Willkommen im meinem Blog!

Hervorgehoben

Lieber Blog-Besucher,

es freut mich, dass Du auf meinen Blog gefunden hast. Hier publiziere ich meine Einsichten und Meinungen rund ums Thema Kinder kriegen. Ich möchte gerne herausstreichen, dass ich das mit bestem Wissen und Gewissen tue, aber dass Du bitte für Dich selbst überprüfst, ob das Folgende für Dich so stimmig ist!

Der Zweck ist, ein breites Verständnis und Wissen zu fördern, wie man eine natürliche, komfortablere und positive Geburtserfahrung haben kann. Dieser Blog beabsichtigt nicht, ein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung zu sein.

Jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden!

Hier kommst Du zu einer Übersicht aller meiner Posts, pro Kategorie geordnet. Ansonsten findest Du rechts ein vollständiges Kategorien-Verzeichnis, da kannst Du für individuelle Themen meine Blogeinträge finden. Ein paar der Kategorien sind auch unter dem Titelbild, aber nicht alle. Oder Du kannst nach Stichworten suchen, indem Du die Suchfunktion benutzt, die findest Du auch oben rechts, wo „Suchen“ im Kasten steht.

Unter dem Titelbild ist ebenfalls ein Link zu meiner HypnoBirthing Web Site, so kommst Du wieder zum Thema HypnoBirthing.

Zu den durchgenommenen Studien möchte ich eines als generelles Caveat sagen: alle westlichen Studien über das Kinder Gebären sind in UNSEREM HEUTIGEN Milieu des Kindergebärens gemacht worden. Sie können nicht wirklich Einblick geben, wie die Studienergebnisse aussehen würden, wenn die Umstände des Kinder Gebärens nicht so stark in einem Lichte des Medizinischen und der ängstlichen Erregung der Mutter stattfinden würden – etwas, das wir durch HypnoBirthing durchaus hoffen, für HypnoBirthing-Familien zu verändern.

Ansonsten, schlag zu :-). Ich hoffe, dass Du hier Antworten findest, die Dir Deine gesunde Wunschgeburt ein Stück näher bringen. Über Kommentare und das Weiterempfehlen freue ich mich auch! Wenn Du gerne informiert werden möchtest, wenn es neue Blogeinträge gibt, kannst Du Dich zum Newsletter anmelden – zum Beispiel im Anschluss zu diesem Blogeintrag.

Ich wünsche Dir viel Freude in der Schwangerschaft, eine wunderschöne Geburt, und eine wundersame Reise in eure neue Zukunft als Familie!

Ganz herzlich,
deine Viktoria Maier

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Übelkeit im ersten Trimester (Update: neue Studie)

Während meiner ersten Schwangerschaft mit meiner Tochter war mir ständig schlecht am Morgen, und in den Supermarkt gehen war eine wahre Qual, egal zu welcher Uhrzeit. In meiner zweiten Schwangerschaft war das gar nicht so – es war viel sanfter, so sanft, dass ich mich an keinerlei Übelkeit erinnern kann.

Das mag eine Tendenz sein, dass bei Schwangerschaften mit Mädchen die Übelkeit ausgeprägter ist. Laut einer neuen Studie ist das Geschlecht eines Babys mit der Immunantwort einer schwangeren Frau verbunden, und Frauen mit weiblichen Föten haben eine erhöhte Immunantwort im Vergleich zu Frauen mit männlichen Föten. Diese Entzündung könnte eine Rolle bei der morgendlichen Übelkeit und möglicherweise sogar bei Heißhungerattacken spielen (Mitchell et al, 2017).

Ansonsten scheint auch so zu sein, dass die Übelkeit in der Schwangerschaft durchaus was mit Mangelerscheinungen zu tun haben kann. Starke Schwangerschaftsübelkeit könnte auf niedrige Magnesium- , Vitamin B6- , Zink- und Folsäure-Spiegel hin deuten. Solche sollte man am besten ausgleichen.

Deshalb: versuche, Lebensmittel zu essen, die diese möglichen Defizite ausgleichen können. Iss Lebensmittel, die Vitamin B6-reich sind, wie z.B. Innereien, Fleisch, Makerelen, Sardinen, Kartoffeln, Kohl, Avocado und Bananen. Das American College of Obstrtricians and Gynecologists (ACOG) sieht B6 als Mittel der ersten Wahl bei Schwangerschaftsübelkeit!

Iss Magnesiumhaltige Lebensmittel (in vielen Kernen und Nüssen, aber auch Bohnen und weitere grüne Gemüsesorten, oder Makrele). Um Magnesium aufnehmen zu können braucht der Körper allerdings auch B6, B12 und Kalzium!

Versuche Ingwer. Studien besagen, dass es nach 6 bis 9 Tagen regelmäßiger Einnahme tatsächlich hilft – vergleichbar mit Vitamin B6. Das hätte ich wissen müssen. Ich habe es versucht, aber da es mir nicht gleich geholfen hat, habe ich keine 6 Tage weitergemacht!

Achte darauf, genug zu trinken, das ist in der gesamten Schwangerschaft sehr wichtig! Bei häufigem Erbrechen muss man allerdings auch den Mineralstoff und Salzverlust ausgleichen, z.B. durch eine Hühnerbrühe.

Außerdem gibt es Armbänder mit einem Druckpunkt, der eine Akupressur darstellt, die die Übelkeit beseitigen soll. Die bekommt man recht billig im Internet, könnt es versuchen.

Mir hat damals nur Minzöl in Wasser (ich habe es getrunken) geholfen! Falls das auch nicht hilft, andere Duftöle per Diffuser im Raum zerstäubt können auch Linderung bringen.

Viel Glück! Und vergesst nicht, normalerweise dauert es nicht länger als bis zur 20. Schwangerschaftswoche! Es geht also auch wieder vorbei!

 

Quellen:

Mitchell, Amanda M., Marilly Palettas, and Lisa M. Christian. „Fetal sex is associated with maternal stimulated cytokine production, but not serum cytokine levels, in human pregnancy.“ Brain, behavior, and immunity 60 (2017): 32-37.

CTG in der Geburt – kritische Stimmen in der Zusammenfassung

In Großbritanien ist die neue Richtlinie, dass für Gebärende deren Schwangerschaft als risikoarm eingestuft sind, das Eingangs-CTG beim Eintreffen im Krankenhaus nicht nötig ist.

Warum, fragst Du Dich?

Weil Studien den Nutzen nicht beweisen konnten, sondern zeigen, dass durch die Benutzung des Langzeit-CTGs vor allem die Kaiserschnittrate in die Höhe geht.

Hier ein Beitrag aus „Maternal Health, Neonatology and Perinatology“ mit vielen Referenzen zu weiteren Studien, die genau das belegen:

A half century of electronic fetal monitoring and bioethics: silence speaks louder than words | Maternal Health, Neonatology and Perinatology | Full Text

A half century of electronic fetal monitoring and bioethics: silence speaks louder than words | Maternal Health, Neonatology and Perinatology | Full Texthttps://mhnpjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40748-017-0060-2Bioethics abolished the prevailing Hippocratic tenet instructing physicians to make treatment decisions, replacing it with autonomy through informed consent. Informed consent allows the patient to choose treatment after options are explained by the physician. The appearance of bioethics in 1970 coincided with the introduction of electronic fetal monitoring (EFM), which evolved to become the fetal surveillance modality of choice for virtually all women in labor. Autonomy rapidly pervaded all medical procedures, but there was a clear exemption for EFM. Even today, EFM remains immune to the doctrine of informed consent despite continually mounting evidence which proves the procedure is nothing more than myth, illusion and junk science that subjects mothers and babies alike to increased risks of morbidity and mortality. And ethicists have remained utterly silent through a half century of EFM misuse. Our article explores this egregious ethical failure by reviewing EFM’s lack of clinical efficacy, discussing the EFM related harm to mothers and babies, and focusing on the reasons that this obstetrical procedure eluded the revolutionary change from the Hippocratic tradition to autonomy through informed consent.

 

Viel Spass beim Lesen!

Natürliche Geburt – etwas lauter

Ich habe nachgedacht über meine Reise, Geburten zu erleben. Ich schaue mir etliche Geburten an, bzw. die Videos die daraus hervorgehen. Und irgendwo auf dieser Erfahrungs-Reise hat sich etwas in mir verändert. Es ist schwierig dies in Worte zu fassen. Am Anfang gab es eine Schwelle in mir, eine Hemmung, jene Frauen bei ihrer Geburt zu erleben, die sich erlaubten, völlig losgelöst von ihrem Umfeld zu gebären, völlig bei ihrem Kinde, ihrem Körper und dem Gebären. Dies ist einem tiefen Respekt und ein Verständnis für diese instinktive Geburt gewichen.

Ich finde, am Anfang fällt es einem leichter, stille Geburten zu sehen, weil laute Töne uns beunruhigen können, dass etwas nicht in Ordnung ist. Schließlich ist es eher nicht Teil unseres sozialen Lebens, uns so vor anderen auszudrücken.

Zum Anderen, ist es weniger intim, sich stille Hypnobirthing Geburten anzusehen, weil die Mutter „in Kontrolle“ scheint.

Aber eine gute Geburt, egal ob HypnoBirthing oder nicht, hat primär nichts mit dem Geräuschpegel zu tun. Vielmehr hat es etwas mit dem „sich fallenlassen“, sich akzeptieren zu tun. Hier (und überhaupt) finde ich den Vergleich mit Sex sehr passend. Ist ein lauter Geschlechtsverkehr einer, der weh tut (und tut Sex weh)? Es hat nichts mit dem Geräuschpegel zu tun!

Eine generelle Annahme ist, dass tiefe Töne gut sind, und ich sehe das auch so – höhe Töne weisen darauf hin, dass die Gebärende Angst haben könnte, oder Hilfe benötigt – verkrampft sich da ja auch häufig der Mund, der ja eine der Reflexzonen zum Beckenboden ist. In dem Fall von hohen Tönen ist es eine gute Idee, bei der Gebärenden anzufragen, ob alles in Ordnung ist, oder man etwas für sie tun kann.

Ich werde mir also in Zukunft immer häufiger erlauben, auch jene schöne Geburten zu posten, die nicht wie die generell gesehenen HypnoBirthing Geburten aussehen und anhören. Ich werde es klar andeuten, was für eine Geburt es ist, und rate euch, euch erst die laute(re)n Geburten anzusehen, wenn ihr eure Ängste, die mit Geburt zu tun haben, hinter euch gelassen habt – ich glaube, dass man erst dann die wundervolle Bedeutung solcher „Melodien“ erkennen kann – nämlich, dass Mutter völlig eins ist mit sich und der Geburt.

Hier mein zweites Video einer lautere Geburt (das erste findet ihr hier). Ich finde sie ist eine schöne lautere, nicht-HypnoBirthing Geburt (das ist meine Annahme, denn die Mama findet erst durch ihren Instinkt zu einer eigenen Version der Geburtsatmung  – anfangs gibt es teilweise „Anhalten von Atem“!

Bemerkungen für Nicht-HypnoBirthing Ausgebildete – solche Atemweise nennt man im Englischen Valsalva Atmung. Sie zeichnet sich durch das Anhalten der Atmung aus, welches es der Gebärenden „erlaubt“, innerlich einen höheren Druck zu aufzubauen, der sich auf die Beckenbodenmuskeln überträgt. Gleichzeitig werden die Beckenbodenmuskeln durch einen Bei-Reflex dieses Kraftaufwands angespannt – was recht unsinnig ist, wenn wir das Kind gerade eben durch diesen Beckenboden bekommen wollen. Die hohe Kraft führt übrigens auch häufig zu Verletzungen im Bereich des Damms und Vagina – welches weniger häufig passiert, wenn man das lässt – wie Studien beweisen (wie z.B. in dieser).

Kaia’s unassisted birth:

Kraftakt Geburt

Ich habe gerade einen wie ich finde interessanten Artikel gelesen über die Hintergründe, weshalb die interventionslose Geburt (nur noch ca. 6 – 8 % in Deutschland) immer seltener wird. Hier ist er:

Der Kraftakt Geburt - Von guten Eltern

Der Kraftakt Geburt – Von guten Elternhttp://www.vonguteneltern.de/der-kraftakt-geburt/Da ich wohl doch zu intensiv mit der Hebammenmisere beschäftigt war, habe ich die Aufregung um das Buchprojekt „Selbstgeboren“ erst am Rande mitbekommen, nachdem ich selbst hier…

 

AKTUELL: Kongress zum Thema Hashimoto heilen

Wieder ein kostenloser Kongress – aber diesmal geht es nicht um Schwangerschaft.

Ich beobachte, dass immer mehr Schwangere zu mir kommen, die Hashimoto haben. Deshalb, obwohl es hier nicht um Schwangerschaft geht, möchte ich diesen Kongress bewerben:

Registration

Er startet morgen, ist auf Englisch, aber wie immer, zumindest am ersten Tag frei.

Das erste Jahr danach: Baby-led weaning

Baby-led Weaning – Das Grundlagenbuch von Gill Rapley

Kind immer gesondert „gefüttert“? Mit Breien? Mit Flugzeugen, und „Einen für Oma“ und so weiter? Es gabe eine interessante Studie, in der gezeigt wurde, dass Kleinkinder, die selbst auswählen durften was sie aßen durch die Bank besser ernährt waren als andere Kinder. Warum also nicht auf Kinder hören?

Dieses Konzept erlaubt es, stressfrei und ohne den Instinkt von Kindern für was sie brauchen zu untergraben zu erziehen und ernähren. Ich fand das ganze überzeugend, und es hat bei uns gut geklappt – nun mit 5 und 7 Jahren leben wir immer noch nach den Grundsätzen (mit Anpassungen).

Unten findet ihr einen Link zu einem externen schöner Beitrag dazu. Und hier ist eine Home Page zu diesem Thema.

AP-Krabbelgruppe heute: Babygeleitete Beikost oder Fingerfood statt Einheitsbrei | Einfach klein

AP-Krabbelgruppe heute: Babygeleitete Beikost oder Fingerfood statt Einheitsbrei | Einfach kleinhttp://einfachklein.de/ap-krabbelgruppe-heute-babygeleitete-beikost-oder-fingerfood-statt-einheitsbrei/Damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Die Selbstbestimmung des Babys! Wenn Babys zu essen beginnen bedeutet das zunächst einmal SPIEL. Es entdeckt mit allen Sinnen, was…

Updated: Buchempfehlung: Alleingeburt

Geburtshilfe vs. Geburtsmedizin

„Je mehr Frauen gut informiert ihre Rechte einfordern, desto eher wird die Geburtshilfe eines Tages den Platz einnehmen, der ihr zusteht: als dehmütige Dienerin an Frau und Kind, und nicht als besserwissender Vormund“. Zitat Sarah Schmid, aus ihrem Buch „Alleingeburt“. Das schreibt Sarah Schmid in ihrem Buch, und das ist eines der wichtigsten Dinge.

Geburten sind zwar vorbereitbar, aber nicht wirklich planbar. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten und Variabeln. Aber immer wieder bestätigen Mütter, dass der Unterschied zwischen einer guten Geburt und einer schlechten, ja gar traumatisierenden Geburt, der ist, wie mit der gebärenden Mutter umgegangen wird – als jene, die entscheidet, oder als jene, die halt schlecht informiert „mitzieht“, und Dinge über sich ergehen lässt. Deshalb berührte mich dieses Zitat auch sehr tief, und zeigt auch, den Wert dieses Buches auf, denn es informiert die Schwangere im Vorfeld.

Das Buch im Allgemeinen

Ich weiss schon, der Titel wird manch einer Schwangeren schon zu viel sein, aber es gibt vieles in dem Buch, das ich wichtig finde.

Der Tenor dieses Buches ist „unser Körper ist dafür gebaut, und wir können das“.

Dieses Buch beinhaltet nicht nur recht gute Empfehlung für die Ernährung während der Schwangerschaft, sondern auch gute und kritische Anmerkungen zum 0815 Gesundheitssystem der Schwangeren, und was man tun kann bei x und y während Schwangerschaft und Geburt.

Sehr gut finde ich auch die suggerierten Fragen für die Hebammen-Wahl auf Seite 41 – wobei dies sicher wichtiger ist, wenn man zuhause gebären will….

Alleingeburt - Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie: Amazon.de: Sarah Schmid: Bücher

Alleingeburt – Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie: Amazon.de: Sarah Schmid: Bücherhttps://www.amazon.de/Alleingeburt-Schwangerschaft-Eigenregie-Sarah-Schmid/dp/3902943335/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1470129751&sr=8-1&keywords=AlleingeburtIn diesem Buch findest du all jenes Wissen, das ich in Vorbereitung auf meine selbstbestimmten Geburten, aber auch auf der Suche nach Antworten auf die Fragen anderer Frauen aus…

 

 

Original Post von Juli 2016, Updated 3.11.2017

Updated: Stress in der Schwangerschaft

Stress in der Schwangerschaft wirkt sich u.U. ein Leben lang auf euer ungeborenes Kind aus, besagen Studien.

Folgende Folgen können eintreten:

  • Keuchen (OR: 1,41, 95% KI: 1,03-1,94)
  • Asthma (OR: 1,71, 95% CI: 1,02-2,89)
  • allergische Rhinitis (OR: 1,75, 95% CI: 1,08-2,84)
  • atopische Ekzeme (OR: 1,53, 95% KI: 1,11-2,10)
  • Depressionskrankheiten
  • geringere Intelligenz
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • evtl. Autismus (Beversdorf et al, 2005, Sjaarda et al, 2017)

Die Zahlen für die oberen 5 habe ich aus einer Studie aus 2012 direkt übernommen (de Marco et al) – eine große Metaanalyse aus 2016 (van de Loo et al, 2016) fand eine odds ratio von 1.56 für Keuchen, Asthma und andere respiratorische Symptome zusammengefasst.

Zu nächsten drei (Depressionskrankheiten, geringere Intelligenz, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten) gab es einen guten Artikel im Spiegel:

Stress in der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Gehirn - SPIEGEL ONLINE

Stress in der Schwangerschaft hinterlässt Spuren im Gehirn – SPIEGEL ONLINEhttp://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/stress-in-der-schwangerschaft-hinterlaesst-spuren-im-gehirn-a-928555.htmlStress in der Schwangerschaft ist ein Risikofaktor für spätere Depressionen und andere Krankheiten. Zu diesem Schluss kommen Jenaer Forscher. Im Gehirn von Ungeborenen haben sie entdeckt, welche Spuren Stresshormone hinterlassen.

Die Kinder haben unter anderem ein erhöhtes Risiko von Depressionen.

Ausserdem hatten die Kinder, die Stresshormonen während der Schwangerschaft ausgesetzt sind,  „… im Durchschnitt einen um zehn Prozent geringeren Intelligenzquotienten, Probleme mit der Konzentration und Aufmerksamkeit“, sagt Schwab. Zudem habe das EEG gezeigt, dass diese Kinder sich vor dem Test nicht entspannen und währenddessen ihr Gehirn nicht aktivieren konnten.

Bekommen Ungeborene zu viele Stresshormone ab, „betrachtet“ der Körper den erhöhten Pegel als normal. „Diese Kinder werden bereits im Mutterleib darauf programmiert, Zeit ihres Lebens mehr Stresshormone auszuschütten“, sagt Schwab. Dabei sei es unerheblich, ob die Hormone synthetisch sind oder vom mütterlichen Körper erzeugt werden.

Forscher von der niederländischen Universität Tilburg konnten nachweisen, dass mütterlicher Stress vor allem zwischen der 12. und 22. Schwangerschaftswoche die emotionale und kognitive Entwicklung des Fötus ungünstig beeinflusst und diese Effekte noch 20 Jahre später erkennbar sind.“

Dabei sollte allerdings festgehalten werden, dass es dabei nicht um kurzzeitigen Stress geht, wie schnell noch zum Shop bevor er zu macht. Es geht hier vor allem um dauerhaften Stress, der lange anhält, wie z.B. generelle Angstzustände, oder Sorgen u.s.w. Und es scheint ausserdem so zu sein, dass ein gesundes Bonding dazu beiträgt, dass die Effekte von zu viel Stress vor der Geburt abgemildert werden (Bergman et al, 2010).

Also: auch aus diesen Gründen scheint es durchaus positiv zu sein, sich jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen, um einfach zu entspannen, und einfach positiv zu denken! All dies wird in meinem Geburtsvorbereitungskurs gelehrt 🙂 !

Dieser Artikel wäre nicht vollständig, wenn nicht erwähnt würde, dass Stress der Bezugsperson sich auch nach der Geburt schädlich auf das entwickelnde Kind auswirken kann – wie in diesen Studien über Asthma gezeigt wurde (Wright et al, 2004).Unterstützend wurde in einer großen kanadischen Studie gefunden dass die Wahrscheinlichkeit mit 7 Jahren an Asthma zu erkranken höher ist, wenn die Mutter konstantem Stress ausgesetzt ist, mit dem Zusatz, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, wenn man in eine Gutverdiener-Familie hineingeburen wurde (Kozyrskyj et al, 2008).

Auch noch sehr guter Artikel, sehr lesenswert, der das Thema Stress aber auch „Erziehungsstile – gut oder schlecht abdeckt:“

Frühe Liebe macht stark: Warum gute Bindungserfahrungen so wichtig sind | STERN.dehttp://www.stern.de/gesundheit/fruehe-liebe-macht-stark–warum-gute-bindungserfahrungen-so-wichtig-sind-7238626.htmlGute Bindungserfahrungen sind die wichtigste Grundlage, um für das Leben gewappnet zu sein. Die Hirnforschung hat dafür eindeutige Belege gefunden. Ein …

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Weitere Quellen:

Wright, Rosalind J., et al. „Chronic caregiver stress and IgE expression, allergen-induced proliferation, and cytokine profiles in a birth cohort predisposed to atopy.“ Journal of Allergy and Clinical Immunology113.6 (2004): 1051-1057.

Kozyrskyj, Anita L., et al. „Continued exposure to maternal distress in early life is associated with an increased risk of childhood asthma.“ American journal of respiratory and critical care medicine 177.2 (2008): 142-147.

van de Loo, Kim FE, et al. „Prenatal maternal psychological stress and childhood asthma and wheezing: a meta-analysis.“ European Respiratory Journal 47.1 (2016): 133-146.

Douros, Konstantinos, et al. „Prenatal Maternal Stress and the Risk of Asthma in Children.“ Frontiers in Pediatrics 5 (2017): 202.

Serpeloni, Fernanda, et al. „Grandmaternal stress during pregnancy and DNA methylation of the third generation: an epigenome-wide association study.“ Translational psychiatry 7.8 (2017): e1202.

Bergman K, Sarkar P, Glover V, O’Connor T (2010). Maternal Prenatal Cortisol and Infant Cognitive Development: Moderation by Infant–Mother Attachment. Biological Psychiatry 67(11): 1026-1032

http://www.empowher.com/print/10493845

Part 3: How Stress Affects Pregnancy and Unborn Baby

de Marco, Roberto, et al. „Foetal exposure to maternal stressful events increases the risk of having asthma and atopic diseases in childhood.“ Pediatric Allergy and Immunology 23.8 (2012): 724-729.

Beversdorf DQ, et al. Timing of prenatal stressors and autism. J. Autism Dev. Disord. 2005;35:471–478. doi: 10.1007/s10803-005-5037-8. 

