Beckenendlage-Geburt: vaginal oder per Kaiserschnitt?

Ihr steht kurz vor der Geburt, und euer Baby ist noch in Beckenendlage? Dann möchte ich euch hier noch ein paar Informationen dazu geben. Für meine HypnoBirthing-Mütter empfehle ich, dies in der Tat nur in diesem Falle weiter zu lesen.

Da eine Studie um die 2000 das Ergebnis berichtete, dass vaginale Beckenendlage (BEL)-Geburten schlechtere Ergebnisse haben als Kaiserschnitt-Geburten eines BEL-Babys (Hannah et al, 2000), wurden sie daraufhin so gut wie abgeschafft. Das ist nicht gerechtfertigt, denn es gibt methodologische Probleme mit der Studie. Sie Studie war völlig undifferenziert, was dazu geführt hat, dass man sogar Verletzungen und Probleme, die durch eine falsche Handhabung des Personals kamen (wie zum Beispiel Ziehen am Kinde, wenn man es nicht tun sollte) einer Beckenendlage „gutgegschrieben“ hat (übrigens: selbst diese Studie, fand in einem Follow-Up (2 Jahre später, Hannah et al, 2004; Whyte et al, 2004) keine erheblichen Unterschiede für die Kinder.

Dank neueren Studien (z.B. Goffinet et al, 2006), die eine bessere Methodologie hatten, wurde dieses schlechte Zeugnis für BEL-Geburten wieder weitestgehend korrigiert (auch dank der Follow-Up-Studie), und die BEL findet ihren Weg ganz langsam wieder in unsere Geburts-Möglichkeiten. Was allerdings auch klar aus den Studien hervor geht, ist, dass wenn man eine BEL-Geburt ins Auge fassen will, es sehr wichtig ist, sich Personal zur Unterstützung dazu zunehmen, die dafür jedes Jahr wieder geschult werden, und womöglich auch noch eigene Erfahrung darin haben.

Das ist wichtig, weil Kaiserschnitte seine eigenen – wenn auch schlechter messbaren – Langzeitfolgen hat. Für Baby können diese sein: Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch causale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008). Hier ist die allgemeine Annahme, dass bei der vaginalen Geburt dem Baby gute Mikrobiome mitgegeben werden, die wichtig sind, damit alles seinen guten, gesunden, gewohnten Lauf nimmt. Wenn die am Anfang fehlen, wie zum Beispiel bei einer Kaiserschnittgeburt, käme es zu Problemen. Es soll hier aber auch erwähnt werden, dass die Schlussfolgerungen noch nicht am Ende sind, es gibt auch Studien, die erfragen, ob dies Folgen vom Kaiserschnitt sind, oder an was anderem liegt.

Aber es kommt auch zu negativen Folgen für Mama – jede Menge kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können.

Dennoch, Louwen et al, 2017 berichtet, dass aufrechte vaginale BEL-Geburten ein Chancenverhältnis von 1,37  (die Autoren nennt das im Übrigen vergleichbar gute Resultate) verglichen mit vaginale Geburten, wo die Kinder „richtig“ herum liegen – also mit dem Kopf nach unten – sofern die Mütter zur Geburt horizontal waren. Deshalb, und weil die meisten Krankenhäuser solche BEL-Geburten nicht unterstützen, finde ich: auch wenn ihr einer vaginalen BEL-Geburt aufgeschlossen seid, solange es Mutter und Kind dabei gut geht, könnt ihr dennoch die Dehnungsübungen für Beckenbalance und zusätzlichen Übungen zum spontanen Drehen eines BEL-Babys in die Kopf-zuerst-Lage zu bringen versucht euer Kind mit  – so wie wir das auch im Kurs abdecken, oder bei spinningbabies.com gelehrt wird. Nur lasst euch halt nicht stressen – hier im Stuttgarter Raum gibt es ja die Filderklinik, die hat sehr viel Erfahrung mit BEL, also ist das auch überhaupt kein Problem, wenn Baby sich letztendlich doch nicht drehen mag!

Zum visualisieren gibt es u.a. diesen Eintrag auf meinem Blog:

Tolle Fotos von einer Beckenendlage-Hausgeburt!

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Quellen:

Hannah, Mary E., et al. „Planned caesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: a randomised multicentre trial.“ The Lancet356.9239 (2000): 1375-1383.

Whyte, Hilary, et al. „Outcomes of children at 2 years after planned cesarean birth versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the International Randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 864-871.

Hannah, Mary E., et al. „Maternal outcomes at 2 years after planned cesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the international randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 917-927.

Goffinet, François, et al. „Is planned vaginal delivery for breech presentation at term still an option? Results of an observational prospective survey in France and Belgium.“ American journal of obstetrics and gynecology 194.4 (2006): 1002-1011.

Louwen, Frank, et al. „Does breech delivery in an upright position instead of on the back improve outcomes and avoid cesareans?.“ International Journal of Gynecology & Obstetrics 136.2 (2017): 151-161.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Tolle Fotos von einer Beckenendlage-Hausgeburt!

