CTG in der Geburt – kritische Stimmen in der Zusammenfassung

In Großbritanien ist die neue Richtlinie, dass für Gebärende deren Schwangerschaft als risikoarm eingestuft sind, das Eingangs-CTG beim Eintreffen im Krankenhaus nicht nötig ist.

Warum, fragst Du Dich?

Weil Studien den Nutzen nicht beweisen konnten, sondern zeigen, dass durch die Benutzung des Langzeit-CTGs vor allem die Kaiserschnittrate in die Höhe geht.

Hier ein Beitrag aus „Maternal Health, Neonatology and Perinatology“ mit vielen Referenzen zu weiteren Studien, die genau das belegen:

A half century of electronic fetal monitoring and bioethics: silence speaks louder than words | Maternal Health, Neonatology and Perinatology | Full Text

A half century of electronic fetal monitoring and bioethics: silence speaks louder than words | Maternal Health, Neonatology and Perinatology | Full Texthttps://mhnpjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40748-017-0060-2Bioethics abolished the prevailing Hippocratic tenet instructing physicians to make treatment decisions, replacing it with autonomy through informed consent. Informed consent allows the patient to choose treatment after options are explained by the physician. The appearance of bioethics in 1970 coincided with the introduction of electronic fetal monitoring (EFM), which evolved to become the fetal surveillance modality of choice for virtually all women in labor. Autonomy rapidly pervaded all medical procedures, but there was a clear exemption for EFM. Even today, EFM remains immune to the doctrine of informed consent despite continually mounting evidence which proves the procedure is nothing more than myth, illusion and junk science that subjects mothers and babies alike to increased risks of morbidity and mortality. And ethicists have remained utterly silent through a half century of EFM misuse. Our article explores this egregious ethical failure by reviewing EFM’s lack of clinical efficacy, discussing the EFM related harm to mothers and babies, and focusing on the reasons that this obstetrical procedure eluded the revolutionary change from the Hippocratic tradition to autonomy through informed consent.

 

Viel Spass beim Lesen!

Natürliche Geburt – etwas lauter

Ich habe nachgedacht über meine Reise, Geburten zu erleben. Ich schaue mir etliche Geburten an, bzw. die Videos die daraus hervorgehen. Und irgendwo auf dieser Erfahrungs-Reise hat sich etwas in mir verändert. Es ist schwierig dies in Worte zu fassen. Am Anfang gab es eine Schwelle in mir, eine Hemmung, jene Frauen bei ihrer Geburt zu erleben, die sich erlaubten, völlig losgelöst von ihrem Umfeld zu gebären, völlig bei ihrem Kinde, ihrem Körper und dem Gebären. Dies ist einem tiefen Respekt und ein Verständnis für diese instinktive Geburt gewichen.

Ich finde, am Anfang fällt es einem leichter, stille Geburten zu sehen, weil laute Töne uns beunruhigen können, dass etwas nicht in Ordnung ist. Schließlich ist es eher nicht Teil unseres sozialen Lebens, uns so vor anderen auszudrücken.

Zum Anderen, ist es weniger intim, sich stille Hypnobirthing Geburten anzusehen, weil die Mutter „in Kontrolle“ scheint.

Aber eine gute Geburt, egal ob HypnoBirthing oder nicht, hat primär nichts mit dem Geräuschpegel zu tun. Vielmehr hat es etwas mit dem „sich fallenlassen“, sich akzeptieren zu tun. Hier (und überhaupt) finde ich den Vergleich mit Sex sehr passend. Ist ein lauter Geschlechtsverkehr einer, der weh tut (und tut Sex weh)? Es hat nichts mit dem Geräuschpegel zu tun!

Eine generelle Annahme ist, dass tiefe Töne gut sind, und ich sehe das auch so – höhe Töne weisen darauf hin, dass die Gebärende Angst haben könnte, oder Hilfe benötigt – verkrampft sich da ja auch häufig der Mund, der ja eine der Reflexzonen zum Beckenboden ist. In dem Fall von hohen Tönen ist es eine gute Idee, bei der Gebärenden anzufragen, ob alles in Ordnung ist, oder man etwas für sie tun kann.

Ich werde mir also in Zukunft immer häufiger erlauben, auch jene schöne Geburten zu posten, die nicht wie die generell gesehenen HypnoBirthing Geburten aussehen und anhören. Ich werde es klar andeuten, was für eine Geburt es ist, und rate euch, euch erst die laute(re)n Geburten anzusehen, wenn ihr eure Ängste, die mit Geburt zu tun haben, hinter euch gelassen habt – ich glaube, dass man erst dann die wundervolle Bedeutung solcher „Melodien“ erkennen kann – nämlich, dass Mutter völlig eins ist mit sich und der Geburt.

Hier mein zweites Video einer lautere Geburt (das erste findet ihr hier). Ich finde sie ist eine schöne lautere, nicht-HypnoBirthing Geburt (das ist meine Annahme, denn die Mama findet erst durch ihren Instinkt zu einer eigenen Version der Geburtsatmung  – anfangs gibt es teilweise „Anhalten von Atem“!

Bemerkungen für Nicht-HypnoBirthing Ausgebildete – solche Atemweise nennt man im Englischen Valsalva Atmung. Sie zeichnet sich durch das Anhalten der Atmung aus, welches es der Gebärenden „erlaubt“, innerlich einen höheren Druck zu aufzubauen, der sich auf die Beckenbodenmuskeln überträgt. Gleichzeitig werden die Beckenbodenmuskeln durch einen Bei-Reflex dieses Kraftaufwands angespannt – was recht unsinnig ist, wenn wir das Kind gerade eben durch diesen Beckenboden bekommen wollen. Die hohe Kraft führt übrigens auch häufig zu Verletzungen im Bereich des Damms und Vagina – welches weniger häufig passiert, wenn man das lässt – wie Studien beweisen (wie z.B. in dieser).

Kaia’s unassisted birth:

Kraftakt Geburt

Ich habe gerade einen wie ich finde interessanten Artikel gelesen über die Hintergründe, weshalb die interventionslose Geburt (nur noch ca. 6 – 8 % in Deutschland) immer seltener wird. Hier ist er:

Der Kraftakt Geburt - Von guten Eltern

Der Kraftakt Geburt – Von guten Elternhttp://www.vonguteneltern.de/der-kraftakt-geburt/Da ich wohl doch zu intensiv mit der Hebammenmisere beschäftigt war, habe ich die Aufregung um das Buchprojekt „Selbstgeboren“ erst am Rande mitbekommen, nachdem ich selbst hier…

 

Updated: Buchempfehlung: Alleingeburt

Geburtshilfe vs. Geburtsmedizin

„Je mehr Frauen gut informiert ihre Rechte einfordern, desto eher wird die Geburtshilfe eines Tages den Platz einnehmen, der ihr zusteht: als dehmütige Dienerin an Frau und Kind, und nicht als besserwissender Vormund“. Zitat Sarah Schmid, aus ihrem Buch „Alleingeburt“. Das schreibt Sarah Schmid in ihrem Buch, und das ist eines der wichtigsten Dinge.

Geburten sind zwar vorbereitbar, aber nicht wirklich planbar. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und Variabeln. Aber immer wieder bestätigen Mütter, dass der Unterschied zwischen einer guten Geburt und einer schlechten, ja gar traumatisierenden Geburt, der ist, wie mit der gebärenden Mutter umgegangen wird – als jene, die entscheidet, oder als jene, die halt schlecht informiert „mitzieht“, und Dinge über sich ergehen lässt. Deshalb berührte mich dieses Zitat auch sehr tief, und zeigt auch, den Wert dieses Buches auf, denn es informiert die Schwangere im Vorfeld.

Das Buch im Allgemeinen

Ich weiss schon, der Titel wird manch einer Schwangeren schon zu viel sein, aber es gibt vieles in dem Buch, das ich wichtig finde.

Der Tenor dieses Buches ist „unser Körper ist dafür gebaut, und wir können das“.

Dieses Buch beinhaltet nicht nur recht gute Empfehlung für die Ernährung während der Schwangerschaft, sondern auch gute und kritische Anmerkungen zum 0815 Gesundheitssystem der Schwangeren, und was man tun kann bei x und y während Schwangerschaft und Geburt.

Sehr gut finde ich auch die suggerierten Fragen für die Hebammen-Wahl auf Seite 41 – wobei dies sicher wichtiger ist, wenn man zuhause gebären will….

Alleingeburt - Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie: Amazon.de: Sarah Schmid: Bücher

Alleingeburt – Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie: Amazon.de: Sarah Schmid: Bücherhttps://www.amazon.de/Alleingeburt-Schwangerschaft-Eigenregie-Sarah-Schmid/dp/3902943335/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1470129751&sr=8-1&keywords=AlleingeburtIn diesem Buch findest du all jenes Wissen, das ich in Vorbereitung auf meine selbstbestimmten Geburten, aber auch auf der Suche nach Antworten auf die Fragen anderer Frauen aus…

 

 

Original Post von Juli 2016, Updated 3.11.2017

Die Fehlglaube, dass technologische Geburt (immer) die sicherste Geburt ist

Kurzmitteilung

Ich habe gerade einen sehr interessanten Artikel gelesen über die Kultur der „modernen Geburt“. Er ist auf Englisch. Auch wenn ihr nicht Englisch fliessend könnt – es gibt ja Google Translate – vielleicht geht’s damit?
Kurze Zusammenfassung: häufig glauben wir heute, dass die technisierte Schwangerschaft und Geburt die Risiken reduziert und zum besten Ergebnis führt für Mutter und Kind. Das ist aber häufig nicht so, wie Studien zeigen. Dies ist Müttern nicht bekannt, und sie werden auch häufig nicht aufgeklärt.
 
https://www.theatlantic.com/health/archive/2012/03/the-most-scientific-birth-is-often-the-least-technological-birth/254420/

Eddies Heim-/Wassergeburt mit Schwestern

… und gleich noch eins.

Hier finde ich, dass dieses Video am besten ist, wenn ihr schon jede Menge anderer Videos gesehen habt  – nach einer Weile erkennt man das „in sich gehen und sich in den Geburtskörper fallen lassen“ Gesicht der Mama. Das hat sie nämlich ganz arg viel ;-).

Ansonsten schaut euch das Video ruhig zu Ende an, es zeigt schöne Interaktionen.

…. übrigens: was meint ihr, wenn ihr euch das Gesicht des Babys nach der Geburt anschaut. Die zweifach-Tönung, weißlich bis zu den Augen, rötlich ab den Augen… könnte das nicht darauf hinweisen, dass er sein sein Gesicht nicht zur Brust geneigt hatte…?? ;-).

 

Meine 11 Top Tipps wie Du Deine schöne physiologische Geburt erreichst

Eine Geburt kann was wunderschönes sein. Ein Erlebnis, dass Dich bestätigt, und Dich durch das Geburtserlebnis als Frau und Mutter wachsen lässt. Das kann bestimmt bei allen Geburten der Fall sein, ob nun „natürlich“ oder nicht. Nur ist es bei natürlichen Geburten – unter den richtigen Voraussetzungen (und damit verstehe ich, wenn der Körper so funktionieren darf, wie es von der Natur her vorgesehen ist), bestimmt leichter, dieses so zu empfinden – vor allem die Geburt als Beweis und Bestätigung seiner Kraft und seiner Möglichkeiten zu empfinden.

Leider wird es den Müttern nicht immer leicht gemacht. Solche Geburtshelfer, die sich auf die physiologische (also natürliche) Geburt spezialisiert haben, fassen das in der Regel so zusammen. Ein normaler Geburtsbegleiter, der nur im Krankenhaus Geburten miterlebt, hat häufig kaum noch die Möglichkeit eine physiologische Geburt mitzuerleben (Reed, 2017). Diese Geburtshelfer unterscheiden dabei zwischen „normalen“ Geburten und physiologischen Geburten. Normale Geburten sind in der Regel vaginale Geburten, können aber auch Geburten durch Kaiserschnitte sein, wenn das in dem Gebiet eben das ist, was normalerweise stattfindet. Physiologische Geburten hingegen sind die, wo in der Tat die Frau nicht nur vaginal gebiert, sondern dabei von ihren Geburtshormonen in der Weise unterstützt wird, wie es von der Natur vorgesehen bzw. möglich ist.

Dies mag auch einer der Gründe sein, weshalb die Kaiserschnittrate weltweit jährlich zunimmt. Aktuelle Statistiken aus 150 Ländern zeigen eine globale Kaiserschnittrate von 18,6% aller Geburten – fast 1 von 5 Frauen auf der ganzen Welt gebärt per Kaiserschnitt. Daten aus 121 Ländern zeigen zusätzlich, dass zwischen 1990 und 2014, die globale Kaiserschnittsrate um 12,4% anstieg. In manchen Ländern liegt dabei die Kaiserschnittrate bei über 50% – in Deutschland sind wir dabei „nur“ bei 30,9 % aller Geburten – was in Europa eher ein Schlusslicht ist (siehe Graphik, OECD Daten).

Der Anteil der Risikoschwangerschaften hat in Deutschland auch beträchtlich zugenommen. Im Jahr 1999 wurden bereits bei 74% aller schwangeren Frauen Schwangerschaftsrisiken nach Kriterien der Mutterschaftsrichtlinien angegeben (Schücking, et al, 2004). Dabei sollte beachtet werden, dass Länder wie Schweden, die mit ungefähr 15% Kaiserschnittrate dabei sind, dieselben „Probleme“ haben wie wir – namentlich das spätere Kinderkriegen und Übergewicht, etc (mehr Informationen dazu findet ihr auch in diesem Beitrag). Dennoch benötigen die Schweden „nur“ halb so häufig einen Kaiserschnitt wie wir.

WHO sagte dazu: „Wie bei jeder Operation sind Kaiserschnitte mit kurz- und langfristigem Risiko verbunden, die sich jahrelang über die aktuelle Geburt hinaus erstrecken und die Gesundheit der Frau, ihres Kindes und zukünftiger Schwangerschaften beeinträchtigen können.“ (Bertran et al, 2016). „Wenn medizinisch gerechtfertigt, kann ein Kaiserschnitt die mütterliche und perinatale Mortalität und Morbidität verhindern. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass der Kaiserschnitt positiv ist für Frauen oder Kleinkinder, in denen es nicht erforderlich ist. Der Kaiserschnitt ist mit einem Kurz- und Langzeitrisiko verbunden, das über die laufende Geburt hinausgeht und zukünftige Schwangerschaften beeinträchtigen kann. Darüber hinaus scheint die Zunahme der Kaiserschnitt-Raten unkontrollierbar, ohne dass die Zunahme sich verlangsamt. Die Situation verschärft sich durch die Tatsache, dass die Ursachen des Aufstiegs nicht vollständig verstanden werden, als ein komplexes multifaktorielles Labyrinth mit Heilsystemen, Gesundheit-Dienstleistern, Frauen, Gesellschaften und sogar Mode und Medien“. Die WHO sagt übrigens, dass eine optimale Kaiserschnittrate bei 10% liegt (WHO Statement, 2015). Darüber und darunter sind Frauen und ihre Babys nicht optimal versorgt (das heisst, dass es zu weniger guten Ergebnissen kommt, statistisch (also quasi flächendeckend) gesehen).

Wie bereits anderswo im meinem Blog erwähnt, können Langzeitfolgen eines Kaiserschnittes mitunter sein: Für Baby Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch kausale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008), und neurologische Entwicklungsstörungen (20% erhöhte Wahrscheinlichkeit, Chen et al, 2017). Für Mama kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können, und Probleme die Mutter-Kind Bindung aufzubauen.

Also was können wir, die Mamas, tun, um einen ungewollten und ungebrauchten Kaiserschnitt zu vermeiden? Wie kann man die Chancen erhöhen, eine natürliche, physiologische Geburt zu haben?

  1. Lade medizinisches Personal zu Deiner Geburt ein, die ihre Kompetenz, Dich in Deinem Geburtswunsch zu unterstützen, mit Zahlen belegen können. Es kommt nicht nur aufs Herz an, sondern auch auf das Wissen, eine Frau in ihrem Wunsch praktisch unterstützen zu können. Nur Zahlen können diese Kompetenz klar belegen.
  2. Am Besten ist eine 1:1 Unterstützung Deiner gewählten geburtstechnisch kompetenten Begleitperson. Personalmangel steht als einer der vermuteten Gründe des Zunehmen der Kaiserschnittrate im Raum.
  3. Bereite Dich auch gut mental auf Deine Geburt vor – Angst vor der Geburt steht einer physiologischen Geburt nur im Wege. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs kann hier erheblich weiterhelfen. Vorsicht bei den normalen Geburtsvorbereitungskursen – sie schüren die Angst vor der Geburt (siehe hier)
  4. Werde physisch aktiv! Becken-Balance ist wichtiger Faktor, wie Dein Baby vor der Geburt zum Liegen kommt, und das ist wiederum ein wichtiger Faktor für die Geburt, und welche Optionen Du hast! Außerdem kann Sport sogar Dein Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, erheblich verringern!
  5. Ernähre Dich gesund und Vitamin- und Mineralstoffreich! Es gibt viele Studien, die belegen, wie wichtig es ist, dass die Schwangerschaft besser verläuft, wenn Vitamin X oder Mineral X gut vorhanden ist. Besonders auf den Punkt bringend finde ich eine kleine Studie, die zeigte, dass Mütter, die Datteln in der Schwangerschaft aßen, eine kürzere Öffnungsphase in der Geburt hatten – was darauf hindeutet, dass ein ausgewogener, und gut ernährter Körper besser auf die Geburt vorbereitet ist. Ausserdem kann auch unsere Ernährung beeinflussen, ob sich die Fruchtblase vor der eigentlichen Geburt öffnet, oder erst irgendwann während der Geburt (welches vorzuziehen ist).
  6. Eine Doula kann in unserem Krankenhaus-Milieu viel dazu beitragen, dass es nicht zum Kaiserschnitt kommt. In einer neueren Meta-Analyse-Studie (also eine, die mehrere andere zusammenfasst  (Fortier et al, 2015 – Schwangere insgesamt=2019, Schwangere mit Doula=1014)), die nur solche Studien in Betracht zog, die sich ausschließlich mit Erstgebärenden, die keine Risikoschwangerschaft haben, betrachtete, fand dass mit Doula-Unterstützung die Kaiserschnittrate um mehr als 30% niedriger war, als ohne – das würde bedeuten, dass deutschlandweit, wenn jede Schwangere eine Doula zur Verfügung hätte, die der Ausbildung in der Studie gleichkäme, die Kaiserschnittrate bei nur noch 21% liegen würde.
  7. Ermögliche Deinem Körper, dass die Hormone für ihn in der Geburt arbeiten können. Dazu ist es am Besten, wenn der Neokortex nicht angeregt wird – also kein grelles/helles Licht, kein Reden, kein logisches Denken, kein sich beobachtet fühlen. Stattdessen ein in-sich-kehren, sich beschützt fühlen, und- wie bereits gesagt – keine Angst haben, und entspannt und positiv sein.
  8. Bleibe aktiv während der Geburt. Lass das Bett keine Rolle in Deiner Geburt spielen. Eine Cochrane Bewertung (eine große Meta-Analyse anderer Studien), die über 3700 Schwangere umfasste, fand, dass jene Frauen, die aufrecht waren, eine verkürzte Öffnungsphase von über einer Stunde hatten, und weniger PDAs brauchten.
  9. Baue schon während der Schwangerschaft eine gute und innige Beziehung zu Deinem Kind auf. Es gibt Studien die belegen, dass solche Kinder weniger häufig zu früh geboren werden, und seltener ein niedriges Geburtsgewicht haben. Auch hat dies positive Auswirkungen auf Mama, und Papa und selbst ihre Beziehung zueinander! Außerdem ist Dein Baby Dein Verbündeter in der Geburt!
  10. Lade die passenden (nicht-medizinischen) Leute zu Deiner Geburt ein – sie sollten Dich voll und ganz unterstützen, mit Dir in dieselbe Richtung blicken, und Dir ständig positive Bestätigung geben – dies hilft der Mutter voller Selbstvertrauen und Gelassenheit ihren Körper einfach machen zu lassen. Das ist einfach so wichtig in der Geburt! Aber beachtet, dass sie tatsächlich voller Zuversicht sein sollte – denn ihr spürt Angst, und die überträgt sich dann auf euch!
  11. Und dann, last but certainly not least: Glaube daran, dass Du eine tolle erfüllende Geburt erleben wirst! Dein Baby und Du seid einfach ein tolles Team!

