Das erste Jahr danach: Baby-led weaning

Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch von Gill Rapley

Kind immer gesondert „gefüttert“? Mit Breien? Mit Flugzeugen, und „Einen für Oma“ und so weiter? Es gabe eine interessante Studie, in der gezeigt wurde, dass Kleinkinder, die selbst auswählen durften was sie aßen durch die Bank besser ernährt waren als andere Kinder. Warum also nicht auf Kinder hören?

Dieses Konzept erlaubt es, stressfrei und ohne den Instinkt von Kindern für was sie brauchen zu untergraben zu erziehen und ernähren. Ich fand das ganze überzeugend, und es hat bei uns gut geklappt – nun mit 5 und 7 Jahren leben wir immer noch nach den Grundsätzen (mit Anpassungen).

Unten findet ihr einen Link zu einem externen schöner Beitrag dazu. Und hier ist eine Home Page zu diesem Thema.

AP-Krabbelgruppe heute: Babygeleitete Beikost oder Fingerfood statt Einheitsbrei | Einfach klein

AP-Krabbelgruppe heute: Babygeleitete Beikost oder Fingerfood statt Einheitsbrei | Einfach kleinhttp://einfachklein.de/ap-krabbelgruppe-heute-babygeleitete-beikost-oder-fingerfood-statt-einheitsbrei/Damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Die Selbstbestimmung des Babys! Wenn Babys zu essen beginnen bedeutet das zunächst einmal SPIEL. Es entdeckt mit allen Sinnen, was…

Updated: Stress in der Schwangerschaft

Stress in der Schwangerschaft wirkt sich u.U. ein Leben lang auf euer ungeborenes Kind aus, besagen Studien.

Folgende Folgen können eintreten:

  • Keuchen (OR: 1,41, 95% KI: 1,03-1,94)
  • Asthma (OR: 1,71, 95% CI: 1,02-2,89)
  • allergische Rhinitis (OR: 1,75, 95% CI: 1,08-2,84)
  • atopische Ekzeme (OR: 1,53, 95% KI: 1,11-2,10)
  • Depressionskrankheiten
  • geringere Intelligenz
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • evtl. Autismus (Beversdorf et al, 2005, Sjaarda et al, 2017)

Die Zahlen für die oberen 5 habe ich aus einer Studie aus 2012 direkt übernommen (de Marco et al) – eine große Metaanalyse aus 2016 (van de Loo et al, 2016) fand eine odds ratio von 1.56 für Keuchen, Asthma und andere respiratorische Symptome zusammengefasst.

Zu nächsten drei (Depressionskrankheiten, geringere Intelligenz, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten) gab es einen guten Artikel im Spiegel:

Stress in der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Gehirn - SPIEGEL ONLINE

Stress in der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Gehirn – SPIEGEL ONLINEhttp://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/stress-in-der-schwangerschaft-hinterlaesst-spuren-im-gehirn-a-928555.htmlStress in der Schwangerschaft ist ein Risikofaktor für spätere Depressionen und andere Krankheiten. Zu diesem Schluss kommen Jenaer Forscher. Im Gehirn von Ungeborenen haben sie entdeckt, welche Spuren Stresshormone hinterlassen.

Die Kinder haben unter anderem ein erhöhtes Risiko von Depressionen.

Ausserdem hatten die Kinder, die Stresshormonen während der Schwangerschaft ausgesetzt sind,  „… im Durchschnitt einen um zehn Prozent geringeren Intelligenzquotienten, Probleme mit der Konzentration und Aufmerksamkeit“, sagt Schwab. Zudem habe das EEG gezeigt, dass diese Kinder sich vor dem Test nicht entspannen und währenddessen ihr Gehirn nicht aktivieren konnten.

Bekommen Ungeborene zu viele Stresshormone ab, „betrachtet“ der Körper den erhöhten Pegel als normal. „Diese Kinder werden bereits im Mutterleib darauf programmiert, Zeit ihres Lebens mehr Stresshormone auszuschütten“, sagt Schwab. Dabei sei es unerheblich, ob die Hormone synthetisch sind oder vom mütterlichen Körper erzeugt werden.

Forscher von der niederländischen Universität Tilburg konnten nachweisen, dass mütterlicher Stress vor allem zwischen der 12. und 22. Schwangerschaftswoche die emotionale und kognitive Entwicklung des Fötus ungünstig beeinflusst und diese Effekte noch 20 Jahre später erkennbar sind.“

Dabei sollte allerdings festgehalten werden, dass es dabei nicht um kurzzeitigen Stress geht, wie schnell noch zum Shop bevor er zu macht. Es geht hier vor allem um dauerhaften Stress, der lange anhält, wie z.B. generelle Angstzustände, oder Sorgen u.s.w. Und es scheint ausserdem so zu sein, dass ein gesundes Bonding dazu beiträgt, dass die Effekte von zu viel Stress vor der Geburt abgemildert werden (Bergman et al, 2010).

Also: auch aus diesen Gründen scheint es durchaus positiv zu sein, sich jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen, um einfach zu entspannen, und einfach positiv zu denken! All dies wird in meinem Geburtsvorbereitungskurs gelehrt 🙂 !

Dieser Artikel wäre nicht vollständig, wenn nicht erwähnt würde, dass Stress der Bezugsperson sich auch nach der Geburt schädlich auf das entwickelnde Kind auswirken kann – wie in diesen Studien über Asthma gezeigt wurde (Wright et al, 2004).Unterstützend wurde in einer großen kanadischen Studie gefunden dass die Wahrscheinlichkeit mit 7 Jahren an Asthma zu erkranken höher ist, wenn die Mutter konstantem Stress ausgesetzt ist, mit dem Zusatz, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, wenn man in eine Gutverdiener-Familie hineingeburen wurde (Kozyrskyj et al, 2008).

Auch noch sehr guter Artikel, sehr lesenswert, der das Thema Stress aber auch „Erziehungsstile – gut oder schlecht abdeckt:“

Frühe Liebe macht stark: Warum gute Bindungserfahrungen so wichtig sind | STERN.dehttp://www.stern.de/gesundheit/fruehe-liebe-macht-stark–warum-gute-bindungserfahrungen-so-wichtig-sind-7238626.htmlGute Bindungserfahrungen sind die wichtigste Grundlage, um für das Leben gewappnet zu sein. Die Hirnforschung hat dafür eindeutige Belege gefunden. Ein …

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Weitere Quellen:

Wright, Rosalind J., et al. „Chronic caregiver stress and IgE expression, allergen-induced proliferation, and cytokine profiles in a birth cohort predisposed to atopy.“ Journal of Allergy and Clinical Immunology113.6 (2004): 1051-1057.

Kozyrskyj, Anita L., et al. „Continued exposure to maternal distress in early life is associated with an increased risk of childhood asthma.“ American journal of respiratory and critical care medicine 177.2 (2008): 142-147.

van de Loo, Kim FE, et al. „Prenatal maternal psychological stress and childhood asthma and wheezing: a meta-analysis.“ European Respiratory Journal 47.1 (2016): 133-146.

Douros, Konstantinos, et al. „Prenatal Maternal Stress and the Risk of Asthma in Children.“ Frontiers in Pediatrics 5 (2017): 202.

Serpeloni, Fernanda, et al. „Grandmaternal stress during pregnancy and DNA methylation of the third generation: an epigenome-wide association study.“ Translational psychiatry 7.8 (2017): e1202.

Bergman K, Sarkar P, Glover V, O’Connor T (2010). Maternal Prenatal Cortisol and Infant Cognitive Development: Moderation by Infant–Mother Attachment. Biological Psychiatry 67(11): 1026-1032

http://www.empowher.com/print/10493845

Part 3: How Stress Affects Pregnancy and Unborn Baby

de Marco, Roberto, et al. „Foetal exposure to maternal stressful events increases the risk of having asthma and atopic diseases in childhood.“ Pediatric Allergy and Immunology 23.8 (2012): 724-729.

Beversdorf DQ, et al. Timing of prenatal stressors and autism. J. Autism Dev. Disord. 2005;35:471–478. doi: 10.1007/s10803-005-5037-8. 

Sjaarda, Calvin P., et al. „Interplay between maternal Slc6a4 mutation and prenatal stress: a possible mechanism for autistic behavior development.“ Scientific Reports 7 (2017).

http://www.child-encyclopedia.com/stress-and-pregnancy-prenatal-and-perinatal/according-experts/effects-prenatal-stress-child

http://www.dana.org/Cerebrum/2012/The_Role_of_Stress_in_Brain_Development__The_Gestational_Environment%E2%80%99s_Long-Term_Effects_on_the_Brain/

http://scholarworks.wmich.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=3593&context=honors_theses

 

Bringe und behalte Deine Hormone im Einklang

Hormone sind chemische Botenstoffe, die gemeinsam mit dem Nervensystem versuchen, den Körper im Gleichgewicht zu halten. Sie steuern die Körpertemperatur, den Stoffwechsel, die Verdauung, das Wachstum. Sie steuern das Gefühls- und Sexualleben eines Menschen. Sie halten den Blutdruck konstant. Und sie sind für die Fortpflanzung verantwortlich. Also alles in allem könnte man sagen, dass Hormone entscheiden, wer wir sind und wie unser Leben verläuft – und dass Hormon-Balance wichtig ist!

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen in unserem Leben, die unseren Hormon-Haushalt  künstlich beeinflussen. Das setzen wir zum Teil ganz gezielt ein, wie zum Beispiel bei der Anti-Baby-Pille (die im Übrigen die Hormon-Balance erheblich beeinträchtigen kann!).

Es gibt aber auch eine Reihe von Dingen, die unseren Hormonhaushalt beeinflussen, ohne dass wir uns dafür entschieden hätten, oder sogar ohne dass wir es wissen. Wie z.B. bei Plastik. Deshalb ist die erste Regel:

Bleibe fern von Substanzen mit Hormon-Wirkung

Plastik hat eine ganze Reihe von möglichen hormon-beeinflussenden Inahltstoffen. Eines der am best-erforschten ist Bisphenol A (BPA), welches hormonstörend und krebsverursachend ist. Bitte lest euch diesen Beitrag durch, welche anderen bekannten Einflüsse Plastik auf euer Leben haben kann, und weshalb es am ratsamsten ist, Plastik aus dem Bereich von Lebensmitteln, auch Getränken, zu verbannen. Andere sind Weichmacher, die auch in Plastik-Verpackungen vorkommen

Wenn der gänzliche Verzicht auf Plastik in der Küche nicht geht:

  • Lebensmittel nicht in Plastik lagern.
  • Lebensmittel nicht in Plastikbehältern erhitzen.
  • Kaufe Wasser in Glasflaschen statt Plastikflaschen, und trinke nie Getränke in Plastikflaschen, die in der Hitze waren, wie z.B, im Auto oder in der Sonne.
  • Versuche, auch Konserven zu vermeiden, denn viele haben BPA (BPS, BPx, …) in ihren Auskleidungen.