Habt ihr schon von Beckenendlagen-Geburten gehört, das ist wenn das Baby mit dem Popo nach unten herum liegt? Das kommt in ca. 3-4 % aller Geburten vor. Normal, in ca. 96 – 97 % aller Fälle (bei Geburt), ist das Baby anders herum, mit dem Kopf nach unten.

Hier sind ein paar Bilder zu einer wunderschönen BEL-Geburt:

http://www.kidspot.com.au/birth/galleries/pregnancy-galleries/whoa-these-photos-of-a-vaginal-breech-birth-are-unbelievable?image=1

Im Übrigen findet ihr auch andere Informationen zu Beckenendlage auf meinem Blog, wie zum Beispiel diesen Beitrag hier:

Beckenendlage-Geburt: vaginal oder per Kaiserschnitt?

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… und manchmal kommt es anders als man denkt

Natürliche Geburten können auch mal länger dauern, und das ist OK, solange es Mutter und Kind gut geht! Die neuen „American Congress of Obstetricians and Gynecologists“ (ACOG) Richtlinien wurden vor Kurzem in diesem Sinne verändert. Früher war offizielle „aktive Geburt“ ab 4 cm Öffnung des Muttermundes. Aktive Geburtsphase ist ab da, wo man tatsächlich damit rechnen kann, dass es regelmässiger, „aktiver“ voran geht mit der Geburt. Aufgrund neuer Studien (in den letzten 10 Jahren) hat man endlich diese Zahl angepasst, und man weiss nun auch realistischere Zahlen für die heutige Geburt – vorbei ist die Zeit der „1 cm pro Stunde“ (wer mehr wissen möchte kann gerne entweder den Quellen unten folgen, oder auf evidencebasedbirth.com den Artikel lesen), und „aktive Geburt“ geht übrigens erst mit 6 cm los! Warum das relevant ist? Weil die neue Richtlinie besagt, dass man vor „aktiver Geburt“, also neuerdings 6 cm, nicht von Geburtsstillstand reden kann, und man damit ein häufiger Grund für ungeplante Kaiserschnitte wegfällt!

ACHTUNG: Wenn ihr schon im letzten drittel eurer Schwangerschaft seid, oder dies nach eurem HypnoBirthing Kurs ist: hört hier auf zu lesen, und seht euch das Video nicht mehr an, es bringt euch nichts, euch mit „was alles möglich ist“-Szenarien auseinander zu setzen! Dies ist ein VLOG einer Schwangeren, die ein absoluter Einzelfall ist! Sie ist ausserhalb aller Geburten in den Studien! Hört jetzt auf zu lesen, geht zu nächsten Video 🙂

Wenn ihr noch vor eurem Kurs steht, oder selber gerade in einer länger dauernden Geburt seid: dann schaut es euch an, wie toll so eine längere Geburt enden kann, wenn man sich und dem Kind die Zeit einräumt, und es locker und gelassen nehmen kann :-).

Also, hier NUR WEITERLESEN, wenn ihr wirklich wollt!

Hier ist ein VLOG von einer Schwangeren, die – nach einer „einfachen“ ersten Geburt – ganze 12 Tage Geburt hatte! Am ersten Tag noch voller Zieldrang, ändert sich das dann mit Fortschreiten der Tage 😉 gegen Ende gibt es dann wieder Familienausflüge und so :-). Diesen VLOG habe ich vor allem deshalb gepostet, damit man sich beswusst macht, dass man immer offen sein muss in einer Geburt, dass man nie vorherseagen kann, wie die Geburt verlaufen wird. Durch das Akzeptieren macht man es sich viel einfacher (vielleicht hätte diese mama dann keine Tränen vergossen, bevor sie sich mit ihrer Situation versöhnen konnte – sie sagt dann „I give up“ ;-)). Bei jeder Situation annehmen hilft HypnoBirthing im Übrigen ebenfalls – so wichtig!

Ansonsten bemerkenswert ist, dass sie sich die vaginalen Untersuchen auch selber macht. Und dann noch der Grund, weshalb es so lange gedauert hat: Baby hatte Schwierigkeiten beim Tiefertreten.

Chiropractor war ja da, sie haben auch den abdaminal lift & tuck gemacht. Drei Dinge, die zumindest nicht gezeigt wurden und vielleicht geholfen hätten ist der Eisbär, forward leaning inversion, und dann noch side-lying release (mehr Infos zu all diesen Techniken auf spinningbabies.com).

Quellen:

Neal, Jeremy L., et al. „“Active Labor” Duration and Dilation Rates Among Low‐Risk, Nulliparous Women With Spontaneous Labor Onset: A Systematic Review.“ Journal of Midwifery & Women’s Health 55.4 (2010): 308-318.

Zhang, Jun, et al. „Contemporary patterns of spontaneous labor with normal neonatal outcomes.“ Obstetrics and gynecology 116.6 (2010): 1281.