Sjaarda, Calvin P., et al. „Interplay between maternal Slc6a4 mutation and prenatal stress: a possible mechanism for autistic behavior development.“ Scientific Reports 7 (2017).

http://www.child-encyclopedia.com/stress-and-pregnancy-prenatal-and-perinatal/according-experts/effects-prenatal-stress-child

http://www.dana.org/Cerebrum/2012/The_Role_of_Stress_in_Brain_Development__The_Gestational_Environment%E2%80%99s_Long-Term_Effects_on_the_Brain/

http://scholarworks.wmich.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=3593&context=honors_theses

 

5 Gründe, warum die Geburt Baby und Erziehung beeinflussen können

Kurzmitteilung

Noch ein Link zu einem interessanten Beitrag, nicht von mir geschrieben. Der Link, den ich euch hier gebe, übersetzt die englischen Seite automatisch ins Deutsche (hoffe ich  😉 ).

https://translate.google.com/translate?hl=en&sl=en&tl=de&u=https%3A%2F%2Fsarahockwell-smith.com%2F2012%2F11%2F04%2F5-reasons-why-your-birth-can-affect-your-baby-and-your-parenting%2F 

Die Fehlglaube, dass technologische Geburt (immer) die sicherste Geburt ist

Kurzmitteilung

Ich habe gerade einen sehr interessanten Artikel gelesen über die Kultur der „modernen Geburt“. Er ist auf Englisch. Auch wenn ihr nicht Englisch fliessend könnt – es gibt ja Google Translate – vielleicht geht’s damit?
Kurze Zusammenfassung: häufig glauben wir heute, dass die technisierte Schwangerschaft und Geburt die Risiken reduziert und zum besten Ergebnis führt für Mutter und Kind. Das ist aber häufig nicht so, wie Studien zeigen. Dies ist Müttern nicht bekannt, und sie werden auch häufig nicht aufgeklärt.
 
https://www.theatlantic.com/health/archive/2012/03/the-most-scientific-birth-is-often-the-least-technological-birth/254420/

Bringe und behalte Deine Hormone im Einklang

Hormone sind chemische Botenstoffe, die gemeinsam mit dem Nervensystem versuchen, den Körper im Gleichgewicht zu halten. Sie steuern die Körpertemperatur, den Stoffwechsel, die Verdauung, das Wachstum. Sie steuern das Gefühls- und Sexualleben eines Menschen. Sie halten den Blutdruck konstant. Und sie sind für die Fortpflanzung verantwortlich. Also alles in allem könnte man sagen, dass Hormone entscheiden, wer wir sind und wie unser Leben verläuft – und dass Hormon-Balance wichtig ist!

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen in unserem Leben, die unseren Hormon-Haushalt  künstlich beeinflussen. Das setzen wir zum Teil ganz gezielt ein, wie zum Beispiel bei der Anti-Baby-Pille (die im Übrigen die Hormon-Balance erheblich beeinträchtigen kann!).

Es gibt aber auch eine Reihe von Dingen, die unseren Hormonhaushalt beeinflussen, ohne dass wir uns dafür entschieden hätten, oder sogar ohne dass wir es wissen. Wie z.B. bei Plastik. Deshalb ist die erste Regel:

Bleibe fern von Substanzen mit Hormon-Wirkung

Plastik hat eine ganze Reihe von möglichen hormon-beeinflussenden Inahltstoffen. Eines der am best-erforschten ist Bisphenol A (BPA), welches hormonstörend und krebsverursachend ist. Bitte lest euch diesen Beitrag durch, welche anderen bekannten Einflüsse Plastik auf euer Leben haben kann, und weshalb es am ratsamsten ist, Plastik aus dem Bereich von Lebensmitteln, auch Getränken, zu verbannen. Andere sind Weichmacher, die auch in Plastik-Verpackungen vorkommen

Wenn der gänzliche Verzicht auf Plastik in der Küche nicht geht:

  • Lebensmittel nicht in Plastik lagern.
  • Lebensmittel nicht in Plastikbehältern erhitzen.
  • Kaufe Wasser in Glasflaschen statt Plastikflaschen, und trinke nie Getränke in Plastikflaschen, die in der Hitze waren, wie z.B, im Auto oder in der Sonne.
  • Versuche, auch Konserven zu vermeiden, denn viele haben BPA (BPS, BPx, …) in ihren Auskleidungen.

Andere Substanzen, die hormonell wirken können sind z.B.:

Übrigens: wirklich lebensmittelneutral in der Küche sind Edelstahl (18/10) und Glas, und sind damit zu bevorzugen. Auch positiv zu bewerten sind meistens Töpfe und Pfannen aus Gusseisen (ohne Bezug), denn wir haben häufig einen Eisenmangel, und durch Kochen in Gusseisen führt man den darin gekochten Lebensmitteln ein wenig Eisen zu.

Bleib auch für die Haut bei Bio

Deine Haut ist Dein größtes Organ, und es ist zwar eine Trennschicht zwischen Dir und der Umwelt, aber eine, die atmet und generell durchlässig ist. Wenn in einer Creme Nanoteilchen sind, gehen die in durch die Haut und können zu weiteren Reaktionen im Körper führen. Da Studien niemals (meiner Meinung nach) alle möglichen negativen Folgen ausschließen können, ist es besser, solche Cremes mit Nano-Teilchen nicht einzusetzen. Auch werden in Cremes gerne Parabene eingesetzt. Parabene sind weit verbreitet als Konservierungsmittel in Kosmetika und auch in Parfums, Waschmittel, Shampoo, Deodorants, Seifen.

Parabene dringen leicht in die Haut ein und verändern die Hormonproduktion und -funktion, indem sie Östrogen nachahmen – überhaupt nicht hilfreich für die Östrogen-dominante Frau in ihrem Kampf, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. In Rattenversuchen wurde gezeigt, dass bei männlichen Ratten Parabene den Testosteronspiegel senken, und zu einer Verringerung gesunder Spermien führt. Bei weiblichen Ratten wurde ein Anwachsen des Uterus festgestellt. Parabene wurden auch in menschlichen Brustkrebsgeweben nachgewiesen und es wird angenommen, dass sie sowohl die männliche als auch die weibliche Reproduktion beeinträchtigen. Parabene treten in der Natur natürlich in geringen Mengen auf, aber die synthetische Version, die aus Petrochemikalien hergestellt wird, wird im Körper schlecht verarbeitet und ist besonders gefährlich.

Iss Nahrung, die Dir hilft, Hormone in Balance zu halten

Statt einfache Kohlehydrate zu essen wie Weißbrot, Pasta, Kuchen und Mehlspeisen, iss lieber komplexe Kohlehydrate, wie Vollkornprodukte, Gemüse und Quinoa. Dadurch kommt es zu weniger schnellem Anstieg von Insulin, und stabilisieren ausserdem den Leptinlevel (das „Sättigungshormon“, das von Fettzellen produziert wird, und hilft, das Gleichgewicht der Energie zu regulieren, indem es den Hunger hemmt), was einen Schutz vor Insulinresistenz bildet. Ausserdem sind in Vollkornprodukte, Gemüse und Quinoa viel mehr andere vorteilhafte Nährstoffe zu finden, wie Mineralien und Vitamine.

Zudem enthalten komplexe Kohlehydrate meist auch mehr Ballaststoffe. Diese unterstützen dabei, überflüssiges Östrogen aus dem Körper zu transportieren. Ein Mangel an Ballaststoffen könnte einen Überschuss an Östrogen im Körper verursachen und zu einer Östrogendominanz führen – einem weiteren hormonellen Ungleichgewicht. Übrigens: Zucker führt zu denselben Probleme wie einfache Kohlehydrate! Auch stört Zucker die Balance der Hormone Östrogen und Progesteron. Also: Vermeide Zugaben von einfachem Zucker in Speisen!

Ansonsten sind gesunde Fette ebenso von Vorteil für die Hormonbalance. Benutze das richtige Fett für die richtige Anwendung. Gute Fette halten uns länger satt und geben unseren Gerichten Geschmack. Essenziellen Fette werden nicht nur zur effektiven Produktion von Hormonen (speziell der Sexualhormone) herangezogen, sondern regen auch den Stoffwechsel an. Da die meisten Pflanzenöle (wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, und Distelöl, …) einen hohen Omega-6-Anteil haben, Omega 6 aber lieber in Balance zu Omega 3 stehen sollte, ist es besser, diese Öle einzuschränken, dafür aber viel fetten Fisch, Flohsamen, Chiasamen und Walnüsse zu sich zu nehmen, da sie gute Quellen für entzündungshemmende Omega-3-Fette sind.

Kokosöl ist ein natürliches Hausmittel gegen Hormonungleichgewicht. Es fördert eine gesunde Schilddrüsenfunktion, hilft den Blutzucker zu stabilisieren, stärkt das Immunsystem, beschleunigt den Stoffwechsel und fördert die Reduktion von Bauchfett.

Lebe so, dass Du reichlich Vitamin D erhälst!

Vitamin D, auch das Sonnenvitamin genannt, erhalten wir vor allem über die Sonne, obwohl es auch über die Nahrung zugeführt werden kann. Dieses Vitamin ist deshalb hier erwähnt, weil es im Körper zu einem neuroregulatorischem Hormon umgewandelt wird, und somit sehr wichtig ist für unseren Körper.

Unter anderem regelt es wichtige Vorgänge innerhalb des Nervensystems. Fehlt es, dann können auch die anderen Hormone im Körper ihre Signale nicht mehr ungehindert senden.

Als Nation sind wir eigentlich alle von einem Mangel dieses Vitamins betroffen, und es gibt sehr viele Krankheiten, vor allem auch Herz-Kreislauf-Krankheiten (Arterienverkalkung), Osteoporosis, und auch Autoimmunkrankheiten, die mit einem Mangel dieses Vitamins in Zusammenhang gebracht werden.

Man nimmt an, dass unser Mangel, der im Übrigen häufig selbst im Sommer bestehen bleibt, viel mit unserer sonnengeschützten Lebensweise zu tun hat – sei es Sonnenschutzcremes, oder das Aufhalten im Inneren.

Falls ihr euch nicht sicher seid, dass ihr genug von diesem Vitamin erhaltet, kann auch eine Supplementierung helfen. Aber vorsicht: wer die vollen positiven Effekte von Vitamin D haben möchte, benötigt ebenfalls Vitamin A, Vitamin K2 und Magnesium! Vitamin A, weil es zusammen mit Vitamin A benötigt wird, um Osteoblasten herzustellen, und K2, um die Osteoblasten und Osteoclasten, die durch Vitamin D (und evtl A) hergestellt wurden, zu aktivieren – und dadurch, und die höhere Knochendichte, die erreicht wird, regelt man auch wieder die Insulinsensitivität! Magnesium ist auch generell sehr wichtig für unseren Körper, und wird ebenfalls benötigt, um Vitamin D aufzunehmen – und ist auch eine weitere Volks-Mangelware.

Ihr findet weitere spannende Artikel zu Vitamin D in diesem Blog.

Du isst, was Deine Nahrung „isst“

Ok, Pflanzen haben natürlich keinen Mund, aber abstrakt gesehen gilt dies auch für Pflanzen. Es bedeutet einfach, dass was unser Essen zu sich nahm, in ihm ruhen kann, bis es zu uns kommt. Wenn Pestizide auf den Pflanzen sind, kommen sie durch Verzehr in uns. Das ist ein anderes Thema. Bei tierischen Nahrungsmitteln kommen häufig auch Hormone zu Einsatz, auch wenn Wachstumshormone bei uns verboten sind.

Die Welt hat in einem Bericht folgende Zahlen zur Verfügung gestellt: „In welchem Ausmaß Hormone tatsächlich derzeit in der Tierhaltung zum Einsatz kommen, kann auch der BUND [Anmerkung: BUND = Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland] nur abschätzen. Die letzten verfügbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 2003. Damals wurden insgesamt 670 Kilogramm Hormone an Tiere verabreicht, was etwa fünf Prozent sämtlicher Hormon-Arzneimittel in Deutschland entsprach. Der BUND geht in seiner Studie davon aus, dass die Menge deutlich zugenommen habe, da die Tierhaltung in den vergangenen zehn Jahren weiter intensiviert worden sei. Die Pharmaindustrie sei nicht bereit gewesen, aktuellere Zahlen zu Hormonmengen zur Verfügung zu stellen.“

Vermeide Stress

Stress ist unter anderem so schlecht für unsere hormonelle Balance, weil das Produzieren der Stresshormone die Nebennieren sehr belastet. Kurzzeitig ist das ok, aber wenn es zu Dauerstress kommt, kann das die Nebennieren überlasten, was zu Zellschädigung in den Nebennieren führt. Durch den Schädigungsprozess werden immer weniger Hormone hergestellt, es kommt zu Konzentrationsschwierigkeiten, oder gar zu einem wahren Gefühlschaos. Also: lebe stressarm (und/oder nimm Dir Zeit für eine tägliche Entspannung), und schlafe gut.

Schlaf – so gesund und wichtig

Kinder und Erwachsene bekommen immer weniger Schlaf. Schlafbeschränkungen führen zu metabolischen und endokrinen Veränderungen, einschließlich verminderter Glukosetoleranz, verminderter Insulinsensitivität, erhöhten abendlichen Konzentrationen von Cortisol (Stresshormon), erhöhten Ghrelinwerten (ein appetitanregendes Hormon, welches in der Magenschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse produziert wird), verminderten Leptinwerten (das „Sättigungshormon“, das von Fettzellen produziert wird, und hilft, das Gleichgewicht der Energie zu regulieren, indem es den Hunger hemmt), welches zu erhöhtem Hunger und Appetit führt.

Ausserdem ist Schlaf so wichtig für unsere Lernfähigkeit. Wir verarbeiten Informationen während wir schlafen, denn im Tiefschlaf werden viele Informationen in das Langzeitgedächtnis übergeführt. Auch verbessert genügend Schlaf unser Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit.

Also: ein Mangel an Schlaf hat einen negativen Einfluss auf die Gesundheit, dem hormonellen Gleichgewicht, der geistigen Gesundheit und auf die Weite der Taille. Am Besten ist es, eine Schlaf-Routine zu haben. Ab Nachmittags keinen Kaffee. Einige Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen sollte blaues Licht von elektronischen Geräten vermieden werden, denn es wurde gezeigt, dass es Schlafmuster und den Melatonin-Spiegel (unser Schlafhormon) stört. Lavendelöl ist im Übrigen ein tolles ätherisches Öl um zur Ruhe zu kommen.

Birth Healing Summit 2017!

Es ist mal wieder soweit. Der nächste Birth Healing Summit findet wieder statt.

Ich habe einige der Interviews vom letzten Mal gesehen, und fand das was ich gesehen habe sehr ansprechend. Und das Beste – wie eigentlich immer bei diesen Online Summits – den ersten Tag kann man sich die freigegebenen Videos umsonst ansehen.

Leider ist auch hier die Summit-Sprache Englisch.

Wer gerne mal reinschauen will, es geht am 25. September los.

Hier könnt ihr euch registrieren, um die freien Interviews sehen zu können:

http://instituteforbirthhealing.com/summit-2017/

Summit 2017 - Institute for Birth Healing

Summit 2017 – Institute for Birth Healinghttp://instituteforbirthhealing.com/summit-2017/Helping Moms Heal BODY + MIND + SPIRIT  It’s CRAZY that such little attention is paid to YOU, the mom, after birth! The Institute for Birth Healing is hosting its

Grippeimpfungen und Fehlgeburt, und die Impfdiskussion im Allgemeinen

Es gibt einen neuen Beitrag von J.B. Handley, den ich interessant finde. Er berichtet von mindestens einer relevanten Studie, und einem weiteren relevanten Kommentar, beide veröffentlicht in Vaccine, einem angesehenes Fachjournal. Ich finde, diese Studie ist wichtig genug, dass man mal von der Studie gehört haben sollte.

Es geht um eine neue Studie, deren Datenerhebung fand, dass Frauen, die im vorherigen Jahr die H1N1 Grippeimpfung erhalten hatten, und dann in der Schwangerschaft (im Folgejahr) eine weitere Grippeimpfung erhielten, eine eine 7,7-fache (also fast 8-fache) höhere Wahrscheinlichkeit hatten, ihr Baby in den folgenden 28 Tagen zu verlieren, als Frauen, die im vorherigen Jahr nicht mit der H1N1 Grippeimpfung geimpft worden waren. Also erst mal keine Panik, das sind relative Risiken. Außerdem zeigt die Studie nur einen Zusammenhang bei einer bestimmten Grippeimpfung, H1N1, gepaart mit irgendeiner weiteren Grippe-Folgeimpfung. Bei Frauen, die im vorherigen Jahr nicht mit der H1N1 Grippeimpfung geimpft worden waren, gab es nur eine geringe Steigerung der Wahrscheinlichkeit, die nicht statistisch signifikant was (also wo man keinen Zusammenhang vermuten muss).

Die Autoren sagen, dass diese Studie keine kausale Beziehung zwischen wiederholten Influenza-Impfung und Fehlgeburten beweisen kann und will, aber dass weitere Forschung gerechtfertigt ist. Diesem kann man nur zustimmen, denn ein Verachtfachen ist eigentlich schon enorm. Und H1N1 kann durchaus auch heute noch in unseren allgemeinen Grippeimpfung-Cocktails vorkommen (je nach Schätzung welche Erreger im nächsten Jahr herumgehen werden), ist also kein Ding der Vergangenheit.

Zwei Ansatzpunkte scheinen gegeben zu sein für weitere Studien:

  • Haben Grippeimpfungen, die bestimmte Kombinationen enthalten, in Wiederholung Konsequenzen für Schwangerschaften?
  • Woran lag es, dass die getestete Kombination, bzw. Impfungen, zu einer fast acht-fachen Steigerung der Fehlgeburten führte?

Beide Fragen sind wichtig, insbesondere Frage 2, um zu verstehen, wie zukünftige Impfungen sicherer gemacht werden können.

Leider lenkt der Autor des Berichts (Handley) weiterhin den Augenmerk auf eine weitere Publikation, die vor etwa einer Woche ebenfalls in „Vaccine“ veröffentlicht wurde. Die Autoren sagen, dass jene Forscher, die etwas negatives gegen Impfungen veröffentlichen, in letzter Zeit persönlich kritisiert werden, anstatt ihre Publikationen.

Sie sagen: „Leider könnte dies dazu führen, dass die Impfstoff-Sicherheitswissenschaft eine „gefährliche Beschäftigung“ ist. Kritik sollte sich auf die Wissenschaft beziehen, und nicht auf die Autoren und auf die Wissenschaftler, die vernünftige, qualitativ hochwertige Forschung betreiben, und ein Problem mit einem gegebenen Impfstoff veröffentlichen. Diese Wissenschaftler benötigen einen adäquaten professionellen Schutz, so dass es keine Gründe gibt, auf dem Gebiet keine Forschungen durchzuführen und zu veröffentlichen. Die Probleme der Impfstoffsicherheit sind nicht anders als andere Bereiche wie medizinische Fehler und Drogensicherheit.“

Ich meine, bei Impfungen geht es doch um unseren Schutz und um unser Wohl? Vor allem der Schutz des ungeborenen Kindes, das das anfälligste Glied ist, da es neu geformt wird, sollte einen besonderen Stellenwert haben.

Warum dürfen dann Forscher nicht kritisch erforschen, was gut ist und was nicht? Und warum steht in dem Satz davor eigentlich nicht ein MÜSSEN?

Was bedeutet dies für uns? Ich finde zweierlei:

Erstens, Frauen, die gerne schwanger werden wollen, sollten vorsorgehalber mindestens einen Monat VOR dem schwanger werden die Impfungen erhalten, die sie benötigen. So was ist nicht immer möglich – da ja auch nicht alle Schwangerschaften geplant sind. Aber viele Schwangerschaften heute sind doch geplant. Und dann erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen vor der Schwangerschaft geimpft werden, wenn sie sich potenzieller Problematiken bewusst sind. Und deshalb muss man über solche Ergebnisse frei reden können, und sie zwar nicht überbewerten, aber auch nicht versuchen, sie abzutun.

Und dies führt uns zu zweitens: Die Diskussion über Impfstoffe sollte betrachtbar sein auf einer emotionslosen, wissenschaftlich-kritischen Ebene. Ich erlebe in letzter Zeit immer wieder, dass für Menschen um mich herum das Thema Impfen ganz schön aufgeheizt ist. Es scheint ein Entweder-Oder geworden zu sein. Fragen scheinen nicht gewünscht und werden sogar mit Aggression begegnet.  Ich wünsche mir, dass man auch bei Fragen über Impfen (wieder) offen ist für ein genaues Auswerten der Für und Wieder jedes einzelnen Impfstoffes. Nicht jede Impfung kann immer gut sein. Auch sollte es wieder mehr Freiraum für die eigene Entscheidung geben – denn letzten Endes sind die Stoffe und ihre komplexen Wirkungen nicht alle dokumentiert und bekannt – und werden es auch nie sein.

Wenn ihr Englisch könnt, könnt ihr euch gerne auch den Beitrag durchlesen, durch den ich auf diese beiden Studien gekommen bin.

Devastating flu vaccine-miscarriage study sparks ridiculous spin

Devastating flu vaccine-miscarriage study sparks ridiculous spinhttps://medium.com/@jbhandley/devastating-flu-vaccine-miscarriage-study-sparks-ridiculous-spin-c440bb14c867The mainstream media is doing their best to minimize a devastating study showing a high correlation (7.7-fold) between flu vaccines and miscarriages. A review of the scientific…

Viel Erfolg!

 

Quellen:

https://medium.com/@jbhandley/devastating-flu-vaccine-miscarriage-study-sparks-ridiculous-spin-c440bb14c867

Bragazzi, Nicola Luigi, et al. „Debate on vaccines and autoimmunity: Do not attack the author, yet discuss it methodologically.“ Vaccine (2017).

Donahue, Burney, et al. „Association of spontaneous abortion with receipt of inactivated influenza vaccine containing H1N1pdm09 in 2010–11 and 2011–12.“ Vaccine (2017).

Eddies Heim-/Wassergeburt mit Schwestern

… und gleich noch eins.

Hier finde ich, dass dieses Video am besten ist, wenn ihr schon jede Menge anderer Videos gesehen habt  – nach einer Weile erkennt man das „in sich gehen und sich in den Geburtskörper fallen lassen“ Gesicht der Mama. Das hat sie nämlich ganz arg viel ;-).

Ansonsten schaut euch das Video ruhig zu Ende an, es zeigt schöne Interaktionen.

…. übrigens: was meint ihr, wenn ihr euch das Gesicht des Babys nach der Geburt anschaut. Die zweifach-Tönung, weißlich bis zu den Augen, rötlich ab den Augen… könnte das nicht darauf hinweisen, dass er sein sein Gesicht nicht zur Brust geneigt hatte…?? ;-).

 

Wunderschöne Haus/Wassergeburt

Hier habe ich mal wieder eine wunderschöne Haus/ Wassergeburt gefunden. Ich glaube nicht, dass es eine HypnoBirthing Geburt ist, aber dass ist ja egal.

Ich finde dieses Video sehr schön, weil die Mama ganz instinktiv durch alle generell guten Positionen (für Deine Geburt könnten das selbstverständlich andere sein!) durchgeht. Tanzen, die kniende Hocke, auf dem Geburtsball, und viele mehr. Achtung! Diese Mama tonalisiert, aber das tut sie wunderschön, in den tiefen Tonlagen, die kommunizieren, dass sie immer in Kontrolle ist.

Ach ja, und ihre älteren Kinder sind mit dabei!

Viel Spass damit!

Wieso Plastik, auch in Konserven, schlecht für die Gesundheit ist

Ihr seid schwanger oder kocht auch für Kinder? Spätestens jetzt solltet ihr darauf achten, gute Essgewohnheiten aufzubauen. Das ist nicht immer einfach, man weiß häufig nicht, was eigentlich „gesund essen“ bedeutet.

Generell sollte man natürlich darauf achten, dass das Essen so nährstoffreich wie möglich ist. Das ist durchaus ein sehr großes Thema an sich, mit dem viele Autoren und gar ganze Berufstände ihr Geld verdienen – und nicht in diesem Artikel behandelt wird, wegen genau dieser Komplexität.

Eine etwas einfacherer Regel kann man durchaus so zusammenfassen: Weg von Kunststoff! Nicht nur, weil damit ja auch viel Müll vermieden wird, der sich sehr schlecht und langsam zersetzt, sondern auch, weil Kunststoff auf die menschlichen Hormone/Körper sehr ungünstig bzw schlicht schädlich wirkt. Ein mittlerweile recht gut erforschter Stoff in Plastik, der gesundheitsschädlich ist, ist Bisphenol A.

„Bisphenol A (BPA) dient vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen. BPA hat daher eine sehr große wirtschaftliche und technische Bedeutung. Ferner wird BPA als Antioxidant in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in Polyvinylchlorid (PVC) verwendet“ (wikipedia) – und somit ist er dann eben vermehrt in weichem Plastik enthalten als in hartem, und auch in Lacken.