Andere Substanzen, die hormonell wirken können sind z.B.:

Übrigens: wirklich lebensmittelneutral in der Küche sind Edelstahl (18/10) und Glas, und sind damit zu bevorzugen. Auch positiv zu bewerten sind meistens Töpfe und Pfannen aus Gusseisen (ohne Bezug), denn wir haben häufig einen Eisenmangel, und durch Kochen in Gusseisen führt man den darin gekochten Lebensmitteln ein wenig Eisen zu.

Bleib auch für die Haut bei Bio

Deine Haut ist Dein größtes Organ, und es ist zwar eine Trennschicht zwischen Dir und der Umwelt, aber eine, die atmet und generell durchlässig ist. Wenn in einer Creme Nanoteilchen sind, gehen die in durch die Haut und können zu weiteren Reaktionen im Körper führen. Da Studien niemals (meiner Meinung nach) alle möglichen negativen Folgen ausschließen können, ist es besser, solche Cremes mit Nano-Teilchen nicht einzusetzen. Auch werden in Cremes gerne Parabene eingesetzt. Parabene sind weit verbreitet als Konservierungsmittel in Kosmetika und auch in Parfums, Waschmittel, Shampoo, Deodorants, Seifen.

Parabene dringen leicht in die Haut ein und verändern die Hormonproduktion und -funktion, indem sie Östrogen nachahmen – überhaupt nicht hilfreich für die Östrogen-dominante Frau in ihrem Kampf, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. In Rattenversuchen wurde gezeigt, dass bei männlichen Ratten Parabene den Testosteronspiegel senken, und zu einer Verringerung gesunder Spermien führt. Bei weiblichen Ratten wurde ein Anwachsen des Uterus festgestellt. Parabene wurden auch in menschlichen Brustkrebsgeweben nachgewiesen und es wird angenommen, dass sie sowohl die männliche als auch die weibliche Reproduktion beeinträchtigen. Parabene treten in der Natur natürlich in geringen Mengen auf, aber die synthetische Version, die aus Petrochemikalien hergestellt wird, wird im Körper schlecht verarbeitet und ist besonders gefährlich.

Iss Nahrung, die Dir hilft, Hormone in Balance zu halten

Statt einfache Kohlehydrate zu essen wie Weißbrot, Pasta, Kuchen und Mehlspeisen, iss lieber komplexe Kohlehydrate, wie Vollkornprodukte, Gemüse und Quinoa. Dadurch kommt es zu weniger schnellem Anstieg von Insulin, und stabilisieren ausserdem den Leptinlevel (das „Sättigungshormon“, das von Fettzellen produziert wird, und hilft, das Gleichgewicht der Energie zu regulieren, indem es den Hunger hemmt), was einen Schutz vor Insulinresistenz bildet. Ausserdem sind in Vollkornprodukte, Gemüse und Quinoa viel mehr andere vorteilhafte Nährstoffe zu finden, wie Mineralien und Vitamine.

Zudem enthalten komplexe Kohlehydrate meist auch mehr Ballaststoffe. Diese unterstützen dabei, überflüssiges Östrogen aus dem Körper zu transportieren. Ein Mangel an Ballaststoffen könnte einen Überschuss an Östrogen im Körper verursachen und zu einer Östrogendominanz führen – einem weiteren hormonellen Ungleichgewicht. Übrigens: Zucker führt zu denselben Probleme wie einfache Kohlehydrate! Auch stört Zucker die Balance der Hormone Östrogen und Progesteron. Also: Vermeide Zugaben von einfachem Zucker in Speisen!

Ansonsten sind gesunde Fette ebenso von Vorteil für die Hormonbalance. Benutze das richtige Fett für die richtige Anwendung. Gute Fette halten uns länger satt und geben unseren Gerichten Geschmack. Essenziellen Fette werden nicht nur zur effektiven Produktion von Hormonen (speziell der Sexualhormone) herangezogen, sondern regen auch den Stoffwechsel an. Da die meisten Pflanzenöle (wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, und Distelöl, …) einen hohen Omega-6-Anteil haben, Omega 6 aber lieber in Balance zu Omega 3 stehen sollte, ist es besser, diese Öle einzuschränken, dafür aber viel fetten Fisch, Flohsamen, Chiasamen und Walnüsse zu sich zu nehmen, da sie gute Quellen für entzündungshemmende Omega-3-Fette sind.

Kokosöl ist ein natürliches Hausmittel gegen Hormonungleichgewicht. Es fördert eine gesunde Schilddrüsenfunktion, hilft den Blutzucker zu stabilisieren, stärkt das Immunsystem, beschleunigt den Stoffwechsel und fördert die Reduktion von Bauchfett.

Lebe so, dass Du reichlich Vitamin D erhälst!

Vitamin D, auch das Sonnenvitamin genannt, erhalten wir vor allem über die Sonne, obwohl es auch über die Nahrung zugeführt werden kann. Dieses Vitamin ist deshalb hier erwähnt, weil es im Körper zu einem neuroregulatorischem Hormon umgewandelt wird, und somit sehr wichtig ist für unseren Körper.

Unter anderem regelt es wichtige Vorgänge innerhalb des Nervensystems. Fehlt es, dann können auch die anderen Hormone im Körper ihre Signale nicht mehr ungehindert senden.

Als Nation sind wir eigentlich alle von einem Mangel dieses Vitamins betroffen, und es gibt sehr viele Krankheiten, vor allem auch Herz-Kreislauf-Krankheiten (Arterienverkalkung), Osteoporosis, und auch Autoimmunkrankheiten, die mit einem Mangel dieses Vitamins in Zusammenhang gebracht werden.

Man nimmt an, dass unser Mangel, der im Übrigen häufig selbst im Sommer bestehen bleibt, viel mit unserer sonnengeschützten Lebensweise zu tun hat – sei es Sonnenschutzcremes, oder das Aufhalten im Inneren.

Falls ihr euch nicht sicher seid, dass ihr genug von diesem Vitamin erhaltet, kann auch eine Supplementierung helfen. Aber vorsicht: wer die vollen positiven Effekte von Vitamin D haben möchte, benötigt ebenfalls Vitamin A, Vitamin K2 und Magnesium! Vitamin A, weil es zusammen mit Vitamin A benötigt wird, um Osteoblasten herzustellen, und K2, um die Osteoblasten und Osteoclasten, die durch Vitamin D (und evtl A) hergestellt wurden, zu aktivieren – und dadurch, und die höhere Knochendichte, die erreicht wird, regelt man auch wieder die Insulinsensitivität! Magnesium ist auch generell sehr wichtig für unseren Körper, und wird ebenfalls benötigt, um Vitamin D aufzunehmen – und ist auch eine weitere Volks-Mangelware.

Ihr findet weitere spannende Artikel zu Vitamin D in diesem Blog.

Du isst, was Deine Nahrung „isst“

Ok, Pflanzen haben natürlich keinen Mund, aber abstrakt gesehen gilt dies auch für Pflanzen. Es bedeutet einfach, dass was unser Essen zu sich nahm, in ihm ruhen kann, bis es zu uns kommt. Wenn Pestizide auf den Pflanzen sind, kommen sie durch Verzehr in uns. Das ist ein anderes Thema. Bei tierischen Nahrungsmitteln kommen häufig auch Hormone zu Einsatz, auch wenn Wachstumshormone bei uns verboten sind.

Die Welt hat in einem Bericht folgende Zahlen zur Verfügung gestellt: „In welchem Ausmaß Hormone tatsächlich derzeit in der Tierhaltung zum Einsatz kommen, kann auch der BUND [Anmerkung: BUND = Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland] nur abschätzen. Die letzten verfügbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2003. Damals wurden insgesamt 670 Kilogramm Hormone an Tiere verabreicht, was etwa fünf Prozent sämtlicher Hormon-Arzneimittel in Deutschland entsprach. Der BUND geht in seiner Studie davon aus, dass die Menge deutlich zugenommen habe, da die Tierhaltung in den vergangenen zehn Jahren weiter intensiviert worden sei. Die Pharmaindustrie sei nicht bereit gewesen, aktuellere Zahlen zu Hormonmengen zur Verfügung zu stellen.“

Vermeide Stress

Stress ist unter anderem so schlecht für unsere hormonelle Balance, weil das Produzieren der Stresshormone die Nebennieren sehr belastet. Kurzzeitig ist das ok, aber wenn es zu Dauerstress kommt, kann das die Nebennieren überlasten, was zu Zellschädigung in den Nebennieren führt. Durch den Schädigungsprozess werden immer weniger Hormone hergestellt, es kommt zu Konzentrationsschwierigkeiten, oder gar zu einem wahren Gefühlschaos. Also: lebe stressarm (und/oder nimm Dir Zeit für eine tägliche Entspannung), und schlafe gut.

Schlaf – so gesund und wichtig

Kinder und Erwachsene bekommen immer weniger Schlaf. Schlafbeschränkungen führen zu metabolischen und endokrinen Veränderungen, einschließlich verminderter Glukosetoleranz, verminderter Insulinsensitivität, erhöhten abendlichen Konzentrationen von Cortisol (Stresshormon), erhöhten Ghrelinwerten (ein appetitanregendes Hormon, welches in der Magenschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse produziert wird), verminderten Leptinwerten (das „Sättigungshormon“, das von Fettzellen produziert wird, und hilft, das Gleichgewicht der Energie zu regulieren, indem es den Hunger hemmt), welches zu erhöhtem Hunger und Appetit führt.

Ausserdem ist Schlaf so wichtig für unsere Lernfähigkeit. Wir verarbeiten Informationen während wir schlafen, denn im Tiefschlaf werden viele Informationen in das Langzeitgedächtnis übergeführt. Auch verbessert genügend Schlaf unser Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit.

Also: ein Mangel an Schlaf hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit, dem hormonellen Gleichgewicht, der geistigen Gesundheit und auf die Weite der Taille. Am Besten ist es, eine Schlaf-Routine zu haben. Ab Nachmittags keinen Kaffee. Einige Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen sollte blaues Licht von elektronischen Geräten vermieden werden, denn es wurde gezeigt, dass es Schlafmuster und den Melatonin-Spiegel (unser Schlafhormon) stört. Lavendelöl ist im Übrigen ein tolles ätherisches Öl um zur Ruhe zu kommen.

Wieso Plastik, auch in Konserven, schlecht für die Gesundheit ist

Ihr seid schwanger oder kocht auch für Kinder? Spätestens jetzt solltet ihr darauf achten, gute Essgewohnheiten aufzubauen. Das ist nicht immer einfach, man weiß häufig nicht, was eigentlich „gesund essen“ bedeutet.