Abdominal Lift and Tuck – leicht gemacht

Der Abdominal Lift and Tuck (Janie McCoy King, „Back labor no more“) ist eine wundervolle Technik, wenn das Baby Schwierigkeiten hat, ins Becken zu gleiten – das kann vorkommen, z.B. wenn der Winkel des Bauches, und somit des Baby’s zu „horizontal“ ist  – dann fühlt man häufig die Wellen im unteren Rücken, und es kann vorkommen, dass man überhaupt keine Pause zwischen den sehr intensiven Wellen verspürt. Oder Baby kann nicht ins Becken rutschen, weil der Kopf (oder die Schulter) auf dem Schambein sitzt.

Eine sehr effektive Hilfe hierbei bietet der o.g. Lift and Tuck. Dabei bringt man einfach seinen Bauch weiter „Richtung Wirbelsäule“, und neigt das Becken nach vorne, sodass der untere Rücken „gerade“ wird, und zwar während der Wellen. Ihr könnt die Technik z.B. auf  Spinningbabies nachlesen. Normalerweise braucht man dafür idealerweise einen Helfer. Ich habe einen Beitrag dazu gefunden, der zeigt, wie man mit der Hilfe eines Tuches oder Schals („rebozo“) sich das leicht selber machen kann. Ein Vorteil dessen ist natürlich, dass man selber besonders gut fühlt, wie es sich am besten anfühlt 🙂

Hier ist der Eintrag – viel Erfolg!:

Rebozos in Pregnancy & Birth - Birthing Basics, LLC

Rebozos in Pregnancy & Birth – Birthing Basics, LLChttps://www.birthingbasics.net/2013/09/04/birthing-basics-about-rebozos/I love the rebozo — the beautiful colors, the artistry — but mostly for the way it works… “Rebozo” means “shawl” in Spanish. It’s a traditional Mexican shawl about 4-5 feet in length. It is a multifunctional tool used before labor, used to help laboring women birth and used for carrying your baby around after birth! The other day, …

 

Drehung von Beckenendlage-Babys

In Woche 28 sind ca. 25% aller Babies in der Beckenendlage (also mit dem Popo nach unten statt mit dem Kopf), bei Geburt sind es noch ca. 3%, wobei diese Nummer stetig steigt (wahrscheinlich durch vieles und falsches Sitzen). In Woche 32 sind bis zu 11 % der Babys in der Beckenendlage, in der Woche 33 sind es dann nur noch ca. 5%. Bei Geburt noch ca. 3% (Williams Obstetrics. Cohain 2007 bestätigt, dass 50 % aller Babies, die in Woche 34 noch in Beckenendlage sind, sich von alleine bis Woche 38 nach unten drehen werden. Manche auch noch in der Geburt!

Es gibt viele Arten, die Beckenendlage (BEL) vor der Geburt möglicherweise zu beseitigen. Meine Vorliebe ist die „Prävention“ (so gut wie alle Babies sind irgendwann mit dem Popo nach unten, sie drehen sich normalerweise erst kopfüber, wenn der Kopf schwer genug ist und der Platz etwas enger wird) durch aktives Leben (Spaziergänge etc), und das richtige Sitzen, mit der Hüfte in neutraler Position (bzw. eher nach vorne gelehnt, auf keinen Fall in Reclinern stundenlang zurückgelehnt). Dann, ab Woche 28 könntet ihr zusätzlich gemächlich anfangen, Spinningbabies zu lesen, da gibt es tolle Tips auf Englisch.

Hier noch eine Übersicht, was ich dazu sonst noch gefunden habe:

Hypnose:
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Eine Studie von 1994 hat untersucht, was für einen Einfluss Hypnose auf Drehungen der Beckenendlage ab Woche 37 nehmen kann.

Die Kontrollgruppe hatte eine manuelle Drehung, und die Hypnosegruppe Hypnose und manuelle Drehung. Die Erfolgsrate der Kontrollgruppe war 47 %, die mit zusätzlicher Hypnose 81%.

Das ist schon sehr stattlich, finde ich. Allerdings war die Teilnehmerzahl klein (<200 in der Hypnosegruppe), aber der Unterschied ist sehr beachtlich, und deshalb auf jeden Fall ein gutes Indiz, dass Hypnose wahrscheinlich hilft.

Moxibustion und Akkupunktur:
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Es wird auch Moxibustion und Akkupunktur benutzt, um ab Woche 28 die Lage des Babys zu beeinflussen. Dazu habe ich folgende Informationen, mit einer genannten Studie gefunden: in der Studie (Kanajura, 2001) wurde versucht, ab Woche 28, Beckenendlagenbabys zur Drehung zu verhelfen. Die Kontrollgruppe (das ist die Gruppe, die quasi das Heimteim darstellt, gegen die die andere Gruppe gewinnen soll) bestand aus 224 Frauen. Diese Gruppe bekame körperliche Übungen und externe manuelle Drehung. Sie hatten eine spontane Korrekturrate von 73%.
Die experimentelle Gruppe (also das Auswärtsteam, das sich bewähren soll) bestand aus 133 Frauen. Sie erhielten 30 Minuten Moxibustion zu UB67 (das ist ein Akkupunkturpunkt am kleinen Zeh) täglich und Akupunktur, aber keine Übung oder externe manuelle Drehung. Die Studie fand eine Korrekturrate von 92%. Das klingt sehr gut.