Bisphenol A wird von BUND als Hormontoxin betitelt, und Dr. Axe sagt dass die Wissenschaft zeigt, dass diese Hormon-störende Chemikalie weit verbreitete Schäden in unserem Körper verursacht, und uns für Generationen beeinflusst (Boudalia et al, 2014).

Diese Schäden sind unter anderen:

  • Unfruchtbarkeit bei Männern (Manfo et al, 2014), aber auch bei Frauen (Yan et al, 2013, und auch hier)
  • negative Auswirkungen auf die Prostata in Föten (Manfo et al, 2014)
  • negative Auswirkungen auf das Schwangerschaftsergebnis, wie Geburtsgewicht, Frühgeburtsraten, Entwicklungsdefekte und wiederholte Fehlgeburten (Pergialiotis et al, 2017)
  • negative Auswirkungen auf Säuglinge und Kinder, zusammen mit Gehirn und Verhaltensstörungen (Shelby, M. D. , 2008)
  • Es entzieht dem Körper Vitamin D (Johns et al, 2016), wahrscheinlich durch Hormondisruptoren die dafür sorgen, dass es weniger der aktiven Form von Vitamin D im Körper gibt. Dadurch fördert BPA Krankheiten wie Gewichtszunahme, Krebs, Schlaflosigkeit, Arthritis, Herzerkrankungen, MS und anderen Krankheiten
  • Übergewicht in Mädchen (doppelt so viele waren über 90-Percentile, Li et al, 2013)
  • Erratisches Herz durch Veränderungen im Kalzium-Handling (Yan et al, 2011)
  • erhöht Risikofaktoren von Diabetes. Eine Studiebesagt eindeutig, dass, BPA, unabhängig von Ernährung und Fitness, Glukosestoffwechsel durch Insulinresistenz, Pankreas β-Zell-Dysfunktion, Adipogenese, Entzündungen und oxidativen Stress beeinflusst (Sabanayagam, et al, 2013)
  • Molar-Incisor-Hypomineralization (siehe extra Blog)
  • erhöhtes Risiko von Prostata-Krebs (Prins et al, 2017)
  • erhöhtes Risiko von Brustkrebs (diese Studie bescheinigt das auch BPS und BPF, Kim et al, 2017; Gray et al, 2017)

Bisphenol A findet sich in sehr vielem Plastik-Zeug, im Übrigen aber auch in CDs und in Dental-Versiegelungen und Verbundwerkstoffe, aber auch Lacken. Man nimmt an, dass das meiste BPA durch das Essen aufgenommen wird.

Somit kommt jedes im Geschäft mit Plastik abgepackte Essen potentiell in Berührung mit Bisphenol A oder anderer Schadstoffe im Plastik – und somit auch in unsere Körper.

Auch im Essen, das in Konserven abgepackt ist, hat man Bisphenol A nachgewiesen, auch noch so viele Jahre nach den ganzen Forschungsergebnissen zur Schädlichkeit von BPA (BUND, August 2017). BPA findet man aber auch in den Deckeln von Glasflaschen – und eben auch in den ganzen Plastik-Wasserflaschen, die heutzutage leider die Glasflaschen fast schon vom Markt verdrängt haben (durchaus gerade wegen der 25 Cent „Steuer“, die auf die Flaschen erhoben werden (da nicht weniger der Flaschen ihren Weg nicht zurück in die Geschäfte finden, und damit eine zusätzliche Einnahmequelle für die Geschäfte sind)).

Leider ist ein „BPA-Frei“, das auf möglichen Verbrauchs-Gegenständen wie Baby-Flaschen zu finden ist, noch lange keine Bescheinigung von Unbedenklichkeit.

Dazu gehören auch Bisphenol A – freie Babyflaschen. In ihnen steckt häufig Bisphenol S, oder ein ähnlicher Stoff, der benutzt wird, aber, wie im Falle von Bisphenol S, u.U. sogar noch schlechter sein kann als der Stoff, den er ersetzt. Deborah Kurrasch von der Universität Calgary hat in einer Studie gezeigt, dass genau dieses BPS mindestens genauso bedenklich ist, wie BPA. In einem Artikel des Scientific American bringt sie  das Problem sehr schön auf den Punkt.

Sie sagt, dass das Problem in der mangelnden Regulierung der Industrie liegt. Die Toxizität neuer Materialien werden nicht ausgiebig getestet, bevor sie auf dem Markt zugelassen sind. „Wir zahlen eine Prämie für ein „sichereres“ Produkt, das gar nicht sicherer ist“, sagt Kurrasch dort.

Auch BUND schliesst sich in einer ähnlichen Nachricht an:  „Neben Bisphenol A gibt es auch viele weitere hormonschädliche Chemikalien (Endokrine Disruptoren, ED) in vielen alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Dazu gehören beispielsweise Weichmacher (Phthalate) in PVC-Produkten wie Bodenbelägen, Tapeten oder Spielzeug, ebenso wie Parabene in Kosmetikprodukten und viele Pestizide. Während des Gebrauchs können sie sich herauslösen und dann in die Umwelt und den menschlichen Körper gelangen“. Dies geht über den Rahmen dieses Blog-Eitrages heraus, ich wollte es, der Gründlichkeit her, aber erwähnt haben.

Was bleibt da noch übrig, was können wir da tun um uns und unsere Kinder zu schützen?

Nach Möglichkeit alles Plastik in eurer Küche durch Glas oder Edelmetall (18/10) ersetzen, denn diese beiden Materialien reagieren nicht mit eurem Essen. Auch, wenn ihr denn Fertiggerichte kauft, diese niemals in den Plastikcontainern, in denen sie kommen, aufwärmen. Benutzt auch keine Plastikflaschen – egal ob BPA-freie Baby-Flaschen, oder Mineralwasserflaschen aus Plastik!

Außerdem so viel wie möglich auf dem lokalen Markt beim lokalem BIO-Bauern kaufen, und sich Lebensmittel statt in Plastiktüten in Papiertüten packen lassen, oder eben Stofftaschen mitbringen. Nur durch einen kurzen (direkten) Weg zu uns und unsere Küchen können wir (am ehesten) ausschließen, dass die Lebensmittel von „schlechten Einflüssen“ und schädlichen Stoffen weitestgehend unberührt blieben (wie in Konserven und in Plastik enthalten).

Und frische, lokale Angebote haben den enormen Vorteil, dass sie meist länger reifen durften, und auch durch ihre Frische den größten Vitamin- und Mineralstoffgehalt haben – welcher generell nach dem Ernten immer weniger werden (hier sind wir dann sogar wieder bei der oben erwähnten wichtigsten Regel des „so nährstoffreich wie möglich essen“ angekommen 😉 – und ganz nebenher ist auch der kurze Weg zum Verbraucher ein erheblicher Beitrag für den Umweltschutz).

Wenn das Baby noch kein „normales“ Essen isst, gilt: „breast is best“ (also Brust ist am Besten), denn nur dadurch bleibt dem Baby garantiert das ganze Plastik-Zeug mit seinen möglichen (Hormon-) Giften erspart. Wenn es denn wirklich Plastik sein muss, dann darauf achten, dass der Inhalt bzw. Flasche nicht erwärmt wird (und eher starre Flaschen bevorzugen).

Wenn euer Kind bereits am Tisch mit isst, vermeidet Plastik-Besteck und Geschirr für normales (billiges) oder Glas. Oder eine unlackierte Holzvariante? Auch später im Kindergarten, schaut welche Möglichkeiten ihr habt, Kontakt mit Plastik zu vermeiden – zum Beispiel durch Benutzung von Papier (z.B. als innere Auskleidung der Plastik-Box)!

Wenn ihr euch dafür interessiert, wie Bisphenol A (und somit Plastik, da man auch andere Bishpenol A Ersatzprodukte nicht generell freisprechen kann, ohne sie getestet zu haben) auch mit Molar Incisor Hypomineralization, ein Syndrom, wo die permanenten Kinderzähne bereits sehr „schwach“, sogar „bröckelig“ hereinwachsen, mit Bisphenol A in Verbindung gebracht werden, lest diesen Blogeintrag zu diesem Thema:

Zähne und Molar Incisor Hypomineralisation

Viel Erfolg!

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Quellen:

https://www.bund.net/chemie/hormonelle-schadstoffe/bisphenol-a/lebensmittelkonserven/

https://www.scientificamerican.com/article/bpa-free-plastic-containers-may-be-just-as-hazardous/

https://ehp.niehs.nih.gov/pdf-files/2013/Jan/ehp.1205826.pdf

Yang, Chun Z., et al. „Most plastic products release estrogenic chemicals: a potential health problem that can be solved.“ Environmental Health Perspectives119.7 (2011): 989.

Kinch, Cassandra D., et al. „Low-dose exposure to bisphenol A and replacement bisphenol S induces precocious hypothalamic neurogenesis in embryonic zebrafish.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.5 (2015): 1475-1480.

BPA Toxic Effects & Symptoms: How BPA Destroys Your Body. Dr Axe, 2017

Boudalia, Sofiane, et al. „A multi-generational study on low-dose BPA exposure in Wistar rats: effects on maternal behavior, flavor intake and development.“ Neurotoxicology and teratology 41 (2014): 16-26.

Manfo, Faustin Pascal Tsagué, et al. „Adverse effects of bisphenol A on male reproductive function.“ Reviews of Environmental Contamination and Toxicology Volume 228. Springer International Publishing, 2014. 57-82. 

Yan, P. P., et al. „Effects of bisphenol A on the female reproductive organs and their mechanisms.“ Zhongguo yi xue ke xue yuan xue bao. Acta Academiae Medicinae Sinicae 35.6 (2013): 683-688.

Shelby, M. D. „NTP-CERHR monograph on the potential human reproductive and developmental effects of bisphenol A.“ Ntp cerhr mon 22 (2008): v-vii.

Johns, Lauren E., Kelly K. Ferguson, and John D. Meeker. „Relationships between urinary phthalate metabolite and bisphenol A concentrations and vitamin D levels in US adults: National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), 2005–2010.“ The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 101.11 (2016): 4062-4069.

Li, De-Kun, et al. „Urine bisphenol-A level in relation to obesity and overweight in school-age children.“ PloS one 8.6 (2013): e65399.

Yan, Sujuan, et al. „Bisphenol A and 17β-estradiol promote arrhythmia in the female heart via alteration of calcium handling.“ PloS one 6.9 (2011): e25455.

Sabanayagam, Charumathi, Srinivas Teppala, and Anoop Shankar. „Relationship between urinary bisphenol A levels and prediabetes among subjects free of diabetes.“ Acta diabetologica 50.4 (2013): 625-631.

Prins, Gail S., et al. „Prostate Cancer Risk and DNA Methylation Signatures in Aging Rats following Developmental BPA Exposure: A Dose–Response Analysis.“ Environmental Health Perspectives 77007 (2017): 1.

Kim, J. Y., et al. „Effects of bisphenol compounds on the growth and epithelial mesenchymal transition of MCF-7 CV human breast cancer cells.“ Journal of biomedical research 31.4 (2017): 358.

Gray, Janet M., et al. „State of the evidence 2017: an update on the connection between breast cancer and the environment.“ Environmental Health 16.1 (2017): 94.

Pergialiotis, Vasilios, et al. „Bisphenol A and adverse pregnancy outcomes: a systematic review of the literature.“ The Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine just-accepted (2017): 1-15.

Warnung für die Milchverfügbarkeit bei Plazenta-Verzehr nach der Geburt

Die Ferien sind nun fast zu Ende, und somit hoffe ich dass ich bald wieder ein wenig Zeit finden werde, etwas neues zu schreiben.
Für jetzt möchte ich auf einen Artikel aufmerksam machen über mögliche negative Effekte des Plazenta Kapsel-Konsums nach der Geburt, der immer beliebter wird. Sarah Hollister, eine Krankenschwester und Laktationsberaterin, schreibt in dem Artikel über ihre Beobachtungen und theoretische Bedenken, das dieser neuere Trend auf die mütterliche Milchproduktion einen negativen Einfluss haben könnte, indem die Milchproduktion über mögliche aktive Bestandteile der Plazenta zurückgefahren wird, und damit ein Grund für tatsächliche Probleme sein könnte, weshalb das Baby nicht gut genug versorgt wird, was normalerweise so gut wie nicht vor kommt, wenn es keine Probleme gibt.
 
Diese negativen Folgen sind selbstverständlich nicht bewiesen – genauso wenig wie mir Studien bekannt sind, die positive Effekte dieser neuen „alten“ Tradition belegen. Ich habe mir berichten lassen, dass es auch Frauen gibt, die diese Kapseln ohne negative Folgen für die Milchproduktion nehmen. Dennoch, ich finde dass die Bedenken, die hier geäußert werden, gravierend genug sind, dass man davon gehört haben sollte bevor man in den neuen Trend mit einsteigt …
 
Hier ist der Artikel, in Englisch:
 
https://www.happygoatproductions.com/blog/2017/9/6/a-lactation-consultants-perspective-on-placenta-encapsulation
Viel Erfolg!

Aktuell: Babys Mikrobiom – gratis Webinar

Unser Mikrobiom besteht aus allen Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, aber auch auf der Haut und den Schleimhäuten, etwa in Mund, Rachen, Nase und Genitalien. Und die sind super wichtig für uns – 38 Billionen Bakterien stehen 30 Billionen Körperzellen gegenüber – und die haben 300 Mal so viele Gene im Gepäck wie in unserem Erbgut! Und damit ist unser Enzym-Werkzeugkasten voll prall gefüllt, die uns helfen, Nährstoffe aus der Nahrung zu holen, oder tatsächlich Vitamine selbst herstellen – wie z.B. Vitamin K. Selbst Depressionen scheinen mit dem Mikrobiom zusammenzuhängen. Übrigens scheinen dünne Menschen ein besonders diverses Mikrobiom zu haben, Dicke weniger.

 Für alle, die gerne mehr über das Mikrobiom ihres Babys wissen wollen – in Englisch, dafür aber umsonst für die nächsten 7 Tage einsehbar (nach Registrierung)!

https://microbirth.teachable.com/p/free-webinar-10th-august-2017

Viel Erfolg!

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Meine 11 Top Tipps wie Du Deine schöne physiologische Geburt erreichst

Eine Geburt kann was wunderschönes sein. Ein Erlebnis, dass Dich bestätigt, und Dich durch das Geburtserlebnis als Frau und Mutter wachsen lässt. Das kann bestimmt bei allen Geburten der Fall sein, ob nun „natürlich“ oder nicht. Nur ist es bei natürlichen Geburten – unter den richtigen Voraussetzungen (und damit verstehe ich, wenn der Körper so funktionieren darf, wie es von der Natur her vorgesehen ist), bestimmt leichter, dieses so zu empfinden – vor allem die Geburt als Beweis und Bestätigung seiner Kraft und seiner Möglichkeiten zu empfinden.

Leider wird es den Müttern nicht immer leicht gemacht. Solche Geburtshelfer, die sich auf die physiologische (also natürliche) Geburt spezialisiert haben, fassen das in der Regel so zusammen. Ein normaler Geburtsbegleiter, der nur im Krankenhaus Geburten miterlebt, hat häufig kaum noch die Möglichkeit eine physiologische Geburt mitzuerleben (Reed, 2017). Diese Geburtshelfer unterscheiden dabei zwischen „normalen“ Geburten und physiologischen Geburten. Normale Geburten sind in der Regel vaginale Geburten, können aber auch Geburten durch Kaiserschnitte sein, wenn das in dem Gebiet eben das ist, was normalerweise stattfindet. Physiologische Geburten hingegen sind die, wo in der Tat die Frau nicht nur vaginal gebiert, sondern dabei von ihren Geburtshormonen in der Weise unterstützt wird, wie es von der Natur vorgesehen bzw. möglich ist.

Dies mag auch einer der Gründe sein, weshalb die Kaiserschnittrate weltweit jährlich zunimmt. Aktuelle Statistiken aus 150 Ländern zeigen eine globale Kaiserschnittrate von 18,6% aller Geburten – fast 1 von 5 Frauen auf der ganzen Welt gebärt per Kaiserschnitt. Daten aus 121 Ländern zeigen zusätzlich, dass zwischen 1990 und 2014, die globale Kaiserschnittsrate um 12,4% anstieg. In manchen Ländern liegt dabei die Kaiserschnittrate bei über 50% – in Deutschland sind wir dabei „nur“ bei 30,9 % aller Geburten – was in Europa eher ein Schlusslicht ist (siehe Graphik, OECD Daten).

Der Anteil der Risikoschwangerschaften hat in Deutschland auch beträchtlich zugenommen. Im Jahr 1999 wurden bereits bei 74% aller schwangeren Frauen Schwangerschaftsrisiken nach Kriterien der Mutterschaftsrichtlinien angegeben (Schücking, et al, 2004). Dabei sollte beachtet werden, dass Länder wie Schweden, die mit ungefähr 15% Kaiserschnittrate dabei sind, dieselben „Probleme“ haben wie wir – namentlich das spätere Kinderkriegen und Übergewicht, etc (mehr Informationen dazu findet ihr auch in diesem Beitrag). Dennoch benötigen die Schweden „nur“ halb so häufig einen Kaiserschnitt wie wir.

WHO sagte dazu: „Wie bei jeder Operation sind Kaiserschnitte mit kurz- und langfristigem Risiko verbunden, die sich jahrelang über die aktuelle Geburt hinaus erstrecken und die Gesundheit der Frau, ihres Kindes und zukünftiger Schwangerschaften beeinträchtigen können.“ (Bertran et al, 2016). „Wenn medizinisch gerechtfertigt, kann ein Kaiserschnitt die mütterliche und perinatale Mortalität und Morbidität verhindern. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass der Kaiserschnitt positiv ist für Frauen oder Kleinkinder, in denen es nicht erforderlich ist. Der Kaiserschnitt ist mit einem Kurz- und Langzeitrisiko verbunden, das über die laufende Geburt hinausgeht und zukünftige Schwangerschaften beeinträchtigen kann. Darüber hinaus scheint die Zunahme der Kaiserschnitt-Raten unkontrollierbar, ohne dass die Zunahme sich verlangsamt. Die Situation verschärft sich durch die Tatsache, dass die Ursachen des Aufstiegs nicht vollständig verstanden werden, als ein komplexes multifaktorielles Labyrinth mit Heilsystemen, Gesundheit-Dienstleistern, Frauen, Gesellschaften und sogar Mode und Medien“. Die WHO sagt übrigens, dass eine optimale Kaiserschnittrate bei 10% liegt (WHO Statement, 2015). Darüber und darunter sind Frauen und ihre Babys nicht optimal versorgt (das heisst, dass es zu weniger guten Ergebnissen kommt, statistisch (also quasi flächendeckend) gesehen).

Wie bereits anderswo im meinem Blog erwähnt, können Langzeitfolgen eines Kaiserschnittes mitunter sein: Für Baby Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch kausale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008), und neurologische Entwicklungsstörungen (20% erhöhte Wahrscheinlichkeit, Chen et al, 2017). Für Mama kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können, und Probleme die Mutter-Kind Bindung aufzubauen.

Also was können wir, die Mamas, tun, um einen ungewollten und ungebrauchten Kaiserschnitt zu vermeiden? Wie kann man die Chancen erhöhen, eine natürliche, physiologische Geburt zu haben?

  1. Lade medizinisches Personal zu Deiner Geburt ein, die ihre Kompetenz, Dich in Deinem Geburtswunsch zu unterstützen, mit Zahlen belegen können. Es kommt nicht nur aufs Herz an, sondern auch auf das Wissen, eine Frau in ihrem Wunsch praktisch unterstützen zu können. Nur Zahlen können diese Kompetenz klar belegen.
  2. Am Besten ist eine 1:1 Unterstützung Deiner gewählten geburtstechnisch kompetenten Begleitperson. Personalmangel steht als einer der vermuteten Gründe des Zunehmen der Kaiserschnittrate im Raum.
  3. Bereite Dich auch gut mental auf Deine Geburt vor – Angst vor der Geburt steht einer physiologischen Geburt nur im Wege. Ein guter Geburtsvorbereitungskurs kann hier erheblich weiterhelfen. Vorsicht bei den normalen Geburtsvorbereitungskursen – sie schüren die Angst vor der Geburt (siehe hier)
  4. Werde physisch aktiv! Becken-Balance ist wichtiger Faktor, wie Dein Baby vor der Geburt zum Liegen kommt, und das ist wiederum ein wichtiger Faktor für die Geburt, und welche Optionen Du hast! Außerdem kann Sport sogar Dein Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, erheblich verringern!
  5. Ernähre Dich gesund und Vitamin- und Mineralstoffreich! Es gibt viele Studien, die belegen, wie wichtig es ist, dass die Schwangerschaft besser verläuft, wenn Vitamin X oder Mineral X gut vorhanden ist. Besonders auf den Punkt bringend finde ich eine kleine Studie, die zeigte, dass Mütter, die Datteln in der Schwangerschaft aßen, eine kürzere Öffnungsphase in der Geburt hatten – was darauf hindeutet, dass ein ausgewogener, und gut ernährter Körper besser auf die Geburt vorbereitet ist. Ausserdem kann auch unsere Ernährung beeinflussen, ob sich die Fruchtblase vor der eigentlichen Geburt öffnet, oder erst irgendwann während der Geburt (welches vorzuziehen ist).
  6. Eine Doula kann in unserem Krankenhaus-Milieu viel dazu beitragen, dass es nicht zum Kaiserschnitt kommt. In einer neueren Meta-Analyse-Studie (also eine, die mehrere andere zusammenfasst  (Fortier et al, 2015 – Schwangere insgesamt=2019, Schwangere mit Doula=1014)), die nur solche Studien in Betracht zog, die sich ausschließlich mit Erstgebärenden, die keine Risikoschwangerschaft haben, betrachtete, fand dass mit Doula-Unterstützung die Kaiserschnittrate um mehr als 30% niedriger war, als ohne – das würde bedeuten, dass deutschlandweit, wenn jede Schwangere eine Doula zur Verfügung hätte, die der Ausbildung in der Studie gleichkäme, die Kaiserschnittrate bei nur noch 21% liegen würde.
  7. Ermögliche Deinem Körper, dass die Hormone für ihn in der Geburt arbeiten können. Dazu ist es am Besten, wenn der Neokortex nicht angeregt wird – also kein grelles/helles Licht, kein Reden, kein logisches Denken, kein sich beobachtet fühlen. Stattdessen ein in-sich-kehren, sich beschützt fühlen, und- wie bereits gesagt – keine Angst haben, und entspannt und positiv sein.
  8. Bleibe aktiv während der Geburt. Lass das Bett keine Rolle in Deiner Geburt spielen. Eine Cochrane Bewertung (eine große Meta-Analyse anderer Studien), die über 3700 Schwangere umfasste, fand, dass jene Frauen, die aufrecht waren, eine verkürzte Öffnungsphase von über einer Stunde hatten, und weniger PDAs brauchten.
  9. Baue schon während der Schwangerschaft eine gute und innige Beziehung zu Deinem Kind auf. Es gibt Studien die belegen, dass solche Kinder weniger häufig zu früh geboren werden, und seltener ein niedriges Geburtsgewicht haben. Auch hat dies positive Auswirkungen auf Mama, und Papa und selbst ihre Beziehung zueinander! Außerdem ist Dein Baby Dein Verbündeter in der Geburt!
  10. Lade die passenden (nicht-medizinischen) Leute zu Deiner Geburt ein – sie sollten Dich voll und ganz unterstützen, mit Dir in dieselbe Richtung blicken, und Dir ständig positive Bestätigung geben – dies hilft der Mutter voller Selbstvertrauen und Gelassenheit ihren Körper einfach machen zu lassen. Das ist einfach so wichtig in der Geburt! Aber beachtet, dass sie tatsächlich voller Zuversicht sein sollte – denn ihr spürt Angst, und die überträgt sich dann auf euch!
  11. Und dann, last but certainly not least: Glaube daran, dass Du eine tolle erfüllende Geburt erleben wirst! Dein Baby und Du seid einfach ein tolles Team!

Viel Erfolg!

