosigkeit, Schwäche, erhöhtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur, Kreuz- und Rückenschmerzen, Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis) und Ohrensausen (Tinnitus), kalte Füße und Hände, Taubheitsgefühl in Beinen und Armen, Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen),… .

Hier ist ein interessanter Artikel zum Thema Magnesium:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesiummangel.html

 

 

 

 

Anzeichen von Fehlversorgungen von Gebärenden

Eine Doktorarbeit aus dem Jahre 2008 hat folgendes gefunden:

“ Als wesentlichster prädiktiver Faktor für eine Geburtseinleitung ergab sich die Aufnahme in den Kreißsaal mit unreifem Befund (Muttermundsweite 1 cm oder weniger). Die Indikationen für operative Entbindungsmethoden zeigten insgesamt eine Zunahme weicher Indikationen, insbesondere die Indikation „Sonstiges“ stieg um ein Vielfaches. Im Versorgungsgeschehen des geburtshilflichen Bereichs sind aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung Anzeichen von Fehlversorgung zu konstatieren, insbesondere eine beträchtliche Überversorgung von low-risk Schwangeren sowie eine übliche Praxis, die nur wenig evidenzbasiert ist. Im Sinne einer bedarfsgerechteren Versorgung – vor allem für die Mehrzahl von gesunden Schwangeren mit komplikationslosem Schwangerschafts- und Geburtsverlauf – bedarf es einer Versorgung, die geeignet ist, physiologische Prozesse zu stärken und unnötige Interventionen zu vermeiden. Dafür fehlen dem deutschen Versorgungssystem Strukturen, die salutogene Ansätze fördern, wie auch evidenz-basierte Leitlinien und Informationen, zudem eine Korrektur des finanziellen Anreizsystems.“

Schwarz, Clarissa. Entwicklung der geburtshilflichen Versorgung – am Beispiel geburtshilflicher Interventionsraten 1984-1999 in Niedersachsen. 2008. Technische Universität Berlin, Fakultät VII – Wirtschaft und Management. http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1992

Die Geburtsatmungen sind Zwerchfellatmungen

Alle Atmungen in HypnoBirthing sind Arten der Zwerchfellatmung. Die Zwerchfellatmung ist eine natürliche Atem-Art, die alle entspannten Säugetiere teilen. Katy Bowman erklärt in ihrem Buch (2016), dass wenn man, wie häufig der Fall in unserer Gesellschaft, andere Atmungen als diese natürliche Atmung nutzt, es auf die Dauer zu Problemen kommen kann.

Zwerchfellatmung ist u.a. eine effiziente und energiearme Art, zu atmen (Mayoklinik s.u.).

Ein Zeichen der Zwerchfellatmung ist es, dass der Bauch mitmacht bei der Atembewegung, denn das Zwerchfell geht nach unten in die Bauchhöhle beim Einatmen, um den Lungen Platz zu geben, und beim Ausatmen wieder nach oben.

Die Zwerchfellatmung zu üben ist durchaus gut für das Leben. Da Zwerchfell ist eine Muskelschicht, die wie gesagt, das Herz und die Lungen vom „Rest“ weiter unten abtrennt. Es kann daher auch das permanente Gewicht auf den Beckenboden verringern, indem es das Gewicht von Lunge und Herz trägt (Cantieni, 2012). Deshalb macht es auch Sinn, es ein wenig zu kräftigen, indem man es bewegt durch die Zwerchfellatmung.

In der Geburt bietet diese zusätzliche, größere Bewegung des Zwerchfells nach unten bei der Geburtsatmung  natürlich auch eine unterstützende Bewegung nach unten, die die Gebärmutter und das Baby dabei unterstützten, dem Baby nach draußen zu verhelfen.

Viel Erfolg!

Quellen:

http://my.clevelandclinic.org/health/diseases_conditions/hic_Understanding_COPD/hic_Pulmonary_Rehabilitation_Is_it_for_You/hic_Diaphragmatic_Breathing

Katie Bowman. Diastasis Recti: The Whole Body Solution to Abdominal Weakness and Separation (Englisch). Taschenbuch. Februar 2016.

Cantieni, Benita. „Tigerfeeling: Das perfekte Beckenbodentraining für sie und ihn“. Südwest Verlag. 6. edition (25 Jun 2012).

Diastasis Recti: When the Abs Don’t Come Together

 

 

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

In HypnoBirthing haben wir eine Nummer von Atemtechniken für die Geburt, die uns helfen, eine entspannte und positive Haltung in der Geburt zu haben, und zusätzlich die natürlichen Vorgänge unseres gebärenden Körpers zu unterstützen.

Alle Atemtechniken werden dabei durch die Nase vorgenommen, nicht durch den Mund. Das hat eine Nummer von Vorteilen, und viele davon sind generell wahr:

  • der Atem erlaubt uns, einen gewissen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem zu nehmen, was ansonsten völlig unwillkürlich unsere Körperfunktionen steuert (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005)
  • wer durch die Nase atmet, nimmt 10 – 15 % mehr Sauerstoff auf (Cottle, 1972)
  • „Die innere Nase liefert nicht nur etwa 90% der Atemluft-Klimatisierungsanforderung, sondern bewahrt auch etwa 33% der ausgeatmeten Wärme und Feuchtigkeit“ (Elad et al, 2008)
  • Das Atmen durch die (verengende) Nase führt zu grösserem Lungenvolumen (Swift et al, 1988)

Für Geburten kommen noch folgende wichtige Punkte hinzu:

  • Das Atmen durch den Mund sendet mehr Sauerstoff in den präfrontalen Kortex, was bedeuten könnte, dass er mehr angeregt wird. Der Präfrontale Kortex ist Teil des Neokortex, den wir bei der Geburt eher nicht aktivieren möchten.
  • Es wird vermutet, dass das Atmen durch die Nase uns weiter in den parasympathetischen Bereich unseres vegetativen Nervensystems bringt, und Mundatmung eher in den sympathetischen Bereich (Brown & Gerbarg, 2005). Dies ist in der Form allerdings nicht klar durch Studien belegt.