Dennoch habe ich meine Probleme mit der Studie. Mein Problem kommt daher, dass die Studiengröße sehr klein ist. Da muss man immer sehr aufpassen. Zum Beispiel gibt es eben Zahlen von größeren Datenerhebungen, die besagen, dass in Woche 28  25 % aller Babys in BEL sind, und bei Geburt nur noch 3%. Das bedeutet, dass die Erwartung sein kann, dass sich 25-3%=22% aller Babys, die in BEL in Woche 28 sind, sich sowieso drehen werden. Da die Studie nur mit Schwangeren arbeitet, die in Woche 28 in BEL sind, entsprechen die also unseren 25%. Rechnen wir als diese absoluten Zahlen zu relativen um. Von 100% Schwangeren, die in Woche 28 ein BEL-Baby haben, werden bei Geburt nur noch 12 % ein BEL-Baby haben, also eine spontane Korrekturrate von 88%.

Das bedeutet also, dass diese Studie folgendes fand: diejenigen, die Bewegung und manuelle Drehung hatten, hatten eine Erfolgsrate von 73% (von 25% aller Schwangeren), was also unter den Zahlen die ich oben genannt hatte liegt (denn dann hätten es doch 88% aller Frauen sein sollen, die ihne weiteres Zutun eine Drehung erfahren hätten)… Das kann sehr leicht vorhommen, wenn die Zahl der untersuchten Fälle so klein ist – aber durch größere Datenerhebungen, kann man sehen, dass dies statistisch nicht aussagekräftig ist.

Mit Moxibustion und Akkupunktur war die Erfolgsrate 92 %, also um nur 4 % grösser als die erwarteten 88 %. Hier ebenfalls gilt: die Nummer der Frauen war einfach sehr klein. Diese 4 % könnte auch einfach eine Zufallsvariabilität sein – vor allem wenn wir uns dara erinnern, dass die alternative Moxibustion-Gruppe war fast nur halb so gross war wie die „normale“ Gruppe, und bereits bei der grösseren Gruppe kam es zu einer Abweichung von 15 % von dem was ganz ohne Hilfe erwartet hätte sollen. So was deutet häufig auf eine zu kleine Studiengruppe hin.

Nichts desto trotz, Moxibustion und vor allem Akkupunktur können sicherlich helfen, eine Beckenendlage zu drehen, da eine der vermuteten Gründe einer Beckenendlage nach 32 Wochen Verspannungen im Beckenbereich sind. Nur diese genannte Studie hat sie meiner Meinung nach nicht belegt.

Für mehr Infos:

Kanajura, Yoichi, et al. „Moxibustion treatment of breech presentation.“ The American journal of Chinese medicine 29.01 (2001): 37-45.

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)http://www.pregnancy.com.au/birth-choices/breech-birth/moxibustion-for-breech-presentation.shtmlWhile the majority of breech babies turn spontaneously before birth, the longer a baby stays in the breech position with conditions becoming more cramped, the less likely it will…

 

 

 

 

 

Chiropraktische Webster-Technik
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die Studie zum Thema chiropraktische Hilfe für Beckenendlage-Behebung:

The Webster Technique: a chiropractic technique with obstetric implications. – PubMed – NCBIhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12183701To survey members of the International Chiropractic Pediatric Association (ICPA); regarding the use of the Webster Technique for managing the musculoskeletal causes of…

hat meines Erachtens dieselben Schwächen wie die Moxibustion-Studie (Wochen 29-32, 81% Erfolgsrate, weniger als 200 Frauen in der Studie)… aber ich glaube voll und ganz, dass das Sinn macht :-).

Meine Empfehlung:
falls euer Baby um die Woche 28 immer noch in Beckenendlage ist, schaut euch die Seite von Spinningbabies an, die haben jede Menge Tips, die ihr selber zu Hause tun könnt:

Breech

Falls es immer noch in Beckenendlage in Woche 37 sein sollte würde ich euch raten, vor eurer manuellen Drehung eine Beckenendlage -Drehungs-Hypnosesession einzulegen, da dies der manuellen Drehung helfen wird.

Und zu guter Letzt: spätestens von Woche 28, achtet darauf, wie ihr sitzt, sitzt nicht nach Hinten gelehnt, sondern mit eurem Becken in einer neutralen Position! Und Bewegung, wie z.B. Spazieren gehen, das hilft eurem Becken auch, sich gesund auszurichten.

Viel Erfolg!

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Die vier wichtigsten Dehnungen für Beckenbalance

Es gibt vier Dehnungen, die dafür sorgen, dass das Becken schön ausbalanciert ist, und ihr gut durch die Schwangerschaft und Geburt kommt, und das Baby eine gut geformte Form für die Schwangerschaft und die Geburt hat.

Die sind sehr gut auf Spinningbabies beschrieben:

The Fantastic Four

 

Sidelying Release

 

Geburtsbericht: Eisbär-Position in der Geburt

Dies ist ein Geburtsbericht, der auf einem privaten Mongan Method HypnoBirthing Geburtsvorbereitungskurs-Forum von Alison Braisted geschrieben wurde. Sie ist nicht nur ausgebildete HypnoBirthing-Ausbilderin, sondern auch eine Hebamme.