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Quellen:

Betran, A. P., et al. „WHO Statement on caesarean section rates.“ BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology 123.5 (2016): 667-670.

Schücking, Beate, and Clarissa Schwarz. „Technisierung der“ normalen“ Geburt. Interventionen im Kreißsaal.“ Dokumentation Forschungsprojekte 1 (2005): 1999-2004.

WHO. „Caesarean sections should only be performed when medically necessary“. News release. ​​10 APRIL 2015.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Reed, Rachel. Interview „Better Birth 360“. 2017.

Chen, Ginden, et al. „Associations of caesarean delivery and the occurrence of neurodevelopmental disorders, asthma or obesity in childhood based on Taiwan birth cohort study.“ BMJ open 7.9 (2017): e017086.

Beckenendlage-Geburt: vaginal oder per Kaiserschnitt?

Ihr steht kurz vor der Geburt, und euer Baby ist noch in Beckenendlage? Dann möchte ich euch hier noch ein paar Informationen dazu geben. Für meine HypnoBirthing-Mütter empfehle ich, dies in der Tat nur in diesem Falle weiter zu lesen.

Da eine Studie um die 2000 das Ergebnis berichtete, dass vaginale Beckenendlage (BEL)-Geburten schlechtere Ergebnisse haben als Kaiserschnitt-Geburten eines BEL-Babys (Hannah et al, 2000), wurden sie daraufhin so gut wie abgeschafft. Das ist nicht gerechtfertigt, denn es gibt methodologische Probleme mit der Studie. Sie Studie war völlig undifferenziert, was dazu geführt hat, dass man sogar Verletzungen und Probleme, die durch eine falsche Handhabung des Personals kamen (wie zum Beispiel Ziehen am Kinde, wenn man es nicht tun sollte) einer Beckenendlage „gutgegschrieben“ hat (übrigens: selbst diese Studie, fand in einem Follow-Up (2 Jahre später, Hannah et al, 2004; Whyte et al, 2004) keine erheblichen Unterschiede für die Kinder.

Dank neueren Studien (z.B. Goffinet et al, 2006), die eine bessere Methodologie hatten, wurde dieses schlechte Zeugnis für BEL-Geburten wieder weitestgehend korrigiert (auch dank der Follow-Up-Studie), und die BEL findet ihren Weg ganz langsam wieder in unsere Geburts-Möglichkeiten. Was allerdings auch klar aus den Studien hervor geht, ist, dass wenn man eine BEL-Geburt ins Auge fassen will, es sehr wichtig ist, sich Personal zur Unterstützung dazu zunehmen, die dafür jedes Jahr wieder geschult werden, und womöglich auch noch eigene Erfahrung darin haben.

Das ist wichtig, weil Kaiserschnitte seine eigenen – wenn auch schlechter messbaren – Langzeitfolgen hat. Für Baby können diese sein: Allergien – je nach Studie 500 % – 37 % erhöhte Wahrscheinlichkeit (Henry Ford Health System, 2013; Renz‐Polster et al, 2005); Obesität (13 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Li et al, 2013); Asthma (zwischen 20% und bis zu 20 Mal so wahrscheinlich, Sevelsted et al, 2015 bzw. Arrieta et al, 2015 (extrapoliert durch causale Linkung, die höchstwahrscheinlich nicht voll übertragbar ist); Diabetes Typ 1 (20 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, Cardwell et al, 2008). Hier ist die allgemeine Annahme, dass bei der vaginalen Geburt dem Baby gute Mikrobiome mitgegeben werden, die wichtig sind, damit alles seinen guten, gesunden, gewohnten Lauf nimmt. Wenn die am Anfang fehlen, wie zum Beispiel bei einer Kaiserschnittgeburt, käme es zu Problemen. Es soll hier aber auch erwähnt werden, dass die Schlussfolgerungen noch nicht am Ende sind, es gibt auch Studien, die erfragen, ob dies Folgen vom Kaiserschnitt sind, oder an was anderem liegt.

Aber es kommt auch zu negativen Folgen für Mama – jede Menge kurzfristige Probleme (wie es halt zu erwarten ist, wenn einem der Bauch aufgeschnitten wird), aber auch u.U. langfristige Probleme bei der Narbenverheilung, und Folgeprobleme und Gefahren wegen Narbe bei weiteren Geburten, die durchaus wichtig sein können.

Dennoch, Louwen et al, 2017 berichtet, dass aufrechte vaginale BEL-Geburten ein Chancenverhältnis von 1,37  (die Autoren nennt das im Übrigen vergleichbar gute Resultate) verglichen mit vaginale Geburten, wo die Kinder „richtig“ herum liegen – also mit dem Kopf nach unten – sofern die Mütter zur Geburt horizontal waren. Deshalb, und weil die meisten Krankenhäuser solche BEL-Geburten nicht unterstützen, finde ich: auch wenn ihr einer vaginalen BEL-Geburt aufgeschlossen seid, solange es Mutter und Kind dabei gut geht, könnt ihr dennoch die Dehnungsübungen für Beckenbalance und zusätzlichen Übungen zum spontanen Drehen eines BEL-Babys in die Kopf-zuerst-Lage zu bringen versucht euer Kind mit  – so wie wir das auch im Kurs abdecken, oder bei spinningbabies.com gelehrt wird. Nur lasst euch halt nicht stressen – hier im Stuttgarter Raum gibt es ja die Filderklinik, die hat sehr viel Erfahrung mit BEL, also ist das auch überhaupt kein Problem, wenn Baby sich letztendlich doch nicht drehen mag!

Zum visualisieren gibt es u.a. diesen Eintrag auf meinem Blog:

Tolle Fotos von einer Beckenendlage-Hausgeburt!

Viel Erfolg!

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Quellen:

Hannah, Mary E., et al. „Planned caesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: a randomised multicentre trial.“ The Lancet356.9239 (2000): 1375-1383.

Whyte, Hilary, et al. „Outcomes of children at 2 years after planned cesarean birth versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the International Randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 864-871.

Hannah, Mary E., et al. „Maternal outcomes at 2 years after planned cesarean section versus planned vaginal birth for breech presentation at term: the international randomized Term Breech Trial.“ American journal of obstetrics and gynecology 191.3 (2004): 917-927.

Goffinet, François, et al. „Is planned vaginal delivery for breech presentation at term still an option? Results of an observational prospective survey in France and Belgium.“ American journal of obstetrics and gynecology 194.4 (2006): 1002-1011.

Louwen, Frank, et al. „Does breech delivery in an upright position instead of on the back improve outcomes and avoid cesareans?.“ International Journal of Gynecology & Obstetrics 136.2 (2017): 151-161.

Renz‐Polster, H., et al. „Caesarean section delivery and the risk of allergic disorders in childhood.“ Clinical & Experimental Allergy 35.11 (2005): 1466-1472.

Henry Ford Health System. „Babies born by C-section at risk of developing allergies.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 25 February 2013. <www.sciencedaily.com/releases/2013/02/130225091904.htm>

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

Arrieta, Marie-Claire, et al. „Early infancy microbial and metabolic alterations affect risk of childhood asthma.“ Science translational medicine 7.307 (2015): 307ra152-307ra152.

Sevelsted, Astrid, et al. „Cesarean section and chronic immune disorders.“ Pediatrics 135.1 (2015): e92-e98.

Tolle Fotos von einer Beckenendlage-Hausgeburt!

Habt ihr schon von Beckenendlagen-Geburten gehört, das ist wenn das Baby mit dem Popo nach unten herum liegt? Das kommt in ca. 3-4 % aller Geburten vor. Normal, in ca. 96 – 97 % aller Fälle (bei Geburt), ist das Baby anders herum, mit dem Kopf nach unten.

Hier sind ein paar Bilder zu einer wunderschönen BEL-Geburt:

http://www.kidspot.com.au/birth/galleries/pregnancy-galleries/whoa-these-photos-of-a-vaginal-breech-birth-are-unbelievable?image=1

Im Übrigen findet ihr auch andere Informationen zu Beckenendlage auf meinem Blog, wie zum Beispiel diesen Beitrag hier:

Beckenendlage-Geburt: vaginal oder per Kaiserschnitt?

Viel Erfolg!

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Wunderschönes Geburtsvideo zum visualisieren!

In diesem Video sieht man ein Baby, das in der intakten Fruchtblase auf die Welt kommt! Man sagt, diese Geburten sind besonders sanfte Geburten (und sind auf jeden Falls ehr selten)!

Geniesst!

Beautiful waterbirth that one of my clients had. I am so glad I caught it all on video and that I am allowed to share it. 🙂

Posted by NewLife Doula & Birth Services on Mittwoch, 19. Juli 2017

Risiken des Ultraschalls in der Schwangerschaft

Falls ihr meinen letzten Beitrag zu Ultraschall in der Schwangerschaft noch nicht gesehen habt – hier ist er:

Gesundheitsbedenken bei Ultraschalluntersuchungen des Babys vor der Geburt | Geburtswege

Gesundheitsbedenken bei Ultraschalluntersuchungen des Babys vor der Geburt | Geburtswegehttp://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/gesundheitsbedenken-bei-ultraschalluntersuchungen-des-babys-vor-der-geburt/So fand eine Studie (Campbell 1993) dass 2-4-jährige Kinder, die Sprachentwicklungsprobleme hatten, während der Schwangerschaft häufiger Ultraschalluntersuchungen ausgesetzt…

 

Ich habe soeben einen Beitrag zu diesem Thema gefunden, der leider noch viel drastischer ist – es gibt eine Chinesische Studie, am Menschen, der recht klar zeigte, dass es durchaus sehr gravierende Gesundheitsbedenken gibt beim Ultraschall.

Hier ist der Beitrag (auf Englisch):

Ultrasound – Is it Safe During Pregnancy? | Spiritual Birth

Ultrasound – Is it Safe During Pregnancy? | Spiritual Birthhttp://www.spiritualbirth.net/ultrasound-is-it-safe-during-pregnancyObstetric ultrasound diagnostic techniques should carefully adhere to a cautious scientific attitude and exposure should be kept to a minimum during pregnancy.

 

In diesem Artikel wird die unten genannte Publikation wichtiger Studien aus China noch einmal kurz und bündig zusammengefasst.

Es wurde gefunden dass der vorgeburtliche Ultraschall DNA, Zellen und Neuronen des Babys während der Schwangerschaft schädigt, und zelluläre, neurologischen und epigenetischen Schädigung des ungeborenen Kindes verursacht. Ultraschall schadet den Chorionzotten, dem Chorion-Gewebe, den empfindlichen Organen, der Hornhaut des Auges, Neuronen und den DNA-Strukturen.

Folgendes sind die Empfehlungen im Umgang mit Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft:

1. Ultraschall sollte nur bei bestimmten medizinischen Indikationen verwendet werden.

2. Wenn Ultraschall verwendet wird, sollte man sich strikt an das kleinste-Dosis-Prinzip halten, sowohl in Intensität des Ultraschalls, als auch zeitliche Länge.

3. Fetaler Ultraschall sollte aus keinem anderen Grund als für medizinische Indikationen benutzt werden, auch nicht für die Identifizierung des Geschlechts oder vorgeburtlicher Bindungsaufbau (Fotos, Videos).

4. Am besten sollte Ultraschall in der frühen Schwangerschaft (die ersten drei Monate) vermieden werden. Wenn unvermeidbar, minimiert Einwirkung von Ultraschall. Auch später in der Schwangerschaft, während der 2. oder 3. Trimester, begrenzt Ultraschall auf 3-5 Minuten für sensible Bereiche wie das fötale Gehirn, Augen, Rückenmark und Herz.

Die Studien zu diesem Thema kann man sich auch in einer Zusammenfassung auf Amazon kaufen. Alternativ gibt es auch eine kürzere Zusammenfassung, kostenlos hier.

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Studie: West, J. „50 Human Studies, in Utero, Conducted in Modern China, Indicate Extreme Risk for Prenatal Ultrasound: A New Bibliography“. 2015

Rezept-Tipp: Wassermelone-Bananen-Smoothie

Jetzt ist endlich wieder Wassermelonen-Zeit! In unsere Geschäfte kommen ja zur Zeit wieder diese völlig riesigen 10-Kilo-Wassermelonen. Ich liebe Wassermelone, und sie sind auch sehr gesund (und die Kerne übrigens auch im besonderen Masse).

Wassermelone ist eine Vitamin-A Bombe, hat aber noch weitere tolle Bestandteile. Wie zum Beispiel Lycopin (ein Antioxidant). Lycopin sorgt für ein gesundes Herz und starke Knochen, und stärkt dank seiner antientzündlichen Wirkung auch noch das Immunsystem und hilft, unkontrollierte Zellvermehrung zu verringern, welches das Risiko einer Krebserkrankung senkt. Hinzu kommt noch Vitamin C, ein nennenswerter Eisen-Anteil sowie ein geringer Natriumgehalt. So sorgt die Wassermelone mit dem vielen Wasser auch noch für Entwässerung und Reinigung der Nieren. Hört sich doch alles gut an, oder?

Als es dann heute morgen wieder so ein irre Ding im Supermarkt gab, habe sie trotz der Wahnsinns-Größe mit nach Hause genommen – ich meine, wer kann bei den tollen Eigenschaften und fantastischen Geschmack denn schon nein sagen ;-). Aber bei der Größe frage sogar ich mich ganz ehrlich, wie wir die essen sollen bevor sie kaputt geht.

Zuhause angekommen, habe ich beschlossen, die Wassermelone zum Smoothie zu verarbeiten (nicht die ganze 😉 ). Ich nahm: zwei tolle reife Bio-Bananen, eine grosse Scheibe Wassermelone, und dazu ein wenig Bio-Zuckerrohr-Melasse (so viel wie euch zusagt), und ein bisschen Bourbon-Vanille.

Bananen enthalten z.B Kalium und Magnesium, welche für die Funktion von Muskeln und Nerven sowie für die Energiegewinnung und den Elektrolyt-Haushalt wichtig sind, aber auch Phosphor, Eisen (für alle gut, aber besonders Schwangere), Kalzium und Zink, ein wenig Vitamine C, A, K und verschiedene Vitamine der B-Gruppe, vor allem Vitamin B6.

Melasse ist ebenfalls ein super Ding und sollte in keinem Smoothie fehlen, denn „Melasse enthält nicht nur Zucker (etwa 60 %, also dennoch sparsam damit sein!) und andere Kohlenstoffe, sondern auch Vitamine, Rohproteine (Aminosäuren), diverse Mineralstoffe und Spurenelemente. So finden sich alle B-Vitamine, aber auch die Aminosäuren Histidin, Phenylalanin, Leuzin, Isoleuzin, Valin, Theonin und die Glutainsäure in der Melasse. Ferner Mineralstofffe und Spurenelemente wie Selen, Kupfer, Kobald, Chrom, Eisen, Mangan, Zink, Natrium, Kalium, Phosphor, Schwefel, Magnesium, Chlorid und Calcium. Viele dieser Mineralstoffe und Spurenelemente sind wichtig für den Knochenstoffwechsel. Osteoporose z.B. kommt nicht automatisch durch vermeintlichen Hormonmangel im Alter, sondern vielmehr durch Mangezustände an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen“ (das meiste zu Melasse kommt von http://www.kriech-gsund.com/pages/gesundheitsberatung/hilfe-zur-selbsthilfe/melasse-roh-schwarz.php).

Bourbon Vanille (also das echte Zeug, nicht so ein Vanillin-Zeug oder Aroma) hat ebenfalls reichliche Gesundheitsvorteile, soll vor allem bei Hautkrankheiten helfen, aber u.U. sogar Krebs, und kann vielleicht auch Linderung bei Schwangerschaftsübelkeit bringen (https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vanille-ia.html). Und es schmeckt einfach toll!

Je nach Geschmack kannst Du eventuell auch probieren, ob ein wenig Zimt Dir zusätzliche Gaumenfreuden schenkt :-).

Hat uns allen auf jeden Fall sehr gut geschmeckt! Zum Wohl!

Quellen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vanille-ia.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/wassermelone-bluthochdruck-ia.html

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst/wassermelone

http://www.focus.de/gesundheit/videos/gesunder-alleskoenner-vitamin-a-bombe-darum-macht-sie-wassermelone-gesund_id_7136231.html

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst/banane

http://www.kriech-gsund.com/pages/gesundheitsberatung/hilfe-zur-selbsthilfe/melasse-roh-schwarz.php

http://www.vital.de/gesunde-ernaehrung/zucker/artikel/melasse-ist-das-zucker-nebenerzeugnis-gesund

I❶I Schwarze Melasse, Helfer bei vielen Beschwerden

 

 

 

Zahnpflege, Karies, Schwangerschaft und sowieso

„Egal was ich mache, ich bekomme immer Karies. Ich habe einfach schlechte Zähne“.

Das habe ich mir so auch mal gedacht. Als Kind ging es ständig zum Zahnarzt. Aber irgendwann hat es aufgehört – meine Zähne wurden wohl besser ;-).

Vor einiger Zeit bin ich auf die Idee gestoßen, dass Karies auch eine Sache ist, die durch Mangelerscheinungen hervorgerufen wird – vor allem Mangel der Vitamine A, D E und K, und wahrscheinlich auch Vitamin B und Vitamin C, Einen guten Artikel dazu findet ihr hier, vom Autor des Buches „Karies heilen“. Um Vitamin A und D auszugleichen ist Lebertran sehr gut, allerdings ist das Risiko von Verunreinigung des Lebertrans mit Giftstoffen wie Polychlorierten Biphenylen (PCB) recht hoch, eventuell ist es besser auf andere Quellen zurückzugreifen wie Vitaminpräparate. Falls eure Wahl auf Lebertran fällt, dann eher einen der ohne Hitzebehandlung hergestellt wurde, weil sonst Vitamin D und möglicherweise auch andere Inhaltsstoffe verloren gehen, und darauf achten, nicht noch zusätzliches Vitamin A aus anderen Präparaten zu euch zu nehmen, da dies auch sehr hoch dosiert ist in Lebertran. Genug Vitamin D durch Sonne bekommt man heutzutage sehr schwer, sogar im Sommer, und zwischen September bis März ist es fast ausgeschlossen, da die Sonne zu tief am Horizont ist (von Helden, 2015).

Wenn Du häufig Zahnstein hast, hast Du wahrscheinlich Vitamin K Mangel – denn dann wird das Kalzium nicht dorthin transportiert, wo es gut ist, sondern endet womöglich an den Zähnen oder in den Arterien – eine Liste guter Nahrungsmittel für Vitamin K findet ihr ganz unten am Schluss, kurz vor den Quellen.

Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auf ein interessantes Interview mit einer ehemaligen Zahnärztin gestoßen. Er spricht Dinge an, die ich auch in der gesamten klassischen Geburtsbegleitung ebenfalls häufig zu erkennen glaube.

Lest es euch doch durch – es spricht auch über „was man in der Schwangerschaft vermeiden sollte“ – wie zum Beispiel professionelle Zahnreinigung (wegen den fluoridhaltigen Hilfsmitteln).

Karies heilen? Eine Zahnärztin packt aus! Tipps für gesunde Zähne - Ich lebe grün!

Karies heilen? Eine Zahnärztin packt aus! Tipps für gesunde Zähne – Ich lebe grün!https://www.ichlebegruen.de/Artikel/370/Karies_heilen_Eine_Zahnaerztin_packt_aus_Tipps_fuer_gesunde_ZaehneKarin: Ich sehe heute viele Dinge ganz anders, als zu der Zeit, während ich noch in meinem Beruf tätig war. Das Problem ist, wenn du in deinem Job und dem System drin steckst,…

Hier findet ihr weitere Vitamin D Infos:

Vitamin D | Geburtswege

Vitamin D | Geburtswegehttp://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/?s=Vitamin+D&submit=SuchenFinde Artikel zu Hashimoto, Thyreoiditis, Gelbsucht in Babys, Autismus in Babys, Molar Incisor Hypomineralisation in euren Kindern(wichtig bereits WÄHREND der Schwangerschaft)

 

 

 

 

Fleisch Innereien (Leber), ferner Muskelfleisch von Rind, Kalb, Schwein
Nährmittel Roggenvollkorn, Weizenvollkorn, Kleie, Weizenkeime, Sojamehl
Fett Traubenkernöl, Maiskeimöl
Milchprod. Fettreiche Milchprodukte, z.B. Quark 40%, Sahne, fette Käsesorten, Sahnejoghurt etc.
Eier Eigelb
Gemüse vor allem Rotkohl und roher Sauerkraut, ferner Linsen, Rosenkohl, Spinat, Blumenkohl, Weißkohl und andere Kohlarten, Broccoli und anderes grünes Gemüse, weiterhin Knollensellerie, Sprossen- und Lauchgemüse, Sojabohnen, Bohnen, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln, Pilze (Pfifferlinge, Butterpilze, Steinpilze), Salat
Obst Kern-, Stein- und Beerenobst, Südfrüchte (außer Zitrusfrüchte)
Gewürze Kräuter (z.B. Kresse, Petersilie, Schnittlauch, Dill, Pfefferminze, Basilikum, Estragon, Beifuß, Oregano), Suppengrün, Paprika, Wacholder, Knoblauch
Sonstiges Sojaerzeugnisse

Vitamin K – Liste von Jameda.de

Quellen:

http://www.naehrwertrechner.de/naehrwerte-details/Q730000/Lebertran/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-k-ia.html

https://www.jameda.de/naehrstoffe/vitamin-k2/

http://www.kariesvorbeugung.de/pressemeldung/article/gesunde-ernaehrung-fuer-gesunde-zaehne-mit-der-richtigen-lebensmittelauswahl-karies-vorbeugen.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/karies.html

http://www.lebertran-info.de/

von Helden, Raimund. „Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“. Taschenbuch – 2015

 

 

Vitamin D und Gelbsucht in Babys

Ich habe heute über Vitamin D, Sonne, und Babys nachgedacht, und wollte wissen, was denn Studien über den Zusammenhang von Vitamin D und Gelbsucht sagen – immerhin ist eine Therapiemöglichkeiten von gelbsüchtigen Babys Sonne!

Ich habe mir gedacht, wenn nun die Mama nicht genug Vitamin D hat, dann kann ja das Neugeborene, das vielleicht auch noch nur im Haus bleibt in den ersten Tagen und Wochen, oder im Winter geboren wird, seine Vitamin D Zufuhr nur von der Mama bekommen! Und wenn die, wie in Deutschland, in der Altersklasse, in der man vor allem Kinder bekommt, zu mindestens 50 % Vitamin D Mangel hat (Hintzpeter et al, 2008, 18-34, + ein kleiner Einfluss von 35-64 Jahren. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass 50 nmol/L = 20 ng/ml weit weg ist von einem optimalen Vitamin D Wert, der immer als über 30 ng/ml und eher zwischen 35 und 45 ng/ml angesehen wird)… . Na ja, das Bild ist glaube ich klar genug …

Also, ich habe nur eine gefunden, die diesen Zusammenhang studiert hat (Aletayeb, 2016). Sie ist sehr klein, und noch dazu gab es einen erheblichen Unterschied in den beiden Gruppen zwischen vaginalen Geburten und Kaiserschnittgeburten – was bedeutet, dass es sehr schwer ist, zu wissen, dass man das Richtige misst – ein Unterschied könnte z.B. auch sein, dass bei Kaiserschnittgeburten standardmässig die Nabelschnur früher oder später getrennt wurde – darauf wird in der Studie überhaupt nicht eingegangen.

Das erste vorneweg – gelbsüchtige Babys haben tatsächlich häufig einen niedrigeren Vitamin D Spiegel als die, die keine entwickeln (Aletayeb, 2016).