Hiermit wünsche ich euch ein angenehmes und gesundes Atmen durch die Nase!

Quellen:

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Elad D, Wolf M, Keck T. Air-conditioning in the human nasal cavity. Respir Physiol Neurobiol. 2008 Nov 30;163(1-3):121-7. doi: 10.1016/j.resp.2008.05.002.

Sano M, Sano S, Oka N, Yoshino K, Kato T. Increased oxygen load in the prefrontal cortex from mouth breathing: a vector-based near-infrared spectroscopy study. Neuroreport. 2013;24(17):935-940. doi:10.1097/WNR.0000000000000008.

Swift AC, Campbell IT, McKown TM. Oronasal obstruction, lung volumes, and
arterial oxygenation. Lancet. 1988 Jan 16;1(8577):73-5. PubMed PMID: 2891980.

Richard P. Brown and Patricia L. Gerbarg. The Journal of Alternative and Complementary Medicine. March 2005, 11(1): 189-201. doi:10.1089/acm.2005.11.189.

 

Meinungsumfrage: Tanzen für die Geburt???

Ich habe mir so überlegt, dass es nett wäre, wenn werdende Mamas tanzend fit werden könnten – also ein wöchentliches Programm, wo Mamas kommen können, und durch angepasste Tanzübungen ihren Beckenboden und Bauchmuskeln, Beine und generelle Fitness und auch die Lachmuskeln im Gesicht stärken könnten 🙂 (Endorphine u. co und so….).

 
Ich könnte mir vorstellen, für alle werdenden Mamas ein Tanzprogramm auszuarbeiten, in dem genau diese Punkte wöchentlich angeboten werden könnten.
 
Für alle meine Blog – Leser: wer würde so ein Angebot denn regelmässig annehmen, wenn es existieren würde?
 
Schreibt mir eure Meinungen, hier oder auf Facebook!

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Lieber Blog-Besucher,

es freut mich, dass Du auf meinen Blog gefunden hast. Hier publiziere ich meine Einsichten und Meinungen rund ums Thema Kinder kriegen. Ich möchte gerne herausstreichen, dass ich das mit bestem Wissen und Gewissen tue, aber dass Du bitte für Dich selbst überprüfst, ob das Folgende für Dich so stimmig ist!

Der Zweck ist, ein breites Verständnis und Wissen zu fördern, wie man eine natürliche, komfortablere und positive Geburtserfahrung haben kann. Dieser Blog beabsichtigt nicht, ein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung zu sein.

Jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden!

Du findest rechts ein vollständiges Kategorien-Verzeichnis, da kannst Du für individuelle Themen meine Blogeinträge finden. Ein paar der Kategorien sind auch unter dem Titelbild, aber nicht alle. Oder Du kannst nach Stichworten suchen, indem Du die Suchfunktion benutzt, die findest Du auch oben rechts, wo „Suchen“ im Kasten steht.

Unter dem Titelbild ist ebenfalls ein Link zu meiner HypnoBirthing Web Site, so kommst Du wieder zum Thema HypnoBirthing.

Zu den durchgenommenen Studien möchte ich eines als generelles Caveat sagen: alle westlichen Studien über das Kinder Gebären sind in UNSEREM HEUTIGEN Milieu des Kinder Gebärens gemacht worden. Sie können nicht wirklich Einblick geben, wie die Studienergebnisse aussehen würden, wenn die Umstände des Kinder Gebärens nicht so stark in einem Lichte des Medizinischen und der ängstlichen Erregung der Mutter stattfinden würden – etwas, das wir durch HypnoBirthing durchaus hoffen, für alle Schwangere zu verändern.

Ansonsten, schlag zu :-). Ich hoffe, dass Du hier Antworten findest, die Dir Deine gesunde Wunschgeburt ein Stück näher bringen. Über Kommentare und das Weiterempfehlen freue ich mich auch! Wenn Du gerne informiert werden möchtest, wenn es neue Blogeinträge gibt, kannst Du Dich zum Newsletter anmelden – zum Beispiel im Anschluss zu diesem Blogeintrag.

Ich wünsche Dir viel Freude in der Schwangerschaft, eine wunderschöne Geburt, und eine wundersame Reise in eure neue Zukunft als Familie!

Ganz herzlich,
deine Viktoria Maier

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Blog – Alternative zu „Interessantes“

Bisher habe ich vor allem Facebook genutzt als Plattform für Informationen etc – einfach, weil es so viel schneller ist, dort eine Mitteilung abzuschicken, als es auf meine Web Site zu integrieren (wo ich dann immer gleich alles als HTLM schreiben muss).

Da einige von euch aber Facebook nicht benutzen wollen, habe ich nun einen Blog auf meiner Home Page erschaffen. Erst einmal werde ich diesen hier probeweise führen…. und langsam aber stetig meine alten Facebook Posts hier einfügen…. im Moment wird Facebook also immer noch das aktuellere sein….