Viel Erfolg!

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Quellen:

Betran, A. P., et al. „WHO Statement on caesarean section rates.“ BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology 123.5 (2016): 667-670.

Schücking, Beate, and Clarissa Schwarz. „Technisierung der“ normalen“ Geburt. Interventionen im Kreißsaal.“ Dokumentation Forschungsprojekte 1 (2005): 1999-2004.

WHO. „Caesarean sections should only be performed when medically necessary“. News release. ​​10 APRIL 2015.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Reed, Rachel. Interview „Better Birth 360“. 2017.

Chen, Ginden, et al. „Associations of caesarean delivery and the occurrence of neurodevelopmental disorders, asthma or obesity in childhood based on Taiwan birth cohort study.“ BMJ open 7.9 (2017): e017086.

Beckenendlage-Geburt: vaginal oder per Kaiserschnitt?

Ihr steht kurz vor der Geburt, und euer Baby ist noch in Beckenendlage? Dann möchte ich euch hier noch ein paar Informationen dazu geben. Für meine HypnoBirthing-Mütter empfehle ich, dies in der Tat nur in diesem Falle weiter zu lesen.

Da eine Studie um die 2000 das Ergebnis berichtete, dass vaginale Beckenendlage (BEL)-Geburten schlechtere Ergebnisse haben als Kaiserschnitt-Geburten eines BEL-Babys (Hannah et al, 2000), wurden sie daraufhin so gut wie abgeschafft. Das ist nicht gerechtfertigt, denn es gibt methodologische Probleme mit der Studie. Sie Studie war völlig undifferenziert, was dazu geführt hat, dass man sogar Verletzungen und Probleme, die durch eine falsche Handhabung des Personals kamen (wie zum Beispiel Ziehen am Kinde, wenn man es nicht tun sollte) einer Beckenendlage „gutgegschrieben“ hat (übrigens: selbst diese Studie, fand in einem Follow-Up (2 Jahre später, Hannah et al, 2004; Whyte et al, 2004) keine erheblichen Unterschiede für die Kinder.

Dank neueren Studien (z.B. Goffinet et al, 2006), die eine bessere Methodologie hatten, wurde dieses schlechte Zeugnis für BEL-Geburten wieder weitestgehend korrigiert (auch dank der Follow-Up-Studie), und die BEL findet ihren Weg ganz langsam wieder in unsere Geburts-Möglichkeiten. Was allerdings auch klar aus den Studien hervor geht, ist, dass wenn man eine BEL-Geburt ins Auge fassen will, es sehr wichtig ist, sich Personal zur Unterstützung dazu zunehmen, die dafür jedes Jahr wieder geschult werden, und womöglich auch noch eigene Erfahrung darin haben.

Das ist wichtig, weil Kaiserschnitte seine eigenen – wenn auch schlechter messbaren – Langzeitfolgen hat. Für Baby können diese sein: Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch causale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008). Hier ist die allgemeine Annahme, dass bei der vaginalen Geburt dem Baby gute Mikrobiome mitgegeben werden, die wichtig sind, damit alles seinen guten, gesunden, gewohnten Lauf nimmt. Wenn die am Anfang fehlen, wie zum Beispiel bei einer Kaiserschnittgeburt, käme es zu Problemen. Es soll hier aber auch erwähnt werden, dass die Schlussfolgerungen noch nicht am Ende sind, es gibt auch Studien, die erfragen, ob dies Folgen vom Kaiserschnitt sind, oder an was anderem liegt.

Aber es kommt auch zu negativen Folgen für Mama – jede Menge kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können.

Dennoch, Louwen et al, 2017 berichtet, dass aufrechte vaginale BEL-Geburten ein Chancenverhältnis von 1,37  (die Autoren nennt das im Übrigen vergleichbar gute Resultate) verglichen mit vaginale Geburten, wo die Kinder „richtig“ herum liegen – also mit dem Kopf nach unten – sofern die Mütter zur Geburt horizontal waren. Deshalb, und weil die meisten Krankenhäuser solche BEL-Geburten nicht unterstützen, finde ich: auch wenn ihr einer vaginalen BEL-Geburt aufgeschlossen seid, solange es Mutter und Kind dabei gut geht, könnt ihr dennoch die Dehnungsübungen für Beckenbalance und zusätzlichen Übungen zum spontanen Drehen eines BEL-Babys in die Kopf-zuerst-Lage zu bringen versucht euer Kind mit  – so wie wir das auch im Kurs abdecken, oder bei spinningbabies.com gelehrt wird. Nur lasst euch halt nicht stressen – hier im Stuttgarter Raum gibt es ja die Filderklinik, die hat sehr viel Erfahrung mit BEL, also ist das auch überhaupt kein Problem, wenn Baby sich letztendlich doch nicht drehen mag!

Zum visualisieren gibt es u.a. diesen Eintrag auf meinem Blog:

Tolle Fotos von einer Beckenendlage-Hausgeburt!

Viel Erfolg!

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Quellen:

Hannah, Mary E., et al. „Planned caesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: a randomised multicentre trial.“ The Lancet356.9239 (2000): 1375-1383.

Whyte, Hilary, et al. „Outcomes of children at 2 years after planned cesarean birth versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the International Randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 864-871.

Hannah, Mary E., et al. „Maternal outcomes at 2 years after planned cesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the international randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 917-927.

Goffinet, François, et al. „Is planned vaginal delivery for breech presentation at term still an option? Results of an observational prospective survey in France and Belgium.“ American journal of obstetrics and gynecology 194.4 (2006): 1002-1011.

Louwen, Frank, et al. „Does breech delivery in an upright position instead of on the back improve outcomes and avoid cesareans?.“ International Journal of Gynecology & Obstetrics 136.2 (2017): 151-161.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Wunderschönes Geburtsvideo zum visualisieren!

In diesem Video sieht man ein Baby, das in der intakten Fruchtblase auf die Welt kommt! Man sagt, diese Geburten sind besonders sanfte Geburten (und sind auf jeden Falls ehr selten)!

Geniesst!

Beautiful waterbirth that one of my clients had. I am so glad I caught it all on video and that I am allowed to share it. 🙂

Posted by NewLife Doula & Birth Services on Mittwoch, 19. Juli 2017

… und manchmal kommt es anders als man denkt

Natürliche Geburten können auch mal länger dauern, und das ist OK, solange es Mutter und Kind gut geht! Die neuen „American Congress of Obstetricians and Gynecologists“ (ACOG) Richtlinien wurden vor Kurzem in diesem Sinne verändert. Früher war offizielle „aktive Geburt“ ab 4 cm Öffnung des Muttermundes. Aktive Geburtsphase ist ab da, wo man tatsächlich damit rechnen kann, dass es regelmässiger, „aktiver“ voran geht mit der Geburt. Aufgrund neuer Studien (in den letzten 10 Jahren) hat man endlich diese Zahl angepasst, und man weiss nun auch realistischere Zahlen für die heutige Geburt – vorbei ist die Zeit der „1 cm pro Stunde“ (wer mehr wissen möchte kann gerne entweder den Quellen unten folgen, oder auf evidencebasedbirth.com den Artikel lesen), und „aktive Geburt“ geht übrigens erst mit 6 cm los! Warum das relevant ist? Weil die neue Richtlinie besagt, dass man vor „aktiver Geburt“, also neuerdings 6 cm, nicht von Geburtsstillstand reden kann, und man damit ein häufiger Grund für ungeplante Kaiserschnitte wegfällt!

ACHTUNG: Wenn ihr schon im letzten drittel eurer Schwangerschaft seid, oder dies nach eurem HypnoBirthing Kurs ist: hört hier auf zu lesen, und seht euch das Video nicht mehr an, es bringt euch nichts, euch mit „was alles möglich ist“-Szenarien auseinander zu setzen! Dies ist ein VLOG einer Schwangeren, die ein absoluter Einzelfall ist! Sie ist ausserhalb aller Geburten in den Studien! Hört jetzt auf zu lesen, geht zu nächsten Video 🙂

Wenn ihr noch vor eurem Kurs steht, oder selber gerade in einer länger dauernden Geburt seid: dann schaut es euch an, wie toll so eine längere Geburt enden kann, wenn man sich und dem Kind die Zeit einräumt, und es locker und gelassen nehmen kann :-).

Also, hier NUR WEITERLESEN, wenn ihr wirklich wollt!

Hier ist ein VLOG von einer Schwangeren, die – nach einer „einfachen“ ersten Geburt – ganze 12 Tage Geburt hatte! Am ersten Tag noch voller Zieldrang, ändert sich das dann mit Fortschreiten der Tage 😉 gegen Ende gibt es dann wieder Familienausflüge und so :-). Diesen VLOG habe ich vor allem deshalb gepostet, damit man sich beswusst macht, dass man immer offen sein muss in einer Geburt, dass man nie vorherseagen kann, wie die Geburt verlaufen wird. Durch das Akzeptieren macht man es sich viel einfacher (vielleicht hätte diese mama dann keine Tränen vergossen, bevor sie sich mit ihrer Situation versöhnen konnte – sie sagt dann „I give up“ ;-)). Bei jeder Situation annehmen hilft HypnoBirthing im Übrigen ebenfalls – so wichtig!

Ansonsten bemerkenswert ist, dass sie sich die vaginalen Untersuchen auch selber macht. Und dann noch der Grund, weshalb es so lange gedauert hat: Baby hatte Schwierigkeiten beim Tiefertreten.

Chiropractor war ja da, sie haben auch den abdaminal lift & tuck gemacht. Drei Dinge, die zumindest nicht gezeigt wurden und vielleicht geholfen hätten ist der Eisbär, forward leaning inversion, und dann noch side-lying release (mehr Infos zu all diesen Techniken auf spinningbabies.com).

Quellen:

Neal, Jeremy L., et al. „“Active Labor” Duration and Dilation Rates Among Low‐Risk, Nulliparous Women With Spontaneous Labor Onset: A Systematic Review.“ Journal of Midwifery & Women’s Health 55.4 (2010): 308-318.

Zhang, Jun, et al. „Contemporary patterns of spontaneous labor with normal neonatal outcomes.“ Obstetrics and gynecology 116.6 (2010): 1281.

Geburt und Nabelschnur um den Hals

Dieses Geburtsvideo hat so viele lehrreiche Punkte. Dieses Video ist auch gut für HypnoBirthing Mamas für die detailgenauere Visualisierung.

Der erste Punkt ist wie wundervoll gut durchblutet die Vulva in der Geburtsphase ist. Das ist ja wirklich fantastisch zu sehen auf dem Video, bevor das Baby geboren wird. Diese gute Durchblutung ist die Vorbereitung des Gewebes auf die Anforderungen der Geburtsphase, auf das leichte entfalten des Perineums.

Der nächste interessante Punkt ist, dass die Nabelschnur ganze 5 (!!!) Mal um den Hals des Baby’s gewickelt war. Das war kein Problem für Baby im Bauch der Mama. Als es dann anfängt zu atmen, räuspert es sich recht häufig, das war vielleicht wegen der Nabelschnur.

Als nächstes bemerkt man wirklich das „high“ dass die Mutter reitet nach der Geburt. Dies ist durchaus normal nach einer physiologischen Geburt, durch die Hormone haben Mütter normalerweise das Gefühl inniger Liebe (für ihr neugeborenes Kind, aber auch für alle anderen im Raum 🙂 ).

Lachgas bei der Geburt hat mögliche Folgen für’s Kind, sagt Studie

Mir wurde in meinen 2 „normalen“ Geburtsvorbereitungskursen vor der Geburt meines ersten Kindes gesagt, dass Lachgas keinerlei Probleme für mein Baby hätte. In der Tat wurde mir der Eindruck vermittelt, dass das Lachgas mein Kind überhaupt nicht erreiche.

Stellt euch meine Gefühle vor, als ich heute festgestellt habe, dass es bereits seit 1990, also 2 Jahrzehnte VOR der Geburt meiner Tochter, bereits eine Studie gab, die zeigte, dass Kinder, deren Mütter Lachgas zur Geburt erhielten, über 5 Mal so wahrscheinlich sind, Amphetaminabhängig zu werden, wie ihre Geschwister, die kein Lachgas zur Geburt erhielten!

Ach ja, und es ist im Übrigen völlig klar, dass Lachgas das Kind erreicht und beeinflusst – auch wenn es recht schnell aus dem Blutkreislauf wieder verschwindet, nachdem die Zufuhr aufhört…!

Ausserdem habe ich einen Artikel gelesen, der zwar keine der Studien namentlich nennt, aber sich zumindest auf Studien bezieht, der von Dr. Mark Zakowski, Chef der geburtshilflichen Anästhesiologie am Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, verfasst wurde. Er sagt in diesem Artikel folgendes über Lachgas:

„Wie einige andere Anästhesiemittel kann es die Plazenta überqueren. Mehrere Tiermodelle haben gezeigt, dass Stickstoff“ [Anmerkung VM: also der aktive Wirkstoff in Lachgas] nachteilige Auswirkungen auf das in utero / neugeborene, schnell entwickelnde Gehirn hat, einschließlich einem weit verbreiteten Hirnzellentod, Defizite in der Funktion von Teilen des Gehirns (z. B. Hippocampus) und anhaltender Gedächtnis- und Lernbeeinträchtigungen“.

Desweiteren sagt Dr. Zakowski: Stickstoff „inaktiviert auch Vitamin B12, ein erforderlicher Cofaktor für ein wichtiges Enzym, Methionin-Synthetase.“

Dann sagt er weiter: „Neuere Technologie hat Anzeichen von DNA-Veränderungen bei Tieren und sogar Menschen mit Lachgas-Exposition gezeigt. Mehrfache Tiermodelle haben eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Anästhetika im sich schnell entwickelnden Gehirn sowie im Alter von Gehirn gezeigt. Es zeigte sogar eine langfristige Wirkung auf das Lernen.“

Das hat mir aber keiner gesagt gehabt….! Wie war das noch einmal mit informierter Einwilligung…?

Quellen:

Jacobson, Bertil, et al. „Opiate addiction in adult offspring through possible imprinting after obstetric treatment.“ Bmj 301.6760 (1990): 1067-1070.

Lavendel-Gebrauch während (und nach) der Geburt

Lavendel-Duft kann als ein Komfortmittel während des Geburtsverlaufs eingesetzt werden. In meinen HypnoBirthing Kursen rate ich gerne dazu, einen Duft bei den täglichen Entspannungsübungen zu benutzen. Durch das ständige Verbinden des Duftes mit der Tiefenentspannung von HypnoBirthing wirkt der Duft als Anker für den Körper, und, wenn er mal gesetzt ist, kann nur der Anker (also der Duft in diesem Fall) zur Tiefenentspannung führen.

Dies benutzt man dann sehr effektiv auch während der Geburt.

Ich rate immer zum Gebrauch von Lavendel, den ich auch in meinen Kursen benutze. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) hat „eine beruhigende, krampflösende und antiseptische Wirkung. In der Homöopathie gilt Lavendel als eine der großen Seelenpflanzen, die die Aufnahmebereitschaft für Neues fördert, indem sie Klärung, Ruhe und Nervenstärke bringt. In der Aromatherapie wird Lavendel vor allem gegen Stress, Migräne und Schlafbeschwerden eingesetzt„.

Ausserdem findet man folgende Informationen zu Lavendel bei aetherische-oele.net: Generell hat Lavendelöl hat eine ausgleichende Wirkung, es erfrischt uns, wenn wir ständig müde sind, es hellt unsere Stimmung auf, es hilft uns bei Nervosität. Zudem stärkt und beruhigt es uns, es lindert Schmerzen, es treibt den Harn und den Schweiß. Zusätzlich wirkt es entgiftend und es hilft uns, dass Wunden schneller heilen. Außerdem hat das Öl eine stark antiseptische Wirkung„.

Da ist es wohl kaum überraschend, dass eine vor Kurzem veröffentlichte Studie belegt, dass das Lavendelöl, in der aktiven Geburtsphase und danach angewandt, unangenehme Empfindungen statistisch signifikant lindert. Da die verwendete reine Lavendel-Essenz hochkonzentriert war, welches unverdünnt Reizungen hervorrufen kann, wurde die Essenz 1:10 mit destilliertem Wasser verdünnt. In der experimentellen Gruppe wurden zwei Tröpfchen Lavendelessenz mit destilliertem Wasser 1:10 verdünnt – also 2 Tropfen Lavendelessenz auf 20 Tropfen Wasser. Diese Mischung wurde der Mutter in ihre Hände gegeben, und sie wurde gebeten, ihre Hände zusammen zu reiben und den Duft dann für 3 Minuten einzuatmen, die Hände 2,5 bis 5 cm von der Nase entfernt. In der frühen Öffnungsphase gab es keine messbaren Unterschiede, aber ab der aktiven Öffnungsphase war der Unterschied statistisch signifikant (Yazdkhasti et al, 2016)!

Aber das Lavendel hat auch positive Effekte auf euer medizinisches Personal (und Geburtsbegleiter ebenso 🙂 ). In einer Studie wurde erörtert, ob man mit dem Lavendelduft auch gegen den Stress von Krankenschwestern eine positive Veränderung erzielen könnte. Dazu wurde das Lavendelöl in einem frei zugänglichen Aufenthaltszimmer 24 Stunden am Tag diffusiert. Dies hat zu einer statistisch signifikanten Reduktion des Stresses bei den Krankenschwestern geführt (Johnson et al, 2017).

Also, schlagt zu, besorgt euch Lavendelessenz (aus dem echten Lavendel), und ob ihr es nun im Zerstäuber oder im Wasserbad benutzt, geniesst die herrliche Wirkung des Lavendels auf euch und eure Körper – und eures Begleitpersonals!

Aber damit ist es noch nicht zuende mit dem Nutzen des Lavendels. Lavendelessenz, wie oben gesagt, ist auch besonders gut bei Schlafproblemen – das kann ja auch mal vorkommen, entweder in der Schwangerschaft, oder auch danach (wenn das Kleine mal wieder unruhig war). Ich habe es damals auch im Zerstäuber bei meinen Kindern benutzt, rate allerdings dazu, dies bei euren Kindern unter 2 erst mit eurem Arzt abzuklären.

Und auch Lavendelöl ist eine feine Sache nach der Geburt. Sollte es nach der Geburt unangenehm sein, auf die Toilette zu gehen: statt danach mit Papier ranzugehen, ist ein kleines Wasserbad, mit ein paar Tropfen Lavendelöl, sehr angenehm – und sorgt dafür, dass alles schneller verheilt.

Viel Spass dabei!

Quellen:

Yazdkhasti, Mansoreh, and Arezoo Pirak. „The effect of aromatherapy with lavender essence on severity of labor pain and duration of labor in primiparous women.“ Complementary Therapies in Clinical Practice 25 (2016): 81-86. 

https://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was-gewoehnlicher-Lavendel-alles-kann.html 

http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/lavendel.htm

Johnson, Kari, et al. „Use of aromatherapy to promote a therapeutic nurse environment.“ Intensive and Critical Care Nursing (2017).

 

Tanzen während der Geburt

In meinen Kursen betone ich immer wieder, dass das Tanzen ein wundervolles Tool ist während der Geburt. Tanzen ist ein Mittel, um bei sich zu bleiben, seinen Körper zu fühlen, in sich zu gehen, und mit den Beckenbewegungen, die ja eigentlich immer ein Teil von Tanzen sind, dem Baby helfen, sich besser und neu zu positionieren und tiefer zu treten.