Kommt das von den Mamas? Mir als unerklärlich scheint, dass die Autoren zum Schluss kommen, dass es zwischen den Müttern in der Fall- und Kontrollgruppe in ihren 25-hydroxy vitamin D Werten zu keinen statistisch signifikanten Unterschieden kam, die Mittelwerte und Standardabweichungen werden aber als jeweils 22.49±80.30 und 80.19±26.26 (nmol/L) angegeben – 22.49 als Durchschnitt ist sehr niedrig – nur 9 ng/ml (wie oben erwähnt, ein Wert von weniger als 20 ng/ml gilt als Defizit, ab 30 ng/ml kann man von gut sprechen), und das ist der Durchschnittswert der 30 Mütter! Das heißt, das einige noch weniger hatten – die Standardabweichung war allerdings sehr hoch, 32 ng/ml – was bedeutet, dass Vitamin D wohl zumindest nicht der einzige Faktor ist, ob ein Baby Gelbsucht entwickelt, denn einige der Mütter hatten auch gute Vitamin D Werte. In der Kontrollgruppe ist der Durchschnittswert mit rund 32 ng/ml angegeben, und was ebenso wichtig ist, viel weniger Mütter hatten einen niedrigeren Wert, denn die Standardabweichung ist „nur“ 10.5 ng/ml.

Eine weitere interessante Studie in dem Zusammenhang berichtet im Übrigen von einer signifikanten direkten Korrelation zwischen mütterlichen Vitamin D Aufnahme und der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft.

Weitere relevante evidenzbasierte Blogeinträge zu Vitamin D:

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/hashimoto-thyreoiditis-und-vitamin-d/

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/zaehne-und-molar-incisor-hypomineralisation/

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/vitamin-d-mangel-erhoeht-die-gefahr-von-autismus/

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Quellen:

Bhutani, Vinod K., Lois Johnson, and Emidio M. Sivieri. „Predictive ability of a predischarge hour-specific serum bilirubin for subsequent significant hyperbilirubinemia in healthy term and near-term newborns.“ Pediatrics 103.1 (1999): 6-14.

Hintzpeter, Birte, et al. „Vitamin D status and health correlates among German adults.“ European journal of clinical nutrition 62.9 (2008): 1079-1089.

Aletayeb, Seyyed Mohammad Hassan, et al. „Comparison between maternal and neonatal serum vitamin D levels in term jaundiced and nonjaundiced cases.“ Journal of the Chinese Medical Association 79.11 (2016): 614-617.

Maghbooli, Zhila, et al. „Vitamin D status in mothers and their newborns in Iran.“ BMC pregnancy and childbirth 7.1 (2007).

Hashimoto-Thyreoiditis (autoimmune Schilddrüsenentzündung) und Vitamin D

Ich beobachte zur Zeit, dass viele Mamas zu mir kommen, die mit Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert wurden.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Anfangs kann es dabei zur Schilddrüsenüberfunktion kommen, aber auf Dauer führt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Bei der anfänglichen Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann es zu folgenden Symptomen kommen: Gewichtsverlust, Nervosität, Zittern, Durchfall, Schwitzen und Herzklopfen. Nachdem es zur Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) gekommen ist, sind häufige Beschwerden Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und depressive Verstimmungen.

Ich möchte hier eine Idee in den Raum werfen. Hashimoto wird zu einer der beiden meistverbreitendsten Formen von autoimmunen thyroiden Erkrankungen (AITE) gezählt (Ma et al, 2015). Dieselbe Studie zeigte ebenfalls, dass bei Erkrankten ihr Vitamin D Spiegel (Serum 25(OH)D Werte) um ca. 4 ng/ml weiter unten lag, bei um die 13 ng/ml, als bei der Kontrollgruppe ohne Hashimoto (die hatten so ca 17 ng/ml) lag. Es gibt auch weitere Studien, deren Ergebnisse hindeuten, dass es einen Link gibt zwischen niedrigen 25(OH)D Werten und autoimmunen thyroiden Erkrankungen gibt, wie z.B. Wang et al, 2015.

Zu diesen Werten ist folgendes anzumerken. Sie sind sehr niedrig, von beiden, Hashimoto-Patienten und Kontrollgruppe – was wenig verwunderlich ist. Es ist bekannt, dass dier Vitamin D Spiegel in allen Einwohnern von Industrieländern unzureichend ist. Dr Raimund von Helden, der Autor von „Gesund in 7 Tagen„, erforscht seit 2005 den Vitamin-D-Mangel und ist der Entdecker und Erstbeschreiber des akuten Vitamin-D Mangel-Syndroms. In seinem Buch sagt er, dass es ungefährlich ist, unter 100 ng/ml zu sein, und dass ein Wert von 50 ng/ml angestrebt werden sollte, um nicht nur einen Schutz gegen Osteoporosis zu haben, sondern ebenfalls einen Schutz vor Krebs (wie hoch der optimale Wert ist, ist allerdings umstritten – normalerweise liegt sie allerdings bei mindestens 35 ng/ml).

Es ist ebenfalls bekannt, dass Vitamin D Mangel mit Autoimmunkrankheiten in Verbindung gebracht werden.

In Ma et al (2015) wurde gefunden, dass je 2 ng/ml (der angegebene Wert nach nmol/L zu ng/ml Konvertierung) Erhöhung des 25(OH)D Wertes eine 1.62-fache Verringerung des Risikos für Hashimoto Thyreoiditis entspricht – das ist ja schon ganz enorm! Und noch eine zusätzliche Spekulation: kann man Hashimoto durch Langzeit-Einführung von guten, und auf jeden Fall ungefährlichen Vitamin D Werten zumindest  aufhalten, ja vielleicht sogar lindern? Es gab bereits eine sehr kleine Studie zu dem Thema (Anaraki et al, 2017). Sie sind nicht den Richtlinien von R. von Helden (2015) gefolgt (Berichtigung des 25(OH)D Defizits durch eine (sehr) hohe Einmaldosis, danach Erhaltungsdosis). Stattdessen haben sie über 12 Wochen 50.000 IE pro Woche gegeben, welche zu einer stetigen Erhöhung des Serum 25(OH)D Wertes geführt hat, bis zu 45.53 ng/mL – also eine Erhöhung des 25(OH)D Wertes um 2,6 ng/ml pro Woche – also waren die Patienten, die Vitamin D erhalten haben, nach 6 Wochen immer noch unter 30 ng/ml.

Hier wurde das Experiment beendet, weil die Kontrollgruppe sehr niedrige Serum 25(OH)D Werte hatte (13.28 ng/ml), und es unethisch gewesen wäre, sie auf dem Plazebo zu halten. In ihrer Diskussion, ganz am Ende, bei Limitationen ihrer Studie, geben die Autoren an, dass, hätten sie länger Zeit gehabt, hätten sie Effekte des Vitamin D’s auf „outcome measures“ gefunden – kann man das nun so verstehen, dass sie aus welchen Gründen auch immer, positive Erkenntnisse nicht weiter benennen, sie aber nach Ende der 12 Wochen Periode gefunden haben?

Was unbeantwortet bleibt ist sind zwei Fragen: 1) ob durch die Gabe des Vitamin D’s eine weitere Verschlechterung des Zustands der Schilddrüse vermieden wird? und 2) ob der Körper einfach länger gute Werte von Vitamin D benötigt, um sich zu erholen, und messbare Verbesserungen zu zeigen? Zu 1) sollte man erklärend folgendes wissen. Normalerweise werden Schilddrüsen-Probleme erst nach durchschnittlich 10 Jahren diagnostiziert (Wentz, 2017), und der normale Test, der dazu benutzt wird, der TSH (thyroid stimulating hormone) Test scheint erst dann anzuschlagen, wenn schon ein Großteil der Schilddrüse bereits zerstört ist – Wentz sagt, dass da häufig bereits 90% der Schilddrüse zerstört sind (Wentz, 2017). Das bedeutet also, dass man eigentlich hätte messen müssen, ob in der Vitamin D Gruppe über einen langen Zeitraum ein weiteres Verschlechtern der Situation hat aufgefangen werden können, verglichen mit der Plazebogruppe – ein Wiederherstellen der Schilddrüse, nachdem sie bereits größtenteils zerstört ist, ist eventuell etwas komplexer als ein 3-Monate Job, und nur für Vitamin D als aktiver Bestandteil. Ich hoffe, dass noch eine Folgestudie erscheint.

Auf jeden Fall ist Vitamin D wichtig in der Schwangerschaft und danach. Es reduziert zum Beispiel die Gefahr von Diabetes (von Helden 2015) – lest euch dazu außerdem durch:

http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/zaehne-und-molar-incisor-hypomineralisation/ durch, und
http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/vitamin-d-mangel-erhoeht-die-gefahr-von-autismus/, und
http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/vitamin-d-und-gelbsucht-in-babys/

und senkt ansonsten drastisch die Gefahr von Diabetes Typ 1, und konnte sie manchmal sogar im Anfangsstadium in Remission gehen lassen (von Helden 2015).

Im Übrigen sagt Wentz, dass für eine Verbesserung der Schilddrüse-Funktion wichtig ist, alle Nährstoffe im Körper auszubalanzieren, und der Blutzucker ausgeglichen werden sollte. Sie sagt ebenfalls dass in 88% ihrer Klienten eine deutliche Verbesserung eintritt, wenn man Gluten aus der normalen Diät streicht, (80% durch das Weglassen von Milchprodukten, und 76% durch das Weglassen von Soya).

Desweiteren finde ich eine Idee interessant, der ich begegnet bin: es ist wie gesagt bekannt, dass wir Magnesium benötigen, um Vitamin D aufzunehmen. Es ist ebenfalls bekannt, dass Magnesium-Mangel ebenfalls ein Volksleiden ist. Die Idee ist die, dass unserem Vitamin D Mangel unser Magnesium-Mangel zugrunde liegt – und wenn wir den korrigieren, würde auch unser Vitamin D Mangel ausgeglichen. Dazu gibt es eine Studie  (Rude, et al, 1985). Sie besagt, dass es in der Tat nur durch Magnesium-Gabe zu einem nicht signifikantem Anstieg des Vitamin D (1,25-(OH)2D) Spiegels kam, nach 5-13 Tagen Magnesium-Gabe. Das Zusammenspiel zwischen Vitamin D und Magnesium ist auch durch andere Studien belegt worden, deshalb sollte man immer darauf achten, dass man genügend Magnesium zur Verfügung hat, wenn man gerne Vitamin D aufnehmen möchte.

Letzte Aktualisierung: 31.7.2017

Quellen:

RUDE, ROBERT K., et al. „Low serum concentrations of 1, 25-dihydroxyvitamin D in human magnesium deficiency.“ The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 61.5 (1985): 933-940. 

Ma, Jie, et al. „Lower serum 25-hydroxyvitamin D level is associated with 3 types of autoimmune thyroid diseases.“ Medicine 94.39 (2015).

Anaraki, Parichehr Vahabi, et al. „Effects of Vitamin D deficiency treatment on metabolic markers in Hashimoto thyroiditis patients.“ Journal of Research in Medical Sciences: The Official Journal of Isfahan University of Medical Sciences 22 (2017).

Dr Raimund von Helden, „Gesund in 7 Tagen„, 2015.

Wang, Jiying, et al. „Meta-analysis of the association between vitamin D and autoimmune thyroid disease.“ Nutrients 7.4 (2015): 2485-2498.

Izabella Wentz. „Thyroid Disorders and Immune Health“. Immune Defense Summit (2017).

… und manchmal kommt es anders als man denkt

Natürliche Geburten können auch mal länger dauern, und das ist OK, solange es Mutter und Kind gut geht! Die neuen „American Congress of Obstetricians and Gynecologists“ (ACOG) Richtlinien wurden vor Kurzem in diesem Sinne verändert. Früher war offizielle „aktive Geburt“ ab 4 cm Öffnung des Muttermundes. Aktive Geburtsphase ist ab da, wo man tatsächlich damit rechnen kann, dass es regelmässiger, „aktiver“ voran geht mit der Geburt. Aufgrund neuer Studien (in den letzten 10 Jahren) hat man endlich diese Zahl angepasst, und man weiss nun auch realistischere Zahlen für die heutige Geburt – vorbei ist die Zeit der „1 cm pro Stunde“ (wer mehr wissen möchte kann gerne entweder den Quellen unten folgen, oder auf evidencebasedbirth.com den Artikel lesen), und „aktive Geburt“ geht übrigens erst mit 6 cm los! Warum das relevant ist? Weil die neue Richtlinie besagt, dass man vor „aktiver Geburt“, also neuerdings 6 cm, nicht von Geburtsstillstand reden kann, und man damit ein häufiger Grund für ungeplante Kaiserschnitte wegfällt!

ACHTUNG: Wenn ihr schon im letzten drittel eurer Schwangerschaft seid, oder dies nach eurem HypnoBirthing Kurs ist: hört hier auf zu lesen, und seht euch das Video nicht mehr an, es bringt euch nichts, euch mit „was alles möglich ist“-Szenarien auseinander zu setzen! Dies ist ein VLOG einer Schwangeren, die ein absoluter Einzelfall ist! Sie ist ausserhalb aller Geburten in den Studien! Hört jetzt auf zu lesen, geht zu nächsten Video 🙂

Wenn ihr noch vor eurem Kurs steht, oder selber gerade in einer länger dauernden Geburt seid: dann schaut es euch an, wie toll so eine längere Geburt enden kann, wenn man sich und dem Kind die Zeit einräumt, und es locker und gelassen nehmen kann :-).

Also, hier NUR WEITERLESEN, wenn ihr wirklich wollt!

Hier ist ein VLOG von einer Schwangeren, die – nach einer „einfachen“ ersten Geburt – ganze 12 Tage Geburt hatte! Am ersten Tag noch voller Zieldrang, ändert sich das dann mit Fortschreiten der Tage 😉 gegen Ende gibt es dann wieder Familienausflüge und so :-). Diesen VLOG habe ich vor allem deshalb gepostet, damit man sich beswusst macht, dass man immer offen sein muss in einer Geburt, dass man nie vorherseagen kann, wie die Geburt verlaufen wird. Durch das Akzeptieren macht man es sich viel einfacher (vielleicht hätte diese mama dann keine Tränen vergossen, bevor sie sich mit ihrer Situation versöhnen konnte – sie sagt dann „I give up“ ;-)). Bei jeder Situation annehmen hilft HypnoBirthing im Übrigen ebenfalls – so wichtig!

Ansonsten bemerkenswert ist, dass sie sich die vaginalen Untersuchen auch selber macht. Und dann noch der Grund, weshalb es so lange gedauert hat: Baby hatte Schwierigkeiten beim Tiefertreten.

Chiropractor war ja da, sie haben auch den abdaminal lift & tuck gemacht. Drei Dinge, die zumindest nicht gezeigt wurden und vielleicht geholfen hätten ist der Eisbär, forward leaning inversion, und dann noch side-lying release (mehr Infos zu all diesen Techniken auf spinningbabies.com).

Quellen:

Neal, Jeremy L., et al. „“Active Labor” Duration and Dilation Rates Among Low‐Risk, Nulliparous Women With Spontaneous Labor Onset: A Systematic Review.“ Journal of Midwifery & Women’s Health 55.4 (2010): 308-318.

Zhang, Jun, et al. „Contemporary patterns of spontaneous labor with normal neonatal outcomes.“ Obstetrics and gynecology 116.6 (2010): 1281.

Geburt und Nabelschnur um den Hals

Dieses Geburtsvideo hat so viele lehrreiche Punkte. Dieses Video ist auch gut für HypnoBirthing Mamas für die detailgenauere Visualisierung.

Der erste Punkt ist wie wundervoll gut durchblutet die Vulva in der Geburtsphase ist. Das ist ja wirklich fantastisch zu sehen auf dem Video, bevor das Baby geboren wird. Diese gute Durchblutung ist die Vorbereitung des Gewebes auf die Anforderungen der Geburtsphase, auf das leichte entfalten des Perineums.

Der nächste interessante Punkt ist, dass die Nabelschnur ganze 5 (!!!) Mal um den Hals des Baby’s gewickelt war. Das war kein Problem für Baby im Bauch der Mama. Als es dann anfängt zu atmen, räuspert es sich recht häufig, das war vielleicht wegen der Nabelschnur.

Als nächstes bemerkt man wirklich das „high“ dass die Mutter reitet nach der Geburt. Dies ist durchaus normal nach einer physiologischen Geburt, durch die Hormone haben Mütter normalerweise das Gefühl inniger Liebe (für ihr neugeborenes Kind, aber auch für alle anderen im Raum 🙂 ).

Lernen und Anpassungen des Babys vor der Geburt

Lernen vor der Geburt? Genetische Veränderungen aufgrund des Lebens, das die schwangere Frau geführt hat? JA!

Guter Beitrag, wenn auch nicht ganz vollständig, auf TED.

 
Er ist zwar auf Englisch, aber es gibt deutsche Untertitel :-). Diese Informationen sollte man wissen, noch BEVOR man schwanger wird!

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Eisen niedrig, aber „Eisenunverträglichkeit“?

Ich habe immer wieder Mamas, die eine Art Eisenunverträglichkeit in der Schwangerschaft haben – sobald sie irgend etwas mit höherem Eisen zu sich nehmen, wird ihnen schlecht!

Das ist ja auch alles schön und gut, solange es zu keinen Eisenmangelerscheinungen kommt (zuckende Beine könnten ein Indiz darauf sein). Aber was tun, falls doch?

Diese Frage habe ich Leuten gestellt, die beruflich in der Schwangerschaftsbetreuung tätig sind. Hier sind die Antworten, die wie ich annehme für alle Leute mit diesem Problem interessant sein sollten, egal ob schwanger oder nicht:

Ihr habt alle diese Tipps ausprobiert? Lasst mich wissen, was funktioniert hat!

Ihr hattet das Problem, und habt eine andere Lösung gefunden? Bitte lasst sie mich wissen!

Viel Erfolg!

Lachgas bei der Geburt hat mögliche Folgen für’s Kind, sagt Studie

Mir wurde in meinen 2 „normalen“ Geburtsvorbereitungskursen vor der Geburt meines ersten Kindes gesagt, dass Lachgas keinerlei Probleme für mein Baby hätte. In der Tat wurde mir der Eindruck vermittelt, dass das Lachgas mein Kind überhaupt nicht erreiche.

Stellt euch meine Gefühle vor, als ich heute festgestellt habe, dass es bereits seit 1990, also 2 Jahrzehnte VOR der Geburt meiner Tochter, bereits eine Studie gab, die zeigte, dass Kinder, deren Mütter Lachgas zur Geburt erhielten, über 5 Mal so wahrscheinlich sind, Amphetaminabhängig zu werden, wie ihre Geschwister, die kein Lachgas zur Geburt erhielten!

Ach ja, und es ist im Übrigen völlig klar, dass Lachgas das Kind erreicht und beeinflusst – auch wenn es recht schnell aus dem Blutkreislauf wieder verschwindet, nachdem die Zufuhr aufhört…!

Ausserdem habe ich einen Artikel gelesen, der zwar keine der Studien namentlich nennt, aber sich zumindest auf Studien bezieht, der von Dr. Mark Zakowski, Chef der geburtshilflichen Anästhesiologie am Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, verfasst wurde. Er sagt in diesem Artikel folgendes über Lachgas:

„Wie einige andere Anästhesiemittel kann es die Plazenta überqueren. Mehrere Tiermodelle haben gezeigt, dass Stickstoff“ [Anmerkung VM: also der aktive Wirkstoff in Lachgas] nachteilige Auswirkungen auf das in utero / neugeborene, schnell entwickelnde Gehirn hat, einschließlich einem weit verbreiteten Hirnzellentod, Defizite in der Funktion von Teilen des Gehirns (z. B. Hippocampus) und anhaltender Gedächtnis- und Lernbeeinträchtigungen“.

Desweiteren sagt Dr. Zakowski: Stickstoff „inaktiviert auch Vitamin B12, ein erforderlicher Cofaktor für ein wichtiges Enzym, Methionin-Synthetase.“

Dann sagt er weiter: „Neuere Technologie hat Anzeichen von DNA-Veränderungen bei Tieren und sogar Menschen mit Lachgas-Exposition gezeigt. Mehrfache Tiermodelle haben eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Anästhetika im sich schnell entwickelnden Gehirn sowie im Alter von Gehirn gezeigt. Es zeigte sogar eine langfristige Wirkung auf das Lernen.“

Das hat mir aber keiner gesagt gehabt….! Wie war das noch einmal mit informierter Einwilligung…?

Quellen:

Jacobson, Bertil, et al. „Opiate addiction in adult offspring through possible imprinting after obstetric treatment.“ Bmj 301.6760 (1990): 1067-1070.

Zähne und Molar Incisor Hypomineralisation

Dies ist ein Bericht, der euch alle einlädt, zu kommentieren, und eure eigenen Erfahrungen und weitere Studien zu benennen. Auf gut Deutsch, helft mir, diesen Beitrag reich und aussagekräftig werden zu lassen, und anderen Kindern zu helfen, dieses nach Möglichkeit nicht zu bekommen! Bezieht euch, wenn möglich auf Studien, die ihr zu dem Thema kennt.

Es geht hier nicht wirklich um Schwangerschaft, und auch nicht um Geburt, sondern um etwas, was unsere Kinder betreffen könnte. Als ich darauf gestoßen bin, war ich zutiefst schockiert, mit zwei kleinen Kindern!

Es gibt eine…  „Krankheit“? „Syndrom“? … die man mit „Molar Incisor Hypomineralisation“ benannt hat. Da haben sich die Zähne, noch bei der Entwicklung – also vor Ausbruch, so entwickelt, dass sie sehr ungesund sind, u.U. sogar bröckelig sind. Nur weil ein Zahn betroffen ist, bedeutet es nicht, dass weitere Zähne betroffen sein werden. Allerdings sind häufig die permanenten Zähne betroffen.

Es gibt zahlreiche Studien, die versuchen, zu verstehen, woher dieses Syndrom? kommt. Es stehen zahlreiche Dinge im Raum, selbst Fieber im sehr frühen Kindesalter. An Fieber kann man ja nicht so viel tun. Außerdem – wäre es Fieber – weshalb ist in der heutigen Zeit plötzlich die Rate, die ich mit über 10% im Alter von 6 Jahren benannt gesehen habe, und mit 12 Jahren sogar um fast 30% aller Kinder – und es sogar Studien gibt, wie aus Dänemark und Brasilien, die 40% angeben! Fieber gab es ja schon immer – und diese Studie, die schaute, ob es MIH schon immer gab, und nur übersehen wurde, kommt zum Schluss, dass es MIH früher nicht gab, und unterstützt die Hypothese, dass MIH mit zeitgenössischen Lebensbedingungen oder anderen gesundheitlichen Faktoren verknüpft sein kann.

In dieser Studie sehen die Forscher einen Link zu Bisphenol A. Bisphenol A wird in Kuststoff benutzt, aber auch „als Antioxidans in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in Polyvinylchlorid (PVC) verwendet.“ (von Wikipedia). Diese Studie greife ich heraus, weil es so scheint, dass es auch von dem Geburtsjahr abhängt, wie sehr Kinder betroffen sind, berichtet diese Studie aus Dresden. Bisphenal A war mal mehr verbreitet also heutzutage, da es seit ca. 2011 in Babyflaschen verboten ist. Dieses Jahr korreliert nicht mit dem Zeitraum in der o.g. Studie, aber das besagt nicht viel. Und mein zweiter Grund ist, dass wir zumindest bei Bisphenol A viel tun können, um dies zu vermeiden – wenn wir die Gefahr kennen!