Hier ihr Bericht, geschrieben für andere HypnoBirthing Ausbilder wie mich  – also keinerlei weitere rosanen Worte. Übersetzung: Viktoria Maier

„Die Wirksamkeit der „Eisbär“ -Position hört nie auf, mich zu überraschen! Ich möchte meine gestrige Erfahrungen als Hebamme in einem Britischen Geburtszentrum mit der Macht dieser Geburtsposition mit euch teilen.“

„Gestern Abend, wurde Megan, eine erstgebärende Mutter, zu meiner Station zugelassen. Ihre Fruchtblase war vor zehn Stunden aufgegangen, und sie war keine HypnoBirthing Mutter. Bei ihrer Bauchabtastung wurde festgestellt, dass sich ihr Baby in der Hinterhauptslage befindet (Anmerkung Viktoria: also mit dem Kopf nach unten, aber Rücken an Rücken mit der Mama). Megan erlebte sehr starke Rückenschmerzen mit ihren unregelmäßigen Wellen (auch Wehen genannt), und das Bedürfnis, zu pressen (alles Symptome eines „Rücken an Rücken“ Babys). Megan fand es äußerst schwierig, mit diesen Empfindungen umzugehen, und forderte eine Vaginaluntersuchung – das ist keine Intervention, die ich aktiv ermutige. Allerdings unterstützte ich ihre Wünsche. Ihr Gebärmutterhals war 3-4 cm offen und ich spürte die vorderen Fontanellen des Babys in der 12 Uhr-Position, und bestätigte damit, dass das Baby direkt Rücken an Rücken lag. Generell führen Babys, die sich in dieser Position befinden, zu langen und schmerzhaften Geburten (besonders wenn Mamas nicht HypnoBirthing-Werkzeuge haben, um eine sanfte Rotation des Babys zu unterstützen).“
„Megan erwägte, ob sie Morphium oder vielleicht eine PDA haben sollte, um ihr durch ihre Geburt zu helfen – was sie ungerne tun wollte, denn ihr Wunsch war, eine normale Geburt zu haben. Die Vorteile der Eisbär-Position wurden diskutiert. Megan war sehr interessiert daran, denn sie wollte sehr gerne etwas zu tun, um die Rotation ihres Babys zu unterstützen. Fußmatten wurden in den Geburtsraum gebracht, die Lichter gedimmt und im Hintergrund entspannte Musik gespielt. Megan wurde in den Eisbären geholfen. Wir atmeten gemeinsam durch jede ihrer Geburtswellen und sie wurde ermutigt, sich vorzustellen, wie ihr Baby sich in die optimale Position für die Geburt dreht. Dies ermöglichte es ihr, ihrem Körper zu vertrauen und auf ihre innere Kraft zuzugreifen.
Nur eine Stunde später kam sie spontan hoch in die Vierfüsslerposition, die Oberseite des Babykopfes wurde sichtbar rückte schnell bis zur Krönung vor. Es war wunderbar, am Freudensmoment dieses Paares teil zu haben, und zu beobachten, wie ihre Geburt sich so friedlich entfaltete. Sie freute sich, dass sie keinerlei Medikation brauchte. Megan’s Gesicht voller Stolz, Elation und Empowerment zu sehen, als ihr Baby durch ihre Beine in ihre Arme kam, war unbezahlbar.“

Die Eisbärposition ist die, wo man vom Vierfüsslerstand mit den Armen und Kopf auf den Boden geht. Diese Position ist eine, die durchaus Engagement braucht – man sollte damit rechnen, 40 Minuten in der Position zu bleiben, auch wenn es schneller gehen kann. In diesem Fall war Megan 50 Minuten im Eisbär , und 10 Minuten später hielt sie ihr Kind in den Armen.

Es gibt auch noch den „Abdominal lift and tuck“, der vor allem bei Rückengeburten, also, Geburten, in denen man den Druck der Wellen im Rücken spürt, sehr hilfreich sein kann. Beim Abdominal Lift and tuck verändert man sozusagen den Vektor der Kraft der Welle, damit er nicht mehr in den Rücken zielt, sondern zum Gebärmutterhals hin, also wo der Ausgang ist ;-).

Viel Erfolg!

Wundervolles Foto im Web:

http://img.kelbymediagroup.com/scottkelby/wp-content/uploads/2011/02/12_Polar-Bear-sliding-into-a-more-comfortable-pose-for-a-nap.jpg

 

Geburt…. was tun, wenn….Part 1

In HypnoBirthing ist der Schwerpunkt für das Erreichen einer tollen Geburt durchaus im Vorfeld. Durch Aufklärung und das Mitarbeiten des Paares (aber doch vor allem der Mutter 😉 ) wird versucht, den Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes zu unterstützen und positiv zu beeinflussen, das Zusammenspiel von Mutter und Kind zu optimisieren (und Vater 😉 ), und der Familie ebenfalls die mentalen Tools zu geben, die Geburt eine physiologische Geburt zu machen.

In fast allen Fällen reicht dies aus, um eine schnelle und positive Geburt zu ermöglichen.