Hier ist ein Blogeintrag, für Leute, die auf Facebook sind, wie eine Mama bei 7 cm ihr Baby runter tanzt (es wird häufig gesagt, dass 7 cm der intensivste Moment im Geburtsverlauf ist)! Einfach wundervoll!

What does a doula do? Well… that just depends on your personality I suppose! I told a great deal of people that THIS…

Posted by Kate Cosens on Donnerstag, 27. April 2017

Abdominal Lift and Tuck – leicht gemacht

Der Abdominal Lift and Tuck (Janie McCoy King, „Back labor no more“) ist eine wundervolle Technik, wenn das Baby Schwierigkeiten hat, ins Becken zu gleiten – das kann vorkommen, z.B. wenn der Winkel des Bauches, und somit des Baby’s zu „horizontal“ ist  – dann fühlt man häufig die Wellen im unteren Rücken, und es kann vorkommen, dass man überhaupt keine Pause zwischen den sehr intensiven Wellen verspürt. Oder Baby kann nicht ins Becken rutschen, weil der Kopf (oder die Schulter) auf dem Schambein sitzt.

Eine sehr effektive Hilfe hierbei bietet der o.g. Lift and Tuck. Dabei bringt man einfach seinen Bauch weiter „Richtung Wirbelsäule“, und neigt das Becken nach vorne, sodass der untere Rücken „gerade“ wird, und zwar während der Wellen. Ihr könnt die Technik z.B. auf  Spinningbabies nachlesen. Normalerweise braucht man dafür idealerweise einen Helfer. Ich habe einen Beitrag dazu gefunden, der zeigt, wie man mit der Hilfe eines Tuches oder Schals („rebozo“) sich das leicht selber machen kann. Ein Vorteil dessen ist natürlich, dass man selber besonders gut fühlt, wie es sich am besten anfühlt 🙂

Hier ist der Eintrag – viel Erfolg!:

Rebozos in Pregnancy & Birth - Birthing Basics, LLC

Rebozos in Pregnancy & Birth – Birthing Basics, LLChttps://www.birthingbasics.net/2013/09/04/birthing-basics-about-rebozos/I love the rebozo — the beautiful colors, the artistry — but mostly for the way it works… “Rebozo” means “shawl” in Spanish. It’s a traditional Mexican shawl about 4-5 feet in length. It is a multifunctional tool used before labor, used to help laboring women birth and used for carrying your baby around after birth! The other day, …

 

Neue Berichte und Studien zu den negativen Folgen des gewaltsamen Drückens

In HypnoBirthing wissen wir schon lange, dass gewaltsames nach unten Drücken in der Geburt nicht gut ist, es gab dazu auch schon Studien, nun noch eine mehr.

Die wichtigste Änderung ist im Übrigen, dass Frauen nicht mehr dazu gebracht werden, sich auf den Rücken zu legen, eventuell sogar ermutigt werden, stehend, oder vorneübergebeugt, zu gebären. Und statt das Baby noch zusätzlich herauszuziehen, eher sein Eigengewicht unterstützt wird, damit es nicht allzu schnell geht. Auch das Hand auflegen auf das Perineum scheint zu helfen.

Hier zwei Zeitungsbericht dazu, allerdings in Englisch:

http://www.pressreader.com/uk/the-scottish-mail-on-sunday/20170423/282999694721134
http://www.independent.co.uk/life-style/women-childbirth-do-wrong-midwife-push-slow-alternative-positions-medway-foundation-trust-kent-a7698801.html

Und dies ist die im Artikel erwähnte Publikation dazu:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301211516301841

Drehung von Beckenendlage-Babys

In Woche 28 sind ca. 25% aller Babies in der Beckenendlage (also mit dem Popo nach unten statt mit dem Kopf), bei Geburt sind es noch ca. 3%, wobei diese Nummer stetig steigt (wahrscheinlich durch vieles und falsches Sitzen). In Woche 32 sind bis zu 11 % der Babys in der Beckenendlage, in der Woche 33 sind es dann nur noch ca. 5%. Bei Geburt noch ca. 3% (Williams Obstetrics. Cohain 2007 bestätigt, dass 50 % aller Babies, die in Woche 34 noch in Beckenendlage sind, sich von alleine bis Woche 38 nach unten drehen werden. Manche auch noch in der Geburt!

Es gibt viele Arten, die Beckenendlage (BEL) vor der Geburt möglicherweise zu beseitigen. Meine Vorliebe ist die „Prävention“ (so gut wie alle Babies sind irgendwann mit dem Popo nach unten, sie drehen sich normalerweise erst kopfüber, wenn der Kopf schwer genug ist und der Platz etwas enger wird) durch aktives Leben (Spaziergänge etc), und das richtige Sitzen, mit der Hüfte in neutraler Position (bzw. eher nach vorne gelehnt, auf keinen Fall in Reclinern stundenlang zurückgelehnt). Dann, ab Woche 28 könntet ihr zusätzlich gemächlich anfangen, Spinningbabies zu lesen, da gibt es tolle Tips auf Englisch.

Hier noch eine Übersicht, was ich dazu sonst noch gefunden habe:

Hypnose:
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Eine Studie von 1994 hat untersucht, was für einen Einfluss Hypnose auf Drehungen der Beckenendlage ab Woche 37 nehmen kann.

Die Kontrollgruppe hatte eine manuelle Drehung, und die Hypnosegruppe Hypnose und manuelle Drehung. Die Erfolgsrate der Kontrollgruppe war 47 %, die mit zusätzlicher Hypnose 81%.

Das ist schon sehr stattlich, finde ich. Allerdings war die Teilnehmerzahl klein (<200 in der Hypnosegruppe), aber der Unterschied ist sehr beachtlich, und deshalb auf jeden Fall ein gutes Indiz, dass Hypnose wahrscheinlich hilft.

Moxibustion und Akkupunktur:
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Es wird auch Moxibustion und Akkupunktur benutzt, um ab Woche 28 die Lage des Babys zu beeinflussen. Dazu habe ich folgende Informationen, mit einer genannten Studie gefunden: in der Studie (Kanajura, 2001) wurde versucht, ab Woche 28, Beckenendlagenbabys zur Drehung zu verhelfen. Die Kontrollgruppe (das ist die Gruppe, die quasi das Heimteim darstellt, gegen die die andere Gruppe gewinnen soll) bestand aus 224 Frauen. Diese Gruppe bekame körperliche Übungen und externe manuelle Drehung. Sie hatten eine spontane Korrekturrate von 73%.
Die experimentelle Gruppe (also das Auswärtsteam, das sich bewähren soll) bestand aus 133 Frauen. Sie erhielten 30 Minuten Moxibustion zu UB67 (das ist ein Akkupunkturpunkt am kleinen Zeh) täglich und Akupunktur, aber keine Übung oder externe manuelle Drehung. Die Studie fand eine Korrekturrate von 92%. Das klingt sehr gut.

Dennoch habe ich meine Probleme mit der Studie. Mein Problem kommt daher, dass die Studiengröße sehr klein ist. Da muss man immer sehr aufpassen. Zum Beispiel gibt es eben Zahlen von größeren Datenerhebungen, die besagen, dass in Woche 28  25 % aller Babys in BEL sind, und bei Geburt nur noch 3%. Das bedeutet, dass die Erwartung sein kann, dass sich 25-3%=22% aller Babys, die in BEL in Woche 28 sind, sich sowieso drehen werden. Da die Studie nur mit Schwangeren arbeitet, die in Woche 28 in BEL sind, entsprechen die also unseren 25%. Rechnen wir als diese absoluten Zahlen zu relativen um. Von 100% Schwangeren, die in Woche 28 ein BEL-Baby haben, werden bei Geburt nur noch 12 % ein BEL-Baby haben, also eine spontane Korrekturrate von 88%.

Das bedeutet also, dass diese Studie folgendes fand: diejenigen, die Bewegung und manuelle Drehung hatten, hatten eine Erfolgsrate von 73% (von 25% aller Schwangeren), was also unter den Zahlen die ich oben genannt hatte liegt (denn dann hätten es doch 88% aller Frauen sein sollen, die ihne weiteres Zutun eine Drehung erfahren hätten)… Das kann sehr leicht vorhommen, wenn die Zahl der untersuchten Fälle so klein ist – aber durch größere Datenerhebungen, kann man sehen, dass dies statistisch nicht aussagekräftig ist.

Mit Moxibustion und Akkupunktur war die Erfolgsrate 92 %, also um nur 4 % grösser als die erwarteten 88 %. Hier ebenfalls gilt: die Nummer der Frauen war einfach sehr klein. Diese 4 % könnte auch einfach eine Zufallsvariabilität sein – vor allem wenn wir uns dara erinnern, dass die alternative Moxibustion-Gruppe war fast nur halb so gross war wie die „normale“ Gruppe, und bereits bei der grösseren Gruppe kam es zu einer Abweichung von 15 % von dem was ganz ohne Hilfe erwartet hätte sollen. So was deutet häufig auf eine zu kleine Studiengruppe hin.

Nichts desto trotz, Moxibustion und vor allem Akkupunktur können sicherlich helfen, eine Beckenendlage zu drehen, da eine der vermuteten Gründe einer Beckenendlage nach 32 Wochen Verspannungen im Beckenbereich sind. Nur diese genannte Studie hat sie meiner Meinung nach nicht belegt.

Für mehr Infos:

Kanajura, Yoichi, et al. „Moxibustion treatment of breech presentation.“ The American journal of Chinese medicine 29.01 (2001): 37-45.

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)http://www.pregnancy.com.au/birth-choices/breech-birth/moxibustion-for-breech-presentation.shtmlWhile the majority of breech babies turn spontaneously before birth, the longer a baby stays in the breech position with conditions becoming more cramped, the less likely it will…

 

 

 

 

 

Chiropraktische Webster-Technik
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die Studie zum Thema chiropraktische Hilfe für Beckenendlage-Behebung:

The Webster Technique: a chiropractic technique with obstetric implications. – PubMed – NCBIhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12183701To survey members of the International Chiropractic Pediatric Association (ICPA); regarding the use of the Webster Technique for managing the musculoskeletal causes of…

hat meines Erachtens dieselben Schwächen wie die Moxibustion-Studie (Wochen 29-32, 81% Erfolgsrate, weniger als 200 Frauen in der Studie)… aber ich glaube voll und ganz, dass das Sinn macht :-).

Meine Empfehlung:
falls euer Baby um die Woche 28 immer noch in Beckenendlage ist, schaut euch die Seite von Spinningbabies an, die haben jede Menge Tips, die ihr selber zu Hause tun könnt:

Breech

Falls es immer noch in Beckenendlage in Woche 37 sein sollte würde ich euch raten, vor eurer manuellen Drehung eine Beckenendlage -Drehungs-Hypnosesession einzulegen, da dies der manuellen Drehung helfen wird.

Und zu guter Letzt: spätestens von Woche 28, achtet darauf, wie ihr sitzt, sitzt nicht nach Hinten gelehnt, sondern mit eurem Becken in einer neutralen Position! Und Bewegung, wie z.B. Spazieren gehen, das hilft eurem Becken auch, sich gesund auszurichten.

Viel Erfolg!

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4 weitere wunderschöne HypnoBirthing Geburten!

Ich habe beschlossen, dass ich meine Videos von „Interessantes“ auf meinen Blog verlege. Hier sind die Videos, die früher auf der Seite „Interessantes“ waren. Die erste Geburt zeige ich auch im Kurs.

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Daisy Belle’s HypnoBirth Haus-Wassergeburt

Dies ist eine wunderschöne Geburt, wo man einen Eindruck über die gesamte Geburt bekommt. Deshalb mag ich sie sehr gerne… und auch, weil der Papa Susie (also der Mama) gut hilft in der Entspannung zu bleiben. Diejenigen, die zu mir in den Kurs kommen, bekommen sie auch im Kurs zu sehen.

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Kaelyn’s Geburt Haus Wasser HypnoGeburt

… und noch ein tolles Geburtsvideo. Ich finde vor allem gut, wie der Vater immer wieder „relax“ in der Geburtsphase sagt. Ich denke dieses Video ist auch sehr gut für solche Väter, die es nicht mögen anderen Frauen beim Gebären zuzusehen – man sieht gar nichts von der eigentlichen Geburt :-).

 

So spontan, so … lehrend!

Noch ein wundervolles Video! Voll spontan, so natürlich! Da fragt man sich echt, was der ganze Aufstand normalerweise denn soll!

Ich liebe es wie sie sagt: „don’t pull“ – also „zieh nicht“! Voll nebensächlich kommt da auch schon das Kind – ich glaube die Dame, die da gezogen hat, war halt eine anwesende Freundin, oder vielleicht die Oma 😉 !

 

Die sichere Geburt vs Krankenhausgeburt

…. so kann man dieses Video zusammenfassen. Man sieht auch viel Michel Odent. Diejenigen, die mir im Kurs sind, haben von ihm ja schon gehört. Dann sind da noch andere Stimmen Hebamme, Professor der Hebammenkunst, Mutter, usw.

Ich glaube es ist ein Trailer zu einem Film, aber dieses kurze Werk regt auf jeden Fall selber auch schon zum Nachdenken an.

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Normenkurven (Perzentilkurven) – prä- und postnatal

Vor der Geburt wird versucht, das Baby „zu messen“ – mit Hilfe von einer recht grossen Bandbreite von mathematischen Formeln, die alle Schätzwerte sind, die mehr oder weniger genau sind. Und nach der Geburt geht dies genau so weiter.

Bei meinem ersten Baby hatten wir einen schweren Start, und danach war ich völlig versessen, mein Kind zu wiegen. Ständig lag mein Kind auf der Waage – jeden Tag ein Mal. Sogar in den Urlaub musste diese doofe Waage mit. Und das ging Monate lang so! Mein erstes Kind durfte mir auch so lange sie wollte an der Brust bleiben – bis zu vier Stunden allein am Abend! Das tat mir nicht gut – ich nahm zu. Und meinem Kind vielleicht auch nicht – sie wurde RICHTIG mollig – und sie schläft selbst heute noch nicht gut in der Nacht – denn sie hat bestimmt statt zu essen an meiner Brust geschlafen.

Bei meinem zweiten Kind hatte ich einiges aufgearbeitet und mir war klar: die Waage brauche ich nicht, um zu sehen, ob es meinem Kind gut geht.

Dann, ich glaube es war als mein Sohn 3 Monate alt war, eventuell schon mit 2 Monaten, bei einem der U’s (also Kinderarzt-Untersuchungen), hiess es:

„Frau Maier, Ihr Sohn ist zu klein. Sie sollten ihm Brei zufüttern. Eventuell ist er so klein, weil er nicht genug zu essen bekommt“.

Ich war davon überzeugt, dass Sillen das Beste für mein Kind ist, und zufüttern kam für mich auf gar keinen Fall in Frage. Mein Kind war PERFEKT. Rundungen, wo es sein sollte, halt nicht so gross, wie ein Durchschnittskind in Deutschland.

Nach einer kurzen Diskussion mit der Kinderärztin war das Thema Gott sei Dank vom Tisch.

Ich möchte euch erklären, weshalb das so war.

Diese Kurven kommen folgendermassen zustande: Da misst man eben eine Gruppe von Kindern, und fasst diese Daten zusammen (nehmen wir mal an, es gab keine Messfehler).

Dabei kommen dann diese schöne Kurven heraus, die man dann benutzt, um zu vergleichen, wie schwer oder leicht, gross oder klein, euer Kind im Vergleich mit den für diese Kurven vermessenen Kindern ist. Um das zu erleichtern wird in in der Grafik halt dargestellt, welche Werte ab welchem Wert man über oder unter 3%, 10%, 25%, 50%, 90% oder 97% der ebenfalls gemessenen Kindern war (das sind nicht dieselben Kinder, sondern zu jedem Messzeitpunkt ist die Datennutzung unabhänging von vorherigen Messungen – ja die Zahlen können von völlig anderen Kindern Kindern kommen – es gibt also keine Kontinuität).

Also: wenn 100 Kinder gemessen wurden, dann sind die beiden leichtesten Kinder eben unter 3%, das dritt-leichteste Kind gibt die Werte für die 3% Kurve, und so weiter. Die Werte an sich besagen dabei NICHT, ob die Kinder gesund sind! Nur, eben, wie sie im Vergleich mit den anderen vermessenen Kindern stehen. Aber: irgend jemand MUSS der Kleinste/Größte sein!

Ich weiss nicht sicher, wie die Daten für Kinder in utero, also vor der Geburt erhoben wurden – vermute aber, dass da eben die Zahlen benutzt werden, die der behandelnde Arzt beschlossen hat, in seine Akten aufzunehmen – diese haben dann eben schon von Haus aus ein Vermessungs-Problem eingebaut – die Gewichte sind einfach Schätzungen, und keine wirklichen Gewichtszahlen. Wenn die Zahl der Kinder, auf der die Kurve basiert, sehr gross wäre, würde die Ungenauigkeit dann verloren gehen – also die Zahlen nicht mehr beeinflussen – wenn der Fehler der Schätzung in beide Richtungen – also kleiner oder grösser – gleich häufig und gleich gross ist, im Durchschnitt. Ich nehme an, dass das so ist, da in vergleichenden Studien (von Schätzungsformeln) kein Unterschied gemacht wurde in welche Richtung der Fehler ging – aber das ist eine ANNAHME, ich bin mir da nicht sicher.

Normalerweise steht dann bei den Kurven, auf welchen Daten sie beruht. Da zum Beispiel Japaner eher kleiner sind also Europäer, beruhen solche Kurven dann auch häufig auf Daten einer bestimmten Untergruppe, wie z.B. bei uns in Deutschland beruhen die Perzentilkurven auf Daten die irgendwo in Deutschland erhoben wurden.

Die in meinem „Kinder-Untersuchungsheft“ abgedruckten Kurven – die eben bestimmten, ob mein Sohn „zu klein“ ist oder nicht, stammen aus einer Zusammenfassung anderer Studien, die diese Zahlen erhoben haben (Kromeyer-Hauschild et al, 2001). Ihr könnt dann bei euch nachschauen, ob die Quelle dieselbe ist, um zu wissen, ob die Infos in diesem und nächsten Paragraphen auch auf eur Kurven zutreffen. Wenn man einen oberflächlichen Blick in diese Zusammenfassung wirft, fällt folgendes auf: die Zahlen für 0-3-jährige kamen alle nur von Erhebungen aus einem Ort (Bad Hersfeld in Deutschland), zwischen 1985-1996, da wurden eben Zahlen der U1-U8 gesammelt. Für die U1-U6 (also im ersten Lebensjahr) scheinen die Daten pro Erhebungspunkt (welches die U1-U6-Zeiten waren) im Durchschnitt auf 160 gemessenen Kindern pro Geschlecht und U. U7 hatte etwa 250 gemessene Kinder pro Geschlecht). Für die U8 (also 3 Jahre alt) – nur 85 Jungen und 80 Mädchen! Noch nicht einmal 100 Messpunkte! So wenige Messwerte würde man normalerweise sehr kritisch betrachten, da sie kaum eine Verallgemeinerung zulassen – das ist im Übrigen auch in Kromeyer-Hauschild et al, 2001 so vermerkt – wird aber Eltern – und wohl Ärzten nicht mittgeteilt.

Spätere Messpunkte haben wenigstens 500 Messpunkte – das ist statistisch gesehen immer noch nicht besonders toll. Aber zumindest gab es da häufig wenigstens mehr als einen Ort, der Messwerte mit eingebracht hat in die Perzentilkurven. Warum ist das bemerkenswert? In einem Ort wie Bad Hersfeld, das mit ca 30.000 sehr klein ist, ist die „Biodiversität“, bzw weitere Faktoren, wie meine Kinder normal wachsen (z.B. weil die Gene der Familie es so und so „vorschreiben“, oder weil beide Eltern aus Japan kommen, oder weil einer der Eltern aus Holland kommt und sehr gross ist, usw), u.U. überhaupt nicht die, die zu mir und wo ich wohne passt – das heisst, es gibt mehr Grund, weshalb die Daten die benutzt wurden für mich und meine Kinder völlig unaussagekräftig sind.