Generell sollte man natürlich darauf achten, dass das Essen so nährstoffreich wie möglich ist. Das ist durchaus ein sehr großes Thema an sich, mit dem viele Autoren und gar ganze Berufstände ihr Geld verdienen – und nicht in diesem Artikel behandelt wird, wegen genau dieser Komplexität.

Eine etwas einfacherer Regel kann man durchaus so zusammenfassen: Weg von Kunststoff! Nicht nur, weil damit ja auch viel Müll vermieden wird, der sich sehr schlecht und langsam zersetzt, sondern auch, weil Kunststoff auf die menschlichen Hormone/Körper sehr ungünstig bzw schlicht schädlich wirkt. Ein mittlerweile recht gut erforschter Stoff in Plastik, der gesundheitsschädlich ist, ist Bisphenol A.

„Bisphenol A (BPA) dient vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen. BPA hat daher eine sehr große wirtschaftliche und technische Bedeutung. Ferner wird BPA als Antioxidant in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in Polyvinylchlorid (PVC) verwendet“ (wikipedia) – und somit ist er dann eben vermehrt in weichem Plastik enthalten als in hartem, und auch in Lacken.

Bisphenol A wird von BUND als Hormontoxin betitelt, und Dr. Axe sagt dass die Wissenschaft zeigt, dass diese Hormon-störende Chemikalie weit verbreitete Schäden in unserem Körper verursacht, und uns für Generationen beeinflusst (Boudalia et al, 2014).

Diese Schäden sind unter anderen:

  • Unfruchtbarkeit bei Männern (Manfo et al, 2014), aber auch bei Frauen (Yan et al, 2013, und auch hier)
  • negative Auswirkungen auf die Prostata in Föten (Manfo et al, 2014)
  • negative Auswirkungen auf das Schwangerschaftsergebnis, wie Geburtsgewicht, Frühgeburtsraten, Entwicklungsdefekte und wiederholte Fehlgeburten (Pergialiotis et al, 2017)
  • negative Auswirkungen auf Säuglinge und Kinder, zusammen mit Gehirn und Verhaltensstörungen (Shelby, M. D. , 2008)
  • Es entzieht dem Körper Vitamin D (Johns et al, 2016), wahrscheinlich durch Hormondisruptoren die dafür sorgen, dass es weniger der aktiven Form von Vitamin D im Körper gibt. Dadurch fördert BPA Krankheiten wie Gewichtszunahme, Krebs, Schlaflosigkeit, Arthritis, Herzerkrankungen, MS und anderen Krankheiten
  • Übergewicht in Mädchen (doppelt so viele waren über 90-Percentile, Li et al, 2013)
  • Erratisches Herz durch Veränderungen im Kalzium-Handling (Yan et al, 2011)
  • erhöht Risikofaktoren von Diabetes. Eine Studiebesagt eindeutig, dass, BPA, unabhängig von Ernährung und Fitness, Glukosestoffwechsel durch Insulinresistenz, Pankreas β-Zell-Dysfunktion, Adipogenese, Entzündungen und oxidativen Stress beeinflusst (Sabanayagam, et al, 2013)
  • Molar-Incisor-Hypomineralization (siehe extra Blog)
  • erhöhtes Risiko von Prostata-Krebs (Prins et al, 2017)
  • erhöhtes Risiko von Brustkrebs (diese Studie bescheinigt das auch BPS und BPF, Kim et al, 2017; Gray et al, 2017)

Bisphenol A findet sich in sehr vielem Plastik-Zeug, im Übrigen aber auch in CDs und in Dental-Versiegelungen und Verbundwerkstoffe, aber auch Lacken. Man nimmt an, dass das meiste BPA durch das Essen aufgenommen wird.

Somit kommt jedes im Geschäft mit Plastik abgepackte Essen potentiell in Berührung mit Bisphenol A oder anderer Schadstoffe im Plastik – und somit auch in unsere Körper.

Auch im Essen, das in Konserven abgepackt ist, hat man Bisphenol A nachgewiesen, auch noch so viele Jahre nach den ganzen Forschungsergebnissen zur Schädlichkeit von BPA (BUND, August 2017). BPA findet man aber auch in den Deckeln von Glasflaschen – und eben auch in den ganzen Plastik-Wasserflaschen, die heutzutage leider die Glasflaschen fast schon vom Markt verdrängt haben (durchaus gerade wegen der 25 Cent „Steuer“, die auf die Flaschen erhoben werden (da nicht weniger der Flaschen ihren Weg nicht zurück in die Geschäfte finden, und damit eine zusätzliche Einnahmequelle für die Geschäfte sind)).

Leider ist ein „BPA-Frei“, das auf möglichen Verbrauchs-Gegenständen wie Baby-Flaschen zu finden ist, noch lange keine Bescheinigung von Unbedenklichkeit.

Dazu gehören auch Bisphenol A – freie Babyflaschen. In ihnen steckt häufig Bisphenol S, oder ein ähnlicher Stoff, der benutzt wird, aber, wie im Falle von Bisphenol S, u.U. sogar noch schlechter sein kann als der Stoff, den er ersetzt. Deborah Kurrasch von der Universität Calgary hat in einer Studie gezeigt, dass genau dieses BPS mindestens genauso bedenklich ist, wie BPA. In einem Artikel des Scientific American bringt sie  das Problem sehr schön auf den Punkt.

Sie sagt, dass das Problem in der mangelnden Regulierung der Industrie liegt. Die Toxizität neuer Materialien werden nicht ausgiebig getestet, bevor sie auf dem Markt zugelassen sind. „Wir zahlen eine Prämie für ein „sichereres“ Produkt, das gar nicht sicherer ist“, sagt Kurrasch dort.

Auch BUND schliesst sich in einer ähnlichen Nachricht an:  „Neben Bisphenol A gibt es auch viele weitere hormonschädliche Chemikalien (Endokrine Disruptoren, ED) in vielen alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Dazu gehören beispielsweise Weichmacher (Phthalate) in PVC-Produkten wie Bodenbelägen, Tapeten oder Spielzeug, ebenso wie Parabene in Kosmetikprodukten und viele Pestizide. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen und dann in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen“. Dies geht über den Rahmen dieses Blog-Eitrages heraus, ich wollte es, der Gründlichkeit her, aber erwähnt haben.

Was bleibt da noch übrig, was können wir da tun um uns und unsere Kinder zu schützen?

Nach Möglichkeit alles Plastik in eurer Küche durch Glas oder Edelmetall (18/10) ersetzen, denn diese beiden Materialien reagieren nicht mit eurem Essen. Auch, wenn ihr denn Fertiggerichte kauft, diese niemals in den Plastikcontainern, in denen sie kommen, aufwärmen. Benutzt auch keine Plastikflaschen – egal ob BPA-freie Baby-Flaschen, oder Mineralwasserflaschen aus Plastik!

Außerdem so viel wie möglich auf dem lokalen Markt beim lokalem BIO-Bauern kaufen, und sich Lebensmittel statt in Plastiktüten in Papiertüten packen lassen, oder eben Stofftaschen mitbringen. Nur durch einen kurzen (direkten) Weg zu uns und unsere Küchen können wir (am ehesten) ausschließen, dass die Lebensmittel von „schlechten Einflüssen“ und schädlichen Stoffen weitestgehend unberührt blieben (wie in Konserven und in Plastik enthalten).

Und frische, lokale Angebote haben den enormen Vorteil, dass sie meist länger reifen durften, und auch durch ihre Frische den größten Vitamin- und Mineralstoffgehalt haben – welcher generell nach dem Ernten immer weniger werden (hier sind wir dann sogar wieder bei der oben erwähnten wichtigsten Regel des „so nährstoffreich wie möglich essen“ angekommen 😉 – und ganz nebenher ist auch der kurze Weg zum Verbraucher ein erheblicher Beitrag für den Umweltschutz).

Wenn das Baby noch kein „normales“ Essen isst, gilt: „breast is best“ (also Brust ist am Besten), denn nur dadurch bleibt dem Baby garantiert das ganze Plastik-Zeug mit seinen möglichen (Hormon-) Giften erspart. Wenn es denn wirklich Plastik sein muss, dann darauf achten, dass der Inhalt bzw. Flasche nicht erwärmt wird (und eher starre Flaschen bevorzugen).

Wenn euer Kind bereits am Tisch mit isst, vermeidet Plastik-Besteck und Geschirr für normales (billiges) oder Glas. Oder eine unlackierte Holzvariante? Auch später im Kindergarten, schaut welche Möglichkeiten ihr habt, Kontakt mit Plastik zu vermeiden – zum Beispiel durch Benutzung von Papier (z.B. als innere Auskleidung der Plastik-Box)!

Wenn ihr euch dafür interessiert, wie Bisphenol A (und somit Plastik, da man auch andere Bishpenol A Ersatzprodukte nicht generell freisprechen kann, ohne sie getestet zu haben) auch mit Molar Incisor Hypomineralization, ein Syndrom, wo die permanenten Kinderzähne bereits sehr „schwach“, sogar „bröckelig“ hereinwachsen, mit Bisphenol A in Verbindung gebracht werden, lest diesen Blogeintrag zu diesem Thema:

Zähne und Molar Incisor Hypomineralisation

Viel Erfolg!

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Quellen:

https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/lebensmittelkonserven/

https://www.scientificamerican.com/article/bpa-free-plastic-containers-may-be-just-as-hazardous/

https://ehp.niehs.nih.gov/pdf-files/2013/Jan/ehp.1205826.pdf

Yang, Chun Z., et al. „Most plastic products release estrogenic chemicals: a potential health problem that can be solved.“ Environmental Health Perspectives119.7 (2011): 989.

Kinch, Cassandra D., et al. „Low-dose exposure to bisphenol A and replacement bisphenol S induces precocious hypothalamic neurogenesis in embryonic zebrafish.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.5 (2015): 1475-1480.

BPA Toxic Effects & Symptoms: How BPA Destroys Your Body. Dr Axe, 2017

Boudalia, Sofiane, et al. „A multi-generational study on low-dose BPA exposure in Wistar rats: effects on maternal behavior, flavor intake and development.“ Neurotoxicology and teratology 41 (2014): 16-26.

Manfo, Faustin Pascal Tsagué, et al. „Adverse effects of bisphenol A on male reproductive function.“ Reviews of Environmental Contamination and Toxicology Volume 228. Springer International Publishing, 2014. 57-82. 

Yan, P. P., et al. „Effects of bisphenol A on the female reproductive organs and their mechanisms.“ Zhongguo yi xue ke xue yuan xue bao. Acta Academiae Medicinae Sinicae 35.6 (2013): 683-688.

Shelby, M. D. „NTP-CERHR monograph on the potential human reproductive and developmental effects of bisphenol A.“ Ntp cerhr mon 22 (2008): v-vii.