Doch man hört auch immer wieder von denen, die „alles richtig“ gemacht haben, aber dennoch eine Geburt erlebt haben, auf die sie nicht vorbereitet waren. Jede Geburt ist einzigartig wie die Mutter und das Kind, das in ihr wächst. Und genauso einzigartig ist jede Geburt.

Einen Teil, der Geburten, die anders empfunden werden als man erwartet hat, sind die, wo das Baby eine Lage einnimmt im Körper der Mutter, die es erschwert, die physiologischen Vorgänge so zu nutzen wie vorgesehen.

Eine davon ist die, wenn die Uterus und Baby so im Bauch der Mutter sind, dass die Kraft der Welle nicht im perfekten Winkel zum Ausganz steht. Im Englischen nennt man das dann „Back labor“. Dank einer Mathematikerin, Janie McCoy King, wurde das sehr schön und bildhaft mit Vektoren etc erklärt (http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/buch-back-labor-no-more/). Dazu hat sie dann auch gleich noch die Lösung dazu geschrieben 😉

King schreibt, dass so gut wie alle Frauen, die eine frühere Rückenverletzung hatten, häufig sehr grosse Schmerzen im Bereich des Rückens haben, aber auch viele, die eine tiefe Taille haben, ein Baby, das nach vorne schaut, oder die, die ein Hohlkreuz haben. Simkin (https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook ) gibt noch einen weiteren Grund an, der häufig zu diesem Problem führt, und das ist der der schwachen Bauchmuskeln, denn diese können das Baby in der Gebärmutter nicht nahe am Körper halten, und es kommt zu einem Absacken des Bauches.

In all den Fällen, wo der Vektor (also die Richtung) der Wellenbewegung zu Schmerzen im unteren Rücken führt, kann man durch das Verändern dieses Vektors die Wellenwirkung optimieren (und damit die Geburt verkürzen), als auch die Schmerzen im Rücken lindern, bzw aufheben, indem man den Bauch quasi wieder nahe der Körpermitte bringt, und somit den Vektor der Wellenkraft in Richtung Ausgang (statt Rücken) lenkt. Diese Technik wird „abdominal lift“ genannt – also „Bauch anheben“.

Noch eine Information möchte ich aus dem Buch zitieren, da ich diese für wichtig finde. Anscheinend kann, wenn der Vektor der Wellenkraft, auf einen bestimmten Bereich im tiefen Rücken zielt, die Welle sehr lang sein, ja gar kontinuierlich sein, was der Frau keine Möglichkeit der Erholung gibt. Auch das kann durch das Ändern der Richtung der Kraft zum Ausgang des Beckens wieder normalisiert werden.

Diese Technik wird auch auf spinningbabies sehr gut erklärt:

Abdominal Lift

Simkin rät allerdings, während der Anwendung dieser Technik die Herzfrequenz und Verhalten des Babys im Auge zu behalten, denn FALLS die Nabelschnur gerade dort sein sollte, wo ihr den Druck erhöht, könnte die Sauerstoffzufuhr beeinträchtigt werden (und das Kind unruhig werden, bzw. seine Herzfrequenz langsamer wird).

In Simkin’s Buch werden noch weitere Techniken erwähnt, um den Vektor zu verändern: Abdominal Lift, allerdings nicht selbst angewandt, sondern mit Hilfe einer weiteren Person und eines Schals.

Das Zurücklehnen während der Geburt (um auch wieder den Bauch näher an die Körpermitte zu bringen).

Generell, und vor allem, wenn der Grund der Fehlrichtung der Wellenkraft in einer schlechten Lage des Kindes im Becken ist (zum Beispiel Sternengucker, also wenn das Baby mit dem Rücken Richtung Mama’s Rücken liegt), dann empfielt sich allerdings die Eisbergposition oder die noch grössere Neigung, um dem Kind das wieder herauskommen aus dem Becken zu ermöglichen, und das Finden einer besseren Geburtslage. Dies sollte dann allerdings nicht nur für ein paar Minuten gemacht werden, sonder für 30 bis 45 Minuten. Dabei ist es wichtig, dass die Knie über einem Winkel von 90° angezogen sind (um das Becken zu vergrössern, damit der Kopf einfacher wieder raus kann). Wichtig hier ist allerdings, dass die Oberschenkel der Mutter nicht in Berührung mit dem Bauch kommen, um die Wirkung der Schwerkraft und das Drehen des Babys nicht zu behindern.

Symptome einer wahrscheinlichen Sterngucker-Lage ist es, wenn man bereits am Anfang des Geburtsvorganges häufige aber unregelmässige und kurze Wellen hat, die allerdings häufig starke Rücken-Unannehmlichkeiten zur Folge haben (und gleichzeitig nicht effektiv das Öffnen der Gebärmutter voranbringen).