Andere Merkmale werden nicht aufgenommen – wie gross sind die Eltern, wie spät sind die Eltern gewachsen, sind die Eltern deutsch oder japanisch und so weiter. Wobei es allerdings ganz klar ist, dass es jede Menge solcher Merkmale gibt, die die zu erwartende normale Entwicklung unserer Kinder beeinflussen. Es gibt sogar Studien die ganz klar in Frage stellen, ob man die herkömmlichen Kurven überhaupt dazu gebrauchen kann, um Aussagen über gesundheitliche Probleme der Kinder zu diagnostizieren, oder zu vermuten (Tinelli et al, 2014).

In Falle meines Sohnes ist es einfach so, dass ich und mein Mann beide keine Riesen sind, und es deshalb Sinn macht, dass auch meine Kinder nicht besonders gross sind und werden. Auch hatte ich die Daten meines Mannes zur Hand – er ist auch langsam gewachsen, dafür aber ist er lange weiter gewachsen, wo die meisten Jungen nur noch wenig gewachsen sind. Und mein Sohn kommt nach ihn – zumindest körperlich :-). Und damit war das Thema dann vom Tisch!

Noch ein weiteres Wort zu den Kurven. Die Quelle Kronmeyer-Hauschild et al 2001 wurde geschrieben, um bei Kindern Obesität abzuschätzen – da das sich immer mehr (weltweit) zu einem Problem entwickelt. Die Empfehlung hier ist, alle 10 Jahre neue Zahlen für die Kurven zu benutzen. Diese Empfehlung sehe ich als bedenklich an. Das genetische Material wird sich nicht so schnell verändern. Aber es ist bekannt, dass unsere Kinder immer dicker werden. Durch das „verjüngen“ der Zahlen der Perzentilkurven werden die Perzentilkurven irgendwann übergewichtige Kinder als „normal“ darstellen! Dann werden Kinder, die normal sind, auf einmal als „zu dünn“ gewertet werden!

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht für die medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung vorgesehen.

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Quellen:

Kromeyer-Hauschild, Katrin, et al. „Perzentile für den Body-mass-Index für das Kindes-und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben.“ Monatsschrift Kinderheilkunde 149.8 (2001): 807-818.

Tinelli, Andrea, et al. „Ultrasonographic fetal growth charts: an informatic approach by quantitative analysis of the impact of ethnicity on diagnoses based on a preliminary report on Salentinian population.“ BioMed research international 2014 (2014).

Die Geburtsphase: Visualisierungsvideo

Hier ist ein echt süsses Video zur Geburtsphase – eine tolle Visualisierungshilfe (nur wird die vordere Schulter normalerweise zuerst geboren! 😉 )!

Es kommt von http://www.smallstepsonline.co.uk/Parenting-Tips/Pregnancy/Giving-Birth

Viel Erfolg!

 

Grössenbestimmung des nicht geborenen Babys

Babys werden vor der Geburt gemessen, um zu sehen, wie gut sie durch die Mutter passen, oder ob mit Komplikationen zu rechnen ist.

In HypnoBirthing sagen wir immer: das Gewicht eines Babys kann nur auf eine Art bestimmt werden: NACH der Geburt auf einer Waage! Warum sagen wir das denn eigentlich?

Wie gut sind denn eigentlich diese vorgeburtlichen Grössen-Bestimmungen? Wie verlässlich sind sie? Es gibt eine Studie von 2005 (Chauhan et al) die 14 Studien zu der Fragestellung zusammenfasste. Insgesamt fand die Studie, dass die Grössenbestimmungen für über 4 kg unter 50% der Zeit stimmen (also von 10 Babys, denen mehr als 4 kg zugesprochen werden, wiegen 5 weniger). Und für Bestimmungen über 4.5 kg ist es noch einmal schlimmer: die Studie fand 5 kleinere Studien, die dies auswerteten. Hier fanden die Wissenschaftler, dass für 10 Babys, denen man ein Geburtsgewicht von mehr als 4,5 kg zusprach, nur 2-3 (je nach Studie) tatsächlich so gross waren. Der Rest war kleiner! Falls ihr allerdings Diabetes habt, sind die Test eher richtig, einfach weil mehr Babies tatsächlich gross sind. Hier waren etwa 6 von den diagnostizierten 10 Babies tatsächlich schwerer als die vorausgesagten 4 kg. Die Studie befasste sich auch mit dem physischen Bestimmen des Geburtsgewichts. Hier waren die Ergebnisse ähnlich schlecht. Wieviel liegen die Ergebnisse daneben? Die beste Formel zur Berechnung wird Warsof2 genannt (Rosati et al, 2010), und basiert ausschließlich auf dem Bauch des Babys. Die Ergebnisse dieser Formel kam innerhalb von 15% des Babys tatsächlichen Gewicht in 98% der Fälle. Das heisst also, dass wenn Dein Baby ein tatsächliches Gewicht von 3,7 kg hat, könnte das per Ultraschall bestimmte Gewicht in 98% der Fälle irgendwo zwischen 3,2 kg und 4,3 kg liegen – für die restlichen 2 Prozent noch weiter weg. Andere Formeln sind generell noch schlechter.

Quellen:

Chauhan SP, Grobman WA, Gherman RA, Chauhan VB, Chang G, Magann EF, Hendrix NW. Suspicion and treatment of the macrosomic fetus: a review. Am J Obstet Gynecol. 2005 Aug;193(2):332-46. Review. PubMed PMID: 16098852.

Rosati P, Arduini M, Giri C, Guariglia L. Ultrasonographic weight estimation in large for gestational age fetuses: a comparison of 17 sonographic formulas and
four models algorithms. J Matern Fetal Neonatal Med. 2010 Jul;23(7):675-80. doi: 10.3109/14767050903410631. PubMed PMID: 19895358.

Rizinusöl als Geburtseinleitungs-Mittel

In meinem Kurs habe ich aufgrund von schlechten Berichten über Rizinus-Öl als Geburtseinleitungsmittel aufgehört, es als eine alternative Geburtseinleitungs-Mittel zu erwähnen. Heute bin ich einer Diskussion von Geburtshelfern zu dem Thema gefolgt, und bin auch noch auf einen interessanten Blogeintrag gefallen. Diese beiden Dinge haben mich zum Nachdenken gebracht.

Eine der negativen Dinge über Rizinus-Öl, die nicht im u.g. Blogeintrag von Beyondbirthsupport.com genannt werden, ist, daß was man mal geschluckt hat, man nicht mehr rückgängig machen kann – falls es also zu negativen Folgen kommt, muss man damit leben. Auch in der – fast ausschliesslich positiven  – Diskussion zwischen Heburtshelfern hat sich eine Dame geäussert, dass es auch das Baby zum frühen Stuhl-machen bringen kann – aber das habe ich sonst noch nie gehört – das wäre allerdings wirklich nicht toll.

Trotzdem, falls ihr gut Englisch könnt: hier ist der Blog (in zwei Teilen geschrieben), der mich wirklich zjm Nachdenken gebracht hat, ob es nicht eine Alternative sein sollte, die man kennen sollte. Tut mir nur einen grossen Gefallen: solltet ihr dieses als Möglichkeit ins Auge fassen, beschränkt euch NICHT auf diese Informationen, sucht weiter nach anderen Infos zum Thema, um eure Meinung aus so viel Informationen zu stützen, wie ihr könnt:

http://www.beyondbirthsupport.com/charlottesville-doula-musings/never-say-neveror-my-experience-with-low-dose-castor-oil-induction-part-1

http://www.beyondbirthsupport.com/charlottesville-doula-musings/never-say-nevercastor-oil-induction-part-two

Und wer noch mehr über Rizinusöl und seine Wirkungsweise wissen möchte: hier ist eine Studie von 2012 zu dem Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384204/

 

 

Langzeitfolgen von Kaiserschnitt

Es ist mittlerweile bekannt, dass „Gene-Expression“, also wie sich die Gene, die ein Mensch mitbekommen hat, ausdrücken, sich ein Leben lang ändern kann. So hat man sogar Effekte im genetischen Code von Kindern gefunden, je nachdem ob der Vater rauchte oder nicht.

Deshalb, und auch aus anderen Gründen, fordern manche Forscher, wie z.B. Michel Odent, schon seit langem, dass man die Langzeitfolgen vom Kaiserschnitt untersuchen und verstehen muss, denn sie sind ebenfalls Risiken des Kaiserschnitts, die man in Erwägung ziehen sollte, wenn man einen Kaiserschnitt aus anderen Gründen in Erwägung zieht als dem, dass entweder die Mutter oder das Kind ein akutes medizinisches Problem hat.

In einer neuen Übersichts-Studie (also eine, die mehrere Studien zusammenfasst) von Li et al, 2013, zum Thema Langzeitfolgen wie Übergewicht und Fettleibigkeit ist die Schluss, dass es einen moderaten Zusammenhang gibt, der allerdings Implikationen haben sollte, wie man mit Kaiserschnitten umgeht.

Eine andere Meta-Analyse (also wieder eine, die mehrere Studien zusammenfasste), hat den Zusammenhang zwischen Kinderalter-Diabetes Typ 1 („childhood-onset diabetes mellitus 1“)  und Kaiserschnitt betrachtet. Nach Zusammenführung von 20 Studien kamen die Authoren zum Schluss, dass es eine 20 Prozentige Erhöhung des Risikos von Kindheit-Beginn Typ 1 Diabetes nach Kaiserschnitt-Geburt gibt, die nicht durch bekannte andere Gründe für eine Risikoerhöhung (größeres Geburtsgewicht, kürzere Austragezeit und größeres mütterliches Alter) erklärt werden kann – also nach heutigem Stand der Informationen dem Kaiserschnitt als Geburtsmodus zuzuschreiben sind.

Quellen:

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

 

 

Frühzeitige Geburtsphase – wenn der Gebärmutterhals noch nicht ganz offen ist

Es wird häufig immer wieder betont, dass die Mutter erst anfangen darf, das Baby herunterzuatmen, wenn der Gebärmutterhals völlig offen ist.

Ich habe bereits andere Stimmen gehört, die sagten, man dürfe bereits vorher anfangen, das Baby herunterzuatmen – solches macht Sinn, wenn wir sagen, wir vertrauen unserem Körper und folgen unserem Geburtsinstinkt.

Ich bin gerade auf einen Beitrag gestossen von Dr. Rachel Reed, in dem sie sich ganz klar gegen ersteres, also dass man auf Vollendung warten muss, ausspricht. Sie sagt, es wird immer wieder behauptet – aber sie selber hat es noch nie erlebt, dass das spontane Herunteratmen der Mutter (also nicht angeleitet) zu Verletzungen geführt hätte.

Sie sagt ebenfalls, dass „eine kürzlich durchgeführte Zusammenführung von verfügbaren Forschungsergebnissen (Tsao 2015) folgendes folgerte: „Das Herunteratmen mit dem frühen Drang vor der vollen Dilatation scheint das Risiko von zervikalen Ödemen oder anderen negativen maternalen oder neonatalen Outcomes NICHT zu erhöhen.“

Hier ist der originale Beitrag von Dr. Rachel Reed:

The Anterior Cervical Lip: how to ruin a perfectly good birth | MidwifeThinking

The Anterior Cervical Lip: how to ruin a perfectly good birth | MidwifeThinkinghttps://midwifethinking.com/2011/01/22/the-anterior-cervical-lip-how-to-ruin-a-perfectly-good-birth/Here is a scenario I keep hearing over and over: A woman is labouring away and all is good. She begins to push with contractions, and her midwife encourages her to follow her…

Fruchtblase frühzeitig geöffnet – Einleitung?

Neue Forschungsergebnisse besagen, dass das Standard-Verfahren „Geburtseinleitung nach frühzeitigem Öffnen der Fruchtblase“ nicht der beste Weg ist, zumindest nicht in SSW 34-37 (dies ist das Zeitfenster der studierten Fälle).

In dieser Studie von van der Ham wird gefunden, dass ein frühzeitiges Öffnen der Fruchtblase kein guter Grund für eine Einleitung ist, und man stattdessen es gut überwachen sollte, und soweit keine weiteren Probleme auftauchen, es einfach überwacht werden sollte. So können die Kinder häufig bis nach Woche 37 ausgetragen werden, welches statistisch zu besseren Ergebnissen führt.

Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes -- van der Ham -- Evidence-Based Medicine

Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes — van der Ham — Evidence-Based Medicinehttp://ebm.bmj.com/content/early/2016/05/17/ebmed-2016-110433.extractPreterm prelabour rupture of membranes (PPROM) affects 2–5% of all pregnancies and accounts for 40% of all preterm deliveries. It is associated with maternal and perinatal…

 

 

 

 

Dasselbe wurde auch in einer anderen, noch grösseren Studie gefunden (Morris et al, 2015).

http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(15)00724-2.pdf

Quellen:

van der Ham DP. Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes. Evid Based Med. 2016 Aug;21(4):141. doi: 10.1136/ebmed-2016-110433. PubMed PMID: 27190076.

Morris, Jonathan M., et al. „Immediate delivery compared with expectant management after preterm pre-labour rupture of the membranes close to term (PPROMT trial): a randomised controlled trial.“ The Lancet 387.10017 (2016): 444-452.

 

Die Wellenatmung: warum es Sinn macht

Die Wellenatmung wird im HypnoBirthing gelehrt und für die gesamte Öffnungsphase empfohlen. Die Öffnungsphase ist die Zeit von der ersten Welle, bis hin zur Geburtsphase, welches die Phase ist, in der sich das Baby langsam (oder auch sehr schnell) auf den Weg nach draussen begibt. Damit ist es im Normalfall vor allem die Wellenatmung, die HypnoBirthing-Mamas während der Geburt anwenden.

Die Wellenatmung ist ein sehr langsames ein- und ausatmen, das darüber hinaus vor allem durch das Atmen in den Bauch (also eine Zwerchfellatmung) und durch das balancierte Ein-und Ausatmen charakterisiert wird (man atmet also genau so lange ein wie aus).

Wozu ist das denn eigentlich gut? Welche wissenschaftliche Basis gibt es für so eine Empfehlung? Da diese Basis meines Wissens nirgends erörtert wird, wollte ich dies endlich genauer wissen.

Als erstes sei festgehalten, dass man durch Atemtechniken (aber auch durch weitere Verhaltensweisen, wie das Nichtstun, oder das Rennen etc.) einen gewissen Einfluss auf das vegetative Nervensystem nehmen kann, was direkt nicht möglich ist (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005), da das vegetative Nervensystem (VNS) jenes ist, das unwillkürliche lebenswichtige Funktionen (Vitalfunktionen) wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert und steuert. Das VNS nimmt darüber hinaus auch Einfluss auf andere Organe oder Organsysteme, wie z.B. Sexualorgane, Endokrine Drüsen (Hormone, wie z.B. die Hypophyse, die in der Geburt Oxytocin produziert), oder das Blutgefäßsystem (Blutdruck). Diese Liste zeigt auf, dass das VNS durchaus auch Einfluss auf die Geburt nimmt. Deshalb sind also Atemtechniken in der Geburt wichtig.

Warum es besser ist, durch die Nase zu atmen, ist bereits in dem u.g. Blogeintrag erörtert worden; ich bitte euch, den u.g. Blogeintrag ebenfalls zu lesen. Zusammenfassend sei gesagt, dass die Vorteile der Nasenatmung vielfältig sind. Eine, dieser Vorteile, ist, dass dadurch ca. 15% mehr Sauerstoff aufgenommen wird (Cottle, 1972). Diesen Vorteil kann man durch Atemtechniken weiter ausbauen, wie eine Reihe von Studien zeigen – und die Wellenatmung ist eine solche Atemtechnik.

Atemforschung belegt, dass reduzierte Atmungsraten von 5 – 6 Atemzüge pro Minute die Vagusaktivierung erhöhen können, welches zu einer Verringerung der sympathischen Aktivierung, einer Erhöhung der parasympathischen Aktivierung, und einer erhöhten kardial-vagalen Baroreflexempfindlichkeit (BRS) führt (Bernardi et al, 2002, Joseph et al, 2005, Raupach et al, 2008).  All dieses korreliert mit der psychischen und physischen Gesundheit (Mason et al, 2013).

Eine Studie (Mason et al, 2013) hat gefragt, worauf es dabei für Ungeübte in Atemtechniken ankommt – längere Ausatmung als Einatmung, mit oder ohne Ujjayi Verengung der Glottis im Kehlkopf, usw. Der maximale Anstieg der BRS und Abnahme des Blutdrucks wurden bei langsamer Atmung mit gleich langer Ein- und Ausatmung gefunden. Dies entsprach einer signifikanten Verbesserung der Sauerstoffsättigung ohne Erhöhung der Herzfrequenz.

Ausserdem kann man rhythmische Atmung dazu benutzen, um den Praktizierende in einen tiefen meditativen Zustand der Entspannung zu führen und sein Körperbewusstsein zu fördern (Carter & Carter, 2016). Beide diese Punkte sind gut für die Geburt, da die Gebärende nach Möglichkeit entspannt ist, und in sich und ihren Geburtskörper geht, den Neokortex ausschaltend (Odent, 2016).

Also: es ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, dass langsames Atmen in der Geburt x und y positive Auswirkungen hat (und auf so eine Studie würde ich nicht warten 😉 ), aber von den generellen Daten über Atmung kann man schliessen, dass es höchstwahrscheinlich sehr positive Auswirkungen hat, eine verlangsamte Atmung in der Geburt zu betreiben, die genau so viel Zeit in der Einatmung verbringt wie in der Ausatmung. Die hier aufgeführten Studien empfehlen eine Atemlänge, die etwa 10 – 12 Sekunden in einem Atemzyklus verbringen, was bei gleich langem EIn- und Ausatmen also etwa 6 Sekunden für das Ein- bzw. Ausatmen. Übrigens: Normaler Rhythmus ist zwischen 12 und 20 Atemzyklen pro Minute –  also zwischen 3 – 5 Sekunden pro Zyklus.

Siehe bitte auch folgende Blog-Einträge zum Thema der Atmung (während der Geburt):

Die Geburtsatmungen sind Zwerchfellatmungen

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

Copyright © 2016 Viktoria Maier. This is an open access article distributed under the Creative Commons Attribution License, which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

Quellen:

Bernardi L, Porta C, Spicuzza L. et al., “Slow breathing increases arterial baroreflex sensitivity in patients with chronic heart failure,” Circulation, vol. 105, no. 2, pp. 143–145, 2002.

Brown RP, Gerbarg PL. Sudarshan Kriya Yogic breathing in the treatment of stress, anxiety, and depression. Part II–clinical applications and guidelines. J Altern Complement Med. 2005 Aug;11(4):711-7. Review. PubMed PMID: 16131297.

Carter KS, Carter III R. Breath-based meditation: A mechanism to restore the physiological and cognitive reserves for optimal human performance. World Journal of Clinical Cases. 2016;4(4):99-102. doi:10.12998/wjcc.v4.i4.99.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Joseph C. N., Porta C., Casucci G. et al., “Slow breathing improves arterial baroreflex sensitivity and decreases blood
Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 7 pressure in essential hypertension,” Hypertension, vol. 46, no. 4, pp. 714–718, 2005.

Mason H, Vandoni M, deBarbieri G, Codrons E, Ugargol V, Bernardi L. Cardiovascular and Respiratory Effect of Yogic Slow Breathing in the Yoga Beginner: What Is the Best Approach? Evidence-based Complementary and Alternative Medicine : eCAM. 2013;2013:743504. doi:10.1155/2013/743504.

Odent, M. Es ist nicht egal, wie wir geboren werden. Risiko Kaiserschnitt. 18. April 2016. Mabuse-Verlag; 3. Aufl.