Wikipedia gibt einen sehr guten Überblick, wo diese Stoffe alle vorkommen können:

Vinylesterharz und Epoxidharz, werden zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln und Getränken hergestellt. Aus Epoxidharzen werden Beschichtungen für metallische Behälter ebenfalls für Lebensmittel wie Konservendosen und für Getränkebehälter und Wasserkocher hergestellt.[16][17] Außerdem verwendet man Epoxidharze für Lacke, Farben, Klebstoffe, Innenbeschichtungen zur Sanierung von Trink- und Abwasserbehältern und -rohren (siehe Rohrinnensanierung) und zur Herstellung von Schwimmbecken-Fertigpools und Weinlagerungs-Großtanks und anderem mehr. Das ist von gesundheitlicher Relevanz, da zwar die polymeren Endprodukte selbst biologisch weitgehend inert sind, aus ihnen allerdings der Ausgangsstoff BPA unter Umständen wieder freigesetzt wird und dann gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Wärme oder Aufheizen, Säuren und Laugen begünstigen das Freisetzen von Bisphenol A aus dem Polymer. Kochendes Wasser beschleunigt die Rate auf das 55-fache.[18][19] Die Freisetzung kann auch bei zu warmer Lagerung von in Polycarbonat-Flaschen abgefülltem Trinkwasser in heißen Gegenden, bei der Speisenzubereitung in Behältern aus Polycarbonat und nachfolgendem heißem Abwaschen erfolgen. Trübwerden des ansonsten klaren Materials (ohne Kratzer) ist ein Indiz der Extraktion von Inhaltsstoffen. Geschirr aus Polycarbonat, auch Mixbecher von Standmixern sollen deshalb nicht in Geschirrspülmaschinen gewaschen werden, da bei Herauslösen von Bisphenolen das gesamte Spülwasser und damit verbunden das gesamte sonstige zu reinigende Geschirr (nach Benetzung und nachfolgendem Auftrocknen) damit verunreinigt wird. Behälter aus Polycarbonat sollen, um die Bisphenol-A-Belastung der Speisen zu verringern, kurz vor der Verwendung extra noch einmal kalt gespült werden.[11] Auch die Trinkwasser-Entkeimung durch Sonnenlicht in recycelten Polycarbonat-Trinkwasser-Verkaufsflaschen[20] und auch die Verwendung von Polycarbonat als Sichtfenster zur Füllstandsanzeige in Wasserkochern oder Kaffeemaschinen oder für Standmixerbehälter und das Erhitzen von Gefrierbehältern aus PC im Mikrowellenherd sind daher nicht unproblematisch.“

Wie sieht es da wohl mit dem ganzen Kuststoffspielzeug aus, oder belacktem Holzspielzeug aus, dass unsere Kleinkinder sich in den Mund schieben?

Andere, vielleicht vermeidbare Gründe könnten sein: bestimmten Antibiotika ausgesetzt zu sein (Amoxicillin, Makrolid) und Dioxinen (Alaluusua, 2010).

Auf der anderen Seite besagt diese Studie, dass Vitamin D helfen kann, diese „Krankheit“ zu vermeiden – ich werde dies aktualisieren, wenn ich Zeit hatte, die Studie zu lesen – schaut also gerne wieder herein!

Passt gut auf eure Kinder auf!

PS: ich suche die Vollversion dieser Studie: http://www.nature.com/ebd/journal/v18/n1/abs/6401219a.html

Quellen:

Kühnisch, Jan, et al. „Was molar incisor hypomineralisation (MIH) present in archaeological case series?.“ Clinical oral investigations 20.9 (2016): 2387-2393.

Kühnisch, J., et al. „Elevated serum 25 (OH)-vitamin D levels are negatively correlated with molar-incisor hypomineralization.“ Journal of dental research 94.2 (2015): 381-387.

Jedeon, Katia, et al. „Enamel defects reflect perinatal exposure to bisphenol A.“ The American journal of pathology 183.1 (2013): 108-118.

Alaluusua, S. „Aetiology of molar-incisor hypomineralisation: a systematic review.“ European Archives of Paediatric Dentistry 11.2 (2010): 53-58.

 

Lavendel-Gebrauch während (und nach) der Geburt

Lavendel-Duft kann als ein Komfortmittel während des Geburtsverlaufs eingesetzt werden. In meinen HypnoBirthing Kursen rate ich gerne dazu, einen Duft bei den täglichen Entspannungsübungen zu benutzen. Durch das ständige Verbinden des Duftes mit der Tiefenentspannung von HypnoBirthing wirkt der Duft als Anker für den Körper, und, wenn er mal gesetzt ist, kann nur der Anker (also der Duft in diesem Fall) zur Tiefenentspannung führen.

Dies benutzt man dann sehr effektiv auch während der Geburt.

Ich rate immer zum Gebrauch von Lavendel, den ich auch in meinen Kursen benutze. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) hat „eine beruhigende, krampflösende und antiseptische Wirkung. In der Homöopathie gilt Lavendel als eine der großen Seelenpflanzen, die die Aufnahmebereitschaft für Neues fördert, indem sie Klärung, Ruhe und Nervenstärke bringt. In der Aromatherapie wird Lavendel vor allem gegen Stress, Migräne und Schlafbeschwerden eingesetzt„.

Ausserdem findet man folgende Informationen zu Lavendel bei aetherische-oele.net: Generell hat Lavendelöl hat eine ausgleichende Wirkung, es erfrischt uns, wenn wir ständig müde sind, es hellt unsere Stimmung auf, es hilft uns bei Nervosität. Zudem stärkt und beruhigt es uns, es lindert Schmerzen, es treibt den Harn und den Schweiß. Zusätzlich wirkt es entgiftend und es hilft uns, dass Wunden schneller heilen. Außerdem hat das Öl eine stark antiseptische Wirkung„.

Da ist es wohl kaum überraschend, dass eine vor Kurzem veröffentlichte Studie belegt, dass das Lavendelöl, in der aktiven Geburtsphase und danach angewandt, unangenehme Empfindungen statistisch signifikant lindert. Da die verwendete reine Lavendel-Essenz hochkonzentriert war, welches unverdünnt Reizungen hervorrufen kann, wurde die Essenz 1:10 mit destilliertem Wasser verdünnt. In der experimentellen Gruppe wurden zwei Tröpfchen Lavendelessenz mit destilliertem Wasser 1:10 verdünnt – also 2 Tropfen Lavendelessenz auf 20 Tropfen Wasser. Diese Mischung wurde der Mutter in ihre Hände gegeben, und sie wurde gebeten, ihre Hände zusammen zu reiben und den Duft dann für 3 Minuten einzuatmen, die Hände 2,5 bis 5 cm von der Nase entfernt. In der frühen Öffnungsphase gab es keine messbaren Unterschiede, aber ab der aktiven Öffnungsphase war der Unterschied statistisch signifikant (Yazdkhasti et al, 2016)!

Aber das Lavendel hat auch positive Effekte auf euer medizinisches Personal (und Geburtsbegleiter ebenso 🙂 ). In einer Studie wurde erörtert, ob man mit dem Lavendelduft auch gegen den Stress von Krankenschwestern eine positive Veränderung erzielen könnte. Dazu wurde das Lavendelöl in einem frei zugänglichen Aufenthaltszimmer 24 Stunden am Tag diffusiert. Dies hat zu einer statistisch signifikanten Reduktion des Stresses bei den Krankenschwestern geführt (Johnson et al, 2017).

Also, schlagt zu, besorgt euch Lavendelessenz (aus dem echten Lavendel), und ob ihr es nun im Zerstäuber oder im Wasserbad benutzt, geniesst die herrliche Wirkung des Lavendels auf euch und eure Körper – und eures Begleitpersonals!

Aber damit ist es noch nicht zuende mit dem Nutzen des Lavendels. Lavendelessenz, wie oben gesagt, ist auch besonders gut bei Schlafproblemen – das kann ja auch mal vorkommen, entweder in der Schwangerschaft, oder auch danach (wenn das Kleine mal wieder unruhig war). Ich habe es damals auch im Zerstäuber bei meinen Kindern benutzt, rate allerdings dazu, dies bei euren Kindern unter 2 erst mit eurem Arzt abzuklären.

Und auch Lavendelöl ist eine feine Sache nach der Geburt. Sollte es nach der Geburt unangenehm sein, auf die Toilette zu gehen: statt danach mit Papier ranzugehen, ist ein kleines Wasserbad, mit ein paar Tropfen Lavendelöl, sehr angenehm – und sorgt dafür, dass alles schneller verheilt.

Viel Spass dabei!

Quellen:

Yazdkhasti, Mansoreh, and Arezoo Pirak. „The effect of aromatherapy with lavender essence on severity of labor pain and duration of labor in primiparous women.“ Complementary Therapies in Clinical Practice 25 (2016): 81-86. 

https://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was-gewoehnlicher-Lavendel-alles-kann.html 

http://www.aetherische-oele.net/aetherische-oele/lavendel.htm

Johnson, Kari, et al. „Use of aromatherapy to promote a therapeutic nurse environment.“ Intensive and Critical Care Nursing (2017).

 

Tanzen während der Geburt

In meinen Kursen betone ich immer wieder, dass das Tanzen ein wundervolles Tool ist während der Geburt. Tanzen ist ein Mittel, um bei sich zu bleiben, seinen Körper zu fühlen, in sich zu gehen, und mit den Beckenbewegungen, die ja eigentlich immer ein Teil von Tanzen sind, dem Baby helfen, sich besser und neu zu positionieren und tiefer zu treten.

Hier ist ein Blogeintrag, für Leute, die auf Facebook sind, wie eine Mama bei 7 cm ihr Baby runter tanzt (es wird häufig gesagt, dass 7 cm der intensivste Moment im Geburtsverlauf ist)! Einfach wundervoll!

What does a doula do? Well… that just depends on your personality I suppose! I told a great deal of people that THIS…

Posted by Kate Cosens on Donnerstag, 27. April 2017

Abdominal Lift and Tuck – leicht gemacht

Der Abdominal Lift and Tuck (Janie McCoy King, „Back labor no more“) ist eine wundervolle Technik, wenn das Baby Schwierigkeiten hat, ins Becken zu gleiten – das kann vorkommen, z.B. wenn der Winkel des Bauches, und somit des Baby’s zu „horizontal“ ist  – dann fühlt man häufig die Wellen im unteren Rücken, und es kann vorkommen, dass man überhaupt keine Pause zwischen den sehr intensiven Wellen verspürt. Oder Baby kann nicht ins Becken rutschen, weil der Kopf (oder die Schulter) auf dem Schambein sitzt.

Eine sehr effektive Hilfe hierbei bietet der o.g. Lift and Tuck. Dabei bringt man einfach seinen Bauch weiter „Richtung Wirbelsäule“, und neigt das Becken nach vorne, sodass der untere Rücken „gerade“ wird, und zwar während der Wellen. Ihr könnt die Technik z.B. auf  Spinningbabies nachlesen. Normalerweise braucht man dafür idealerweise einen Helfer. Ich habe einen Beitrag dazu gefunden, der zeigt, wie man mit der Hilfe eines Tuches oder Schals („rebozo“) sich das leicht selber machen kann. Ein Vorteil dessen ist natürlich, dass man selber besonders gut fühlt, wie es sich am besten anfühlt 🙂

Hier ist der Eintrag – viel Erfolg!:

Rebozos in Pregnancy & Birth - Birthing Basics, LLC

Rebozos in Pregnancy & Birth – Birthing Basics, LLChttps://www.birthingbasics.net/2013/09/04/birthing-basics-about-rebozos/I love the rebozo — the beautiful colors, the artistry — but mostly for the way it works… “Rebozo” means “shawl” in Spanish. It’s a traditional Mexican shawl about 4-5 feet in length. It is a multifunctional tool used before labor, used to help laboring women birth and used for carrying your baby around after birth! The other day, …

 

Neue Berichte und Studien zu den negativen Folgen des gewaltsamen Drückens

In HypnoBirthing wissen wir schon lange, dass gewaltsames nach unten Drücken in der Geburt nicht gut ist, es gab dazu auch schon Studien, nun noch eine mehr.

Die wichtigste Änderung ist im Übrigen, dass Frauen nicht mehr dazu gebracht werden, sich auf den Rücken zu legen, eventuell sogar ermutigt werden, stehend, oder vorneübergebeugt, zu gebären. Und statt das Baby noch zusätzlich herauszuziehen, eher sein Eigengewicht unterstützt wird, damit es nicht allzu schnell geht. Auch das Hand auflegen auf das Perineum scheint zu helfen.

Hier zwei Zeitungsbericht dazu, allerdings in Englisch:

http://www.pressreader.com/uk/the-scottish-mail-on-sunday/20170423/282999694721134
http://www.independent.co.uk/life-style/women-childbirth-do-wrong-midwife-push-slow-alternative-positions-medway-foundation-trust-kent-a7698801.html

Und dies ist die im Artikel erwähnte Publikation dazu:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0301211516301841

Impfen – ja oder nein?

Ein Thema ist für mich noch fast völlig neu, und das ist das Thema der Impfungen. Ich erlebe immer wieder, wie Eltern sie völlig ablehnen, aber meine Kinder sind geimpft – und ich auch – weil ich bisher nicht nachvollziehen konnte, was an den Impfungen problematisch sein soll.

Nun gibt es eine neue Doku-Reihe (auf Englisch), die das Pro und Kontra zu klären versucht – diese Dokureihe ist, wie die anderen hier genannten Webinars und so, am ersten Tag der Erscheinung, kostenfrei zu sehen. Und endlich erfuhr ich von dem Paket gut vor der Zeit – also, wenn es euch interessiert, folgt dem Link unten, und registriert – es geht am 12. April los:

The Truth About Vaccines 7 Day Docu-series Begins April 12th - The Truth About Vaccines

The Truth About Vaccines 7 Day Docu-series Begins April 12th – The Truth About Vaccineshttps://go.thetruthaboutvaccines.com?ref=fe1097d3-db89-4f56-9928-2713c35c3a1160 Top Vaccine Experts Unite To Inform Parents And Ensure Your Child’s Health and Safety – Register to Watch it free online…

Langzeitstillen: Kultursicht vs. biologische Sicht

Ich schaue mir gerade das Interview mit Regine Gresens (die Stillberaterin und Hebamme von stillkinder.de) auf https://beduerfnisorientiert-aufwachsen.de/  an.

Hier redet sie über intuitives Stillen, und über Langzeitstillen sagt sie folgendes:

Es gibt eine Berechnung einer Anthropologin, die durch Vergleiche mit anderen Säugetieren unser natürliches bzw biologisches Abstillalter zu berechnen. Dazu gäbe es verschiedene Formeln, eine wäre wohl, wenn sich das Geburtsgewicht versechsfacht, eine andere wann die Backenzähne durchkommen, und noch weitere (an die sie sich gerade nicht mehr erinnert). Solche Berechnungen lassen darauf schliessen, dass das natürliche/bilologische Abstillalter bei uns Menschen (die ja auch Teil der Säugetiergruppe sind) mindestens 2,3 Jahre ist, und maximal 6,5 Jahre, je nachdem, auf welche Art man es berechnet.

Regine Gresen’s Kommentar: das bedeutet also, dass das natürliche/biologische Langzeitstillen bei uns Menschen eigentlich erst ab 6,5 Jahren losgeht (mein Kommentar dazu: eigentlich FRÜHESTENS mit 2,3 Jahren und SPÄTESTENS mit 6,5 Jahren, je nach Berechnung 🙂 ). Ihr Punkt ist natürlich, dass wir durch den Sprachgebrauch suggerieren, dass es natürlich/biologisch ist, viel früher abzustillen, da bei uns alles über 1 Jahr also Langzeitstillen angesehen wird, und somit Mütter es als unnatürlich ansehen, ihr Kind länger zu stillen, wobei das aber nicht stimmt.

Herzlich Willkommen Mika-Pedro :-)

Ein neues HypnoBirthing-Baby hat im Krankenhaus Nürtingen das Licht der Welt erblickt! Die Mama hat mir ihren Geburtsbericht zukommen lassen, und mir phantastischerweise auch die Erlaubnis gegeben, ihn mit euch zu teilen! Das freut mich ungemein! Vielen Dank!

Liebe Mama, ich finde es wirklich wundervoll wie toll Du Deine Geburt (innerlich) gestaltet hast. Schon in den letzten Wochen Deiner Schwangerschaft wurde Dir das Entspannen ja erschwert, da Dein medizinisches Team fälschlicherweise das Gewicht Deines Schatzes als sehr gering einstufte, und das hast Du wundervoll weggesteckt, ohne Dich zu sehr stressen zu lassen! Und selbst als es Dir durch das Sodbrennen und das Hin und Her mit nochmaligem CTG so schwer gemacht wurde, in der Entspannung zu bleiben, hast Du es dennoch hinbekommen, mit allem ohne weiteres umzugehen, und trotz allem die lange Geburtsphase so phantastisch gemanaged! Ihr könnt alle ungemein stolz auf euch sein!

Du hast mir gesagt, dass es Dir sehr geholfen hatte, an eine bestimmte Affirmation (und Weisheit) zu denken. Deshalb möchte ich sie hier noch einmal nennen:

„Ich akzeptiere alle Wendungen, die meine Geburt nimmt. Jede Geburt ist einzigartig“.

Geburtsbericht

„Mika Pedro, 14:35 Uhr, 3180 Gramm, 50 cm.

Hypnobirthing im Krankenhaus Nürtingen

Wie seit einigen Abenden bereitete sich auch am 19. Februar mein Körper mit Übungswellen auf die Geburt vor. Bis zum errechneten Termin war es noch eine Woche und es ging uns allen gut. Allerdings hatten mein Mann M. und ich schon öfter darüber gesprochen, dass wir meinen, unser Baby kommt früher zu uns…

Und so war es dann auch. Am frühen Montag morgen (1.40 Uhr) bin ich aufgewacht und hatte leichte Wellen, die zudem in den unteren Rücken zogen. Nach einer Weile habe ich dann ein Bad  mit Lavendelöl genommen und die Hypnobirthing-Entspannungsmusik gehört. Die Wellen blieben regelmäßig –  ich war mir nun ziemlich sicher, dass das nun keine „Übung“ mehr ist. M. ist nochmal ins Bett und ich habe mich gemütlich in unseren Lesesessel gesetzt, die Geburtsaffirmationen gehört (deine waren super Vicky) und eine gute Stunde den Zeitrhythmus gestoppt. Die Wellen kamen alle drei bis vier Minuten. Gegen 5.30 Uhr habe ich dann M. geweckt und die letzten Dinge in die Krankenhaustasche gepackt. M. fragte mich, ob ich mir sicher sei – er hat mir später verraten, dass er sich sicher war, wir würden wieder nach Hause geschickt 🙂 Dass ich so entspannt sein würde, habe er nicht erwartet.

Ich habe dann im Auto schon meine Noise-Cancel-Kopfhörer aufgezogen und Affirmationen und Entspannungsmusik laufen lassen: Sicher ist sicher. Ich wusste ja nicht genau, was mich im KH erwarten würde.

Wir wurden von der Hebamme in Empfang genommen. Sie war sehr nett und fand meine Entspannungsmusik toll. Irgendwann hat sie uns dann auch gefragt ob das Hypnobirthing ist – wir mussten also nichts erklären. Da unser Baby zwar lang aber zierlich ist, sollten wir nochmal zum Ultraschall. Das hatten wir bereits bei mehreren Untersuchungen mit dem Chefarzt besprochen. Die diensthabende Ärztin gab grünes Licht und schätzte unseren Kleinen auf 2700 Gramm (war ja nicht ganz richtig… – waren ja 3180).

Wieder zurück, gingen wir ins sogenannte Wohnzimmer der Entbindungsstation und es wurde ein CTG gemacht. Ein schönes helles Zimmer, in dem ich mich gut entspannen konnte. M. machte immer wieder leichte Berührungsmassage und die Wellen wurden stärker. Ich würde es als starkes Ziehen beschreiben. Im Rücken unangenehm, aber keine Schmerzen. Mir wurde wegen den Streptokokken noch ein Zugang gelegt. (Es reichte allerdings nur für die erste Dosis Antibiotika weil es später so schnell ging… hätten wir uns also vermutlich sparen können…).

Dann war es langsam wieder an der Zeit, ein Bad zu nehmen. Das mache ich immer gern und wollte nun auch wieder Baden zumal ich Sodbrennen bekam, welches mir das Entspannen erschwerte. Im Vierfüßler-Stand fand ich es sehr angenehm. Die Hebamme brachte Duftöl für die Wanne und ließ uns dann wieder allein. Die Wellen wurden immer stärker, aber mit der Wellenatmung ging das gut. Nach einiger Zeit schaute die Hebamme nach uns und es war an der Zeit, die Entspannungswanne zu verlassen und in den eigentlichen Kreissaal mit Gebärwanne zu gehen. Auf dem Weg dorthin traf ich meine Nachsorgehebamme Petra die eben zu ihrem vierstündigen Dienst kam. Ich freute mich sehr, Sie zu sehen. Sie kam gleich zu uns und übernahm von Ihrer Kollegin. Im Kreißsaal wurde das Wasser eingelassen und Petra freute sich mit uns, dass ich zwischen den Wellen lachte. Wir überlegten, ob es wohl noch in Ihrer Schicht soweit sein würde. Dann fragte sie mich, ob sie nach dem Muttermund schauen dürfe. Ich war nun neugierig. 6 Zentimeter waren es. Das würde noch ein bisschen dauern, dachte ich mir und stimmte zu, dass erneut ein CTG gemacht wird. Das Gerät hatte keine Kabel und störte mich somit nicht.

Nun kam es leider zu einem Bruch in meiner Entspannung: das Sodbrennen, (Anmerkung VM: das Sodbrennen war nicht wegen der Geburt, daran leidet Mika Pedro’s Mama leider seit ein paar Jahren) führte zu ständigem Aufstoßen, was mir das Atmen sehr erschwerte und dann, gegen 12 Uhr, zog mir die erste Geburtswelle regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so plötzlich zum Wechsel kommt und ein Sog mit solcher Wucht den Kleinen nach unten schiebt. Ich wollte nur noch drücken und ihn nach außen schieben. Das tat ich dann auch und konzentrierte mich dabei darauf, den Mund nicht zu verkrampfen. Petra meinte der Kleine ist bald da ob ich überhaupt noch in die Wanne will. Ich wollte. Und im Wasser fiel es mir wieder etwas leichter, zu atmen. Aber die J-Atmung hat leider nicht so funktioniert wie gedacht.

Jetzt konnte ich den Kopf fühlen. Nur wurden die Wellen immer kürzer und ich fühlte mich zunehmend unwohler. Im Nachhinein wär es jetzt an der Zeit gewesen, zu versuchen, wieder in die totale Entspannung zu gehen.  Die Hebamme empfahl mir, wieder an Land zu gehen. Das machte ich dann auch und die Wellen wurden wieder stärker. Ich legte mich halb seitlich und legte mein Bein in eine Schlinge. Jetzt war der Kopf fast komplett draußen. Aber nur fast. Eine Hauttasche (zum ersten Mal gehört) schob den Kleinen immer wieder zurück… so ging das eine Stunde. Danach stimmte ich zu, dass die Ärztin an dieser Haut einen kleinen Schnitt macht – und siehe da; nur eine Welle später war Mika Pedro komplett da!

Er wurde direkt zu mir gelegt und wir langen uns zu dritt in den Armen. Ich wunderte mich wie groß er doch war. So lagen wir eine Weile zusammen. Die Nachgeburt kam, wir ließen die Nabelschnur auspulsieren und Mika hat das erste Mal getrunken. Nachdem der Schnitt versorgt wurde (alles andere ist heil geblieben) sind wir wieder ins „Wohnzimmer“ und haben dort noch ein bisschen die Zeit genossen, ehe wir in unser Familienzimmer gebracht wurden.

Es waren schöne erste Tage im KH, alle waren super nett!

Ich bin sehr froh und dankbar, mit Hypnobirthing geboren zu haben. Auch wenn es am Schluss nicht mehr so gut geklappt hat. Bis dahin war alles wie wir uns das vorgestellt haben (sogar entspannten als M. dachte ;-)) und ich bin mir sicher, ohne Aufstoßen hätte es noch besser geklappt. Und ich habe die Entbindung ganz entspannt und mit Vorfreude erwartet. Das hätte ich mir noch vor einigen Monaten nicht vorstellen können. Mika ist ein zufriedener kleiner Schatz und sah überhaupt nicht zerknittert aus. Auf der Station wurde ich sogar gefragt, ob er ein Kaiserschnitt-Baby sei …

Herzlichen Dank Viktoria!“

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„Normale“ Geburtsvorbereitungskurse

Immer wieder werde ich von meinen HypnoBirthing Teilnehmern gefragt, ob es ok sei, dass sie auch einen „normalen“ Geburtsvorbereitungskurs machen.