Johns, Lauren E., Kelly K. Ferguson, and John D. Meeker. „Relationships between urinary phthalate metabolite and bisphenol A concentrations and vitamin D levels in US adults: National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), 2005–2010.“ The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 101.11 (2016): 4062-4069.

Li, De-Kun, et al. „Urine bisphenol-A level in relation to obesity and overweight in school-age children.“ PloS one 8.6 (2013): e65399.

Yan, Sujuan, et al. „Bisphenol A and 17β-estradiol promote arrhythmia in the female heart via alteration of calcium handling.“ PloS one 6.9 (2011): e25455.

Sabanayagam, Charumathi, Srinivas Teppala, and Anoop Shankar. „Relationship between urinary bisphenol A levels and prediabetes among subjects free of diabetes.“ Acta diabetologica 50.4 (2013): 625-631.

Prins, Gail S., et al. „Prostate Cancer Risk and DNA Methylation Signatures in Aging Rats following Developmental BPA Exposure: A Dose–Response Analysis.“ Environmental Health Perspectives 77007 (2017): 1.

Kim, J. Y., et al. „Effects of bisphenol compounds on the growth and epithelial mesenchymal transition of MCF-7 CV human breast cancer cells.“ Journal of biomedical research 31.4 (2017): 358.

Gray, Janet M., et al. „State of the evidence 2017: an update on the connection between breast cancer and the environment.“ Environmental Health 16.1 (2017): 94.

Pergialiotis, Vasilios, et al. „Bisphenol A and adverse pregnancy outcomes: a systematic review of the literature.“ The Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine just-accepted (2017): 1-15.

Aktuell: Babys Mikrobiom – gratis Webinar

Unser Mikrobiom besteht aus allen Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, aber auch auf der Haut und den Schleimhäuten, etwa in Mund, Rachen, Nase und Genitalien. Und die sind super wichtig für uns – 38 Billionen Bakterien stehen 30 Billionen Körperzellen gegenüber – und die haben 300 Mal so viele Gene im Gepäck wie in unserem Erbgut! Und damit ist unser Enzym-Werkzeugkasten voll prall gefüllt, die uns helfen, Nährstoffe aus der Nahrung zu holen, oder tatsächlich Vitamine selbst herstellen – wie z.B. Vitamin K. Selbst Depressionen scheinen mit dem Mikrobiom zusammenzuhängen. Übrigens scheinen dünne Menschen ein besonders diverses Mikrobiom zu haben, Dicke weniger.

 Für alle, die gerne mehr über das Mikrobiom ihres Babys wissen wollen – in Englisch, dafür aber umsonst für die nächsten 7 Tage einsehbar (nach Registrierung)!

https://microbirth.teachable.com/p/free-webinar-10th-august-2017

Viel Erfolg!

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Risiken des Ultraschalls in der Schwangerschaft

Falls ihr meinen letzten Beitrag zu Ultraschall in der Schwangerschaft noch nicht gesehen habt – hier ist er:

Gesundheitsbedenken bei Ultraschalluntersuchungen des Babys vor der Geburt | Geburtswege

Gesundheitsbedenken bei Ultraschalluntersuchungen des Babys vor der Geburt | Geburtswegehttp://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/gesundheitsbedenken-bei-ultraschalluntersuchungen-des-babys-vor-der-geburt/So fand eine Studie (Campbell 1993) dass 2-4-jährige Kinder, die Sprachentwicklungsprobleme hatten, während der Schwangerschaft häufiger Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt…

 

Ich habe soeben einen Beitrag zu diesem Thema gefunden, der leider noch viel drastischer ist – es gibt eine Chinesische Studie, am Menschen, der recht klar zeigte, dass es durchaus sehr gravierende Gesundheitsbedenken gibt beim Ultraschall.

Hier ist der Beitrag (auf Englisch):

Ultrasound – Is it Safe During Pregnancy? | Spiritual Birth

Ultrasound – Is it Safe During Pregnancy? | Spiritual Birthhttp://www.spiritualbirth.net/ultrasound-is-it-safe-during-pregnancyObstetric ultrasound diagnostic techniques should carefully adhere to a cautious scientific attitude and exposure should be kept to a minimum during pregnancy.

 

In diesem Artikel wird die unten genannte Publikation wichtiger Studien aus China noch einmal kurz und bündig zusammengefasst.

Es wurde gefunden dass der vorgeburtliche Ultraschall DNA, Zellen und Neuronen des Babys während der Schwangerschaft schädigt, und zelluläre, neurologischen und epigenetischen Schädigung des ungeborenen Kindes verursacht. Ultraschall schadet den Chorionzotten, dem Chorion-Gewebe, den empfindlichen Organen, der Hornhaut des Auges, Neuronen und den DNA-Strukturen.

Folgendes sind die Empfehlungen im Umgang mit Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft:

1. Ultraschall sollte nur bei bestimmten medizinischen Indikationen verwendet werden.

2. Wenn Ultraschall verwendet wird, sollte man sich strikt an das kleinste-Dosis-Prinzip halten, sowohl in Intensität des Ultraschalls, als auch zeitliche Länge.

3. Fetaler Ultraschall sollte aus keinem anderen Grund als für medizinische Indikationen benutzt werden, auch nicht für die Identifizierung des Geschlechts oder vorgeburtlicher Bindungsaufbau (Fotos, Videos).

4. Am besten sollte Ultraschall in der frühen Schwangerschaft (die ersten drei Monate) vermieden werden. Wenn unvermeidbar, minimiert Einwirkung von Ultraschall. Auch später in der Schwangerschaft, während der 2. oder 3. Trimester, begrenzt Ultraschall auf 3-5 Minuten für sensible Bereiche wie das fötale Gehirn, Augen, Rückenmark und Herz.

Die Studien zu diesem Thema kann man sich auch in einer Zusammenfassung auf Amazon kaufen. Alternativ gibt es auch eine kürzere Zusammenfassung, kostenlos hier.

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Studie: West, J. „50 Human Studies, in Utero, Conducted in Modern China, Indicate Extreme Risk for Prenatal Ultrasound: A New Bibliography“. 2015

Vitamin D und Gelbsucht in Babys

Ich habe heute über Vitamin D, Sonne, und Babys nachgedacht, und wollte wissen, was denn Studien über den Zusammenhang von Vitamin D und Gelbsucht sagen – immerhin ist eine Therapiemöglichkeiten von gelbsüchtigen Babys Sonne!

Ich habe mir gedacht, wenn nun die Mama nicht genug Vitamin D hat, dann kann ja das Neugeborene, das vielleicht auch noch nur im Haus bleibt in den ersten Tagen und Wochen, oder im Winter geboren wird, seine Vitamin D Zufuhr nur von der Mama bekommen! Und wenn die, wie in Deutschland, in der Altersklasse, in der man vor allem Kinder bekommt, zu mindestens 50 % Vitamin D Mangel hat (Hintzpeter et al, 2008, 18-34, + ein kleiner Einfluss von 35-64 Jahren. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass 50 nmol/L = 20 ng/ml weit weg ist von einem optimalen Vitamin D Wert, der immer als über 30 ng/ml und eher zwischen 35 und 45 ng/ml angesehen wird)… . Na ja, das Bild ist glaube ich klar genug …

Also, ich habe nur eine gefunden, die diesen Zusammenhang studiert hat (Aletayeb, 2016). Sie ist sehr klein, und noch dazu gab es einen erheblichen Unterschied in den beiden Gruppen zwischen vaginalen Geburten und Kaiserschnittgeburten – was bedeutet, dass es sehr schwer ist, zu wissen, dass man das Richtige misst – ein Unterschied könnte z.B. auch sein, dass bei Kaiserschnittgeburten standardmässig die Nabelschnur früher oder später getrennt wurde – darauf wird in der Studie überhaupt nicht eingegangen.

Das erste vorneweg – gelbsüchtige Babys haben tatsächlich häufig einen niedrigeren Vitamin D Spiegel als die, die keine entwickeln (Aletayeb, 2016).

Kommt das von den Mamas? Mir als unerklärlich scheint, dass die Autoren zum Schluss kommen, dass es zwischen den Müttern in der Fall- und Kontrollgruppe in ihren 25-hydroxy vitamin D Werten zu keinen statistisch signifikanten Unterschieden kam, die Mittelwerte und Standardabweichungen werden aber als jeweils 22.49±80.30 und 80.19±26.26 (nmol/L) angegeben – 22.49 als Durchschnitt ist sehr niedrig – nur 9 ng/ml (wie oben erwähnt, ein Wert von weniger als 20 ng/ml gilt als Defizit, ab 30 ng/ml kann man von gut sprechen), und das ist der Durchschnittswert der 30 Mütter! Das heißt, das einige noch weniger hatten – die Standardabweichung war allerdings sehr hoch, 32 ng/ml – was bedeutet, dass Vitamin D wohl zumindest nicht der einzige Faktor ist, ob ein Baby Gelbsucht entwickelt, denn einige der Mütter hatten auch gute Vitamin D Werte. In der Kontrollgruppe ist der Durchschnittswert mit rund 32 ng/ml angegeben, und was ebenso wichtig ist, viel weniger Mütter hatten einen niedrigeren Wert, denn die Standardabweichung ist „nur“ 10.5 ng/ml.

Eine weitere interessante Studie in dem Zusammenhang berichtet im Übrigen von einer signifikanten direkten Korrelation zwischen mütterlichen Vitamin D Aufnahme und der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft.

Weitere relevante evidenzbasierte Blogeinträge zu Vitamin D:

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/hashimoto-thyreoiditis-und-vitamin-d/

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/zaehne-und-molar-incisor-hypomineralisation/

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/vitamin-d-mangel-erhoeht-die-gefahr-von-autismus/

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Quellen:

Bhutani, Vinod K., Lois Johnson, and Emidio M. Sivieri. „Predictive ability of a predischarge hour-specific serum bilirubin for subsequent significant hyperbilirubinemia in healthy term and near-term newborns.“ Pediatrics 103.1 (1999): 6-14.

Hintzpeter, Birte, et al. „Vitamin D status and health correlates among German adults.“ European journal of clinical nutrition 62.9 (2008): 1079-1089.

Aletayeb, Seyyed Mohammad Hassan, et al. „Comparison between maternal and neonatal serum vitamin D levels in term jaundiced and nonjaundiced cases.“ Journal of the Chinese Medical Association 79.11 (2016): 614-617.

Maghbooli, Zhila, et al. „Vitamin D status in mothers and their newborns in Iran.“ BMC pregnancy and childbirth 7.1 (2007).

Lernen und Anpassungen des Babys vor der Geburt

Lernen vor der Geburt? Genetische Veränderungen aufgrund des Lebens, das die schwangere Frau geführt hat? JA!

Guter Beitrag, wenn auch nicht ganz vollständig, auf TED.