Raupach T., Bahr F., Herrmann P. et al., “Slow breathing reduces sympathoexcitation in COPD,” The European Respiratory Journal, vol. 32, no. 2, pp. 387–392, 2008.

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

„Endokrines System (Hormonsystem) und endokrine Organe“, https://www.lecturio.de/magazin/endokrines-organe-hormonsystem/ aktualisiert 01.09.2016

„Endokrine Drüse“, https://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Dr%C3%BCse

 

 

 

Die vier wichtigsten Dehnungen für Beckenbalance

Es gibt vier Dehnungen, die dafür sorgen, dass das Becken schön ausbalanciert ist, und ihr gut durch die Schwangerschaft und Geburt kommt, und das Baby eine gut geformte Form für die Schwangerschaft und die Geburt hat.

Die sind sehr gut auf Spinningbabies beschrieben:

The Fantastic Four

 

Sidelying Release

 

Geburtsbericht: Eisbär-Position in der Geburt

Dies ist ein Geburtsbericht, der auf einem privaten Mongan Method HypnoBirthing Geburtsvorbereitungskurs-Forum von Alison Braisted geschrieben wurde. Sie ist nicht nur ausgebildete HypnoBirthing-Ausbilderin, sondern auch eine Hebamme.

Hier ihr Bericht, geschrieben für andere HypnoBirthing Ausbilder wie mich  – also keinerlei weitere rosanen Worte. Übersetzung: Viktoria Maier

„Die Wirksamkeit der „Eisbär“ -Position hört nie auf, mich zu überraschen! Ich möchte meine gestrige Erfahrungen als Hebamme in einem Britischen Geburtszentrum mit der Macht dieser Geburtsposition mit euch teilen.“

„Gestern Abend, wurde Megan, eine erstgebärende Mutter, zu meiner Station zugelassen. Ihre Fruchtblase war vor zehn Stunden aufgegangen, und sie war keine HypnoBirthing Mutter. Bei ihrer Bauchabtastung wurde festgestellt, dass sich ihr Baby in der Hinterhauptslage befindet (Anmerkung Viktoria: also mit dem Kopf nach unten, aber Rücken an Rücken mit der Mama). Megan erlebte sehr starke Rückenschmerzen mit ihren unregelmäßigen Wellen (auch Wehen genannt), und das Bedürfnis, zu pressen (alles Symptome eines „Rücken an Rücken“ Babys). Megan fand es äußerst schwierig, mit diesen Empfindungen umzugehen, und forderte eine Vaginaluntersuchung – das ist keine Intervention, die ich aktiv ermutige. Allerdings unterstützte ich ihre Wünsche. Ihr Gebärmutterhals war 3-4 cm offen und ich spürte die vorderen Fontanellen des Babys in der 12 Uhr-Position, und bestätigte damit, dass das Baby direkt Rücken an Rücken lag. Generell führen Babys, die sich in dieser Position befinden, zu langen und schmerzhaften Geburten (besonders wenn Mamas nicht HypnoBirthing-Werkzeuge haben, um eine sanfte Rotation des Babys zu unterstützen).“
„Megan erwägte, ob sie Morphium oder vielleicht eine PDA haben sollte, um ihr durch ihre Geburt zu helfen – was sie ungerne tun wollte, denn ihr Wunsch war, eine normale Geburt zu haben. Die Vorteile der Eisbär-Position wurden diskutiert. Megan war sehr interessiert daran, denn sie wollte sehr gerne etwas zu tun, um die Rotation ihres Babys zu unterstützen. Fußmatten wurden in den Geburtsraum gebracht, die Lichter gedimmt und im Hintergrund entspannte Musik gespielt. Megan wurde in den Eisbären geholfen. Wir atmeten gemeinsam durch jede ihrer Geburtswellen und sie wurde ermutigt, sich vorzustellen, wie ihr Baby sich in die optimale Position für die Geburt dreht. Dies ermöglichte es ihr, ihrem Körper zu vertrauen und auf ihre innere Kraft zuzugreifen.
Nur eine Stunde später kam sie spontan hoch in die Vierfüsslerposition, die Oberseite des Babykopfes wurde sichtbar rückte schnell bis zur Krönung vor. Es war wunderbar, am Freudensmoment dieses Paares teil zu haben, und zu beobachten, wie ihre Geburt sich so friedlich entfaltete. Sie freute sich, dass sie keinerlei Medikation brauchte. Megan’s Gesicht voller Stolz, Elation und Empowerment zu sehen, als ihr Baby durch ihre Beine in ihre Arme kam, war unbezahlbar.“

Die Eisbärposition ist die, wo man vom Vierfüsslerstand mit den Armen und Kopf auf den Boden geht. Diese Position ist eine, die durchaus Engagement braucht – man sollte damit rechnen, 40 Minuten in der Position zu bleiben, auch wenn es schneller gehen kann. In diesem Fall war Megan 50 Minuten im Eisbär , und 10 Minuten später hielt sie ihr Kind in den Armen.

Es gibt auch noch den „Abdominal lift and tuck“, der vor allem bei Rückengeburten, also, Geburten, in denen man den Druck der Wellen im Rücken spürt, sehr hilfreich sein kann. Beim Abdominal Lift and tuck verändert man sozusagen den Vektor der Kraft der Welle, damit er nicht mehr in den Rücken zielt, sondern zum Gebärmutterhals hin, also wo der Ausgang ist ;-).

Viel Erfolg!

Wundervolles Foto im Web:

http://img.kelbymediagroup.com/scottkelby/wp-content/uploads/2011/02/12_Polar-Bear-sliding-into-a-more-comfortable-pose-for-a-nap.jpg

 

Professor Cecily Begley erklärt das Übermedizierung in der Geburt

Dies ist ein Interview (in Englisch), wo Professor Cecily Begley die Übermedizierung der Geburt erklärt.

Sie erklärt unter anderem, wie Geburt eine normale physiologische Funktion des Körpers ist. Sie erklärt, wie Eingriffe in den Geburtsvorgang, was bereits das Öffnen der Türe zum Geburtsraum sein kann, zu weiteren Intervention führen kann – von der harmlosen Störung des Geburtsvorgangs zur Gabe synthetisches Oxytocin und/oder , das künstliche Öffnen der Fruchtblase, welches dann wiederum zu Gabe von Schmerzmitteln führt, wie z.B. Morphin, PDA, oder ähnliches, was dann eventuell im Kaiserschnitt endet, weil das Baby mit den künstlich verstärkten Wellen (Wehen) nicht zurecht kommt.

Sie redet auch darüber, weshalb Episiotomien meist ungerechtfertigt sind, und wie wichtig es ist, sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, vor allem die neuesten.

Alle HypnoBirthing Atmungen sind Zwerchfellatmungen

Alle Atmungen in HypnoBirthing sind Arten der Zwerchfellatmung. Die Zwerchfellatmung ist eine natürliche Atem-Art, die alle entspannten Säugetiere teilen. Katy Bowman erklärt in ihrem Buch (2016), dass wenn man häufig andere Atmungen als diese natürliche Atmung nutzt, es auf die Dauer zu Problemen kommen kann. Leider kommt dies in unserer Gesellschaft recht häufig vor.

Zwerchfellatmung ist u.a. eine effiziente und energiearme Art, zu atmen (Mayoklinik s.u.).

Ein Zeichen der Zwerchfellatmung ist es, dass der Bauch mitmacht bei der Atembewegung, denn das Zwerchfell geht nach unten in die Bauchhöhle beim Einatmen, um den Lungen Platz zu geben, und beim Ausatmen wieder nach oben.

Die Zwerchfellatmung zu üben ist durchaus gut für das Leben. Da Zwerchfell ist eine Muskelschicht, die wie gesagt, das Herz und die Lungen vom „Rest“ weiter unten abtrennt. Es kann daher auch das permanente Gewicht auf den Beckenboden verringern, indem es das Gewicht von Lunge und Herz trägt (Cantieni, 2012). Deshalb macht es auch Sinn, es ein wenig zu kräftigen, indem man es bewegt durch die Zwerchfellatmung.

In der Geburt bietet diese zusätzliche, größere Bewegung des Zwerchfells nach unten bei der Geburtsatmung  natürlich auch eine unterstützende Bewegung nach unten, die die Gebärmutter und das Baby dabei unterstützten, dem Baby nach draußen zu verhelfen.

Viel Erfolg!

Quellen:

http://my.clevelandclinic.org/health/diseases_conditions/hic_Understanding_COPD/hic_Pulmonary_Rehabilitation_Is_it_for_You/hic_Diaphragmatic_Breathing

Katie Bowman. Diastasis Recti: The Whole Body Solution to Abdominal Weakness and Separation (Englisch). Taschenbuch. Februar 2016.

Cantieni, Benita. „Tigerfeeling: Das perfekte Beckenbodentraining für sie und ihn“. Südwest Verlag. 6. edition (25 Jun 2012).

Diastasis Recti: When the Abs Don’t Come Together

 

 

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

In HypnoBirthing haben wir eine Nummer von Atemtechniken für die Geburt, die uns helfen, eine entspannte und positive Haltung in der Geburt zu haben, und zusätzlich die natürlichen Vorgänge unseres gebärenden Körpers zu unterstützen.

Alle Atemtechniken werden dabei durch die Nase vorgenommen, nicht durch den Mund. Das hat eine Nummer von Vorteilen, und viele davon sind generell wahr:

  • der Atem erlaubt uns, einen gewissen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem zu nehmen, was ansonsten völlig unwillkürlich unsere Körperfunktionen steuert (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005)
  • wer durch die Nase atmet, nimmt 10 – 15 % mehr Sauerstoff auf (Cottle, 1972)
  • „Die innere Nase liefert nicht nur etwa 90% der Atemluft-Klimatisierungsanforderung, sondern bewahrt auch etwa 33% der ausgeatmeten Wärme und Feuchtigkeit“ (Elad et al, 2008)
  • Das Atmen durch die (verengende) Nase führt zu grösserem Lungenvolumen (Swift et al, 1988)

Für Geburten kommen noch folgende wichtige Punkte hinzu:

  • Das Atmen durch den Mund sendet mehr Sauerstoff in den präfrontalen Kortex, was bedeuten könnte, dass er mehr angeregt wird. Der Präfrontale Kortex ist Teil des Neokortex, den wir bei der Geburt eher nicht aktivieren möchten.
  • Es wird vermutet, dass das Atmen durch die Nase uns weiter in den parasympathetischen Bereich unseres vegetativen Nervensystems bringt, und Mundatmung eher in den sympathetischen Bereich (Brown & Gerbarg, 2005). Dies ist in der Form allerdings nicht klar durch Studien belegt.

Hiermit wünsche ich euch ein angenehmes und gesundes Atmen durch die Nase!

Quellen:

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Elad D, Wolf M, Keck T. Air-conditioning in the human nasal cavity. Respir Physiol Neurobiol. 2008 Nov 30;163(1-3):121-7. doi: 10.1016/j.resp.2008.05.002.

Sano M, Sano S, Oka N, Yoshino K, Kato T. Increased oxygen load in the prefrontal cortex from mouth breathing: a vector-based near-infrared spectroscopy study. Neuroreport. 2013;24(17):935-940. doi:10.1097/WNR.0000000000000008.

Swift AC, Campbell IT, McKown TM. Oronasal obstruction, lung volumes, and
arterial oxygenation. Lancet. 1988 Jan 16;1(8577):73-5. PubMed PMID: 2891980.

Richard P. Brown and Patricia L. Gerbarg. The Journal of Alternative and Complementary Medicine. March 2005, 11(1): 189-201. doi:10.1089/acm.2005.11.189.

 

Datteln in der Schwangerschaft verkürzen die Geburt?

Diese Studie fand, dass das Essen von 6 Datteln am Tag im letzten Monat der Schwangerschaft die Länge der Öffnungsphase fast halbierte, und Induktionen und Verabreichung von Wellenverstärkenden* Mitteln bedeutend seltener ist:

The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. - PubMed - NCBI

The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. – PubMed – NCBIhttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21280989We set out to investigate the effect of date fruit (Phoenix dactylifera) consumption on labour parameters and delivery outcomes. Between 1 February 2007 and 31 January 2008 at…Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!

Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!

Hier noch zu Datteln:

Datteln Gesundheit der Wüste

und ausserdem gut zu wissen (http://www.essen-gesundheit.de/lebensmittel/datteln-gesundheit-der-wuste/):

Auswirkungen von Datteln auf den glykämischen Index

Die Auswirkungen von Datteln auf den Zuckerhaushalt sind deutlich geringer als bei gewöhnlichem Haushaltszucker und allen Süßigkeiten, die daraus hergestellt werden.
Wer mit Datteln nascht, setzt seinem Körper zwar einer geballten Ladung Kohlenhydrate aus. Diese sind allerdings nicht isoliert wie bei sonstigen Süßigkeiten. Zahlreiche Nährstoffe, Vitamine, sowie Aminosäuren und Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Zucker wesentlich langsamer ins Blut übergeht. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel sowie die Insulinausschüttung konstanter. Die Folge: Eine ausgeglichene Energieversorgung ohne Heißhungerattacken.“

* Wellen ist das Wort, dass man in HypnoBirthing für Wehen benutzt

Übersicht über das Klinikangebot in und um Stuttgart

Ich wurde darauf aufmerksam gemacht (Danke, Natascha), dass die Elternzeitung Luftballon jedes Jahr eine Sonderausgabe bringt, die die verschiedenen Entbindungsstationen in und um Stuttgart miteinander vergleicht. Dies ist natürlich nur ein erster Einblick, aber das ist doch allemal nützlich!

Zur Zeit des Eintrages in den Blog konnte man die Sonderausgabe im Internet lesen, und zwar hier:

https://www.elternzeitung-luftballon.de/files/babyspezialluftballon.swf

 

Der liebe Bauch …. und nach der Geburt?

Aufgrund einer recht witzigen Schilderung, wie es sein kann, wenn man’s nicht weiss…. 😉

„Neun Monate kommt der Bauch, neun Monate geht er“!

Der Bauch nach der Geburt wird nicht  plötzlich wieder so sein wie vorher! Die volksmündige Einschätzung von 9 Monaten für das Zurückgehen des Bauches ist ein guter Wegweiser – allerdings kann es auch länger dauern, bis der Körper sich wieder völlig von der Schwangerschaft umgestellt hat.

Ich hatte Synthesis Pubis Dysfunction in meiner ersten Schwangerschaft, und es hat 2 Jahre gedauert, bis ich mich wieder getraut habe, in der Region wieder zu trainieren….

Also: für nach der Geburt auf jeden Fall Schwangerschaftskleidung einpacken! 😉

Was Oxytocin alles kann…

Einfach zu haben (streichle einfach ein Kuscheltier, oder Deinen Partner)…eingebauter Liebestrank… lässt Dich Dein Kind gebären … Bonding mit Baby/Kind … macht optimistisch …erhöht Selbstvertrauen … erhöht Vertrauen (in andere) … minimisiert soziale Ängste … hat anti-entzündliche Eigenschaften … hilft deshalb der Wundheilung … ist ein Schmerzmittel … hilft, dünn zu werden/bleiben… ist ein Antidepressivum …kann Stress abbauen … hilft der Verdauung … macht grosszügig …

Was für eine Liste!

Schau auch hier vorbei:

Die Wellen – Symptom des Geburtscocktails, das uns mehr Liebefähig macht?

Quelle:

10 Reasons Why Oxytocin Is The Most Amazing Molecule In The World

10 Reasons Why Oxytocin Is The Most Amazing Molecule In The Worldhttp://io9.gizmodo.com/5925206/10-reasons-why-oxytocin-is-the-most-amazing-molecule-in-the-worldThough often referred to as the „trust hormone“ oxytocin is increasingly being seen as a brain chemical that does a lot more than just bring couples closer together.

Geburt…. was tun, wenn….Part 1

In HypnoBirthing ist der Schwerpunkt für das Erreichen einer tollen Geburt durchaus im Vorfeld. Durch Aufklärung und das Mitarbeiten des Paares (aber doch vor allem der Mutter 😉 ) wird versucht, den Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes zu unterstützen und positiv zu beeinflussen, das Zusammenspiel von Mutter und Kind zu optimisieren (und Vater 😉 ), und der Familie ebenfalls die mentalen Tools zu geben, die Geburt eine physiologische Geburt zu machen.

In fast allen Fällen reicht dies aus, um eine schnelle und positive Geburt zu ermöglichen.

Doch man hört auch immer wieder von denen, die „alles richtig“ gemacht haben, aber dennoch eine Geburt erlebt haben, auf die sie nicht vorbereitet waren. Jede Geburt ist einzigartig wie die Mutter und das Kind, das in ihr wächst. Und genauso einzigartig ist jede Geburt.

Einen Teil, der Geburten, die anders empfunden werden als man erwartet hat, sind die, wo das Baby eine Lage einnimmt im Körper der Mutter, die es erschwert, die physiologischen Vorgänge so zu nutzen wie vorgesehen.

Eine davon ist die, wenn die Uterus und Baby so im Bauch der Mutter sind, dass die Kraft der Welle nicht im perfekten Winkel zum Ausganz steht. Im Englischen nennt man das dann „Back labor“. Dank einer Mathematikerin, Janie McCoy King, wurde das sehr schön und bildhaft mit Vektoren etc erklärt (http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/buch-back-labor-no-more/). Dazu hat sie dann auch gleich noch die Lösung dazu geschrieben 😉

King schreibt, dass so gut wie alle Frauen, die eine frühere Rückenverletzung hatten, häufig sehr grosse Schmerzen im Bereich des Rückens haben, aber auch viele, die eine tiefe Taille haben, ein Baby, das nach vorne schaut, oder die, die ein Hohlkreuz haben. Simkin (https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook ) gibt noch einen weiteren Grund an, der häufig zu diesem Problem führt, und das ist der der schwachen Bauchmuskeln, denn diese können das Baby in der Gebärmutter nicht nahe am Körper halten, und es kommt zu einem Absacken des Bauches.

In all den Fällen, wo der Vektor (also die Richtung) der Wellenbewegung zu Schmerzen im unteren Rücken führt, kann man durch das Verändern dieses Vektors die Wellenwirkung optimieren (und damit die Geburt verkürzen), als auch die Schmerzen im Rücken lindern, bzw aufheben, indem man den Bauch quasi wieder nahe der Körpermitte bringt, und somit den Vektor der Wellenkraft in Richtung Ausgang (statt Rücken) lenkt. Diese Technik wird „abdominal lift“ genannt – also „Bauch anheben“.

Noch eine Information möchte ich aus dem Buch zitieren, da ich diese für wichtig finde. Anscheinend kann, wenn der Vektor der Wellenkraft, auf einen bestimmten Bereich im tiefen Rücken zielt, die Welle sehr lang sein, ja gar kontinuierlich sein, was der Frau keine Möglichkeit der Erholung gibt. Auch das kann durch das Ändern der Richtung der Kraft zum Ausgang des Beckens wieder normalisiert werden.

Diese Technik wird auch auf spinningbabies sehr gut erklärt:

Abdominal Lift

Simkin rät allerdings, während der Anwendung dieser Technik die Herzfrequenz und Verhalten des Babys im Auge zu behalten, denn FALLS die Nabelschnur gerade dort sein sollte, wo ihr den Druck erhöht, könnte die Sauerstoffzufuhr beeinträchtigt werden (und das Kind unruhig werden, bzw. seine Herzfrequenz langsamer wird).

In Simkin’s Buch werden noch weitere Techniken erwähnt, um den Vektor zu verändern: Abdominal Lift, allerdings nicht selbst angewandt, sondern mit Hilfe einer weiteren Person und eines Schals.

Das Zurücklehnen während der Geburt (um auch wieder den Bauch näher an die Körpermitte zu bringen).

