Lavendel-Gebrauch während (und nach) der Geburt

Lavendel-Duft kann als ein Komfortmittel während des Geburtsverlaufs eingesetzt werden. In meinen HypnoBirthing Kursen rate ich gerne dazu, einen Duft bei den täglichen Entspannungsübungen zu benutzen. Durch das ständige Verbinden des Duftes mit der Tiefenentspannung von HypnoBirthing wirkt der Duft als Anker für den Körper, und, wenn er mal gesetzt ist, kann nur der Anker (also der Duft in diesem Fall) zur Tiefenentspannung führen.

Dies benutzt man dann sehr effektiv auch während der Geburt.

Ich rate immer zum Gebrauch von Lavendel, den ich auch in meinen Kursen benutze. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) hat „eine beruhigende, krampflösende und antiseptische Wirkung. In der Homöopathie gilt Lavendel als eine der großen Seelenpflanzen, die die Aufnahmebereitschaft für Neues fördert, indem sie Klärung, Ruhe und Nervenstärke bringt. In der Aromatherapie wird Lavendel vor allem gegen Stress, Migräne und Schlafbeschwerden eingesetzt„.

Ausserdem findet man folgende Informationen zu Lavendel bei aetherische-oele.net: Generell hat Lavendelöl hat eine ausgleichende Wirkung, es erfrischt uns, wenn wir ständig müde sind, es hellt unsere Stimmung auf, es hilft uns bei Nervosität. Zudem stärkt und beruhigt es uns, es lindert Schmerzen, es treibt den Harn und den Schweiß. Zusätzlich wirkt es entgiftend und es hilft uns, dass Wunden schneller heilen. Außerdem hat das Öl eine stark antiseptische Wirkung„.

Da ist es wohl kaum überraschend, dass eine vor Kurzem veröffentlichte Studie belegt, dass das Lavendelöl, in der aktiven Geburtsphase und danach angewandt, unangenehme Empfindungen statistisch signifikant lindert. Da die verwendete reine Lavendel-Essenz hochkonzentriert war, welches unverdünnt Reizungen hervorrufen kann, wurde die Essenz 1:10 mit destilliertem Wasser verdünnt. In der experimentellen Gruppe wurden zwei Tröpfchen Lavendelessenz mit destilliertem Wasser 1:10 verdünnt – also 2 Tropfen Lavendelessenz auf 20 Tropfen Wasser. Diese Mischung wurde der Mutter in ihre Hände gegeben, und sie wurde gebeten, ihre Hände zusammen zu reiben und den Duft dann für 3 Minuten einzuatmen, die Hände 2,5 bis 5 cm von der Nase entfernt. In der frühen Öffnungsphase gab es keine messbaren Unterschiede, aber ab der aktiven Öffnungsphase war der Unterschied statistisch signifikant (Yazdkhasti et al, 2016)!

Aber das Lavendel hat auch positive Effekte auf euer medizinisches Personal (und Geburtsbegleiter ebenso 🙂 ). In einer Studie wurde erörtert, ob man mit dem Lavendelduft auch gegen den Stress von Krankenschwestern eine positive Veränderung erzielen könnte. Dazu wurde das Lavendelöl in einem frei zugänglichen Aufenthaltszimmer 24 Stunden am Tag diffusiert. Dies hat zu einer statistisch signifikanten Reduktion des Stresses bei den Krankenschwestern geführt (Johnson et al, 2017).

Also, schlagt zu, besorgt euch Lavendelessenz (aus dem echten Lavendel), und ob ihr es nun im Zerstäuber oder im Wasserbad benutzt, geniesst die herrliche Wirkung des Lavendels auf euch und eure Körper – und eures Begleitpersonals!

Aber damit ist es noch nicht zuende mit dem Nutzen des Lavendels. Lavendelessenz, wie oben gesagt, ist auch besonders gut bei Schlafproblemen – das kann ja auch mal vorkommen, entweder in der Schwangerschaft, oder auch danach (wenn das Kleine mal wieder unruhig war). Ich habe es damals auch im Zerstäuber bei meinen Kindern benutzt, rate allerdings dazu, dies bei euren Kindern unter 2 erst mit eurem Arzt abzuklären.