 
Er ist zwar auf Englisch, aber es gibt deutsche Untertitel :-). Diese Informationen sollte man wissen, noch BEVOR man schwanger wird!

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Zähne und Molar Incisor Hypomineralisation

Dies ist ein Bericht, der euch alle einlädt, zu kommentieren, und eure eigenen Erfahrungen und weitere Studien zu benennen. Auf gut Deutsch, helft mir, diesen Beitrag reich und aussagekräftig werden zu lassen, und anderen Kindern zu helfen, dieses nach Möglichkeit nicht zu bekommen! Bezieht euch, wenn möglich auf Studien, die ihr zu dem Thema kennt.

Es geht hier nicht wirklich um Schwangerschaft, und auch nicht um Geburt, sondern um etwas, was unsere Kinder betreffen könnte. Als ich darauf gestoßen bin, war ich zutiefst schockiert, mit zwei kleinen Kindern!

Es gibt eine…  „Krankheit“? „Syndrom“? … die man mit „Molar Incisor Hypomineralisation“ benannt hat. Da haben sich die Zähne, noch bei der Entwicklung – also vor Ausbruch, so entwickelt, dass sie sehr ungesund sind, u.U. sogar bröckelig sind. Nur weil ein Zahn betroffen ist, bedeutet es nicht, dass weitere Zähne betroffen sein werden. Allerdings sind häufig die permanenten Zähne betroffen.

Es gibt zahlreiche Studien, die versuchen, zu verstehen, woher dieses Syndrom? kommt. Es stehen zahlreiche Dinge im Raum, selbst Fieber im sehr frühen Kindesalter. An Fieber kann man ja nicht so viel tun. Außerdem – wäre es Fieber – weshalb ist in der heutigen Zeit plötzlich die Rate, die ich mit über 10% im Alter von 6 Jahren benannt gesehen habe, und mit 12 Jahren sogar um fast 30% aller Kinder – und es sogar Studien gibt, wie aus Dänemark und Brasilien, die 40% angeben! Fieber gab es ja schon immer – und diese Studie, die schaute, ob es MIH schon immer gab, und nur übersehen wurde, kommt zum Schluss, dass es MIH früher nicht gab, und unterstützt die Hypothese, dass MIH mit zeitgenössischen Lebensbedingungen oder anderen gesundheitlichen Faktoren verknüpft sein kann.

In dieser Studie sehen die Forscher einen Link zu Bisphenol A. Bisphenol A wird in Kuststoff benutzt, aber auch „als Antioxidans in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in Polyvinylchlorid (PVC) verwendet.“ (von Wikipedia). Diese Studie greife ich heraus, weil es so scheint, dass es auch von dem Geburtsjahr abhängt, wie sehr Kinder betroffen sind, berichtet diese Studie aus Dresden. Bisphenal A war mal mehr verbreitet also heutzutage, da es seit ca. 2011 in Babyflaschen verboten ist. Dieses Jahr korreliert nicht mit dem Zeitraum in der o.g. Studie, aber das besagt nicht viel. Und mein zweiter Grund ist, dass wir zumindest bei Bisphenol A viel tun können, um dies zu vermeiden – wenn wir die Gefahr kennen!

Wikipedia gibt einen sehr guten Überblick, wo diese Stoffe alle vorkommen können:

Vinylesterharz und Epoxidharz, werden zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt. Aus Epoxidharzen werden Beschichtungen für metallische Behälter ebenfalls für Lebensmittel wie Konservendosen und für Getränkebehälter und Wasserkocher hergestellt.[16][17] Außerdem verwendet man Epoxidharze für Lacke, Farben, Klebstoffe, Innenbeschichtungen zur Sanierung von Trink- und Abwasserbehältern und -rohren (siehe Rohrinnensanierung) und zur Herstellung von Schwimmbecken-Fertigpools und Weinlagerungs-Großtanks und anderem mehr. Das ist von gesundheitlicher Relevanz, da zwar die polymeren Endprodukte selbst biologisch weitgehend inert sind, aus ihnen allerdings der Ausgangsstoff BPA unter Umständen wieder freigesetzt wird und dann gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Wärme oder Aufheizen, Säuren und Laugen begünstigen das Freisetzen von Bisphenol A aus dem Polymer. Kochendes Wasser beschleunigt die Rate auf das 55-fache.[18][19] Die Freisetzung kann auch bei zu warmer Lagerung von in Polycarbonat-Flaschen abgefülltem Trinkwasser in heißen Gegenden, bei der Speisenzubereitung in Behältern aus Polycarbonat und nachfolgendem heißem Abwaschen erfolgen. Trübwerden des ansonsten klaren Materials (ohne Kratzer) ist ein Indiz der Extraktion von Inhaltsstoffen. Geschirr aus Polycarbonat, auch Mixbecher von Standmixern sollen deshalb nicht in Geschirrspülmaschinen gewaschen werden, da bei Herauslösen von Bisphenolen das gesamte Spülwasser und damit verbunden das gesamte sonstige zu reinigende Geschirr (nach Benetzung und nachfolgendem Auftrocknen) damit verunreinigt wird. Behälter aus Polycarbonat sollen, um die Bisphenol-A-Belastung der Speisen zu verringern, kurz vor der Verwendung extra noch einmal kalt gespült werden.[11] Auch die Trinkwasser-Entkeimung durch Sonnenlicht in recycelten Polycarbonat-Trinkwasser-Verkaufsflaschen[20] und auch die Verwendung von Polycarbonat als Sichtfenster zur Füllstandsanzeige in Wasserkochern oder Kaffeemaschinen oder für Standmixerbehälter und das Erhitzen von Gefrierbehältern aus PC im Mikrowellenherd sind daher nicht unproblematisch.“

Wie sieht es da wohl mit dem ganzen Kuststoffspielzeug aus, oder belacktem Holzspielzeug aus, dass unsere Kleinkinder sich in den Mund schieben?

Andere, vielleicht vermeidbare Gründe könnten sein: bestimmten Antibiotika ausgesetzt zu sein (Amoxicillin, Makrolid) und Dioxinen (Alaluusua, 2010).

Auf der anderen Seite besagt diese Studie, dass Vitamin D helfen kann, diese „Krankheit“ zu vermeiden – ich werde dies aktualisieren, wenn ich Zeit hatte, die Studie zu lesen – schaut also gerne wieder herein!

Passt gut auf eure Kinder auf!

PS: ich suche die Vollversion dieser Studie: http://www.nature.com/ebd/journal/v18/n1/abs/6401219a.html

Quellen:

Kühnisch, Jan, et al. „Was molar incisor hypomineralisation (MIH) present in archaeological case series?.“ Clinical oral investigations 20.9 (2016): 2387-2393.

Kühnisch, J., et al. „Elevated serum 25 (OH)-vitamin D levels are negatively correlated with molar-incisor hypomineralization.“ Journal of dental research 94.2 (2015): 381-387.

Jedeon, Katia, et al. „Enamel defects reflect perinatal exposure to bisphenol A.“ The American journal of pathology 183.1 (2013): 108-118.

Alaluusua, S. „Aetiology of molar-incisor hypomineralisation: a systematic review.“ European Archives of Paediatric Dentistry 11.2 (2010): 53-58.

 

Lavendel-Gebrauch während (und nach) der Geburt

Lavendel-Duft kann als ein Komfortmittel während des Geburtsverlaufs eingesetzt werden. In meinen HypnoBirthing Kursen rate ich gerne dazu, einen Duft bei den täglichen Entspannungsübungen zu benutzen. Durch das ständige Verbinden des Duftes mit der Tiefenentspannung von HypnoBirthing wirkt der Duft als Anker für den Körper, und, wenn er mal gesetzt ist, kann nur der Anker (also der Duft in diesem Fall) zur Tiefenentspannung führen.

Dies benutzt man dann sehr effektiv auch während der Geburt.

Ich rate immer zum Gebrauch von Lavendel, den ich auch in meinen Kursen benutze. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) hat „eine beruhigende, krampflösende und antiseptische Wirkung. In der Homöopathie gilt Lavendel als eine der großen Seelenpflanzen, die die Aufnahmebereitschaft für Neues fördert, indem sie Klärung, Ruhe und Nervenstärke bringt. In der Aromatherapie wird Lavendel vor allem gegen Stress, Migräne und Schlafbeschwerden eingesetzt„.

Ausserdem findet man folgende Informationen zu Lavendel bei aetherische-oele.net: Generell hat Lavendelöl hat eine ausgleichende Wirkung, es erfrischt uns, wenn wir ständig müde sind, es hellt unsere Stimmung auf, es hilft uns bei Nervosität. Zudem stärkt und beruhigt es uns, es lindert Schmerzen, es treibt den Harn und den Schweiß. Zusätzlich wirkt es entgiftend und es hilft uns, dass Wunden schneller heilen. Außerdem hat das Öl eine stark antiseptische Wirkung„.

Da ist es wohl kaum überraschend, dass eine vor Kurzem veröffentlichte Studie belegt, dass das Lavendelöl, in der aktiven Geburtsphase und danach angewandt, unangenehme Empfindungen statistisch signifikant lindert. Da die verwendete reine Lavendel-Essenz hochkonzentriert war, welches unverdünnt Reizungen hervorrufen kann, wurde die Essenz 1:10 mit destilliertem Wasser verdünnt. In der experimentellen Gruppe wurden zwei Tröpfchen Lavendelessenz mit destilliertem Wasser 1:10 verdünnt – also 2 Tropfen Lavendelessenz auf 20 Tropfen Wasser. Diese Mischung wurde der Mutter in ihre Hände gegeben, und sie wurde gebeten, ihre Hände zusammen zu reiben und den Duft dann für 3 Minuten einzuatmen, die Hände 2,5 bis 5 cm von der Nase entfernt. In der frühen Öffnungsphase gab es keine messbaren Unterschiede, aber ab der aktiven Öffnungsphase war der Unterschied statistisch signifikant (Yazdkhasti et al, 2016)!

Aber das Lavendel hat auch positive Effekte auf euer medizinisches Personal (und Geburtsbegleiter ebenso 🙂 ). In einer Studie wurde erörtert, ob man mit dem Lavendelduft auch gegen den Stress von Krankenschwestern eine positive Veränderung erzielen könnte. Dazu wurde das Lavendelöl in einem frei zugänglichen Aufenthaltszimmer 24 Stunden am Tag diffusiert. Dies hat zu einer statistisch signifikanten Reduktion des Stresses bei den Krankenschwestern geführt (Johnson et al, 2017).

Also, schlagt zu, besorgt euch Lavendelessenz (aus dem echten Lavendel), und ob ihr es nun im Zerstäuber oder im Wasserbad benutzt, geniesst die herrliche Wirkung des Lavendels auf euch und eure Körper – und eures Begleitpersonals!