Generell, und vor allem, wenn der Grund der Fehlrichtung der Wellenkraft in einer schlechten Lage des Kindes im Becken ist (zum Beispiel Sternengucker, also wenn das Baby mit dem Rücken Richtung Mama’s Rücken liegt), dann empfielt sich allerdings die Eisbergposition oder die noch grössere Neigung, um dem Kind das wieder herauskommen aus dem Becken zu ermöglichen, und das Finden einer besseren Geburtslage. Dies sollte dann allerdings nicht nur für ein paar Minuten gemacht werden, sonder für 30 bis 45 Minuten. Dabei ist es wichtig, dass die Knie über einem Winkel von 90° angezogen sind (um das Becken zu vergrössern, damit der Kopf einfacher wieder raus kann). Wichtig hier ist allerdings, dass die Oberschenkel der Mutter nicht in Berührung mit dem Bauch kommen, um die Wirkung der Schwerkraft und das Drehen des Babys nicht zu behindern.

Symptome einer wahrscheinlichen Sterngucker-Lage ist es, wenn man bereits am Anfang des Geburtsvorganges häufige aber unregelmässige und kurze Wellen hat, die allerdings häufig starke Rücken-Unannehmlichkeiten zur Folge haben (und gleichzeitig nicht effektiv das Öffnen der Gebärmutter voranbringen).

Wenn man nun einen kurzen Torso hat (oder der Torso des Babies einfach lang ist), dann kommt es ebenfalls zu Problemen mit dem Vektor – weil das Baby seinen Körper nicht aufrichten kann, um einen guten Winkel zu erzielen! Diese Frauen, sagt McCoy King, haben einen normalen ANfang, und dann kann es zum Stillstand kommen…. weil kein Platz mehr da ist, das Baby weiter nach oben aufzurichten. Die Lösung: so zu tun, als sein man beim Militär: gerade stehen, Hüfte nach vorne ziehen, Rippen nach oben, Schultern nach hinten…. das schafft ein wenig mehr Länge, und das Baby kann weiter herangezogen werden, um besser ins Becken zu passen. Oder nach oben ausstrecken. Gleichzeitig sollte auch hier der Bauch wie gewohnt angehoben werden – natürlich braucht man in diesem konkreten Fall Hilfe! Auch möglich: Oberkörper nach Hinten lehnen, während man mit dem Unterkörper aufrecht bleibt …

Ach ja, Frau McCoy King erklärt ebenfalls, dass Frauen, die diese Technik geübt haben, nachdem ihre Cervix reif war, und die bereit über ihrem „Termin“ lagen, die Geburt normalerweise nach 24 Stunden anfing…. fügt aber hinzu, die Methode für eine Geburtseinleitung nur nach Rücksprache mit eurer medizinischen Betreuung auszuprobieren 🙂

Viel Erfolg!

 

 

 

 

 

 

Die (Un-)Rolle des Neokortex bei der Geburt

Der Neocortex ist der äussere Teil des Hirns, das so schön runzelig aussieht. „Er wird als Sitz der höchsten integrativen Funktionen des Gehirns angesehen und findet beim Menschen eine ausgeprägte Entfaltung (96% des Großhirns sind vom Neocortex bedeckt)“  (von http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/neocortex/8286).

Die Rolles des Neocortex (oder auch Neokortex geschrieben) bei der Geburt ist eine eher hindernde. In seinem Buch „Es ist nicht egal, wie wir geboren werden“ fasst Michel Odent dies sehr schön zusammen.

In dem Kapitel erläutert Odent, weshalb die Kauserschnittraten heute so hoch sind. Er sagt, dass der Hauptgrund ein „allgegenwärtiger Mangel an Verständnis für die Grundbedürfnisse einer Frau in den“ Wellen (so nennen wir im HypnoBirthing die „Wehen“) sei.

Dazu sagt er, in den meisten Kulturen stören kulturelle Faktoren die physiologische Geburt, z.B. durch aktive Geburtshelfer, und andererseit durch „Glaubensvorstellungen und Rituale“. Moderne Physiologie kann uns helfen, verlorene Einsichten wiederzugewinnen. Dabei muss man sich den aktivsten Teil des Körpers der Gebärenden ansehen, das seien die Drüsen, die die zur Geburt erforderlichen Hormone erzeugt werden. Das sind alte Hirnregionen, der Hypothalamus und die Hypophyse. Der Neocortex, der neue Teil des Gehirns, hemmt dabei die freie Arbeit dieses alten Teil unseres Gehirns.

Daraus folgt, dass der Neocortex einer Gebärenden nicht angereizt werden darf. Und das führt zu praktischen Punkten, die sehr ähnlich sind, wie was wir bei HypnoBirthing unseren Müttern nahelegen.

  • Vermeidung der Sprache, das regt den Neocortex an (HypnoBirthing sagt, die Gebärende soll in sich gehen, und nicht logische Diskussionen führen)
  • Helles Licht soll vermieden werden (regt ebenfalls die Grosshirnrinde an) – genau so wird es unseren Müttern nahe gelegt
  •  Das Gefühl beobachtet zu werden (auch das ist bekannt) – Abgeschiedenheit ist gut!
  • Jede Situation, die zu Adrenalinausschüttung führen kann. Sie Gebärende soll sich sicher und geborgen fühlen!

Falls ihr eine natürlichen unkomplizierte Geburt haben wollt, mit oder ohne HypnoBirthing, solltet ihr diese Punkte im Auge behalten!

Viel Erfolg!

Essen und trinken während der Geburt und Michel Odent’s Rat

Als ich mich auf die Geburt meines ersten Kindes vorbereitet habe, haben mir Hebammen gesagt, ich solle Energieriegel und isotonische Getränke zur Geburt einpacken.

Wie überrascht war ich also, als ich in diesem Buch von Michel Odent

Es ist nicht egal, wie wir geboren werden

Es ist nicht egal, wie wir geboren werdenhttps://www.hebamedia.de/shop/es-ist-nicht-egal-wie-wir-geboren-werden.htmlMichel Odent beschreibt eindrucksvoll die weitreichenden körperlichen und psychischen Konsequenzen des Kaiserschnitts und plädiert vehement für eine natürliche Geburt.

folgendes las (das ist ein bisschen Zitat, ein bisschen Zusammenfassung… ich weiss, das ist ein wenig schlampig… aber so ist’s halt, wenn man’s am Strand, im jährlichen Familienurlaub, zusammenfasst…. 😉 ).

Michel Odent sagt auf Seite 137:

Wir brauchen nicht mehr Energie für die Geburt, weil unsere Skelettmuskeln, die viel Energie brauchen, zur Ruhe kommen wähhrend der Geburt, und die Muskeln, die tatsächlich noch was tun, wie z.B. die Gebärmutter, glatte Muskeln sind, die 20  bis 400 Mal so energieeffizient sind, wie Skelettmuskeln. Ausserdem können diese glatte Muskeln ohne Weiteres auf Fettsäuren statt Glykose als Kraftstoff zurückgreifen.

Ausserdem hat man festgestellt in einem Test, dass Gebärende so gut wie kein Fett verbrauchen. Tatsächlich verbrauchen Gebärende weniger Energie als wenn wir einfach nichts tun.

Noch dazu sollte man wissen, dass reiner Zucker die Schmerzgrenze herabsetzt, das heisst also, wenn man zuckerreiche Sachen zu sich nimmt bei der Geburt, zut’s mehr weh.

Ausserdem ist erwiesen, dass bei Neugeborenen die Gelbsucht verstärkt auftritt, wenn die Mutter eine glukosehaltige Infusion erhalten hat.

Zum Trinken, was in HypnoBirthing dem Partner als einer seiner Tätigkeiten aufgelegt wird, schreibt er: der Wasserbedarf bei der Geburt wird überschätzt. Tatsächlich verlieren Gebärende nicht sehr viel Wasser, weil das in der Hypnphyse gebildete Hormon Vasopressin regulierend eingreift, und die Skelettmuskeln nicht aktiv sind. Deshalb könnte das eigentliche Risiko in einer Wasservergiftung und einem geringen Natriumgehalt im Blut bestehen, und nicht im Wasserverlust!

„Eine volle Blase ist eine weitere unangenehme Folge der Marathonanalogie“ bei der Geburt.

Also, hier auch gilt es: vertraut eurem Körper, hört auf ihn. Er weiss schon, was er braucht (Kaveat vielleicht bei den Damen, die wissen, dass sie generell nicht genug trinken….).

HypnoBirthing in Zahlen

In diesem Artikel wurde gezeigt, dass für Erstgeburten die Länge der Geburt mit HypnoBirthing Anwendung etwa 1/3 kürzer ist – im Durchschnitt 3 Stunden.

Ausserdem brauchten nur 4 % aller HypnoBirthing-Geburten einen Not-Kaiserschnitt, anstatt ca 15 %, die ohne HypnoBirthing gebärten!

Diese Zahlen bestätigen, was ich bereits über die Gültigkeit aller Aufschlüsse über Geburten durch „normale“ Studien bemerkt habe – man kann nicht wirklich von einer Geburt unter „modernen“ Umständen auf Geburten schliessen, die angstfrei und in einem Millieu des Verständnisses der Grundbedürfnisse der gebärenden Frau erfolgen.

Dieser Artikel ist in Englisch:

Record numbers turn to hypnobirthing for a fear-free, easier birth experience | Obs Gynae & Midwifery News – Incorporating Women's Health

Record numbers turn to hypnobirthing for a fear-free, easier birth experience | Obs Gynae & Midwifery News – Incorporating Women’s Healthhttp://www.ogpnews.com/2016/06/record-numbers-turn-to-hypnobirthing-for-a-fear-free-easier-birth-experience/14938According to recent statistics released by Colchester Hospital University, the number of couples taking hypnobirthing courses has risen fourteenfold in the last four years. In…

Sport-Einleitung???

Hääää???!!!

Na, das klingt doch fantastisch! Und selbst, wenn es nicht gleich hinhaut, ist es bestimmt nicht verkehrt! Das kann man grade gleich schon von Anfang der Schangerschaft machen !!

Sorry, die Web Seite ist nur in Englisch!

8 Effective Exercises To Induce Labor Naturally

8 Effective Exercises To Induce Labor Naturallyhttp://www.momjunction.com/articles/effective-exercises-naturally-induce-labour_0022568/Nine months in? Tired of Waiting? Then start practicing certain exercises to induce labor naturally. Here are 8 effective exercises that help induce labor.

… und dann noch dieser Rat einer Schawngerschafts-Yoga-Lehrerin, hier gefunden – leider auch wieder auf Englisch:

„First, do this rub-the-belly-squat thingy in the morning when you are really ready should labor start. If you do it at 4 pm and labor begins at 9 pm, you’ll be tired! For as long as you can, try the following. Rub your belly with a flat palm quite vigorously in a clockwise circle, around around around (don’t be shy to be firm with your touch), for 1 minute (the average length of a contraction). This will stimulate a Braxton Hicks contraction. Next, for 3 minutes (the average you-know-you’re-in-labor-when length of break between contractions) do your own combination of a wide-legged lungy type of walking (big, wide-open pelvis—you’ll look ridiculous, so do it where you can be free of onlookers!) and squats. Walk walk squat, walk walk lunge—whatever—for 3 minutes. Think wide pelvis, deep squats. You can also put one leg up on stairs and lunge upwards into it (easier than lunging down towards the ground!). Do this rub-the-belly for 1 minute and lunge-squat-walk for 3 minutes for as long as you can. Rest. Repeat! It has been known to bring labor on, if the body is ready. If it’s not quite ready, rest and try again the next day. Don’t get discouraged! Trust in your body. It’s working just fine without too much messing with it!“

Viel Erfolg!

Körperliche Fitness in der Schwangerschaft

Alle, die HypnoBirthing zur Geburtsvorbereitung betreiben, haben ein besonderes Programm des Entspannens in ihrer täglichen Routine.

Ausserdem wird in HypnoBirthing klar ausgedrückt, dass die körperliche Fitness ebenfalls sehr wichtig ist, genau so wie das gesunde Essen. Allerdings finde ich, dass es durchaus NOCH klarer ausgedrückt sein sollte:

Sport in der Schwangerschaft ist (mindestens) genau so wichtig wie das gesunde Essen (da Auswirkungen von schlechtem Essen teilweise aufgefangen werden können durch Sport). Sport steigert Ihre Stimmung und Energie, hilft besser zu schlafen, und verhindert übermässige Gewichtszunahme, und fördert den Muskeltonus, Kraft und Ausdauer (auch nach der Geburt sehr wichtig!! 😉 ).

In der Schwangerschaft, Geburt, und auch für das restliche Leben einer Frau sind die Beckenbodenmuskeln überaus wichtig. Nicht nur, dass die Muskeln schön kräftig sind (was eine Inkontinenz vorbeugt), sondern auch, dass wir ein Gefühl für die Muskeln haben, und während der Geburt spüren, ob wir sie tatsächlich entspannen.

Aber andere Muskeln sind ebenso wichtig: die Bauchmuskeln, zum Beispiel. Häufig wird angenommen, dass man die Bauchmuskeln in der Schwangerschaft nicht trainieren kann – das ist so allerdings falsch! Ich will mich nicht widerholen, deshalb sei hier nur auf meinen anderen Blogeintrag vermerkt, in dem es über die Bauchmuskeln geht. Weitergehend sei noch darauf hingewiesen, dass Bauchtanz ein Tanz ist, der seinen Ursprung als Geburtstanz hat, sowohl vorbereitend als auch während der Geburt, und ist meine persönliche Empfehlung!

Aber grundsätzlich ist Freizeitsport sehr gesund während der Schwangerschaft. Mütter sind weniger krank (vermindertes Risiko von: Wasser in den Beinen, Schwangerschaftsdiabetes, hohem Blutdruck, Hämorrhoiden, Verstopfung, Krämpfe in den Beinen, Rückenschmerzen , Wassereinlagerungen , usw.).

Kinder von trainierten Müttern kommen weniger häufig zu früh, haben ein gesünderes Geburtsgewicht, ein stärkeres Herz-Kreislauf-System (mit verminderter Herzrate), vermindertes Risiko von Diabetes (evtl. bis ins Erwachsenenalter), weniger Risiko übergewichtig zu werden, und wahrscheinlich ein gesünderes Gehirn (Alzheimer-Vorbeugung)

Ausserdem konnten folgende Auswirkungen gemessen werden:

  • Eine Reduktion in der Öffnungsphase der Geburt (die Zeit von 4 cm bis 10 cm Dilatation) – ein drittel kürzer, oder anders rum: Frauen, die nicht Sport trieben, brauchten 50% länger in der Öffnungsphase – 2 Stunden im Durchschnitt!
  • Statistisch gesehen weniger geburtshilfliche Eingriffe während der Geburt (Zangen, Vakuumextraktion ).
  • Nach der Geburt waren sportliche Mütter schneller wieder fit
  • Sport sorgt auch für Endorphinausschüttung
  • Eine schnellere Rückkehr zum Gewicht vor der Schwangerschaft
  • Geringeres Risiko von postpartalen Depression.
  • Eine Verringerung des Knochendichte-Verlusts während der Stillzeit

„Jeder pränatalen Übungsprogramm sollte täglich ein „Kern“-Trainingsprogramm haben, das auf die Stärkung der Bauchmuskeln, der unteren Rückenmuskulatur und die Muskeln des Beckenbodens abzielt.“

Abgesehen von diesem Punkt, hängt es vor allem von euren Vorlieben ab, und u.U. was für andere Trainingsziele ihr sonst noch habt :-).

Obwohl es generell so gesund ist, ist es wie mit allem: es gibt Ausnahmen, die zumindest die Wahl der Aktivität einschränken können. Darunter befinden sich, aber nicht ausschliesslich:

  • Einige Formen von Herz- und Lungenkrankheiten
  • Präeklampsie oder schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck
  • Probleme mit dem Gebärmutterhals
  • Blutungen aus der Scheide
  • Placenta-Probleme
  • Vorzeitige Wehen während Ihrer aktuellen Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaft mit Gefahr vorzeitiger Wehen
  • Eine vorzeitige Ruptur der Membranen
  • schwere Anämie

Also: falls Zweifel bestehen, immer erst Rücksprache mit dem Arzt!

 

Die Wellen – Symptom des Geburtscocktails, das uns mehr Liebefähig macht?

Michel Odent, „Es ist nicht egal, wie wir geboren werden“:

„Während der Geburt setzt die Gebärende einen komplexen Cocktail von Liebeshormonen frei.“ Jedes einzelne der Hormone, die Mutter und Kind im Laufe der Wellen ausschütten, spielt eine spezifische Rolle, nicht nur während der Geburt, sondern auch danach.

Zur Zeit wird angenommen, dass sich während der Wellen und der Geburt Oxytozinrezeptoren im Gehirn der Mutter entwickeln, die davor nicht vorhanden waren. Auch wird angenommen, dass die Oxytozinrezeptoren in der BNST Hirnregion eine wichtige Rolle für das Verhalten der Mutter spielt. Also scheint es so, als ob die Liebesfähigkeit einer gebärenden sich weiter entwickelt, während sie ihr Kind auf die Welt bringt!

Übrigens gelangt das Oxytozin, das intravenös verabreicht wird, nicht ins Gehirn der Mutter, und ist damit auch kein „Liebeshormon“ mehr.

Oxytozin ist im Übrigen ein universelles Liebeshormon, es wird ebenfalls bei anderen Formen der Liebe ausgeschüttet. Wenn es mit einem hohen Prolaktinlevel einhergeht, besteht die Neigung, die Liebesfähigkeit auf ein Baby zu richten. Dies geschieht in der physiologischen Geburt, solange man Mutter und Baby die Möglichkeit zum Bonding gibt.

Es ist wirklich phantastisch, wie die Natur das so alles perfekt organisiert hat!

Schau auch hier kurz vorbei:

Was Oxytocin alles kann…

Die Stunde nach der Geburt – Baby-iniziiertes Stillen

Gut für Baby ist das Selbstiniziieren des ersten Stillens. Ich möchte auch das Augenmerk auf die Kraft des Babys nach der Geburt lenken. Es ist durchaus stark genug, sein eigenes Köpfchen zu halten. Häufig übertreiben wir den „Schutz“ des Nackens zu einem Punkt, wo das Baby die bereits vorhandenen Muskeln wieder verliert, da es sie nicht mehr benutzt. Nach der Geburt sollte diese Kraft im Nacken gefördert werden, damit sie erhalten bleibt.

Nicht gleich nach der Geburt, aber anscheinend haben dieses Mutter-Baby Paar es weitergemacht… wirklich süss, wie das Baby an der Mutter interessiert ist. Und schaut mal, was für eine Kontrolle der Kleine im Nacken schon so schnell hat!

Das erste Andocken war nicht gut, deshalb geht er noch mal runter, saugt ein wenig an seiner Hand, und dann zum zweiten Versuch noch mal ran! Und das scheint ein sehr schönes Andocken zu sein, so wie sein Kinn sich schön in den unteren Teil der Brust vergräbt, und oben noch viel vom Vorhof zu sehen ist.

Gutes Gelingen!

Es ist nicht egal, wie wir geboren werden – Michel Odent

Ich lese zur Zeit Michel Odent’s Buch „Es ist nicht egal, wie wir geboren werden“…

 

Es ist nicht egal, wie wir geboren werden: Risiko Kaiserschnitt: Amazon.de: Michel Odent: Bücher

Es ist nicht egal, wie wir geboren werden: Risiko Kaiserschnitt: Amazon.de: Michel Odent: Bücherhttps://www.amazon.de/nicht-egal-geboren-werden-Kaiserschnitt/dp/3530421952Der renommierte Arzt Michel Odent zeigt kritisch die Gefahren und Langzeitfolgen von Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation auf und…

 

Ich habe das Buch fertig gelesen, und ich habe einiges gelernt – also, kann ich es auf jeden Fall empfehlen. Das mal vorneweg. Ich habe aufgrund des Buches folgende Blog-Einträge verfasst:

 

Essen und trinken während der Geburt

Die (Un-)Rolle des Neokortex bei der Geburt

 

Ich möchte vor allem seine Erklärung, warum es heute so hohe Kaiserschnittraten gibt herausstreichen, denn sie ist für mich ebenso ein Teil der aktuellen Situation und Probelmatik, wie die Erklärung von HypnoBirthing der historischen Fehlbehandlung von gebärenden Frauen, die die Angst vor der Geburt schürt.