Und auch Lavendelöl ist eine feine Sache nach der Geburt. Sollte es nach der Geburt unangenehm sein, auf die Toilette zu gehen: statt danach mit Papier ranzugehen, ist ein kleines Wasserbad, mit ein paar Tropfen Lavendelöl, sehr angenehm – und sorgt dafür, dass alles schneller verheilt.

Viel Spass dabei!

Quellen:

Yazdkhasti, Mansoreh, and Arezoo Pirak. „The effect of aromatherapy with lavender essence on severity of labor pain and duration of labor in primiparous women.“ Complementary Therapies in Clinical Practice 25 (2016): 81-86. 

https://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was-gewoehnlicher-Lavendel-alles-kann.html 

http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/lavendel.htm

Johnson, Kari, et al. „Use of aromatherapy to promote a therapeutic nurse environment.“ Intensive and Critical Care Nursing (2017).

 

Die Wellenatmung: warum es Sinn macht

Die Wellenatmung wird im HypnoBirthing gelehrt und für die gesamte Öffnungsphase empfohlen. Die Öffnungsphase ist die Zeit von der ersten Welle, bis hin zur Geburtsphase, welches die Phase ist, in der sich das Baby langsam (oder auch sehr schnell) auf den Weg nach draussen begibt. Damit ist es im Normalfall vor allem die Wellenatmung, die HypnoBirthing-Mamas während der Geburt anwenden.

Die Wellenatmung ist ein sehr langsames ein- und ausatmen, das darüber hinaus vor allem durch das Atmen in den Bauch (also eine Zwerchfellatmung) und durch das balancierte Ein-und Ausatmen charakterisiert wird (man atmet also genau so lange ein wie aus).

Wozu ist das denn eigentlich gut? Welche wissenschaftliche Basis gibt es für so eine Empfehlung? Da diese Basis meines Wissens nirgends erörtert wird, wollte ich dies endlich genauer wissen.

Als erstes sei festgehalten, dass man durch Atemtechniken (aber auch durch weitere Verhaltensweisen, wie das Nichtstun, oder das Rennen etc.) einen gewissen Einfluss auf das vegetative Nervensystem nehmen kann, was direkt nicht möglich ist (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005), da das vegetative Nervensystem (VNS) jenes ist, das unwillkürliche lebenswichtige Funktionen (Vitalfunktionen) wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert und steuert. Das VNS nimmt darüber hinaus auch Einfluss auf andere Organe oder Organsysteme, wie z.B. Sexualorgane, Endokrine Drüsen (Hormone, wie z.B. die Hypophyse, die in der Geburt Oxytocin produziert), oder das Blutgefäßsystem (Blutdruck). Diese Liste zeigt auf, dass das VNS durchaus auch Einfluss auf die Geburt nimmt. Deshalb sind also Atemtechniken in der Geburt wichtig.

Warum es besser ist, durch die Nase zu atmen, ist bereits in dem u.g. Blogeintrag erörtert worden; ich bitte euch, den u.g. Blogeintrag ebenfalls zu lesen. Zusammenfassend sei gesagt, dass die Vorteile der Nasenatmung vielfältig sind. Eine, dieser Vorteile, ist, dass dadurch ca. 15% mehr Sauerstoff aufgenommen wird (Cottle, 1972). Diesen Vorteil kann man durch Atemtechniken weiter ausbauen, wie eine Reihe von Studien zeigen – und die Wellenatmung ist eine solche Atemtechnik.

Atemforschung belegt, dass reduzierte Atmungsraten von 5 – 6 Atemzüge pro Minute die Vagusaktivierung erhöhen können, welches zu einer Verringerung der sympathischen Aktivierung, einer Erhöhung der parasympathischen Aktivierung, und einer erhöhten kardial-vagalen Baroreflexempfindlichkeit (BRS) führt (Bernardi et al, 2002, Joseph et al, 2005, Raupach et al, 2008).  All dieses korreliert mit der psychischen und physischen Gesundheit (Mason et al, 2013).