Aber damit ist es noch nicht zuende mit dem Nutzen des Lavendels. Lavendelessenz, wie oben gesagt, ist auch besonders gut bei Schlafproblemen – das kann ja auch mal vorkommen, entweder in der Schwangerschaft, oder auch danach (wenn das Kleine mal wieder unruhig war). Ich habe es damals auch im Zerstäuber bei meinen Kindern benutzt, rate allerdings dazu, dies bei euren Kindern unter 2 erst mit eurem Arzt abzuklären.

Und auch Lavendelöl ist eine feine Sache nach der Geburt. Sollte es nach der Geburt unangenehm sein, auf die Toilette zu gehen: statt danach mit Papier ranzugehen, ist ein kleines Wasserbad, mit ein paar Tropfen Lavendelöl, sehr angenehm – und sorgt dafür, dass alles schneller verheilt.

Viel Spass dabei!

Quellen:

Yazdkhasti, Mansoreh, and Arezoo Pirak. „The effect of aromatherapy with lavender essence on severity of labor pain and duration of labor in primiparous women.“ Complementary Therapies in Clinical Practice 25 (2016): 81-86. 

https://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was-gewoehnlicher-Lavendel-alles-kann.html 

http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/lavendel.htm

Johnson, Kari, et al. „Use of aromatherapy to promote a therapeutic nurse environment.“ Intensive and Critical Care Nursing (2017).

 

Impfen – ja oder nein?

Ein Thema ist für mich noch fast völlig neu, und das ist das Thema der Impfungen. Ich erlebe immer wieder, wie Eltern sie völlig ablehnen, aber meine Kinder sind geimpft – und ich auch – weil ich bisher nicht nachvollziehen konnte, was an den Impfungen problematisch sein soll.

Nun gibt es eine neue Doku-Reihe (auf Englisch), die das Pro und Kontra zu klären versucht – diese Dokureihe ist, wie die anderen hier genannten Webinars und so, am ersten Tag der Erscheinung, kostenfrei zu sehen. Und endlich erfuhr ich von dem Paket gut vor der Zeit – also, wenn es euch interessiert, folgt dem Link unten, und registriert – es geht am 12. April los:

The Truth About Vaccines 7 Day Docu-series Begins April 12th - The Truth About Vaccines

The Truth About Vaccines 7 Day Docu-series Begins April 12th – The Truth About Vaccineshttps://go.thetruthaboutvaccines.com?ref=fe1097d3-db89-4f56-9928-2713c35c3a1160 Top Vaccine Experts Unite To Inform Parents And Ensure Your Child’s Health and Safety – Register to Watch it free online…

Langzeitstillen: Kultursicht vs. biologische Sicht

Ich schaue mir gerade das Interview mit Regine Gresens (die Stillberaterin und Hebamme von stillkinder.de) auf https://beduerfnisorientiert-aufwachsen.de/  an.

Hier redet sie über intuitives Stillen, und über Langzeitstillen sagt sie folgendes:

Es gibt eine Berechnung einer Anthropologin, die durch Vergleiche mit anderen Säugetieren unser natürliches bzw biologisches Abstillalter zu berechnen. Dazu gäbe es verschiedene Formeln, eine wäre wohl, wenn sich das Geburtsgewicht versechsfacht, eine andere wann die Backenzähne durchkommen, und noch weitere (an die sie sich gerade nicht mehr erinnert). Solche Berechnungen lassen darauf schliessen, dass das natürliche/bilologische Abstillalter bei uns Menschen (die ja auch Teil der Säugetiergruppe sind) mindestens 2,3 Jahre ist, und maximal 6,5 Jahre, je nachdem, auf welche Art man es berechnet.

Regine Gresen’s Kommentar: das bedeutet also, dass das natürliche/biologische Langzeitstillen bei uns Menschen eigentlich erst ab 6,5 Jahren losgeht (mein Kommentar dazu: eigentlich FRÜHESTENS mit 2,3 Jahren und SPÄTESTENS mit 6,5 Jahren, je nach Berechnung 🙂 ). Ihr Punkt ist natürlich, dass wir durch den Sprachgebrauch suggerieren, dass es natürlich/biologisch ist, viel früher abzustillen, da bei uns alles über 1 Jahr also Langzeitstillen angesehen wird, und somit Mütter es als unnatürlich ansehen, ihr Kind länger zu stillen, wobei das aber nicht stimmt.

Normenkurven (Perzentilkurven) – prä- und postnatal

Vor der Geburt wird versucht, das Baby „zu messen“ – mit Hilfe von einer recht grossen Bandbreite von mathematischen Formeln, die alle Schätzwerte sind, die mehr oder weniger genau sind. Und nach der Geburt geht dies genau so weiter.

Bei meinem ersten Baby hatten wir einen schweren Start, und danach war ich völlig versessen, mein Kind zu wiegen. Ständig lag mein Kind auf der Waage – jeden Tag ein Mal. Sogar in den Urlaub musste diese doofe Waage mit. Und das ging Monate lang so! Mein erstes Kind durfte mir auch so lange sie wollte an der Brust bleiben – bis zu vier Stunden allein am Abend! Das tat mir nicht gut – ich nahm zu. Und meinem Kind vielleicht auch nicht – sie wurde RICHTIG mollig – und sie schläft selbst heute noch nicht gut in der Nacht – denn sie hat bestimmt statt zu essen an meiner Brust geschlafen.

Bei meinem zweiten Kind hatte ich einiges aufgearbeitet und mir war klar: die Waage brauche ich nicht, um zu sehen, ob es meinem Kind gut geht.

Dann, ich glaube es war als mein Sohn 3 Monate alt war, eventuell schon mit 2 Monaten, bei einem der U’s (also Kinderarzt-Untersuchungen), hiess es:

„Frau Maier, Ihr Sohn ist zu klein. Sie sollten ihm Brei zufüttern. Eventuell ist er so klein, weil er nicht genug zu essen bekommt“.

Ich war davon überzeugt, dass Sillen das Beste für mein Kind ist, und zufüttern kam für mich auf gar keinen Fall in Frage. Mein Kind war PERFEKT. Rundungen, wo es sein sollte, halt nicht so gross, wie ein Durchschnittskind in Deutschland.

Nach einer kurzen Diskussion mit der Kinderärztin war das Thema Gott sei Dank vom Tisch.

Ich möchte euch erklären, weshalb das so war.

Diese Kurven kommen folgendermassen zustande: Da misst man eben eine Gruppe von Kindern, und fasst diese Daten zusammen (nehmen wir mal an, es gab keine Messfehler).

Dabei kommen dann diese schöne Kurven heraus, die man dann benutzt, um zu vergleichen, wie schwer oder leicht, gross oder klein, euer Kind im Vergleich mit den für diese Kurven vermessenen Kindern ist. Um das zu erleichtern wird in in der Grafik halt dargestellt, welche Werte ab welchem Wert man über oder unter 3%, 10%, 25%, 50%, 90% oder 97% der ebenfalls gemessenen Kindern war (das sind nicht dieselben Kinder, sondern zu jedem Messzeitpunkt ist die Datennutzung unabhänging von vorherigen Messungen – ja die Zahlen können von völlig anderen Kindern Kindern kommen – es gibt also keine Kontinuität).

Also: wenn 100 Kinder gemessen wurden, dann sind die beiden leichtesten Kinder eben unter 3%, das dritt-leichteste Kind gibt die Werte für die 3% Kurve, und so weiter. Die Werte an sich besagen dabei NICHT, ob die Kinder gesund sind! Nur, eben, wie sie im Vergleich mit den anderen vermessenen Kindern stehen. Aber: irgend jemand MUSS der Kleinste/Größte sein!

Ich weiss nicht sicher, wie die Daten für Kinder in utero, also vor der Geburt erhoben wurden – vermute aber, dass da eben die Zahlen benutzt werden, die der behandelnde Arzt beschlossen hat, in seine Akten aufzunehmen – diese haben dann eben schon von Haus aus ein Vermessungs-Problem eingebaut – die Gewichte sind einfach Schätzungen, und keine wirklichen Gewichtszahlen. Wenn die Zahl der Kinder, auf der die Kurve basiert, sehr gross wäre, würde die Ungenauigkeit dann verloren gehen – also die Zahlen nicht mehr beeinflussen – wenn der Fehler der Schätzung in beide Richtungen – also kleiner oder grösser – gleich häufig und gleich gross ist, im Durchschnitt. Ich nehme an, dass das so ist, da in vergleichenden Studien (von Schätzungsformeln) kein Unterschied gemacht wurde in welche Richtung der Fehler ging – aber das ist eine ANNAHME, ich bin mir da nicht sicher.

Normalerweise steht dann bei den Kurven, auf welchen Daten sie beruht. Da zum Beispiel Japaner eher kleiner sind also Europäer, beruhen solche Kurven dann auch häufig auf Daten einer bestimmten Untergruppe, wie z.B. bei uns in Deutschland beruhen die Perzentilkurven auf Daten die irgendwo in Deutschland erhoben wurden.

Die in meinem „Kinder-Untersuchungsheft“ abgedruckten Kurven – die eben bestimmten, ob mein Sohn „zu klein“ ist oder nicht, stammen aus einer Zusammenfassung anderer Studien, die diese Zahlen erhoben haben (Kromeyer-Hauschild et al, 2001). Ihr könnt dann bei euch nachschauen, ob die Quelle dieselbe ist, um zu wissen, ob die Infos in diesem und nächsten Paragraphen auch auf eur Kurven zutreffen. Wenn man einen oberflächlichen Blick in diese Zusammenfassung wirft, fällt folgendes auf: die Zahlen für 0-3-jährige kamen alle nur von Erhebungen aus einem Ort (Bad Hersfeld in Deutschland), zwischen 1985-1996, da wurden eben Zahlen der U1-U8 gesammelt. Für die U1-U6 (also im ersten Lebensjahr) scheinen die Daten pro Erhebungspunkt (welches die U1-U6-Zeiten waren) im Durchschnitt auf 160 gemessenen Kindern pro Geschlecht und U. U7 hatte etwa 250 gemessene Kinder pro Geschlecht). Für die U8 (also 3 Jahre alt) – nur 85 Jungen und 80 Mädchen! Noch nicht einmal 100 Messpunkte! So wenige Messwerte würde man normalerweise sehr kritisch betrachten, da sie kaum eine Verallgemeinerung zulassen – das ist im Übrigen auch in Kromeyer-Hauschild et al, 2001 so vermerkt – wird aber Eltern – und wohl Ärzten nicht mittgeteilt.