Odent sagt, dass der Hauptgrund ein „allgegenwärtiger Mangel an Verständnis für die Grundbedürfnisse einer Frau in den“ Wellen (so nennen wir im HypnoBirthing die „Wehen“) sei.

Dazu sagt er, in den meisten Kulturen stören kulturelle Faktoren die physiologische Geburt, z.B. durch aktive Geburtshelfer, und andererseit durch „Glaubensvorstellungen und Rituale“. Moderne Physiologie kann uns helfen, verlorene Einsichten wiederzugewinnen. Dabei muss man sich den aktivsten Teil des Körpers der Gebärenden ansehen, das seien die Drüsen, die die zur Geburt erforderlichen Hormone erzeugt werden. Das sind alte Hirnregionen. Der Neocortex, der neue Teil des Gehirns, hemmt dabei die freie Arbeit dieses alten Teil unseres Gehirns.

Weitere Infos dazu bitte im o.g. Blogeintrag nachlesen.

Mein Hauptkritikpunkt an dem Buch ist, in welches Licht er die Hebammen setzt. Mutterfiguren, die Zuversicht ausstrahlen, und im Hintergrund bleiben. An und für sich habe ich damit keine Probleme – so sollte es bestimmt sein (siehe Neokortex). Mein Problem ist, dass er in keinster Weise auf ihre Fähigkeiten eingeht. Im Gegenteil. In Odent’s Buch sind Querlage und Stirnlage (die Stirnlage kommen nur einmal bei 2-3000 Geburten vor, also unter 0,05%) des Babies absolute Indikation für einen Kaiserschnitt. Das mag auch so sein – aber man könnte doch zumindest erwähnen, dass man versuchen kann, das Baby zu drehen/ neu zu positionieren – z.B. mit Hilfe einer Hebamme.

Hausgeburt vs Hospitalgeburt

Es gibt mehr und mehr Studien zu dem Thema. Ich bin auf eine Studie gestossen, die diese Studien in eine vereinigt. (www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4399594/):

 

„the majority of studies across a variety of countries have shown no increase in neonatal morbidity and mortality for planned home birth.[…] Additionally, maternal outcomes are consistently better for planned home birth, including less intervention and fewer complications.[…] Satisfaction with the birth experience is also high in the home birth setting.“

Das besagt also, dass Hausgeburten sind für Schwangerschaften mit niedrigem Risiko genau so sicher für das Baby wie Krankenhausgeburten. Ausserdem sind mütterliche Ergebnisse rundum besser bei Hausgeburten.

Seit einem Jahr wird vom Nationales Institut für Gesundheit und Pflege in seinen Richtlinien aus dem Vereinigten Königreich empfohlen, dass Schwangere mit geringem Risiko zu Hause bleiben oder in ein Geburtshaus gehen sollten. (Referenz: https://www.nice.org.uk/guidance/cg190/chapter/1-Recommendations#place-of-birth).

Dies ist eine signifikante Veränderung die daraus resultiert, dass mehr und mehr Studien die Sicherheit und gute Ergebnisse der Geburt zu Hause (in Großbritannien) belegen.

Was wäre wenn … caveat zu allen Studien

Quote von Ina May Gaskin, Hebamme: „Physiologically birth doesn’t happen the same way around gynocologists and surgeons as it does around sympathetic women“.

Ich könnte dem nicht mehr zustimmen. Und genau unter dem Punkt sollte man auch Studien zu Geburt betrachten. Die ganzen Studien sind gefärbt von einem sozialen Umfeld für die Geburt, das einfach häufig negativ gefärbt ist, mit Adrenalin statt Endorphinen und Oxytocin…

Was wäre wenn…. die Frau sich bei ihrer Geburt einfach entspannen könnte, und ihre Muskeln statt zu verkrampfen einfach loslassen würden! Genau darum geht es bei HypnoBirthing!

Hebamme finden

Ihr seid nach der Suche nach einer Hebamme? Ich empfehle euch die web site http://www.hebammensuche.de/.

Da könnt ihr ganz leicht herausfinden, welche Hebamme bei euch den Service anbietet, den ihr sucht.

Ich habe eine Probesuche getätigt. Ich wollte wissen, wer mit der Vorwahl 0711 auch Hausgeburten begleitet –

bei der Suche kamen fünf Namen hoch:
http://www.hebammensuche.de/hebverz.html?ID=ibz&EXT=1&NOWELCOME=1&PLZ=&TEL=0711&GHH=1&B2.x=0&B2.y=0

Ich denke, es ist keine vollständige Liste, aber es ist ein guter Anfang!

Ich habe die meisten der Liste angeschrieben, um zu erfahren, wer denn auch Hausgeburten betreuen würde. Frau Braun betreut sie gerne, das ist sicher. Frau Merz habe ich nicht angeschrieben, einfach, weil ich noch niemanden aus der Gegend hatte. Vom Geburtshaus weiss ich, dass sie es auch machen, und Frau Schmid auch (sie arbeitet auch im Geburtshaus). Frau O’Neill hat mir mitgeteilt, dass sie leider keine Hausgeburten mehr macht. Frau Strobel in Backnang macht sie auch, aht mir aber auf meine Email nicht geantwortet.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, Cornelia Enning für Haus-Wassergeburten zu engagieren. 
Viel Erfolg bei der Suche!

KEIN HypnoBirthing: natürliche Steisslagen-Hausgeburts-Videos

Hier ist ein Video von einer Steisslagengeburt. Dies ist KEINE HypnoBirthing Geburt, aber da ich gerade Steisslagen als mein Thema durchmache, bin ich darauf gestossen, und es ist eine schöne natürliche Hausgeburt… deshalb hier für alle interessierten 🙂

Wenn ihr schon sehr nahe eurer Geburt seid und Steisslage habt, könnt ihr euch diese Geburt anschauen. Aber sie ist nicht wirklich eine Visualisierungshilfe für meine HypnoBirthing Mütter. Wie gesagt, es ist KEINE HypnoBirthing Geburt!

Aurora’s beautiful & inspiring Frank breech home birth (unmedicated)

Aurora did it her way ~ A beautiful and inspiring Frank Breech home birth filmed and edited by Jodie Myers. Warm thanks to Aurora’s parents for their generos…

Source: www.youtube.com/watch?v=iqw5tApIbHI

und noch eins

 

Wenn ihr nichts sehr, klickt auf den Titel, dann solltet ihr das VIdeo sehen 🙂

Bauchmuskeln und Workout in der Schwangerschaft

Die lieben Bauchmuskeln sind auch für die Schwangerschaft und Geburt sehr wichtig. Zum einen ist es wie mit allen Muskeln: je stärker sie sind, desto eher werden sie unbeschadet grosse Anstrengungen überleben (auch den grossen Bauch). Wenn sie sehr schwach sind, kann es dazu kommen, dass sie in der Schwangerschaft überstrecken und dann Schwierigkeiten haben, zu ihrer normalen Form zurück finden. Zum anderen braucht auch das Baby die Form der starken Bauchmuskeln, um leicht in eine gute Lage für die Geburt zu kommen. Und zu guter Letzt werden die Bauchmuskeln auch bei der Geburt eine Rolle spielen, denn sie unterstützen die Gebärmutter bei den Wellen.

Generell ist die Empfehlung, die Bauchmuskeln auch durch die Schwangerschaft zu trainieren. Manche Experten raten allerdings zur Vorsicht, was für Übungen benutzt werden. Dieser Rat weitet sich dann zu einer allgemeinen Aussage aus, wenn es bereits zu einer Rektusdiastase gekommen ist, also dass der Abstand zwischen den rechten und linken Strängen der Bauchmuskeln vergrößert ist (grösser als ca. 3 Fingerbreiten).  Ansonsten, wenn dieser Spalt nicht aufgetreten ist, scheint es so zu sein, dass man die Bauchmuskeln wie gewohnt (aber im dritten Trimester ohne auf dem Rücken zu liegen) trainieren kann. Diese Training ist nicht dazu da, um vor einer Rektusdiastase zu schützen, sondern um dem Körper weiterhin funktionelle Bauchmuskeln zu bieten, die er auch in der Geburt benötigt.

Um einer Rektusdiastase vorzubeugen, ist es sehr wichtig, dass das Kräfteverhältnis im Körper steht, und man auch gut steht (Bowman, 2016).

Wenn es bereits sehr spät in eurer Schwangerschaft seid, und bei euch sehr schwache Bauchmuskeln festgestellt werden, kann euch u.U. so ein Bauchgürtel helfen, dem Baby den Eintritt in das Becken zu erleichtern.

Falls ihr gut im Englischen seid, hier sind ein paar Links für Empfehlungen zu Übungen und Hintergründen:

Informativ scheint diese Seite:

Diastasis Recti During and After Pregnancy

Diastasis Recti During and After Pregnancyhttp://www.befitmom.com/diastasis-recti.phpDiastasis Recti, or Abdominal Separation, is a common prenatal and postpartum problem. Find out how to test for, prevent, and rehab safely and easily.

 

Und diese sind ebenfalls sehr informativ:

Abs During & After Pregnancy | What to Expect

Abs During & After Pregnancy | What to Expecthttp://www.whattoexpect.com/pregnancy/abs-exercisesIt’s simple and safe to exercise your abs muscles during pregnancy — with the right modifications. Here’s how to keep your core in tip-top shape.

http://www.webmd.com/baby/features/exercise-during-pregnancy-myth-vs-fact?page=2
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24268942
https://www.thewomens.org.au/health-information/pregnancy-and-birth/a-healthy-pregnancy/the-abdominal-muscles/

Quellen:

Katie Bowman. Diastasis Recti: The Whole Body Solution to Abdominal Weakness and Separation (Englisch). Taschenbuch. Februar 2016.

HypnoBirthing und Wassergeburt: perfekte Partner

Dies ist nicht nur meine Empfehlung sondern auch die Empfehlung von HypnoBirthing (Mongan Methode).

Links:

Alles Wissenswerte zur Wassergeburt - Hebammenwissen.info

Alles Wissenswerte zur Wassergeburt – Hebammenwissen.infohttp://www.hebammenwissen.info/wassergeburt/Die Wassergeburt ist eine der sanftesten Geburtsmethoden für Mutter und Kind. Sowohl die Schmerzlinderung für die Mutter wie auch die Stressreduzierung für das Kind
Wassergeburt - der sanfte Weg

Wassergeburt – der sanfte Weghttp://www.hebinfo.de/wassergeburt-dersanfteweg/index.phpSchon im Altertum war die entspannende und krampflösende Wirkung des warmen Wassers bekannt. Noch heute steigen viele Frauen in ein warmes Bad, wenn sie Rückenschmerzen…

Hebammen in Stuttgart

Beirag nicht neu, aber aktuell allemal:

Geburtshaus Stuttgart: Hebammen bangen um ihre Zukunft - Stuttgart - Stuttgarter Nachrichten

Geburtshaus Stuttgart: Hebammen bangen um ihre Zukunft – Stuttgart – Stuttgarter Nachrichtenhttp://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.geburtshaus-stuttgart-hebammen-bangen-um-ihre-zukunft.80f08ec8-6d5b-4ae2-9273-f233ef576565.html Im Konflikt um die Hebammen müssen diese „einen erneuten Tiefschlag“ hinnehmen. Die Stuttgarter Geburtshelferinnen hoffen nun zumindest auf die Unterstützung der Stadt.

Aber: mir hat damals bei der Geburt meines Sohnes Frau Enning betreut – allerdings macht sie glaube ich nur Haus-Wassergeburten…

Kaiserschnitt aus Gründen des Babies – Walker 1959 u. Ogbonna 2016

In einigen Publikationen wird immer auf einen Artikel aus 1959, von einem Gynekologen mit Namen Walker verwiesen, um darauf hinzuweisen, dass ein operativer Eingriff nach Diagnose der Herzfrequenz des Babies keine besseren Resultate zeigt als ohne Eingriff.

Walker, Norman. „The case for conservatism in management of foetal distress.“ British medical journal 2.5161 (1959): 1221.

Ich finde den ersten Teil der Studie recht charmant in der Einfachheit der Durchführung. In der Studie wurden jeweils 350 „distressed“ Babies per Kaiserschnitt und vaginal geboren – welche der beiden Geburtsarten ausgesucht wurden, lag jeweils an der Haltung des behandelnden Arztes.

Diejenigen „Geburtshelfer, die an die radikale Behandlung von „fetal distress“ glaubten, neigten“ dazu, „operative Methoden zu verwenden, während diejenigen, die eher konservativ waren, einer Politik der Nichteinmischung folgten“. Der Ausgang für die Babies war vergleichbar bei Kaiserschnitt und vaginaler Geburt (gemessen am der Verlustsrate), ja sogar etwas besser für die vaginale Geburt.

Der zweite Teil war ein zufälliges Entscheiden der Massname (ein Umschlag wurde aus einer Trommel gezogen). Auch in diesem Test waren die Folgen für die Babies (gemessen an der Verlustrate) wieder die gleichen.

Durch genauere Analysen der vorliegenden 700 Fälle kommt Walker zu dem Schluss, dass vor allem eine cephalopelvic disproportion (CPD, also wenn das Becken zu eng ist für den Kopf des Baby’s ist) ein echtes Problem darstellt, da ein übermässiger Druck auf den Kopf des Babies schlecht für das Baby sei. Ansonsten müsste man ebenfalls differenzieren. Abnormale Herzfrequenz sei, wie durch diese Studie gezeigt, sagt er, aber kein guter Grund anzunehmen, dass das Baby tatsächlich Probleme hätte, da zum Beispiel eine physiologische normale Reaktion des neugeboreren Babies ist, dass seine Herzfrequenz abfällt, wenn man mittelmässigen Druck auf seinen Kopf ausübt. Dies kann ja durchaus bei der Geburt mit dem Kopf voraus vorkommen :-). Wenn man den Druck anhält, folgen dann auch Irregularitäten des Herzschlages, sagt Walker.

Nun, aus der Sicht von HypnoBirthing, sind dies interessante Punkte. Folgenden sind Leitsätze von HypnoBirthing

1) Dein Becken ist gross genug für Dein Baby.
2) wir vertrauen unserem Körper, und unser Körper kann unser Kind leicht gebären (wir halten niemals die Luft an!)
3) wir verwenden die Geburtsatmung, um unseren Körper dabei zu unterstützen, unser Kind sanft nach unten zu atmen.

CPD ist mittlerweile in der Literatur so formuliert, dass das wirklich zu kleine Becken sehr selten ist, und die Diagnose viel zu häufig gestellt wird, vor allem bei „failure to progress“.

Hypothese: die CPD Diagnose wird dann gestellt, wenn die Mutter nicht entspannen kann, und sie gegen ihren Instinkt und Körper arbeiten muss. Dadurch kommt es dann zu „failure to progress“.

Vor allem das damalige sehr häufige „Rote Drücken“ (also mit angehaltenem Atem und so stark wie möglich) würde dann den Kopf des Babies verstärkt gegen den noch nicht vorbereiteten Geburtsweg drücken – was schlecht für das Kind ist. Ein sanftes nach unten atmen ist da um einiges gesünder, für Mutter und Baby.

Wie bereits gesagt, gab es keine weitere Studie die diese Frage so in Betracht gezogen hat. Was man sonst noch in Betracht ziehen sollte ist, dass man nicht einfach Prozentzahlen aus dem Jahr 1959 aus anderen Jahren vergleichen kann, da es weitere soziale Fortschritte gegeben hat, oder auch andere Faktoren, die zu Unterschieden führen können.
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Obwohl Rockenschaub in seinem Buch recht klar ausdrückte, dass diese Studie einmalig war (also sonst dieser Frage niemand weiter nachgegangen ist), habe ich mich nun auf die Suche gemacht, um zu erforschen, ob ich nicht den Tatbestand etwas mehr erleuchten kann, vor allem mit neueren Publikationen.

Soweit habe ich tatsächlich noch keine neuere Publikation entdeckt, die diese Frage direkt erörtert – wobei es in der Tat eine Reihe von Publikationen über den Zusammenhang von Herzfrequenz und „fetal distress“ gibt.
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Die erste Publikation, die mir interessant vorkam war folgende:
„Ajah, Leonard Ogbonna, et al. „Evaluation of Clinical Diagnosis of Fetal Distress and Perinatal Outcome in a Low Resource Nigerian Setting.“ Journal of Clinical & Diagnostic Research 10.4 (2016).“ (http://jcdr.net/articles/PDF/7687/17274_CE[Ra]_F(Sh)_PF1(AYAK)_PFA(AK)_PFA2(AK)_PF2(PAG).pdf).

Hier wird beschrieben, wie viele der Kaiserschnitte, die wegen „fetal distress“ durchgeführt werden, unnötig sind, da nach der Geburt keinerlei Anzeichen zu finden sind, dass das Baby ein Problem hatte (über 70%, um genau zu sein).

In der Studie wurden Auffinden von Stuhlbewegungen des Babies und/oder seine Herzfrequenzrate (wobei <120 und >160 als problematisch gesehen wurde) als Anzeichen von „fetal distress“ gesehen.

Da über 70% der Babies sofort nach der Geburt keine Probleme (nach dem APGAR Score) zeigten, ist die Schlussfolgerung, dass diese beiden Analysen nicht genügen, um zu wissen, wie es dem Baby geht. Der Autor schlägt eine Reihe weiterer Tests vor, die man vor dem operativen Eingreifen durchführen könnte, wie dem biophysischen Profils (wo man noch zusätzlich die Atmung, Bewegungen und Muskeltonus auswertet).

Hormone in der Geburt

Dies ist ein englischer Beitrag, aber ich finde ihn gut und informativ – für alle, die Englisch gut lesen können, eine Zusammenfassung über Hormone bei der Geburt:

Hormones and Labor Pain | Transition to Parenthood

Hormones and Labor Pain | Transition to Parenthoodhttps://transitiontoparenthood.wordpress.com/labor-and-birth/hormones-and-labor-pain/Our emotions, and the support we receive, affect labor on a physiological basis by influencing our hormones. Understanding those hormones can help your labor be shorter and less painful. Meet the H…

Kaiserschnitt: wichtiger WO geboren wird als WAS passiert?

Noch mal zum Thema Kaiserschnitt und wo geboren wird:

Geburt - Wo der Kaiserschnitt besonders häufig ist - Gesundheit - Süddeutsche.de

Geburt – Wo der Kaiserschnitt besonders häufig ist – Gesundheit – Süddeutsche.dehttp://www.sueddeutsche.de/gesundheit/geburt-wo-die-meisten-kaiserschnitte-drohen-1.1521644In Teilen Bayerns kommen mehr als doppelt so viele Kinder per Kaiserschnitt zur Welt als in Dresden. Die Entscheidung für die Schnittgeburt hängt nicht nur von der Diagnose, sondern auch von der Region ab.

Ausserdem wird immer wieder behauptet, dass es eben notwendig geworden sei, dass es mehr Kaieserschnitte gibt, weil das Alter der Schwangeren steigt, und auch weil es mehr übergewichtige Schwangere gibt.

Dazu möchte ich folgendes anmerken: in diesem Artikel (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/langzeitstudie-kinder-profitieren-von-spaeten-schwangerschaften-1.2944968) wird Schweden als ein Land herausgegriffen, in dem die Frauen besonders häufig alt sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Jedoch ist die Kaiserschnittrate gerade dort besonders niedrig im europäischen Vergleich: nur 17 % aller Babies kommen dort per Kaiserschnitt auf die Welt.

Sind die die schwedischen Damen evtl dünner als die deutschen? Es ist immer schwierig, aktuelle Daten zu finden. Hier ist was ich finden konnte: in Deutschland (2015) scheinen 24% aller erwachsenen Frauen übergewichtig zu sein, und 19 % fettleibig (http://easo.org/wp-content/uploads/2015/05/DE-summary-EN.pdf).