Eine Studie (Mason et al, 2013) hat gefragt, worauf es dabei für Ungeübte in Atemtechniken ankommt – längere Ausatmung als Einatmung, mit oder ohne Ujjayi Verengung der Glottis im Kehlkopf, usw. Der maximale Anstieg der BRS und Abnahme des Blutdrucks wurden bei langsamer Atmung mit gleich langer Ein- und Ausatmung gefunden. Dies entsprach einer signifikanten Verbesserung der Sauerstoffsättigung ohne Erhöhung der Herzfrequenz.

Ausserdem kann man rhythmische Atmung dazu benutzen, um den Praktizierende in einen tiefen meditativen Zustand der Entspannung zu führen und sein Körperbewusstsein zu fördern (Carter & Carter, 2016). Beide diese Punkte sind gut für die Geburt, da die Gebärende nach Möglichkeit entspannt ist, und in sich und ihren Geburtskörper geht, den Neokortex ausschaltend (Odent, 2016).

Also: es ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, dass langsames Atmen in der Geburt x und y positive Auswirkungen hat (und auf so eine Studie würde ich nicht warten 😉 ), aber von den generellen Daten über Atmung kann man schliessen, dass es höchstwahrscheinlich sehr positive Auswirkungen hat, eine verlangsamte Atmung in der Geburt zu betreiben, die genau so viel Zeit in der Einatmung verbringt wie in der Ausatmung. Die hier aufgeführten Studien empfehlen eine Atemlänge, die etwa 10 – 12 Sekunden in einem Atemzyklus verbringen, was bei gleich langem EIn- und Ausatmen also etwa 6 Sekunden für das Ein- bzw. Ausatmen. Übrigens: Normaler Rhythmus ist zwischen 12 und 20 Atemzyklen pro Minute –  also zwischen 3 – 5 Sekunden pro Zyklus.

Siehe bitte auch folgende Blog-Einträge zum Thema der Atmung (während der Geburt):

Die Geburtsatmungen sind Zwerchfellatmungen

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

Copyright © 2016 Viktoria Maier. This is an open access article distributed under the Creative Commons Attribution License, which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

Quellen:

Bernardi L, Porta C, Spicuzza L. et al., “Slow breathing increases arterial baroreflex sensitivity in patients with chronic heart failure,” Circulation, vol. 105, no. 2, pp. 143–145, 2002.

Brown RP, Gerbarg PL. Sudarshan Kriya Yogic breathing in the treatment of stress, anxiety, and depression. Part II–clinical applications and guidelines. J Altern Complement Med. 2005 Aug;11(4):711-7. Review. PubMed PMID: 16131297.

Carter KS, Carter III R. Breath-based meditation: A mechanism to restore the physiological and cognitive reserves for optimal human performance. World Journal of Clinical Cases. 2016;4(4):99-102. doi:10.12998/wjcc.v4.i4.99.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Joseph C. N., Porta C., Casucci G. et al., “Slow breathing improves arterial baroreflex sensitivity and decreases blood
Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 7 pressure in essential hypertension,” Hypertension, vol. 46, no. 4, pp. 714–718, 2005.

Mason H, Vandoni M, deBarbieri G, Codrons E, Ugargol V, Bernardi L. Cardiovascular and Respiratory Effect of Yogic Slow Breathing in the Yoga Beginner: What Is the Best Approach? Evidence-based Complementary and Alternative Medicine : eCAM. 2013;2013:743504. doi:10.1155/2013/743504.

Odent, M. Es ist nicht egal, wie wir geboren werden. Risiko Kaiserschnitt. 18. April 2016. Mabuse-Verlag; 3. Aufl.