Meine Antwort ist immer dieselbe: es hängt natürlich auch von dem „wer gibt den Kurs“ ab, aber die offizielle HypnoBirthing Empfehlung ist: es ist natürlich eure Sache, aber es ist auf gar keinen Fall notwendig! Wenn ihr einen normalen Geburtsvorbereitungskurs machen wollt, sollte er aber unbedingt vor eurem HypnoBirthing Geburtsvorbereitungskurs abgeschlossen sein. Dies ist deshalb so, weil normale Geburtsvorbereitungsklassen häufig wieder eine Angst vor der Geburt fördern – die wir vorher im HypnoBirthing Kurs und mit Übungen zuhause abgebaut haben. Selbst wenn die Kursleiterin stetig bemüht ist, nichts angsteinflössendes mit in den Kurs zu bauen, wird häufig die Angst durch die Mütter selbst geschürt – denn in diesen Geburtsvorbereitungskursen steht nicht das Abbauen und Verlieren dieser Ängste im Mittelpunkt, wie bei HypnoBirthing.

Warum ist das ein Problem? Weil negative Erwartungshaltung und Angst wenig förderlich für das Erlangen eurer Wunschgeburt ist :-).

Hier ist eine Studie, die genau das bestätigt. In dieser Studie waren höchstens 12 Frauen in einem Kurs – in normalen Geburtsvorbereitungskursen in unserer Gegend, berichten meine Mütter, sind dies eher 20:

Clinical Study: Change in Outlook Towards Birth After a Midwife Led Antenatal Education Programme Versus Hypnoreflexogenous Self-Hypnosis Training for Childbirth

Clinical Study: Change in Outlook Towards Birth After a Midwife Led Antenatal Education Programme Versus Hypnoreflexogenous Self-Hypnosis Training for Childbirthhttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4678049/ Aim: To compare the change of maternal outlook towards birth due to a midwife led antenatal education programme versus hypnoreflexogenous self-hypnosis training for childbirth. Method: Before beginning of the classes and after the last class maternal …

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Drehung von Beckenendlage-Babys

In Woche 28 sind ca. 25% aller Babies in der Beckenendlage (also mit dem Popo nach unten statt mit dem Kopf), bei Geburt sind es noch ca. 3%, wobei diese Nummer stetig steigt (wahrscheinlich durch vieles und falsches Sitzen). In Woche 32 sind bis zu 11 % der Babys in der Beckenendlage, in der Woche 33 sind es dann nur noch ca. 5%. Bei Geburt noch ca. 3% (Williams Obstetrics. Cohain 2007 bestätigt, dass 50 % aller Babies, die in Woche 34 noch in Beckenendlage sind, sich von alleine bis Woche 38 nach unten drehen werden. Manche auch noch in der Geburt!

Es gibt viele Arten, die Beckenendlage (BEL) vor der Geburt möglicherweise zu beseitigen. Meine Vorliebe ist die „Prävention“ (so gut wie alle Babies sind irgendwann mit dem Popo nach unten, sie drehen sich normalerweise erst kopfüber, wenn der Kopf schwer genug ist und der Platz etwas enger wird) durch aktives Leben (Spaziergänge etc), und das richtige Sitzen, mit der Hüfte in neutraler Position (bzw. eher nach vorne gelehnt, auf keinen Fall in Reclinern stundenlang zurückgelehnt). Dann, ab Woche 28 könntet ihr zusätzlich gemächlich anfangen, Spinningbabies zu lesen, da gibt es tolle Tips auf Englisch.

Hier noch eine Übersicht, was ich dazu sonst noch gefunden habe:

Hypnose:
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Eine Studie von 1994 hat untersucht, was für einen Einfluss Hypnose auf Drehungen der Beckenendlage ab Woche 37 nehmen kann.

Die Kontrollgruppe hatte eine manuelle Drehung, und die Hypnosegruppe Hypnose und manuelle Drehung. Die Erfolgsrate der Kontrollgruppe war 47 %, die mit zusätzlicher Hypnose 81%.

Das ist schon sehr stattlich, finde ich. Allerdings war die Teilnehmerzahl klein (<200 in der Hypnosegruppe), aber der Unterschied ist sehr beachtlich, und deshalb auf jeden Fall ein gutes Indiz, dass Hypnose wahrscheinlich hilft.

Moxibustion und Akkupunktur:
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Es wird auch Moxibustion und Akkupunktur benutzt, um ab Woche 28 die Lage des Babys zu beeinflussen. Dazu habe ich folgende Informationen, mit einer genannten Studie gefunden: in der Studie (Kanajura, 2001) wurde versucht, ab Woche 28, Beckenendlagenbabys zur Drehung zu verhelfen. Die Kontrollgruppe (das ist die Gruppe, die quasi das Heimteim darstellt, gegen die die andere Gruppe gewinnen soll) bestand aus 224 Frauen. Diese Gruppe bekame körperliche Übungen und externe manuelle Drehung. Sie hatten eine spontane Korrekturrate von 73%.
Die experimentelle Gruppe (also das Auswärtsteam, das sich bewähren soll) bestand aus 133 Frauen. Sie erhielten 30 Minuten Moxibustion zu UB67 (das ist ein Akkupunkturpunkt am kleinen Zeh) täglich und Akupunktur, aber keine Übung oder externe manuelle Drehung. Die Studie fand eine Korrekturrate von 92%. Das klingt sehr gut.

Dennoch habe ich meine Probleme mit der Studie. Mein Problem kommt daher, dass die Studiengröße sehr klein ist. Da muss man immer sehr aufpassen. Zum Beispiel gibt es eben Zahlen von größeren Datenerhebungen, die besagen, dass in Woche 28  25 % aller Babys in BEL sind, und bei Geburt nur noch 3%. Das bedeutet, dass die Erwartung sein kann, dass sich 25-3%=22% aller Babys, die in BEL in Woche 28 sind, sich sowieso drehen werden. Da die Studie nur mit Schwangeren arbeitet, die in Woche 28 in BEL sind, entsprechen die also unseren 25%. Rechnen wir als diese absoluten Zahlen zu relativen um. Von 100% Schwangeren, die in Woche 28 ein BEL-Baby haben, werden bei Geburt nur noch 12 % ein BEL-Baby haben, also eine spontane Korrekturrate von 88%.

Das bedeutet also, dass diese Studie folgendes fand: diejenigen, die Bewegung und manuelle Drehung hatten, hatten eine Erfolgsrate von 73% (von 25% aller Schwangeren), was also unter den Zahlen die ich oben genannt hatte liegt (denn dann hätten es doch 88% aller Frauen sein sollen, die ihne weiteres Zutun eine Drehung erfahren hätten)… Das kann sehr leicht vorhommen, wenn die Zahl der untersuchten Fälle so klein ist – aber durch größere Datenerhebungen, kann man sehen, dass dies statistisch nicht aussagekräftig ist.

Mit Moxibustion und Akkupunktur war die Erfolgsrate 92 %, also um nur 4 % grösser als die erwarteten 88 %. Hier ebenfalls gilt: die Nummer der Frauen war einfach sehr klein. Diese 4 % könnte auch einfach eine Zufallsvariabilität sein – vor allem wenn wir uns dara erinnern, dass die alternative Moxibustion-Gruppe war fast nur halb so gross war wie die „normale“ Gruppe, und bereits bei der grösseren Gruppe kam es zu einer Abweichung von 15 % von dem was ganz ohne Hilfe erwartet hätte sollen. So was deutet häufig auf eine zu kleine Studiengruppe hin.

Nichts desto trotz, Moxibustion und vor allem Akkupunktur können sicherlich helfen, eine Beckenendlage zu drehen, da eine der vermuteten Gründe einer Beckenendlage nach 32 Wochen Verspannungen im Beckenbereich sind. Nur diese genannte Studie hat sie meiner Meinung nach nicht belegt.

Für mehr Infos:

Kanajura, Yoichi, et al. „Moxibustion treatment of breech presentation.“ The American journal of Chinese medicine 29.01 (2001): 37-45.

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)

Moxibustion for breech presentation (Pregnancy, Birth and Beyond)http://www.pregnancy.com.au/birth-choices/breech-birth/moxibustion-for-breech-presentation.shtmlWhile the majority of breech babies turn spontaneously before birth, the longer a baby stays in the breech position with conditions becoming more cramped, the less likely it will…

 

 

 

 

 

Chiropraktische Webster-Technik
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die Studie zum Thema chiropraktische Hilfe für Beckenendlage-Behebung:

The Webster Technique: a chiropractic technique with obstetric implications. – PubMed – NCBIhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12183701To survey members of the International Chiropractic Pediatric Association (ICPA); regarding the use of the Webster Technique for managing the musculoskeletal causes of…

hat meines Erachtens dieselben Schwächen wie die Moxibustion-Studie (Wochen 29-32, 81% Erfolgsrate, weniger als 200 Frauen in der Studie)… aber ich glaube voll und ganz, dass das Sinn macht :-).

Meine Empfehlung:
falls euer Baby um die Woche 28 immer noch in Beckenendlage ist, schaut euch die Seite von Spinningbabies an, die haben jede Menge Tips, die ihr selber zu Hause tun könnt:

Breech

Falls es immer noch in Beckenendlage in Woche 37 sein sollte würde ich euch raten, vor eurer manuellen Drehung eine Beckenendlage -Drehungs-Hypnosesession einzulegen, da dies der manuellen Drehung helfen wird.

Und zu guter Letzt: spätestens von Woche 28, achtet darauf, wie ihr sitzt, sitzt nicht nach Hinten gelehnt, sondern mit eurem Becken in einer neutralen Position! Und Bewegung, wie z.B. Spazieren gehen, das hilft eurem Becken auch, sich gesund auszurichten.

Viel Erfolg!

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4 weitere wunderschöne HypnoBirthing Geburten!

Ich habe beschlossen, dass ich meine Videos von „Interessantes“ auf meinen Blog verlege. Hier sind die Videos, die früher auf der Seite „Interessantes“ waren. Die erste Geburt zeige ich auch im Kurs.

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Daisy Belle’s HypnoBirth Haus-Wassergeburt

Dies ist eine wunderschöne Geburt, wo man einen Eindruck über die gesamte Geburt bekommt. Deshalb mag ich sie sehr gerne… und auch, weil der Papa Susie (also der Mama) gut hilft in der Entspannung zu bleiben. Diejenigen, die zu mir in den Kurs kommen, bekommen sie auch im Kurs zu sehen.

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Wo gebären?

Wo wollen wir unser Baby bekommen?

Ich werde immer wieder gefragt, wo man denn gut während der Geburt betreut wird. Dies ist finde ich eine Frage, die gut ist, aber auf die ich keine einfache Antwort finde.

Jede Frau und ihre Schwangerschaft ist anders, jedes Kind ist einzigartig. Die Vorlieben und Dinge, die sich die kleine Familie vorstellt, sind immer auch von ihren Lebenserfahrungen, Einstellungen, Vorlieben und Characteren geprägt.

Da hilft es nur, in sich zu gehen, und zu horchen, was einem das eigene Herz sagt. Besprecht, wie eure GeburtsWÜNSCHE aussehen – aber seid euch bewusst, dass es keine GeburtsPLÄNE geben kann – denn wie auch im restlichen Leben trifft häufig der Spruch zu „erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“.

Lest über verschiedene Geburtsstile, die Anwendung finden. Welcher sagt euch am besten zu, gibt euch Vertrauen, dass mit euch und eurem Baby gut umgegangen wird?

In einer Zeit, wo Geburtshilfe immer mehr zentralisiert wird, kann es u.U. schwierig sein, seine Geburtswünsche umzusetzen, vor allem, wenn man sich eine individuelle, massgeschneiderte Geburt wünscht.  Nach eurer eigenen Meinungsfindung, schaut euch an, welche Möglichkeiten ihr habt. Dann gilt es abzuwägen, und zu erfragen, inwiefern die Geburtsstätten offen sind, abweichenden Wünschen der Eltern entgegen zu kommen – und wieviel Erfahrung sie mir diesen Abweichungen denn hätten.

Da ihr meistens nicht wissen könnt, wer tatsächlich zu eurer Geburt kommen wird, rate ich euch allerdings: fragt nach Zahlen und Fakten. Sie drücken den allgemeinen Kurs eines Geburtsortes besser aus als eine Einzelperson, mit der ihr den Ort kennenlernt, die aber höchstwahrscheinlich bei eurer Geburt nirgends zu sehen sein wird.

Fragen, die ihr euch und den Orten stellen könnt (schickt mir eure Kommentare, ich werde diese Frageliste immer wieder überarbeiten):

  • Am allerwichtigsten: hat Mama das Gefühl, an diesem Ort wirklich loslassen zu können? Stört sie vielleicht die Atmosphäre, der Geruch, die Stimmung? Oder scheint alles schlüssig und „fast wie zu Hause“? Das ist eine Grundvoraussetzung zum Gebären. Wenn ihr euch nicht wohl fühlt: weitersuchen! Angst, grelles Licht, Lärm, Kälte, Unruhe hemmen die gute Ausschüttung der Geburtshormone!
  • Zu Hause sind diese o.g. negativen Faktoren meist kein Problem. Deshalb kommt es wohl bei Hausgeburten zu weniger Komplikationen für Mütter deren Schwangerschaften ein niedriges Risiko haben als Krankenhausgeburten – das belegt eine jüngere Studie (de Jonge et al, 2013). Das Risiko für das Kind, besagt eine große Cohort-Studie, ist nicht größer, sogar etwas kleiner (de Jonge et al 2014). Die Autoren schränken ihre Befunde ein, dass dieses Resultat evtl nur dann gilt, wenn Hausgeburten gut ins Gesundheitssystem intergiert sind – ich nehme an, dass bedeutet, dass man schnell Hilfe bekommt, wenn man sie braucht, aber auch klare Richtlinien, wann Hilfe dazugezogen werden sollte (was z.B. in Amerika nicht immer der Fall ist – „home birth midwives in the US identify many barriers to accessing hospital care for their home birth clients“ (Zielinski et al, 2015))Aber eine Hausgeburt muss für einen stimmig sein. Häufig kann man für sich abklären, ob eine Hausgeburt für einen eine Option ist, wenn man Kontakt zu den Hausgeburtshebammen herstellt, und mit ihnen seinen eigenen Fall bespricht. Ihr fühlt euch gut aufgehoben? Fantastisch!
  • Wollt ihr eine Wassergeburt? Wasser ist wirklich gut für die Geburt geeignet, und ist eine offizielle HypnoBirthing Empfehlung. Es lohnt sich, bei klarer Vorliebe für eine Wassergeburt, nach einem Geburtsort zu suchen, der einem die Wassergeburt wahrscheinlich ermöglichen kann.
  • Wollt ihr eher, dass jemand die ganze Zeit bei euch ist oder nicht? Wie viele Hebammen sind für wie viele Geburten zuständig? Ist mit diesem Personalschlüssel solch eine Betreuung möglich?
  • Wann wird die Belegschaft gewechstelt? Bleibt „eure“ Hebamme auch stundenlang länger da, wenn ihr nahe an der Geburt seid oder nicht?
  • Bei wievielen Geburten kommt es zu einem ununterbrochenen Einsatzes des CTGs – also nicht nur ab und zu mal, sondern durchgehendes Messen? Dazu ist anzumerken, dass die kontinuierliche Überwachung durch ein CTG nicht gezeigt hat, das Ergebnis für Mama und Baby zu verbessern (das ab und zu mal aber schon), aber ganz klar die Kaiserschnittrate nach oben zu treiben (Alfirevicet al, 2017)! Wenn es denn sein muss: gibt es mobile CTG-Schreiber, mit denen man sich dennoch frei bewegen kann?
  • Wie sind die Regeln zum Abnabeln und Gebären der Plazenta? Wenn ihr gerne hättet, dass euer Baby sein eigenes Blut erhält und nach der Geburt durch die Plazenta beim Atmen unterstützt wird bis es sich ans eigene selbständige und selbstverantwortliche Atmen gewöhnt hat, ist es besser, zu einer Geburtsstätte zu gehen, die dies routinemässig, oder zumindest ohne größere Bedenken annimmt.
  • Wie häufig werden Babys tatsächlich bei den Eltern gelassen für die „goldene Stunde nach der Geburt“, und wie häufig oder aus welchen Gründen werden Kinder schneller von ihren Eltern getrennt? Da kann es große Unterschiede geben. Mein Kind wurde mir schnell weggenommen, nur weil sie 4 Wochen vor „Geburtstermin“ auf die Welt gekommen ist – obwohl es ihr ansonsten sehr gut ging. Routineuntersuchungen, wie es einem Baby geht, kann man auch machen, während das Baby in Mutter’s Armen liegt. Das Vermessen kann warten.
  • Wie sehr wird das Stillen unterstützt? Wenn eines der oberen Ziele das Stillen ist, wird man das meistens erreichen. Wenn nicht, kann es für die Mutter schwierig werden, falls es zu speziellen Umständen kommen sollte. Ein Anzeichen dafür kann die Zertifizierung als Babyfreundliche Klinik (http://www.babyfreundlich.org/ ) geben
  • Wird das „Rooming In“ praktiziert? Beim Rooming In bleibt das Baby immer gleich beim Bett der Mutter.
  • Wollt ihr gleich nach der Geburt heim? Wie einfach ist dies in der Klinik? Fragt auch da nach Zahlen. Ihr wollt lieber ein paar Tage in der Klinik bleiben? Wie sieht es damit aus?
  • Fragt auch IMMER nach Routinemassnahmen, wenn es anders kommen sollte als ihr es euch wünscht! Wieviel Zeit wird Gebärenden gegeben, bis über Eingriffe in die Geburt diskutiert wird (Einleitung, Augmentation, etc)?
  • Wie hoch sind Raten von Eingriffe (Augmentation, Einleitung, Dammschnitt, Geburtszange, Saugglocke, das Gebären in Rückenlage (da wird häufig Hand angelegt)).

Interessierst Du Dich für eine Hausgeburt? Schau Dir doch mal den Trailer an, der in diesem Blogeintrag verlinkt ist:

Die sichere Geburt vs Krankenhausgeburt

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Quellen:

de Jonge, Ank, et al. „Severe adverse maternal outcomes among low risk women with planned home versus hospital births in the Netherlands: nationwide cohort study.“ Bmj 346 (2013): f3263.

Zielinski, Ruth, Kelly Ackerson, and Lisa Kane Low. „Planned home birth: benefits, risks, and opportunities.“ International journal of women’s health 7 (2015): 361.

De Jonge, A., et al. „Perinatal mortality and morbidity up to 28 days after birth among 743 070 low-risk planned home and hospital births: a cohort study based on three merged national perinatal databases.“ BJOG 122.5 (2015): 720-728.

Weitere Quellen zu Heimgeburten:

Halfdansdottir, Berglind, et al. „Outcome of Planned Home and Hospital Births among Low‐Risk Women in Iceland in 2005–2009: A Retrospective Cohort Study.“ Birth 42.1 (2015): 16-26.

„Normale“ Geburten lohnen sich nicht mehr

Das geht uns alle an!

Ich wusste von vielem – die Probleme der Hebammen, das große Problem „Hausgeburt“, auch, dass die Krankenhäuser und Geburtshäuser zur Zeit überlaufen sind. Was mir nicht so bewusst war – obwohl ich schon gehört hatte, dass immer mehr kleine Geburtskliniken schließen, war dieses – und das ist dramatisch!

„1991 gab es noch 1186 Kliniken, in denen Geburten möglich waren. 2014 waren es nur noch 725 Kliniken mit Geburtshilfe. Seitdem schließt fast jeden Monat ein Kreißsaal ganz oder vorübergehend die Türen.“

Unglaublich! Es droht eine dramatische Unterversorgung in der Geburtshilfe – „normale“ Geburten lohnen sich nicht mehr!

 

Hebamme und Doktor auf Krankenkasse

Anscheinend behaupten manche Ärzte, dass das nicht geht…

Hier ein Artikel um klarzustellen, dass ihr ein Recht auf gleichzeitige Behandlung durch Hebamme und Gynäkologe habt:

Bundesregierung stellt klar: Vorsorge bei Arzt und Hebamme auch im selben Quartal rechtens Mother-Hoodhttp://www.mother-hood.de/sichere-geburt/allgemeine-informationen/bundesregierung-stellt-klar-vorsorge-bei-arzt-und-hebamme-auch-im-selben-quartal-rechtens.htmlDie Bundesregierung hat im Januar 2017 auf einen vom „Netzwerk Elterninitiativen für Geburtskultur“ verfassten Offenen Brief reagiert und stellt in ihrer Antwort eindeutig klar,…

 

Kaelyn’s Geburt Haus Wasser HypnoGeburt

… und noch ein tolles Geburtsvideo. Ich finde vor allem gut, wie der Vater immer wieder „relax“ in der Geburtsphase sagt. Ich denke dieses Video ist auch sehr gut für solche Väter, die es nicht mögen anderen Frauen beim Gebären zuzusehen – man sieht gar nichts von der eigentlichen Geburt :-).

 

Das Wochenbett: Tipps als Ebook

Für alle, die gerne Tipps für das Wochenbett haben wollen – am besten noch vor der Geburt nachlesen!

80 Wochenbett-Spezialtips: Das E-Book zur Blogparade - Hebammenblog.de

80 Wochenbett-Spezialtips: Das E-Book zur Blogparade – Hebammenblog.dehttp://www.hebammenblog.de/ebook-wochenbett15 Blogger beantworten die Frage: „Was hat euch im Wochenbett wirklich geholfen, gerettet, verblüfft oder einfach nur gut getan?“ Verpackt als gratis E-Book

 

So spontan, so … lehrend!

Noch ein wundervolles Video! Voll spontan, so natürlich! Da fragt man sich echt, was der ganze Aufstand normalerweise denn soll!

Ich liebe es wie sie sagt: „don’t pull“ – also „zieh nicht“! Voll nebensächlich kommt da auch schon das Kind – ich glaube die Dame, die da gezogen hat, war halt eine anwesende Freundin, oder vielleicht die Oma 😉 !

 

Die sichere Geburt vs Krankenhausgeburt

…. so kann man dieses Video zusammenfassen. Man sieht auch viel Michel Odent. Diejenigen, die mir im Kurs sind, haben von ihm ja schon gehört. Dann sind da noch andere Stimmen Hebamme, Professor der Hebammenkunst, Mutter, usw.

Ich glaube es ist ein Trailer zu einem Film, aber dieses kurze Werk regt auf jeden Fall selber auch schon zum Nachdenken an.

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Normenkurven (Perzentilkurven) – prä- und postnatal

Vor der Geburt wird versucht, das Baby „zu messen“ – mit Hilfe von einer recht grossen Bandbreite von mathematischen Formeln, die alle Schätzwerte sind, die mehr oder weniger genau sind. Und nach der Geburt geht dies genau so weiter.

Bei meinem ersten Baby hatten wir einen schweren Start, und danach war ich völlig versessen, mein Kind zu wiegen. Ständig lag mein Kind auf der Waage – jeden Tag ein Mal. Sogar in den Urlaub musste diese doofe Waage mit. Und das ging Monate lang so! Mein erstes Kind durfte mir auch so lange sie wollte an der Brust bleiben – bis zu vier Stunden allein am Abend! Das tat mir nicht gut – ich nahm zu. Und meinem Kind vielleicht auch nicht – sie wurde RICHTIG mollig – und sie schläft selbst heute noch nicht gut in der Nacht – denn sie hat bestimmt statt zu essen an meiner Brust geschlafen.

Bei meinem zweiten Kind hatte ich einiges aufgearbeitet und mir war klar: die Waage brauche ich nicht, um zu sehen, ob es meinem Kind gut geht.

Dann, ich glaube es war als mein Sohn 3 Monate alt war, eventuell schon mit 2 Monaten, bei einem der U’s (also Kinderarzt-Untersuchungen), hiess es:

„Frau Maier, Ihr Sohn ist zu klein. Sie sollten ihm Brei zufüttern. Eventuell ist er so klein, weil er nicht genug zu essen bekommt“.

Ich war davon überzeugt, dass Sillen das Beste für mein Kind ist, und zufüttern kam für mich auf gar keinen Fall in Frage. Mein Kind war PERFEKT. Rundungen, wo es sein sollte, halt nicht so gross, wie ein Durchschnittskind in Deutschland.

Nach einer kurzen Diskussion mit der Kinderärztin war das Thema Gott sei Dank vom Tisch.

Ich möchte euch erklären, weshalb das so war.