Bei der WHO (http://apps.who.int/bmi/index.jsp) habe ich leider nur veraltete Zahlen gefunden, dafür aber für beide Länder: Deutschland (2003) übergewichtig 41.2% und fettleibig 12% (insgesamt also 53.2%). In Schweden (in 2009) übergewichtig 39.0; vor-fettleibig (pre obese): 27.% und fettleibig 12% (insgesamt also 78%).

Von diesen Daten kann man auf jeden Fall nicht die Schlussfolgerung unterstützen, dass der Unterschied von 17% (Schweden) auf 32% (Deutschland) Kaiserschnittrate von Alter und Übergewicht der Mutter medizinisch notwendig sei, wie häufig behauptet wird!

WENN JEMAND BESSERE (also neuere) Daten findet, wäre ich sehr dankbar, wenn man mir diese Quelle zukommen lassen würde 🙂

Natürliche Geburt im Krankenhaus

Ihr wollt eine natürliche Geburt im Krankenhaus? Dann solltet ihr möglichst spät hingehen 😉

Diese amerikanische Studie hinterfragte, ob es einen Zusammenhang zwischen frühem und spätem Eintreffen im Krankenhaus und medizinische Eingriffe in den Geburtsvorgang und Folgen für Kind gibt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das frühzeitige Ankommen im Krankenhaus (also wenn der Muttermund kleiner als 4 cm ist) ein Risikofaktor vor allem für Eingriffe in den Geburtsvorgang ist (also PDA, Kaiserschnitt, das Verabreichen von künstlichem Oxytocin). Es gab nur eine geringe Erhöhung von negativen Folgen für das Kind und auch nur bei erstgebärenden Müttern.

Cervical Dilation on Admission in Term Spontaneous Labor and Maternal and Newborn Outcomes. – PubMed – NCBIhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26855106Early admission (less than 4 cm cervical dilation) is a risk factor for increased medical intervention and cesarean delivery.

Ich möchte hier genau eingrenzen: die Studie zieht über 11.000 Geburten in Betracht, alle im amerikanischen Krankenhäusern in Washington. Deshalb darf gerne hinterfragt werden, ob diese Studie auch für Deutschland aussagekräftig ist.

Es gibt eine Studie aus Deutschland (Schwarz, 2008), die fasst das so zusammen:

“ Als wesentlichster prädiktiver Faktor für eine Geburtseinleitung ergab sich die Aufnahme in den Kreißsaal mit unreifem Befund (Muttermundsweite 1 cm oder weniger). Die Indikationen für operative Entbindungsmethoden zeigten insgesamt eine Zunahme weicher Indikationen, insbesondere die Indikation „Sonstiges“ stieg um ein Vielfaches. Im Versorgungsgeschehen des geburtshilflichen Bereichs sind aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung Anzeichen von Fehlversorgung zu konstatieren, insbesondere eine beträchtliche Überversorgung von low-risk Schwangeren sowie eine übliche Praxis, die nur wenig evidenzbasiert ist. Im Sinne einer bedarfsgerechteren Versorgung – vor allem für die Mehrzahl von gesunden Schwangeren mit komplikationslosem Schwangerschafts- und Geburtsverlauf – bedarf es einer Versorgung, die geeignet ist, physiologische Prozesse zu stärken und unnötige Interventionen zu vermeiden. Dafür fehlen dem deutschen Versorgungssystem Strukturen, die salutogene Ansätze fördern, wie auch evidenz-basierte Leitlinien und Informationen, zudem eine Korrektur des finanziellen Anreizsystems.“

In Deutschland wird fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt geboren. Dabei muss man bedenken, dass andere Länder weit darunter liegen, und die WHO angibt, dass diese Rate optimalerweise nicht über 10% liegen sollte (http://www.who.int/reproductivehealth/publications/maternal_perinatal_health/cs-statement/en/)), sonst kommt es statistisch gesehen zu einem schlechteren Ausgang für Mutter und Kind. Dazu kommt, dass diese Rate immer noch unnötig hoch sein könnte (in „Ina May’s Guide to Childbirth“ wird spekuliert, dass die Kaiserschnittrate, wenn die Geburt anders gehandhabt werden würde, eher um die 2 % liegen würde, was auch mit Beispielen belegt wird…., und Rockenschaub hatte in seiner Wiener Geburtsklinik ähnliche Prozentzahlen, als er die Leitung hatte).

Quellen:

Kauffman, Ellen, et al. „Cervical dilation on admission in term spontaneous labor and maternal and newborn outcomes.“ Obstetrics & Gynecology 127.3 (2016): 481-488.

Schwarz, Clarissa. Entwicklung der geburtshilflichen Versorgung – am Beispiel geburtshilflicher Interventionsraten 1984-1999 in Niedersachsen. 2008. Technische Universität Berlin, Fakultät VII – Wirtschaft und Management. http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1992

Rebozo Sifting für die Geburt

Rebozo Shifting gehört mit dem Bauchtanzen inhaltlich zusammen, ähnlicher Effekt.

Rebozo Sifting

Rebozo Siftinghttp://spinningbabies.com/learn-more/techniques/the-fantastic-four/rebozo-sifting/Sifting, or jiggling, the entire abdomen can relax tight ligaments and may help a baby rotate in pregnancy or labor more easily, and help a birthing woman relax into her labor.

Anstatt einfach so am Körper zu schütteln oder zu (Bauch-) tanzen, kann man natürlich auch einen Schal benutzen. Da hilft die Eisbärposition evtl auch noch, das Baby in eine perfekte Position für die Geburt zu bekommen?

Empfehlung bei Geburtsstillstand, wenn vermutet wird, dass das Baby in eine vorteilhaftere Position gehört… das kann das ganze vorantreiben, statt zu warten, dass es „von alleine“ passiert

Bauchtanzen für die Geburt

Bauchtanzen für die Geburt (Ägypten):  informativer Beitrag zu traditionellen Geburtshilfen aus aller Welt.

Traditionen zur Geburt aus aller Welt

Traditionen zur Geburt aus aller Welthttp://www.hebammenwissen.info/traditionen-zur-geburt-aus-aller-welt/Jedes Land hat seine eigenen Rituale, Traditionen und Mythen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Wochenbettzeit. Einige mögen auf den ersten Blick als abergläubisch oder nachteilig erscheinen, doch lässt sich nach einigen Überlegungen meist ein Nutzen für Mutter und/ oder Kind aus ihnen gewinnen.

Ich will dabei das Bauchtanzen extra herausgreifen, und zum Probieren einladen ;-). Auch Ina May Gaskin, die bekannte Hebamme aus Amerika erläutert das kräftige Schütteln (bei ihr allerdings aus der Kraft einer anderen Person) als sehr effektive Hilfe bei der Geburt :-).

Vaginale Zwillingsgeburt – Photos

Was für eine tolle Geschichte (auf Englisch!) – Zwillinge zuhause in der Badewanne geboren – nur der Fotograf war da, so schnell ging es! Und dann kam das zweite Baby auch noch mit der intakten Fruchtblase! WOW!!!

This Stunning Birth Photo Captured Something That Occurs In Less Than 1 In 80,000 Births

This Stunning Birth Photo Captured Something That Occurs In Less Than 1 In 80,000 Birthshttps://www.buzzfeed.com/morganshanahan/this-image-of-a-baby-being-born-with-his-amniotic-sac-intact?utm_term=.koEe4EqxD#.meRDjXRrOTotally safe, and totally rare, babies born still fully inside the amniotic sac are commonly known as „caulbearers.“

Aktives Mitpressen bei der Geburt

Bei meinen Geburten war das zwar nie ein Thema, aber dennoch interessant ist olgendes. Ich kenne das nur von Filmen, wenn der Doktor oder die Hebamme sagt: „Und jetzt DRÜCKEN! Drücken! Und noch einmal!“:-). Aber in diesem Artikel von 2008, in dem nicht nur Beobachtungen aus der Praxis geteilt werden (die evtl veraltet sind, ist ja schliesslich schon 8 Jahre her), sondern auch Forschungsergebnisse zusammengetragen werden

Second stage of labour: challenging the use of directed pushing | RCM

Second stage of labour: challenging the use of directed pushing | RCMhttps://www.rcm.org.uk/news-views-and-analysis/analysis/second-stage-of-labour-challenging-the-use-of-directed-pushingAs part of an examination into key areas of practice related to normal birth, Anna Byrom and Soo Downe consider the evidence for directed pushing in second stage labour and…

wird zusammenfassend gesagt, dass das ferngelenkte Drücken („directed pushing“) die physiologische Geburt untergräbt, und die Morbidität von Baby und Mutter erhöht. So kommt es bei „directed pushing“ eher zu Rissen am Perineum, und kann beim Baby u.U. (bei valsalva Atmung) dazu führen, dass der Herzschlag unregelmässig wird, und eine Unterversorgung mit Sauerstoff (Hypoxia) auftritt. Ausser, dass die Geburten ohne dieses „directed pushing“ ein wenig länger dauern, wurden keinerlei klinische Nachteile für Frau und Kind gefunden – eher eben das Gegenteil, wie bereits geschildert. Es sollte klar gesagt werden, dass  – zumindes in diesem Artikel – das natürliche selbstbestimmte Drücken der Frau zu keiner der hier beschriebenen negativen Folgen führte.

Schmerz lass nach – Hypnose

In dieser Studie wurde gezeigt, dass Hypnosis ein besserer Schutz vor Schmerz bei Entfernung von 3. Backenzähnen sein kann als ein lokales Anaesthetikum. In der Studie fühlten 33% Schmerzen, wenn sie unter lokalen Anaesthesie waren, aber nur 8% wenn sie unter Hypnose waren. Ebenfalls fanden sie einen Unterschied in den ersten Stunden nach dem Eingriff. 91% nahmen Schmerzmittel ein nach normaler Schmerzmittelgabe (lokales Anasthetikum), aber nur 41% derer, die Hypnose erhielten. Mit anderen Worten, Hypnose-Patienten hatten weniger Scmerzen als herkömmliche lokale Anaesthesie.

Effect of hypnosis on induction of local anaesthesia, pain perception, control of haemorrhage and anxiety during extraction of third molars: a case… – PubMed – NCBIhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23253486The results of the study showed that hypnosis can effectively reduce anxiety, haemorrhage and pain. More studies are necessary to collect data on the effect of hypnosis on oral…

Warum HypnoBirthing toll ist – Relevanz einer Trauma-Studie

Diese Studie findet, dass subjektives Empfinden der Geburt der wichtigste Grund für ein mögliches Trauma ist, welches zu posttraumatische Belastungsstörung führen kann. Das Resultat ist, dass das subjektive Empfinden der Geburt wichtiger ist als wirkliche Komplikationen.

Eine wichtige Implikation ist: „…women ought to be (…) made to feel safe during birth to avoid traumatization“. Das bedeutet, dass selbst oder vor allem wenn es zu Komplikationen kommen kann ist es wichtig, sich sicher zu fühlen. HypnoBirthing ist eine Methode, wie Frauen sich selber entspannt und sicher fühlen lassen können.

The impact of subjective birth experiences on post-traumatic stress symptoms: a longitudinal study - Springer

The impact of subjective birth experiences on post-traumatic stress symptoms: a longitudinal study – Springer
The aim of this prospective study was to examine the etiology of post-traumatic stress symptoms following childbirth within a transactional framework of stress. Participants were…

Vaginale Geburt ist gut fürs Kind

C-section infants don’t get enough good microbes | ScienceNordic

C-section infants don’t get enough good microbes | ScienceNordichttp://sciencenordic.com/c-section-infants-don’t-get-enough-good-microbesChildren born by Caesarean section start life with insufficient intestinal bacteria flora. These bacteria are known to play a part in protecting children from developing allergies and children who lack them may be at higher risk of other health problems.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Baby, das durch den Geburtskanal geht (statt per Kaiserschnitt) bereits dadurch in Kontakt durch positive Bakterien kommt, die der Mensch braucht, um keine Allergien zu haben? Ausserdem werden Kaiserschnittbabies eher dick, anfällig für Reizdarmsyndrom, und sogar Asthma scheint bei ihnen häufiger vorzukommen. Yay für die natürliche Geburt 🙂

Natürliche vaginale Geburt – Einfluss auf unsere Gene?

Anscheinend beeinflusst die Kompression des Babys während der vaginalen Geburt, welche Gene eingeschaltet werden, und das kann eine langfristige Wirkung auf den Stoffwechsel haben könnte.“ (aber auch auf andere Sachen…!)

Wow – so was! Die Natur ist einfach so toll!

„Also, the compression of the baby during vaginal birth appears to influence which genes are switched on, and this could have a long-term effect on metabolism.’“

von https://www.rcm.org.uk/news-views-and-analysis/news/cs-research-results-published

Beckenendlage zur Geburt – natürlich im Krankenhaus?

Bei Beckenendlage gibt es z.T. die Aussagen, dass diese Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt kommen müssen. Das liegt an einer Studie, die seitdem allerdings häufig kritisiert wurde, und mehr und mehr, dank besser kontrollierten Studien, die diese Erkenntnis nicht nachweisen können, kommt man endlich wieder von dieser Aussage ab. Leider ist es aber so, dass z.T. nun medizinisches Personal nicht mehr gut in der Hilfestellung ausgebildet ist, und deshalb schnell doch zum Kaiserschnitt rät.

Hier in Stuttgart weiss ich zumindest von der Filderklinik, dass sie sagen, sie brächten jahrlich 1400 Beckenendlagen-Kinder natürlich zur Welt – das hört sich doch anständig an:

8. Gibt es Erfahrungen an der Filderklinik zur Beckenendlagengeburt?
Seit über 30 Jahren werden in der Filderklinik jährlich ca. 1.400 Kinder zur Welt gebracht, bei denen das geburtshilfliche Handwerk der Begleitung von Beckenendlagengeburten auch bei Erstgebärenden und Zwillingen eingesetzt wird.
Die Erfahrung zeigt, dass nach Vorgespräch und Untersuchung sowie Ausschluss von Risikofaktoren die Begleitung einer Beckenendlagengeburt auf natürlichem Weg eine kompetente und verantwortungsvolle Form der Geburtshilfe darstellt. “

http://filderklinik.frauenheilkunde-stuttgart.de/frauenheilkunde-und-geburtshilfe/geburtshilfe.html

Ausserdem scheint die Filderklinik auch sonst zu den Kliniken mit einer der niedrigsten Kaiserschnittraten von um die 15 % zu gehören – bitte Vorsicht hier, ich habe das nicht selber geprüft. Bitte selber fragen! 15 % ist im Übrigen das, was von der WHO (World Health Organization) als das anzustrebende Höchstmass sei bei Kaiserschnitten – sonst wird es statistisch ungesünder!

HypnoBirthing Heim-Wassergeburt

Es ist eine schöne friedvolle Geburt – bis auf die Fruchtblase öffnen. Bitte erinnert euch, dass es bei einer gesund verlaufenden Geburt überhaupt keinen Grund gibt, die Fruchtblase künstlich zu öffnen, bis das baby dann geboren ist.

Wenn ihr nichts sehr, klickt auf den Titel, dann solltet ihr das VIdeo sehen 🙂

Geburtspositionen verbessern

Ihr seid schon nahe der Geburt, wollt natürlich gebären und wisst, dass euer Kind noch nicht perfekt positioniert ist?

Ich empfehle euch

1) spinningbabies.com, aber das ist auf Englisch.
2) das Buch von Simkin: es ist voll mit Tipps, wie man das Kind noch während der Geburt zum Drehen bekommt.
https://www.amazon.de/Schwierige-Geburten-Dystokien-erfolgreich-meistern/dp/3456843453/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1466255822&sr=8-3&keywords=simkin

In diesem Buch wird auch der unten genannte Cook counter pressure point beschrieben.
Dies ist nicht die neueste Version, die neueste Version gibt es nur auf Englisch:

https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook

Der Nabelschnur – Schal

Interessantes Zitat: „Im Wesentlichen ist die Nabelschnur dafür „entworfen“, dass sie ohne ein Problem um den Hals getragen werden kann.“ (Dr. R. Reed,

Nuchal Cords: the perfect scapegoat

).Weiter sagt sie: „Research has found that a nuchal cord is not associated with morbidity or mortality for the baby during pregnancy (Carey & Rayburn 2000; Aksoy 2003; Clapp III et al. 2003; Gonzalez-Quintero et al. 2004)“ – also dass Studien bestätigt haben, dass Nabelschnüre, die um den Hals gewickelt sind, kein Verschulden an Verletzungen oder Sterben von Babies während der Schwangerschaft haben.

1/3 aller Babies kommen mit der Nabelschnur um ihren Hals auf die Welt. Selbst wenn sie etwas fester aufgewickelt ist, sei das kein Problem, denn das Baby atmet noch nicht durch den Hals – es erhält seinen Sauerstoff über seine Nabelschnur. Sollte es in der Tat dazu gekommen sein, dass weniger Sauerstoff zum Baby gelangte (wenn die Nabelschnur an sich verengt ist), dann ist es umso wichtiger, dass sie in Ruhe gelassen wird, sagt Dr. Reed, denn weiteres Strecken könnte sie zum Reissen bringen, und weiteres Handling könnte den Prozess der Verengung einleiten – aber sie würde, falls in Ruhe gelassen, dabei helfen, dass das Baby, sobald es auf der Welt ist, wieder mehr Sauerstoff bekommt, und sich von dem vorübergehenden Sauerstoffverlust wieder erholen kann.

Falls die Nabelschnur so straff ist, dass sie das Baby daran hindert (sehr selten), weiter herabzukommen, nachdem der Kopf bereits da ist, dann behält man den Kopf, wie auf den Fotos im originale Beitrag zu sehen, einfach in Richtung des Oberschenkels der Mutter, damit der Rest nachkommen kann – schön erklärt in diesem Video (

).

In diesem Beitrag wird die Nuchal Cord etwas kritischer gesehen…

Cord around the neck – what parents & practitioners should know

Zu guter Letzt auch noch ein Beitrag im Deutschen zu Nabelschnur:

http://www.hebammenwissen.info/wunderwerk-nabelschnur/

 

Hilf Dir bei der Geburt: Abdominal lift bei der Geburt

Ich habe gerade das Buch „Back Labor no more“ (https://www.amazon.com/Back-Labor-No-More-Should/dp/092621800X) erhalten. Es ist für alle, die befürchten, dass ihre Geburtskräfte in Richtung Rücken gehen könnten. Es scheint soweit sehr gut – Spinningbabies und Simkin haben die Technik selber auch in ihren Lehren aufgenommen – hier auf Spinningbabies:

Abdominal Lift and Tuck | Spinning Babies

Abdominal Lift and Tuck | Spinning Babieshttp://spinningbabies.com/learn-more/techniques/other-techniques/abdominal-lift/The Abdominal Lift was introduced by Janie McKoy King, a Texas Engineer who wrote Back Labor No More. I learned it from Penny Simkin at her Birth Doula Training. I added the…

 

Wenn ihr diese Technik anwenden möchtet, dann ist das Lesen des Buches durchaus sehr empfehlenswert! Es wird nur noch auf Anfrage zum Verkauf angeboten, aber das könnt ihr hier tun: http://www.backlabornomore.com/contact.htm

Ansonsten ist es auch bei Simkin in ihrem sehr guten Buch zur Geburt „Schwierige Geburten leicht gemacht.“ (hier bei Amazon). Dies ist ein Buch, das sich zwar vor allem an Geburtshelfer richtet, aber für interessierte Schwangere, die gerne wissen, wie sie sich selber helfen können (und nach dem Lesen dieses Buches es wohl besser können werden als die meisten professionellen Helfer 😉 ) ist es sein Gewicht in Gold wert.

Scheint sehr gut zu funktionieren, sogar zum Geburt „einleiten“ (nur, wenn das Baby hoch „hängt“, und noch nicht in Startposition gekommen ist) 🙂