Wenn man nun einen kurzen Torso hat (oder der Torso des Babies einfach lang ist), dann kommt es ebenfalls zu Problemen mit dem Vektor – weil das Baby seinen Körper nicht aufrichten kann, um einen guten Winkel zu erzielen! Diese Frauen, sagt McCoy King, haben einen normalen ANfang, und dann kann es zum Stillstand kommen…. weil kein Platz mehr da ist, das Baby weiter nach oben aufzurichten. Die Lösung: so zu tun, als sein man beim Militär: gerade stehen, Hüfte nach vorne ziehen, Rippen nach oben, Schultern nach hinten…. das schafft ein wenig mehr Länge, und das Baby kann weiter herangezogen werden, um besser ins Becken zu passen. Oder nach oben ausstrecken. Gleichzeitig sollte auch hier der Bauch wie gewohnt angehoben werden – natürlich braucht man in diesem konkreten Fall Hilfe! Auch möglich: Oberkörper nach Hinten lehnen, während man mit dem Unterkörper aufrecht bleibt …

Ach ja, Frau McCoy King erklärt ebenfalls, dass Frauen, die diese Technik geübt haben, nachdem ihre Cervix reif war, und die bereit über ihrem „Termin“ lagen, die Geburt normalerweise nach 24 Stunden anfing…. fügt aber hinzu, die Methode für eine Geburtseinleitung nur nach Rücksprache mit eurer medizinischen Betreuung auszuprobieren 🙂

Viel Erfolg!

 

 

 

 

 

 

KEIN HypnoBirthing: natürliche Steisslagen-Hausgeburts-Videos

Hier ist ein Video von einer Steisslagengeburt. Dies ist KEINE HypnoBirthing Geburt, aber da ich gerade Steisslagen als mein Thema durchmache, bin ich darauf gestossen, und es ist eine schöne natürliche Hausgeburt… deshalb hier für alle interessierten 🙂

Wenn ihr schon sehr nahe eurer Geburt seid und Steisslage habt, könnt ihr euch diese Geburt anschauen. Aber sie ist nicht wirklich eine Visualisierungshilfe für meine HypnoBirthing Mütter. Wie gesagt, es ist KEINE HypnoBirthing Geburt!

Aurora’s beautiful & inspiring Frank breech home birth (unmedicated)

Aurora did it her way ~ A beautiful and inspiring Frank Breech home birth filmed and edited by Jodie Myers. Warm thanks to Aurora’s parents for their generos…

Source: www.youtube.com/watch?v=iqw5tApIbHI

und noch eins

 

Wenn ihr nichts sehr, klickt auf den Titel, dann solltet ihr das VIdeo sehen 🙂

Bauchmuskeln und Workout in der Schwangerschaft

Die lieben Bauchmuskeln sind auch für die Schwangerschaft und Geburt sehr wichtig. Zum einen ist es wie mit allen Muskeln: je stärker sie sind, desto eher werden sie unbeschadet grosse Anstrengungen überleben (auch den grossen Bauch). Wenn sie sehr schwach sind, kann es dazu kommen, dass sie in der Schwangerschaft überstrecken und dann Schwierigkeiten haben, zu ihrer normalen Form zurück finden. Zum anderen braucht auch das Baby die Form der starken Bauchmuskeln, um leicht in eine gute Lage für die Geburt zu kommen. Und zu guter Letzt werden die Bauchmuskeln auch bei der Geburt eine Rolle spielen, denn sie unterstützen die Gebärmutter bei den Wellen.

Generell ist die Empfehlung, die Bauchmuskeln auch durch die Schwangerschaft zu trainieren. Manche Experten raten allerdings zur Vorsicht, was für Übungen benutzt werden. Dieser Rat weitet sich dann zu einer allgemeinen Aussage aus, wenn es bereits zu einer Rektusdiastase gekommen ist, also dass der Abstand zwischen den rechten und linken Strängen der Bauchmuskeln vergrößert ist (grösser als ca. 3 Fingerbreiten).  Ansonsten, wenn dieser Spalt nicht aufgetreten ist, scheint es so zu sein, dass man die Bauchmuskeln wie gewohnt (aber im dritten Trimester ohne auf dem Rücken zu liegen) trainieren kann. Diese Training ist nicht dazu da, um vor einer Rektusdiastase zu schützen, sondern um dem Körper weiterhin funktionelle Bauchmuskeln zu bieten, die er auch in der Geburt benötigt.

Um einer Rektusdiastase vorzubeugen, ist es sehr wichtig, dass das Kräfteverhältnis im Körper steht, und man auch gut steht (Bowman, 2016).

Wenn es bereits sehr spät in eurer Schwangerschaft seid, und bei euch sehr schwache Bauchmuskeln festgestellt werden, kann euch u.U. so ein Bauchgürtel helfen, dem Baby den Eintritt in das Becken zu erleichtern.

Falls ihr gut im Englischen seid, hier sind ein paar Links für Empfehlungen zu Übungen und Hintergründen:

Informativ scheint diese Seite:

Diastasis Recti During and After Pregnancy

Diastasis Recti During and After Pregnancyhttp://www.befitmom.com/diastasis-recti.phpDiastasis Recti, or Abdominal Separation, is a common prenatal and postpartum problem. Find out how to test for, prevent, and rehab safely and easily.