Spätere Messpunkte haben wenigstens 500 Messpunkte – das ist statistisch gesehen immer noch nicht besonders toll. Aber zumindest gab es da häufig wenigstens mehr als einen Ort, der Messwerte mit eingebracht hat in die Perzentilkurven. Warum ist das bemerkenswert? In einem Ort wie Bad Hersfeld, das mit ca 30.000 sehr klein ist, ist die „Biodiversität“, bzw weitere Faktoren, wie meine Kinder normal wachsen (z.B. weil die Gene der Familie es so und so „vorschreiben“, oder weil beide Eltern aus Japan kommen, oder weil einer der Eltern aus Holland kommt und sehr gross ist, usw), u.U. überhaupt nicht die, die zu mir und wo ich wohne passt – das heisst, es gibt mehr Grund, weshalb die Daten die benutzt wurden für mich und meine Kinder völlig unaussagekräftig sind.

Andere Merkmale werden nicht aufgenommen – wie gross sind die Eltern, wie spät sind die Eltern gewachsen, sind die Eltern deutsch oder japanisch und so weiter. Wobei es allerdings ganz klar ist, dass es jede Menge solcher Merkmale gibt, die die zu erwartende normale Entwicklung unserer Kinder beeinflussen. Es gibt sogar Studien die ganz klar in Frage stellen, ob man die herkömmlichen Kurven überhaupt dazu gebrauchen kann, um Aussagen über gesundheitliche Probleme der Kinder zu diagnostizieren, oder zu vermuten (Tinelli et al, 2014).

In Falle meines Sohnes ist es einfach so, dass ich und mein Mann beide keine Riesen sind, und es deshalb Sinn macht, dass auch meine Kinder nicht besonders gross sind und werden. Auch hatte ich die Daten meines Mannes zur Hand – er ist auch langsam gewachsen, dafür aber ist er lange weiter gewachsen, wo die meisten Jungen nur noch wenig gewachsen sind. Und mein Sohn kommt nach ihn – zumindest körperlich :-). Und damit war das Thema dann vom Tisch!

Noch ein weiteres Wort zu den Kurven. Die Quelle Kronmeyer-Hauschild et al 2001 wurde geschrieben, um bei Kindern Obesität abzuschätzen – da das sich immer mehr (weltweit) zu einem Problem entwickelt. Die Empfehlung hier ist, alle 10 Jahre neue Zahlen für die Kurven zu benutzen. Diese Empfehlung sehe ich als bedenklich an. Das genetische Material wird sich nicht so schnell verändern. Aber es ist bekannt, dass unsere Kinder immer dicker werden. Durch das „verjüngen“ der Zahlen der Perzentilkurven werden die Perzentilkurven irgendwann übergewichtige Kinder als „normal“ darstellen! Dann werden Kinder, die normal sind, auf einmal als „zu dünn“ gewertet werden!

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht für die medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung vorgesehen.

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Quellen:

Kromeyer-Hauschild, Katrin, et al. „Perzentile für den Body-mass-Index für das Kindes-und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben.“ Monatsschrift Kinderheilkunde 149.8 (2001): 807-818.

Tinelli, Andrea, et al. „Ultrasonographic fetal growth charts: an informatic approach by quantitative analysis of the impact of ethnicity on diagnoses based on a preliminary report on Salentinian population.“ BioMed research international 2014 (2014).

Vitamin D Mangel erhöht die Gefahr von Autismus

Babys und Kleinkindern werden mittlwerweile routinemässig Vitamin D Tabletten verschrieben. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass wir uns wenig draussen befinden, und wenn, dann immer schön abgedeckt – sei es, um uns vor Sonne oder Kälte zu schützen. Die Sonnencreme vermeidet dann den Rest. In Studien wurde gezeigt, dass es bei Erwachsenen generell zu Vitamin D Mangel kommt, egal ob im Winter oder im Sommer.

Auch für Schwangere ist dies wichtig zu wissen. Eine in 2011 (Hollis et al) erschienen Studie belegte, dass es sicher ist für Schwangere 4000 IE pro Tag einzunehmen. Diese Gruppe hatte meistens einen adequaten Vitamin D Spiegel bei der Geburt, die Gruppen, die weniger einnahmen, nicht immer.

Ein Mangel an Vitamin D wird mit einer Nummer von negativen Trends bei Mutter und Kind in Verbindung gebracht (z.B. Toko et al, 2016). In einer kleineren Studie von 2016 (Song et al) wurde eine mögliche Verbindung zwischen Kinder-Asthma und Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft gesehen. Und in einer neuen Studie von 2016 (Vinkhuyzen et al) wurde eine Verbindung gesehen zwischen Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft und die Häufigkeit von Autismus in 6-Jahre alten Kindern.

Im Übrigen besagt einen neuere Studie (Hollis et al, 2015), dass man seinem Baby das benötigte Vitamin D indirekt über die Brustmilch geben kann, indem die Mutter 6400 IE pro Tag zu sich nimmt!

Im Übrigen ist fettiger Fisch eine alternitive Quelle von Vitamin D, aber auch Milch, Lebertran, tierische Fette und Eigelb!

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht für die medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung vorgesehen.

Quellen:

Hollis BW, Johnson D, Hulsey TC, Ebeling M, Wagner CL. Vitamin D supplementation during pregnancy: double-blind, randomized clinical trial of safety and effectiveness. J Bone Miner Res. 2011 Oct;26(10):2341-57. doi: 10.1002/jbmr.463. Erratum in: J Bone Miner Res. 2011 Dec; 26(12):3001. PubMed PMID: 21706518; PubMed Central PMCID: PMC3183324.

Song H, Yang L, Jia C. Maternal vitamin D status during pregnancy and risk of  childhood asthma༚a meta-analysis of prospective studies. Mol Nutr Food Res. 2016  Dec 16. doi: 10.1002/mnfr.201600657. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 27981740.

Vinkhuyzen AA, Eyles DW, Burne TH, Blanken LM, Kruithof CJ, Verhulst F, Jaddoe VW, Tiemeier H, McGrath JJ. Gestational vitamin D deficiency and autism-related
traits: the Generation R Study. Mol Psychiatry. 2016 Nov 29. doi: 10.1038/mp.2016.213. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 27895322.

Toko EN, Sumba OP, Daud II, Ogolla S, Majiwa M, Krisher JT, Ouma C, Dent AE, Rochford R, Mehta S. Maternal Vitamin D Status and Adverse Birth Outcomes in Children from Rural Western Kenya. Nutrients. 2016 Dec 7;8(12). pii: E794. PubMed PMID: 27941597.

Hollis BW, Wagner CL, Howard CR, Ebeling M, Shary JR, Smith PG, Taylor SN, Morella K, Lawrence RA, Hulsey TC. Maternal Versus Infant Vitamin D
Supplementation During Lactation: A Randomized Controlled Trial. Pediatrics. 2015 Oct;136(4):625-34. doi: 10.1542/peds.2015-1669. PubMed PMID: 26416936; PubMed
Central PMCID: PMC4586731.

Gesundheitsbedenken bei Ultraschalluntersuchungen des Babys vor der Geburt

Beim Lesen von Dr. Rockenschaub’s Buch „Gebären ohne Aberglauben“ wird der Ultraschall erwähnt. Auf Seite 151 der dritten Auflage des Buches schreibt er: „Grob fassbare Schäden bei der Anwendung von Ultraschall sind bisher nicht nachgewisesn worden. […] Theoretisch ist aber – sowohl von der Schockmechanik wie der Ultraschallchemie betrachtet – die Möglichkeit der Läsionen im Strukturierungsmuster der in Entwicklung befindlichen Zellen des Gehirns eher anzunehmen als auszuschliessen. “

Dazu kommt die Studie an Mäusen von 2006.

Prenatal exposure to ultrasound waves impacts neuronal migration in mice

Prenatal exposure to ultrasound waves impacts neuronal migration in micehttp://www.pnas.org/content/103/34/12903Neurons of the cerebral neocortex in mammals, including humans, are generated during fetal life in the proliferative zones and then migrate to their final destinations by…

 

 

Die Studie findet, dass Ultraschall bei den Mäusen dazu führen konnte, dass Neuronen in deren Gehirnen sich nicht normal verändern konnten, sondern zurückgehalten wurden. Solcher Einfluss könnte möglicherweise zu Gehirnanomalien wie geistige Retardierung und Anfällen führen.

So fand eine Studie (Campbell 1993) dass 2-4-jährige Kinder, die Sprachentwicklungsprobleme hatten, während der Schwangerschaft häufiger Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt waren. Seit 1993 sind aber die eingesetzten Ultraschallgeräte 6-8 mal so stark wie damals!

Ausserdem stehen diese Ultraschalluntersuchungen im Verdacht, Autismus auszulösen (Dr. Manuel Casanova).

Zu der Mäusestudie gab es dann diese Veröffentlichung eines Gynekologen, sozusagen als „Antwort“:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/uog.3983/pdf

Ich denke, Ultraschall ist ein sehr gutes und absolut notwendiges Diagnosemittel, wenn nötig. Allerdings sollte man sich immer fragen, welche Diagnosen und Einblicke man wirklich braucht. Rumack, Professor für Pädiatrie und Radiologie an der University of Colorado School of Medicine sagt: „Die Studie ist ein weiterer Beweis, dass man Ultraschall nicht zum Aufnehmen von Aufbewahrungs-Videos benutzen sollte […].“ (siehe naturalchild.org:)

Schadet häufiger Ultraschall in der Schwangerschaft dem ungeborenen Baby?

Schadet häufiger Ultraschall in der Schwangerschaft dem ungeborenen Baby?http://www.hebammenwissen.info/schadet-haeufiger-ultraschall-in-der-schwangerschaft-dem-ungeborenen-baby/Häufige Ultraschalluntersuchungen werden selbst bei risikoarmen Schwangerschaften immer üblicher. Eine Ultraschallaufnahme nehmen viele Schwangere inzwischen bei jedem Vorsorgetermin wahr, inklusive einem oder mehreren Vaginalultraschall(en) im ersten Schwangerschaftsdrittel. So kommen nicht selten bis zu 10 Ultraschallbilder und mehr im Verlauf der Schwangerschaft zusammen, um das Baby in seiner verborgenen Welt schwarz auf weiß zu sehen.

Yale Study Links Prenatal Ultrasound to Brain Damage - The Natural Child Project

Yale Study Links Prenatal Ultrasound to Brain Damage – The Natural Child Projecthttp://www.naturalchild.org/research/yale_ultrasound.htmlPhysicians should continue to be prudent about the use of ultrasound and perform the study only when medically necessary and when benefits outweigh risk, according to the…

Körperliche Fitness in der Schwangerschaft

Alle, die HypnoBirthing zur Geburtsvorbereitung betreiben, haben ein besonderes Programm des Entspannens in ihrer täglichen Routine.