Raupach T., Bahr F., Herrmann P. et al., “Slow breathing reduces sympathoexcitation in COPD,” The European Respiratory Journal, vol. 32, no. 2, pp. 387–392, 2008.

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

„Endokrines System (Hormonsystem) und endokrine Organe“, https://www.lecturio.de/magazin/endokrines-organe-hormonsystem/ aktualisiert 01.09.2016

„Endokrine Drüse“, https://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Dr%C3%BCse

 

 

 

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

In HypnoBirthing haben wir eine Nummer von Atemtechniken für die Geburt, die uns helfen, eine entspannte und positive Haltung in der Geburt zu haben, und zusätzlich die natürlichen Vorgänge unseres gebärenden Körpers zu unterstützen.

Alle Atemtechniken werden dabei durch die Nase vorgenommen, nicht durch den Mund. Das hat eine Nummer von Vorteilen, und viele davon sind generell wahr:

  • der Atem erlaubt uns, einen gewissen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem zu nehmen, was ansonsten völlig unwillkürlich unsere Körperfunktionen steuert (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005)
  • wer durch die Nase atmet, nimmt 10 – 15 % mehr Sauerstoff auf (Cottle, 1972)
  • „Die innere Nase liefert nicht nur etwa 90% der Atemluft-Klimatisierungsanforderung, sondern bewahrt auch etwa 33% der ausgeatmeten Wärme und Feuchtigkeit“ (Elad et al, 2008)
  • Das Atmen durch die (verengende) Nase führt zu grösserem Lungenvolumen (Swift et al, 1988)

Für Geburten kommen noch folgende wichtige Punkte hinzu:

  • Das Atmen durch den Mund sendet mehr Sauerstoff in den präfrontalen Kortex, was bedeuten könnte, dass er mehr angeregt wird. Der Präfrontale Kortex ist Teil des Neokortex, den wir bei der Geburt eher nicht aktivieren möchten.
  • Es wird vermutet, dass das Atmen durch die Nase uns weiter in den parasympathetischen Bereich unseres vegetativen Nervensystems bringt, und Mundatmung eher in den sympathetischen Bereich (Brown & Gerbarg, 2005). Dies ist in der Form allerdings nicht klar durch Studien belegt.

Hiermit wünsche ich euch ein angenehmes und gesundes Atmen durch die Nase!

Quellen:

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Elad D, Wolf M, Keck T. Air-conditioning in the human nasal cavity. Respir Physiol Neurobiol. 2008 Nov 30;163(1-3):121-7. doi: 10.1016/j.resp.2008.05.002.

Sano M, Sano S, Oka N, Yoshino K, Kato T. Increased oxygen load in the prefrontal cortex from mouth breathing: a vector-based near-infrared spectroscopy study. Neuroreport. 2013;24(17):935-940. doi:10.1097/WNR.0000000000000008.

Swift AC, Campbell IT, McKown TM. Oronasal obstruction, lung volumes, and
arterial oxygenation. Lancet. 1988 Jan 16;1(8577):73-5. PubMed PMID: 2891980.

Richard P. Brown and Patricia L. Gerbarg. The Journal of Alternative and Complementary Medicine. March 2005, 11(1): 189-201. doi:10.1089/acm.2005.11.189.

 

Körperliche Fitness in der Schwangerschaft

Alle, die HypnoBirthing zur Geburtsvorbereitung betreiben, haben ein besonderes Programm des Entspannens in ihrer täglichen Routine.

Ausserdem wird in HypnoBirthing klar ausgedrückt, dass die körperliche Fitness ebenfalls sehr wichtig ist, genau so wie das gesunde Essen. Allerdings finde ich, dass es durchaus NOCH klarer ausgedrückt sein sollte:

Sport in der Schwangerschaft ist (mindestens) genau so wichtig wie das gesunde Essen (da Auswirkungen von schlechtem Essen teilweise aufgefangen werden können durch Sport). Sport steigert Ihre Stimmung und Energie, hilft besser zu schlafen, und verhindert übermässige Gewichtszunahme, und fördert den Muskeltonus, Kraft und Ausdauer (auch nach der Geburt sehr wichtig!! 😉 ).