 

Und diese sind ebenfalls sehr informativ:

Abs During & After Pregnancy | What to Expect

Abs During & After Pregnancy | What to Expecthttp://www.whattoexpect.com/pregnancy/abs-exercisesIt’s simple and safe to exercise your abs muscles during pregnancy — with the right modifications. Here’s how to keep your core in tip-top shape.

http://www.webmd.com/baby/features/exercise-during-pregnancy-myth-vs-fact?page=2
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24268942
https://www.thewomens.org.au/health-information/pregnancy-and-birth/a-healthy-pregnancy/the-abdominal-muscles/

Quellen:

Katie Bowman. Diastasis Recti: The Whole Body Solution to Abdominal Weakness and Separation (Englisch). Taschenbuch. Februar 2016.

Rebozo Sifting für die Geburt

Rebozo Shifting gehört mit dem Bauchtanzen inhaltlich zusammen, ähnlicher Effekt.

Rebozo Sifting

Rebozo Siftinghttp://spinningbabies.com/learn-more/techniques/the-fantastic-four/rebozo-sifting/Sifting, or jiggling, the entire abdomen can relax tight ligaments and may help a baby rotate in pregnancy or labor more easily, and help a birthing woman relax into her labor.

Anstatt einfach so am Körper zu schütteln oder zu (Bauch-) tanzen, kann man natürlich auch einen Schal benutzen. Da hilft die Eisbärposition evtl auch noch, das Baby in eine perfekte Position für die Geburt zu bekommen?

Empfehlung bei Geburtsstillstand, wenn vermutet wird, dass das Baby in eine vorteilhaftere Position gehört… das kann das ganze vorantreiben, statt zu warten, dass es „von alleine“ passiert

Beckenendlage zur Geburt – natürlich im Krankenhaus?

Bei Beckenendlage gibt es z.T. die Aussagen, dass diese Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt kommen müssen. Das liegt an einer Studie, die seitdem allerdings häufig kritisiert wurde, und mehr und mehr, dank besser kontrollierten Studien, die diese Erkenntnis nicht nachweisen können, kommt man endlich wieder von dieser Aussage ab. Leider ist es aber so, dass z.T. nun medizinisches Personal nicht mehr gut in der Hilfestellung ausgebildet ist, und deshalb schnell doch zum Kaiserschnitt rät.

Hier in Stuttgart weiss ich zumindest von der Filderklinik, dass sie sagen, sie brächten jahrlich 1400 Beckenendlagen-Kinder natürlich zur Welt – das hört sich doch anständig an:

8. Gibt es Erfahrungen an der Filderklinik zur Beckenendlagengeburt?
Seit über 30 Jahren werden in der Filderklinik jährlich ca. 1.400 Kinder zur Welt gebracht, bei denen das geburtshilfliche Handwerk der Begleitung von Beckenendlagengeburten auch bei Erstgebärenden und Zwillingen eingesetzt wird.
Die Erfahrung zeigt, dass nach Vorgespräch und Untersuchung sowie Ausschluss von Risikofaktoren die Begleitung einer Beckenendlagengeburt auf natürlichem Weg eine kompetente und verantwortungsvolle Form der Geburtshilfe darstellt. “

http://filderklinik.frauenheilkunde-stuttgart.de/frauenheilkunde-und-geburtshilfe/geburtshilfe.html

Ausserdem scheint die Filderklinik auch sonst zu den Kliniken mit einer der niedrigsten Kaiserschnittraten von um die 15 % zu gehören – bitte Vorsicht hier, ich habe das nicht selber geprüft. Bitte selber fragen! 15 % ist im Übrigen das, was von der WHO (World Health Organization) als das anzustrebende Höchstmass sei bei Kaiserschnitten – sonst wird es statistisch ungesünder!

Geburtspositionen verbessern

Ihr seid schon nahe der Geburt, wollt natürlich gebären und wisst, dass euer Kind noch nicht perfekt positioniert ist?

Ich empfehle euch

1) spinningbabies.com, aber das ist auf Englisch.
2) das Buch von Simkin: es ist voll mit Tipps, wie man das Kind noch während der Geburt zum Drehen bekommt.
https://www.amazon.de/Schwierige-Geburten-Dystokien-erfolgreich-meistern/dp/3456843453/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1466255822&sr=8-3&keywords=simkin

In diesem Buch wird auch der unten genannte Cook counter pressure point beschrieben.
Dies ist nicht die neueste Version, die neueste Version gibt es nur auf Englisch:

https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook

Hilf Dir bei der Geburt: Abdominal lift bei der Geburt

Ich habe gerade das Buch „Back Labor no more“ (https://www.amazon.com/Back-Labor-No-More-Should/dp/092621800X) erhalten. Es ist für alle, die befürchten, dass ihre Geburtskräfte in Richtung Rücken gehen könnten. Es scheint soweit sehr gut – Spinningbabies und Simkin haben die Technik selber auch in ihren Lehren aufgenommen (hier auf Spinningbabies http://spinningbabies.com/learn-more/techniques/other-techniques/abdominal-lift/). Wenn ihr diese Technik anwenden möchtet, dann ist das Lesen des Buches durchaus sehr empfehlenswert! Es wird nur noch auf Anfrage zum Verkauf angeboten, aber das könnt ihr hier tun: http://www.backlabornomore.com/contact.htm

Scheint gut zu funktionieren 🙂