Ausserdem wird in HypnoBirthing klar ausgedrückt, dass die körperliche Fitness ebenfalls sehr wichtig ist, genau so wie das gesunde Essen. Allerdings finde ich, dass es durchaus NOCH klarer ausgedrückt sein sollte:

Sport in der Schwangerschaft ist (mindestens) genau so wichtig wie das gesunde Essen (da Auswirkungen von schlechtem Essen teilweise aufgefangen werden können durch Sport). Sport steigert Ihre Stimmung und Energie, hilft besser zu schlafen, und verhindert übermässige Gewichtszunahme, und fördert den Muskeltonus, Kraft und Ausdauer (auch nach der Geburt sehr wichtig!! 😉 ).

In der Schwangerschaft, Geburt, und auch für das restliche Leben einer Frau sind die Beckenbodenmuskeln überaus wichtig. Nicht nur, dass die Muskeln schön kräftig sind (was eine Inkontinenz vorbeugt), sondern auch, dass wir ein Gefühl für die Muskeln haben, und während der Geburt spüren, ob wir sie tatsächlich entspannen.

Aber andere Muskeln sind ebenso wichtig: die Bauchmuskeln, zum Beispiel. Häufig wird angenommen, dass man die Bauchmuskeln in der Schwangerschaft nicht trainieren kann – das ist so allerdings falsch! Ich will mich nicht widerholen, deshalb sei hier nur auf meinen anderen Blogeintrag vermerkt, in dem es über die Bauchmuskeln geht. Weitergehend sei noch darauf hingewiesen, dass Bauchtanz ein Tanz ist, der seinen Ursprung als Geburtstanz hat, sowohl vorbereitend als auch während der Geburt, und ist meine persönliche Empfehlung!

Aber grundsätzlich ist Freizeitsport sehr gesund während der Schwangerschaft. Mütter sind weniger krank (vermindertes Risiko von: Wasser in den Beinen, Schwangerschaftsdiabetes, hohem Blutdruck, Hämorrhoiden, Verstopfung, Krämpfe in den Beinen, Rückenschmerzen , Wassereinlagerungen , usw.).

Kinder von trainierten Müttern kommen weniger häufig zu früh, haben ein gesünderes Geburtsgewicht, ein stärkeres Herz-Kreislauf-System (mit verminderter Herzrate), vermindertes Risiko von Diabetes (evtl. bis ins Erwachsenenalter), weniger Risiko übergewichtig zu werden, und wahrscheinlich ein gesünderes Gehirn (Alzheimer-Vorbeugung)

Ausserdem konnten folgende Auswirkungen gemessen werden:

  • Eine Reduktion in der Öffnungsphase der Geburt (die Zeit von 4 cm bis 10 cm Dilatation) – ein drittel kürzer, oder anders rum: Frauen, die nicht Sport trieben, brauchten 50% länger in der Öffnungsphase – 2 Stunden im Durchschnitt!
  • Statistisch gesehen weniger geburtshilfliche Eingriffe während der Geburt (Zangen, Vakuumextraktion ).
  • Nach der Geburt waren sportliche Mütter schneller wieder fit
  • Sport sorgt auch für Endorphinausschüttung
  • Eine schnellere Rückkehr zum Gewicht vor der Schwangerschaft
  • Geringeres Risiko von postpartalen Depression.
  • Eine Verringerung des Knochendichte-Verlusts während der Stillzeit

„Jeder pränatalen Übungsprogramm sollte täglich ein „Kern“-Trainingsprogramm haben, das auf die Stärkung der Bauchmuskeln, der unteren Rückenmuskulatur und die Muskeln des Beckenbodens abzielt.“

Abgesehen von diesem Punkt, hängt es vor allem von euren Vorlieben ab, und u.U. was für andere Trainingsziele ihr sonst noch habt :-).

Obwohl es generell so gesund ist, ist es wie mit allem: es gibt Ausnahmen, die zumindest die Wahl der Aktivität einschränken können. Darunter befinden sich, aber nicht ausschliesslich:

  • Einige Formen von Herz- und Lungenkrankheiten
  • Präeklampsie oder schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck
  • Probleme mit dem Gebärmutterhals
  • Blutungen aus der Scheide
  • Placenta-Probleme
  • Vorzeitige Wehen während Ihrer aktuellen Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaft mit Gefahr vorzeitiger Wehen
  • Eine vorzeitige Ruptur der Membranen
  • schwere Anämie

Also: falls Zweifel bestehen, immer erst Rücksprache mit dem Arzt!

 

Die Stunde nach der Geburt – Baby-iniziiertes Stillen

Gut für Baby ist das Selbstiniziieren des ersten Stillens. Ich möchte auch das Augenmerk auf die Kraft des Babys nach der Geburt lenken. Es ist durchaus stark genug, sein eigenes Köpfchen zu halten. Häufig übertreiben wir den „Schutz“ des Nackens zu einem Punkt, wo das Baby die bereits vorhandenen Muskeln wieder verliert, da es sie nicht mehr benutzt. Nach der Geburt sollte diese Kraft im Nacken gefördert werden, damit sie erhalten bleibt.

Nicht gleich nach der Geburt, aber anscheinend haben dieses Mutter-Baby Paar es weitergemacht… wirklich süss, wie das Baby an der Mutter interessiert ist. Und schaut mal, was für eine Kontrolle der Kleine im Nacken schon so schnell hat!

Das erste Andocken war nicht gut, deshalb geht er noch mal runter, saugt ein wenig an seiner Hand, und dann zum zweiten Versuch noch mal ran! Und das scheint ein sehr schönes Andocken zu sein, so wie sein Kinn sich schön in den unteren Teil der Brust vergräbt, und oben noch viel vom Vorhof zu sehen ist.

Gutes Gelingen!

Krabbelgruppen für Dein Baby und Dich

Wenn euer Baby mal auf der Welt ist, ist euer Leben erst einmal auf den Kopf gestellt. Mindestens ein Elternteil bleibt vorerst zu Hause mit dem Baby, und man stellt sein Leben um, passt es an das kleine Kind an.

Da hilft es durchaus, Kontakt zu gleichgestellten aufzunehmen, z.B. in Form einer Krabbelgruppe. Die gibt es an fast allen Orten, und kann euch und euren Babys helfen, erste neue soziale Impulse und Kontakte nach der Geburt zu haben.

Hier bei mir gibt es auch mehrere, soweit ich weiss. Eine davon ist die Windelhüpfer des TSV Heumadens:

http://www.tsv-heumaden.de/fileadmin/Sportangebote/Flyer_Windelhuepfer_2016.pdf

Viel Erfolg bei der Neuorientierung!

Buchtipp: Our babies ourselves

Buchtip für „die Zeit danach“: Leider wurde dieses Buch nicht übersetzt. In diesem Buch schreibt eine Anthropologin darüber, wie man mit Babies umgeht.

Our Babies, Ourselves: How Biology and Culture Shape the Way We Parent: Amazon.de: Meredith Small: Fremdsprachige Bücher

Our Babies, Ourselves: How Biology and Culture Shape the Way We Parent: Amazon.de: Meredith Small: Fremdsprachige Bücher
How we raise our children differs greatly from society to society, with many cultures responding differently to such questions as how a parent should respond to a crying child,

Übergewicht von Mädchen: Fisch in der Schwangerschaft?

Übergewicht in Mädchen scheint auch auf Umweltgifte zurückzuführen zu sein. In diesem Artikel wurde ein Link zwischen hohem Vorkommen der Umweltgiften DDE und PCB bei der Mutter in der Schwangerschaft und Übergewicht der Mädchen, vor allem 7 Jahre nach der Geburt.

„The results revealed that women with high levels of the chemicals in their bloodstream gave birth to daughters who by the age of seven weighed an average of six kilos more and had a 2.5 cm greater waist circumference than daughters of both normal-weight mothers with high levels of DDE and PCB in their bloodstream and overweight mothers with low levels of DDE and PCB.“

Pregnant women who eat fish get chubby daughters | ScienceNordic

Pregnant women who eat fish get chubby daughters | ScienceNordichttp://sciencenordic.com/pregnant-women-who-eat-fish-get-chubby-daughtersWhen an expectant mother gets the environmental toxins PCB and DDE into her bloodstream from eating fish, her daughters are likely to become overweight, new Danish/Faroese study reveals.

Vaginale Geburt ist gut fürs Kind

C-section infants don’t get enough good microbes | ScienceNordic

C-section infants don’t get enough good microbes | ScienceNordichttp://sciencenordic.com/c-section-infants-don’t-get-enough-good-microbesChildren born by Caesarean section start life with insufficient intestinal bacteria flora. These bacteria are known to play a part in protecting children from developing allergies and children who lack them may be at higher risk of other health problems.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Baby, das durch den Geburtskanal geht (statt per Kaiserschnitt) bereits dadurch in Kontakt durch positive Bakterien kommt, die der Mensch braucht, um keine Allergien zu haben? Ausserdem werden Kaiserschnittbabies eher dick, anfällig für Reizdarmsyndrom, und sogar Asthma scheint bei ihnen häufiger vorzukommen. Yay für die natürliche Geburt 🙂

Natürliche vaginale Geburt – Einfluss auf unsere Gene?

Anscheinend beeinflusst die Kompression des Babys während der vaginalen Geburt, welche Gene eingeschaltet werden, und das kann eine langfristige Wirkung auf den Stoffwechsel haben könnte.“ (aber auch auf andere Sachen…!)

Wow – so was! Die Natur ist einfach so toll!

„Also, the compression of the baby during vaginal birth appears to influence which genes are switched on, and this could have a long-term effect on metabolism.’“

von https://www.rcm.org.uk/news-views-and-analysis/news/cs-research-results-published

Auswirkungen von Zucker in der Nahrung der Mutter auf das Baby im Bauch

Was Mama isst, während sie schwanger ist, kann das Kind ein Leben lang mit seinem Gewicht kämpfen lassen. Zucker in der Nahrung der Mutter geht zum Kind über, und kann dort entscheiden, was für eine Zelle es wird. Wenn Mama Essen isst, das Zucker schnell ins Blut abgibt, kann es dazu kommen, dass das ungeborene Kind mehr Fettzellen bei Geburt hat. Dies wiederum führt zu einer 5-fachen Steigerung der Wahrscheinlichkeit des Kindes, Kinder-Fettleibigkeit zu entwickeln.

„According to Professor Keith Godfrey, it’s not only down to genetics but also how genes are switched on or off during life in the womb. Mum’s nutrition has a long term effect on the health of the baby, and part of that includes a big predisposition to obesity.
Keith’s research suggests food that releases sugars quickly into a pregnant mother’s circulation can have a lasting impact on their baby’s weight. These high sugar levels flow across the placenta and affect the way in which the unborn baby’s genes are turned on or off.

„There are switches, chemical switches, on the DNA, which are influenced by the mother’s sugar levels and her diet, which tell one cell to be a muscle cell and another cell to be a fat cell.
And when there are excessive amounts of sugar coming acros the placenta, then there is an excess of fat cells. And that excess fat cell complement is with you forever.“

This leads to a five fold increase in the risk of childhood obesity.“