In der Schwangerschaft, Geburt, und auch für das restliche Leben einer Frau sind die Beckenbodenmuskeln überaus wichtig. Nicht nur, dass die Muskeln schön kräftig sind (was eine Inkontinenz vorbeugt), sondern auch, dass wir ein Gefühl für die Muskeln haben, und während der Geburt spüren, ob wir sie tatsächlich entspannen.

Aber andere Muskeln sind ebenso wichtig: die Bauchmuskeln, zum Beispiel. Häufig wird angenommen, dass man die Bauchmuskeln in der Schwangerschaft nicht trainieren kann – das ist so allerdings falsch! Ich will mich nicht widerholen, deshalb sei hier nur auf meinen anderen Blogeintrag vermerkt, in dem es über die Bauchmuskeln geht. Weitergehend sei noch darauf hingewiesen, dass Bauchtanz ein Tanz ist, der seinen Ursprung als Geburtstanz hat, sowohl vorbereitend als auch während der Geburt, und ist meine persönliche Empfehlung!

Aber grundsätzlich ist Freizeitsport sehr gesund während der Schwangerschaft. Mütter sind weniger krank (vermindertes Risiko von: Wasser in den Beinen, Schwangerschaftsdiabetes, hohem Blutdruck, Hämorrhoiden, Verstopfung, Krämpfe in den Beinen, Rückenschmerzen , Wassereinlagerungen , usw.).

Kinder von trainierten Müttern kommen weniger häufig zu früh, haben ein gesünderes Geburtsgewicht, ein stärkeres Herz-Kreislauf-System (mit verminderter Herzrate), vermindertes Risiko von Diabetes (evtl. bis ins Erwachsenenalter), weniger Risiko übergewichtig zu werden, und wahrscheinlich ein gesünderes Gehirn (Alzheimer-Vorbeugung)

Ausserdem konnten folgende Auswirkungen gemessen werden:

  • Eine Reduktion in der Öffnungsphase der Geburt (die Zeit von 4 cm bis 10 cm Dilatation) – ein drittel kürzer, oder anders rum: Frauen, die nicht Sport trieben, brauchten 50% länger in der Öffnungsphase – 2 Stunden im Durchschnitt!
  • Statistisch gesehen weniger geburtshilfliche Eingriffe während der Geburt (Zangen, Vakuumextraktion ).
  • Nach der Geburt waren sportliche Mütter schneller wieder fit
  • Sport sorgt auch für Endorphinausschüttung
  • Eine schnellere Rückkehr zum Gewicht vor der Schwangerschaft
  • Geringeres Risiko von postpartalen Depression.
  • Eine Verringerung des Knochendichte-Verlusts während der Stillzeit

„Jeder pränatalen Übungsprogramm sollte täglich ein „Kern“-Trainingsprogramm haben, das auf die Stärkung der Bauchmuskeln, der unteren Rückenmuskulatur und die Muskeln des Beckenbodens abzielt.“

Abgesehen von diesem Punkt, hängt es vor allem von euren Vorlieben ab, und u.U. was für andere Trainingsziele ihr sonst noch habt :-).

Obwohl es generell so gesund ist, ist es wie mit allem: es gibt Ausnahmen, die zumindest die Wahl der Aktivität einschränken können. Darunter befinden sich, aber nicht ausschliesslich:

  • Einige Formen von Herz- und Lungenkrankheiten
  • Präeklampsie oder schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck
  • Probleme mit dem Gebärmutterhals
  • Blutungen aus der Scheide
  • Placenta-Probleme
  • Vorzeitige Wehen während Ihrer aktuellen Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaft mit Gefahr vorzeitiger Wehen
  • Eine vorzeitige Ruptur der Membranen
  • schwere Anämie

Also: falls Zweifel bestehen, immer erst Rücksprache mit dem Arzt!