Diese Kurven kommen folgendermassen zustande: Da misst man eben eine Gruppe von Kindern, und fasst diese Daten zusammen (nehmen wir mal an, es gab keine Messfehler).

Dabei kommen dann diese schöne Kurven heraus, die man dann benutzt, um zu vergleichen, wie schwer oder leicht, gross oder klein, euer Kind im Vergleich mit den für diese Kurven vermessenen Kindern ist. Um das zu erleichtern wird in in der Grafik halt dargestellt, welche Werte ab welchem Wert man über oder unter 3%, 10%, 25%, 50%, 90% oder 97% der ebenfalls gemessenen Kindern war (das sind nicht dieselben Kinder, sondern zu jedem Messzeitpunkt ist die Datennutzung unabhänging von vorherigen Messungen – ja die Zahlen können von völlig anderen Kindern Kindern kommen – es gibt also keine Kontinuität).

Also: wenn 100 Kinder gemessen wurden, dann sind die beiden leichtesten Kinder eben unter 3%, das dritt-leichteste Kind gibt die Werte für die 3% Kurve, und so weiter. Die Werte an sich besagen dabei NICHT, ob die Kinder gesund sind! Nur, eben, wie sie im Vergleich mit den anderen vermessenen Kindern stehen. Aber: irgend jemand MUSS der Kleinste/Größte sein!

Ich weiss nicht sicher, wie die Daten für Kinder in utero, also vor der Geburt erhoben wurden – vermute aber, dass da eben die Zahlen benutzt werden, die der behandelnde Arzt beschlossen hat, in seine Akten aufzunehmen – diese haben dann eben schon von Haus aus ein Vermessungs-Problem eingebaut – die Gewichte sind einfach Schätzungen, und keine wirklichen Gewichtszahlen. Wenn die Zahl der Kinder, auf der die Kurve basiert, sehr gross wäre, würde die Ungenauigkeit dann verloren gehen – also die Zahlen nicht mehr beeinflussen – wenn der Fehler der Schätzung in beide Richtungen – also kleiner oder grösser – gleich häufig und gleich gross ist, im Durchschnitt. Ich nehme an, dass das so ist, da in vergleichenden Studien (von Schätzungsformeln) kein Unterschied gemacht wurde in welche Richtung der Fehler ging – aber das ist eine ANNAHME, ich bin mir da nicht sicher.

Normalerweise steht dann bei den Kurven, auf welchen Daten sie beruht. Da zum Beispiel Japaner eher kleiner sind also Europäer, beruhen solche Kurven dann auch häufig auf Daten einer bestimmten Untergruppe, wie z.B. bei uns in Deutschland beruhen die Perzentilkurven auf Daten die irgendwo in Deutschland erhoben wurden.

Die in meinem „Kinder-Untersuchungsheft“ abgedruckten Kurven – die eben bestimmten, ob mein Sohn „zu klein“ ist oder nicht, stammen aus einer Zusammenfassung anderer Studien, die diese Zahlen erhoben haben (Kromeyer-Hauschild et al, 2001). Ihr könnt dann bei euch nachschauen, ob die Quelle dieselbe ist, um zu wissen, ob die Infos in diesem und nächsten Paragraphen auch auf eur Kurven zutreffen. Wenn man einen oberflächlichen Blick in diese Zusammenfassung wirft, fällt folgendes auf: die Zahlen für 0-3-jährige kamen alle nur von Erhebungen aus einem Ort (Bad Hersfeld in Deutschland), zwischen 1985-1996, da wurden eben Zahlen der U1-U8 gesammelt. Für die U1-U6 (also im ersten Lebensjahr) scheinen die Daten pro Erhebungspunkt (welches die U1-U6-Zeiten waren) im Durchschnitt auf 160 gemessenen Kindern pro Geschlecht und U. U7 hatte etwa 250 gemessene Kinder pro Geschlecht). Für die U8 (also 3 Jahre alt) – nur 85 Jungen und 80 Mädchen! Noch nicht einmal 100 Messpunkte! So wenige Messwerte würde man normalerweise sehr kritisch betrachten, da sie kaum eine Verallgemeinerung zulassen – das ist im Übrigen auch in Kromeyer-Hauschild et al, 2001 so vermerkt – wird aber Eltern – und wohl Ärzten nicht mittgeteilt.

Spätere Messpunkte haben wenigstens 500 Messpunkte – das ist statistisch gesehen immer noch nicht besonders toll. Aber zumindest gab es da häufig wenigstens mehr als einen Ort, der Messwerte mit eingebracht hat in die Perzentilkurven. Warum ist das bemerkenswert? In einem Ort wie Bad Hersfeld, das mit ca 30.000 sehr klein ist, ist die „Biodiversität“, bzw weitere Faktoren, wie meine Kinder normal wachsen (z.B. weil die Gene der Familie es so und so „vorschreiben“, oder weil beide Eltern aus Japan kommen, oder weil einer der Eltern aus Holland kommt und sehr gross ist, usw), u.U. überhaupt nicht die, die zu mir und wo ich wohne passt – das heisst, es gibt mehr Grund, weshalb die Daten die benutzt wurden für mich und meine Kinder völlig unaussagekräftig sind.

Andere Merkmale werden nicht aufgenommen – wie gross sind die Eltern, wie spät sind die Eltern gewachsen, sind die Eltern deutsch oder japanisch und so weiter. Wobei es allerdings ganz klar ist, dass es jede Menge solcher Merkmale gibt, die die zu erwartende normale Entwicklung unserer Kinder beeinflussen. Es gibt sogar Studien die ganz klar in Frage stellen, ob man die herkömmlichen Kurven überhaupt dazu gebrauchen kann, um Aussagen über gesundheitliche Probleme der Kinder zu diagnostizieren, oder zu vermuten (Tinelli et al, 2014).

In Falle meines Sohnes ist es einfach so, dass ich und mein Mann beide keine Riesen sind, und es deshalb Sinn macht, dass auch meine Kinder nicht besonders gross sind und werden. Auch hatte ich die Daten meines Mannes zur Hand – er ist auch langsam gewachsen, dafür aber ist er lange weiter gewachsen, wo die meisten Jungen nur noch wenig gewachsen sind. Und mein Sohn kommt nach ihn – zumindest körperlich :-). Und damit war das Thema dann vom Tisch!

Noch ein weiteres Wort zu den Kurven. Die Quelle Kronmeyer-Hauschild et al 2001 wurde geschrieben, um bei Kindern Obesität abzuschätzen – da das sich immer mehr (weltweit) zu einem Problem entwickelt. Die Empfehlung hier ist, alle 10 Jahre neue Zahlen für die Kurven zu benutzen. Diese Empfehlung sehe ich als bedenklich an. Das genetische Material wird sich nicht so schnell verändern. Aber es ist bekannt, dass unsere Kinder immer dicker werden. Durch das „verjüngen“ der Zahlen der Perzentilkurven werden die Perzentilkurven irgendwann übergewichtige Kinder als „normal“ darstellen! Dann werden Kinder, die normal sind, auf einmal als „zu dünn“ gewertet werden!

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht für die medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung vorgesehen.

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Quellen:

Kromeyer-Hauschild, Katrin, et al. „Perzentile für den Body-mass-Index für das Kindes-und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben.“ Monatsschrift Kinderheilkunde 149.8 (2001): 807-818.

Tinelli, Andrea, et al. „Ultrasonographic fetal growth charts: an informatic approach by quantitative analysis of the impact of ethnicity on diagnoses based on a preliminary report on Salentinian population.“ BioMed research international 2014 (2014).

Die Geburtsphase: Visualisierungsvideo

Hier ist ein echt süsses Video zur Geburtsphase – eine tolle Visualisierungshilfe (nur wird die vordere Schulter normalerweise zuerst geboren! 😉 )!

Es kommt von http://www.smallstepsonline.co.uk/Parenting-Tips/Pregnancy/Giving-Birth

Viel Erfolg!

 

Symphisis Pubis Dysfunction – oder wenn die Hüfte ZU beweglich wird

Relaxin ist das Hormon, das unseren Körper auf die Geburt vorbereitet. Es wird im Übrigen auch schon vor der Schwangerschaft gebildet. Er steigt bei Nichtschwangeren Frauen in den 14 Tagen nach dem Eisprung auf den höchsten Wert an, und fällt dann bei Ausbleiben einer Schwangerschaft ab, was zu der Menstruation führt.

In der Schwangerschaft ist der höchste Wert übrigens bereits im ersten Trimesters, so zwischen Woche 10 und 14, erreicht, und dann noch mal während der Geburt. Es ist ein ganz tolles Hormon, dass dafür sorgt, dass unsere Bänder (und die unseres ungeborenen Kindes) schön weich werden – „relaxed“ sozusagen. Es ist im Übrigen nicht nur für die Entspannung der Bänder zuständig, sondern reguliert ebenfalls den erhöhten Blutfluss (da wir in der Schwangerschaft ja mehr davon haben), und gibt auch unseren Arterien eine höhere Elastizität. Und sie scheint ebenfalls die Schambein-Symphyse (sympisis pubis) zu erweichen.

Es erweicht und verlängert ebenfalls den Gebärmutterhals und hilft die glatten Muskeln in der Gebärmutter und anderswo im ganzen Körper  zu entspannen. Wenn Du anfängst, etwas wackelig zu laufen, ist es nicht nur die Schuld Deines verlagerten Schwerpunktes von dem grossen Bauch, sondern auch Relaxin’s Schuld. Weiche Gelenke, vor allem im Becken und im unteren Rücken, sind ungenaue Gelenke – ein Haus das mit Gummibändern zusammengehalten wird statt mit Nägeln, wäre auch wackelig.

Manchmal wird die  Schambein-Symphyse allerdings so wackelig, dass man auf einmal nicht mehr normal durch’s Leben kommt. Sich im Bett umzudrehen wird auf einmal eine Qual. Das nennt sich dann Symphisis Pubis Dysfunction (SPD). Ich hatte SPD in meiner ersten Schwangerschaft, und mir hat das Laufen geholfen.

Hier ist ein Beitrag zu Gymnastik die anscheinen sehr gut ist, um mit SPD zu helfen!

http://almostgranola.com/simple-exercise-to-ease-pelvic-girdle-pain-and-symphisis-pubis-dysfunction/

in dem Beitrag bezieht sie sich im Übrigen auf dieses Video auf Youtube:

 

Viel Erfolg dabei!

 

Wie geht das Stillen eigentlich richtig?

Wenn euer Kind dann mal da ist, dann dreht sich häufig sehr viel ums Stillen und die lieben Brustwarzen, die einem sooo sehr weh tun!

Damit ihr erst gar nicht dazu kommt, kann ich euch das selbstbestimmte Anlegen gleich nach der Geburt empfehlen, und auch dieses Video:

Das Video ist zwar in Englisch, aber so graphisch, dass man das so oder so versteht 🙂

Gratuliere zur Geburt, PH & Co!

Ein neues HypnoBirthing-Kind erblickte am 8.1.17 die Welt! Ich habe einen wunderschönen Geburtsbericht erhalten, und die Erlaubnis, ihn mit euch zu teilen!

Am 8.1. um 20.32 Uhr hat unser Sohn PH nach kurzer und reibungsloser Geburt das Licht der Welt erblickt. Er ist 51 cm groß und 2990 Gramm schwer. Die Geburt war wirklich supergut und ein echt schönes Erlebnis. Auch der Kleine ist unglaublich entspannt gewesen direkt nach der Geburt und dieser Zustand hält an:)

Wir waren gerade einmal 2,5 h im Charlottenhaus, dann war er auch schon da.

Ich hatte mich Zuhause schon in die Badewanne gelegt, nachdem wir von Freunden vom Brunchen kamen und 45 Minuten durch den Schnee nach Hause gelaufen sind. Meine Wellen begonnen schon beim Brunch so ca. gegen 12 Uhr (ganz leicht, da war ich mir gar nicht sicher, ob es vielleicht nur Übungswellen sind). Zu Hause waren wir dann um 15 Uhr. Dort bin ich in die Badewanne (falls es sich um Übungswellen gehandelt hätte, wären sie ja dort weniger geworden) und Jonas hat mir Kerzen angezündet, die sich öffnende Rose aufgehängt und die Affirmationen abgespielt und mich mit Wasser beschöpft. Die Wellen nahmen aber zu und wurden länger. Deshalb sind wir gegen 18 Uhr ins Charlottenhaus. Dort bin ich zum CTG und als die Hebamme mich untersucht hat (meine Nachsorgehebamme hatte Dienst, welch Glück), war mein Muttermund schon vollständig geöffnet und sie hat schnell das Wasser in die Geburtswanne eingelassen. Um ca. 19 Uhr bin ich dann in die Geburtswanne und 1,5 h später war PH auch schon da:)

Die Geburt war echt eine sehr schöne Erfahrung. Es ist mir sehr gut gelungen, mich „runterzubeamen“ und bei mir selbst zu bleiben. Ich habe die Geburt auch nicht als schmerzhaft erlebt, sondern eher als sehr intensiv und bei den Senkwellen dann eher als einen starken Druck bzw. Spannungsgefühl. Auch das Personal im Charlottenhaus hat sich wirklich sehr kooperativ gezeigt und uns über weite Teile der Geburt auch allein sein lassen. Das Licht war die ganze Zeit gedimmt, ich habe weiter meine Affirmationen angehört. Wir waren das einzige Paar im Kreißsaal und es war eine total ruhige und entspannte Atmosphäre. Nur gegen Ende (letzte 4-5 Wellen) haben sie mir auf meine Nachfrage geraten, etwas mitzuschieben, weil sich nichts weiter getan hat und ich zugeben muss, dass ich mich mit der Geburtsatmung etwas schwer getan habe (in der Öffnungsphase hat das aber total super geklappt, die Atmung fand ich einfacher). Mit 3 Wellen war der Kopf dann da und 1 Welle später dann der Körper. Ich habe gar keine Verletzungen erlitten während der Geburt und auch keine Schmerzmittel benötigt während oder nach der Geburt.

Als der Kleine dann da war, durfte er eine gute Stunde erstmal bei seinem Papa und mir sein, bevor die U1 gemacht wurde. Aus dem Charlottenhaus entlassen wurden wir nach 2,5 Tagen, als die U2 erfolgt war. Ich muss wirklich sagen, dass ich jederzeit wieder im Charlottenhaus gebären würde. Das Personal war durch die Reihe sehr freundlich und hilfsbereit.

Zusammengefasst: Besser hätte die Geburt wirklich nicht laufen können!!! Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass es so super läuft. Und das alles haben wir zu einem großen Teil auch Dir und Deinem tollen Vorbereitungskurs zu verdanken. Deshalb möchten der Papa und ich an dieser Stelle noch einmal „Dankeschön“ sagen. Dein Kurs hat uns unsere Wunschgeburt ermöglicht, uns die Angst genommen und mir die Fähigkeit vermittelt, mich wirklich tief zu entspannen.

Die Kosten eines HypnoBirthing Kurses

So ein HypnoBirthing Kurs ist nicht ganz billig. Ich habe meine beiden Kinder mit HypnoBirthing auf die Welt gebracht. Aber ich wollte auch so wenig ausgeben wie möglich – gerade wenn ein Baby bald kommt, denkt ma ja an die Zukunft! Ich verstehe also diese Gedanken – bestimmt wie jede Frau, die jemals ans Familie Gründen gedacht hat.

Hier ist ein Artikel in Englisch, über die Kosten von HypnoBirthing. Dabei sind die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs gemeint.

Ich finde, besser kann man es kaum zusammenfassen. Nur noch eins: ich denke, das sollte man auch auf mentale und körperliche Vorbereitung beziehen. Auf beides geht HypnoBirthing auch ein.

Grössenbestimmung des nicht geborenen Babys

Babys werden vor der Geburt gemessen, um zu sehen, wie gut sie durch die Mutter passen, oder ob mit Komplikationen zu rechnen ist.

In HypnoBirthing sagen wir immer: das Gewicht eines Babys kann nur auf eine Art bestimmt werden: NACH der Geburt auf einer Waage! Warum sagen wir das denn eigentlich?

Wie gut sind denn eigentlich diese vorgeburtlichen Grössen-Bestimmungen? Wie verlässlich sind sie? Es gibt eine Studie von 2005 (Chauhan et al) die 14 Studien zu der Fragestellung zusammenfasste. Insgesamt fand die Studie, dass die Grössenbestimmungen für über 4 kg unter 50% der Zeit stimmen (also von 10 Babys, denen mehr als 4 kg zugesprochen werden, wiegen 5 weniger). Und für Bestimmungen über 4.5 kg ist es noch einmal schlimmer: die Studie fand 5 kleinere Studien, die dies auswerteten. Hier fanden die Wissenschaftler, dass für 10 Babys, denen man ein Geburtsgewicht von mehr als 4,5 kg zusprach, nur 2-3 (je nach Studie) tatsächlich so gross waren. Der Rest war kleiner! Falls ihr allerdings Diabetes habt, sind die Test eher richtig, einfach weil mehr Babies tatsächlich gross sind. Hier waren etwa 6 von den diagnostizierten 10 Babies tatsächlich schwerer als die vorausgesagten 4 kg. Die Studie befasste sich auch mit dem physischen Bestimmen des Geburtsgewichts. Hier waren die Ergebnisse ähnlich schlecht. Wieviel liegen die Ergebnisse daneben? Die beste Formel zur Berechnung wird Warsof2 genannt (Rosati et al, 2010), und basiert ausschließlich auf dem Bauch des Babys. Die Ergebnisse dieser Formel kam innerhalb von 15% des Babys tatsächlichen Gewicht in 98% der Fälle. Das heisst also, dass wenn Dein Baby ein tatsächliches Gewicht von 3,7 kg hat, könnte das per Ultraschall bestimmte Gewicht in 98% der Fälle irgendwo zwischen 3,2 kg und 4,3 kg liegen – für die restlichen 2 Prozent noch weiter weg. Andere Formeln sind generell noch schlechter.

Quellen:

Chauhan SP, Grobman WA, Gherman RA, Chauhan VB, Chang G, Magann EF, Hendrix NW. Suspicion and treatment of the macrosomic fetus: a review. Am J Obstet Gynecol. 2005 Aug;193(2):332-46. Review. PubMed PMID: 16098852.

Rosati P, Arduini M, Giri C, Guariglia L. Ultrasonographic weight estimation in large for gestational age fetuses: a comparison of 17 sonographic formulas and
four models algorithms. J Matern Fetal Neonatal Med. 2010 Jul;23(7):675-80. doi: 10.3109/14767050903410631. PubMed PMID: 19895358.

Vitamin D Mangel erhöht die Gefahr von Autismus

Babys und Kleinkindern werden mittlwerweile routinemässig Vitamin D Tabletten verschrieben. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass wir uns wenig draussen befinden, und wenn, dann immer schön abgedeckt – sei es, um uns vor Sonne oder Kälte zu schützen. Die Sonnencreme vermeidet dann den Rest. In Studien wurde gezeigt, dass es bei Erwachsenen generell zu Vitamin D Mangel kommt, egal ob im Winter oder im Sommer.

Auch für Schwangere ist dies wichtig zu wissen. Eine in 2011 (Hollis et al) erschienen Studie belegte, dass es sicher ist für Schwangere 4000 IE pro Tag einzunehmen. Diese Gruppe hatte meistens einen adequaten Vitamin D Spiegel bei der Geburt, die Gruppen, die weniger einnahmen, nicht immer.

Ein Mangel an Vitamin D wird mit einer Nummer von negativen Trends bei Mutter und Kind in Verbindung gebracht (z.B. Toko et al, 2016). In einer kleineren Studie von 2016 (Song et al) wurde eine mögliche Verbindung zwischen Kinder-Asthma und Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft gesehen. Und in einer neuen Studie von 2016 (Vinkhuyzen et al) wurde eine Verbindung gesehen zwischen Vitamin D Mangel in der Schwangerschaft und die Häufigkeit von Autismus in 6-Jahre alten Kindern.

Im Übrigen besagt einen neuere Studie (Hollis et al, 2015), dass man seinem Baby das benötigte Vitamin D indirekt über die Brustmilch geben kann, indem die Mutter 6400 IE pro Tag zu sich nimmt!

Im Übrigen ist fettiger Fisch eine alternitive Quelle von Vitamin D, aber auch Milch, Lebertran, tierische Fette und Eigelb!

Haftungsausschluss: Dieser Artikel ist nicht für die medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung vorgesehen.

Quellen:

Hollis BW, Johnson D, Hulsey TC, Ebeling M, Wagner CL. Vitamin D supplementation during pregnancy: double-blind, randomized clinical trial of safety and effectiveness. J Bone Miner Res. 2011 Oct;26(10):2341-57. doi: 10.1002/jbmr.463. Erratum in: J Bone Miner Res. 2011 Dec; 26(12):3001. PubMed PMID: 21706518; PubMed Central PMCID: PMC3183324.

Song H, Yang L, Jia C. Maternal vitamin D status during pregnancy and risk of  childhood asthma༚a meta-analysis of prospective studies. Mol Nutr Food Res. 2016  Dec 16. doi: 10.1002/mnfr.201600657. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 27981740.

Vinkhuyzen AA, Eyles DW, Burne TH, Blanken LM, Kruithof CJ, Verhulst F, Jaddoe VW, Tiemeier H, McGrath JJ. Gestational vitamin D deficiency and autism-related
traits: the Generation R Study. Mol Psychiatry. 2016 Nov 29. doi: 10.1038/mp.2016.213. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 27895322.

Toko EN, Sumba OP, Daud II, Ogolla S, Majiwa M, Krisher JT, Ouma C, Dent AE, Rochford R, Mehta S. Maternal Vitamin D Status and Adverse Birth Outcomes in Children from Rural Western Kenya. Nutrients. 2016 Dec 7;8(12). pii: E794. PubMed PMID: 27941597.

Hollis BW, Wagner CL, Howard CR, Ebeling M, Shary JR, Smith PG, Taylor SN, Morella K, Lawrence RA, Hulsey TC. Maternal Versus Infant Vitamin D
Supplementation During Lactation: A Randomized Controlled Trial. Pediatrics. 2015 Oct;136(4):625-34. doi: 10.1542/peds.2015-1669. PubMed PMID: 26416936; PubMed
Central PMCID: PMC4586731.

Rizinusöl als Geburtseinleitungs-Mittel

In meinem Kurs habe ich aufgrund von schlechten Berichten über Rizinus-Öl als Geburtseinleitungsmittel aufgehört, es als eine alternative Geburtseinleitungs-Mittel zu erwähnen. Heute bin ich einer Diskussion von Geburtshelfern zu dem Thema gefolgt, und bin auch noch auf einen interessanten Blogeintrag gefallen. Diese beiden Dinge haben mich zum Nachdenken gebracht.

Eine der negativen Dinge über Rizinus-Öl, die nicht im u.g. Blogeintrag von Beyondbirthsupport.com genannt werden, ist, daß was man mal geschluckt hat, man nicht mehr rückgängig machen kann – falls es also zu negativen Folgen kommt, muss man damit leben. Auch in der – fast ausschliesslich positiven  – Diskussion zwischen Heburtshelfern hat sich eine Dame geäussert, dass es auch das Baby zum frühen Stuhl-machen bringen kann – aber das habe ich sonst noch nie gehört – das wäre allerdings wirklich nicht toll.

Trotzdem, falls ihr gut Englisch könnt: hier ist der Blog (in zwei Teilen geschrieben), der mich wirklich zjm Nachdenken gebracht hat, ob es nicht eine Alternative sein sollte, die man kennen sollte. Tut mir nur einen grossen Gefallen: solltet ihr dieses als Möglichkeit ins Auge fassen, beschränkt euch NICHT auf diese Informationen, sucht weiter nach anderen Infos zum Thema, um eure Meinung aus so viel Informationen zu stützen, wie ihr könnt:

http://www.beyondbirthsupport.com/charlottesville-doula-musings/never-say-neveror-my-experience-with-low-dose-castor-oil-induction-part-1

http://www.beyondbirthsupport.com/charlottesville-doula-musings/never-say-nevercastor-oil-induction-part-two

Und wer noch mehr über Rizinusöl und seine Wirkungsweise wissen möchte: hier ist eine Studie von 2012 zu dem Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3384204/

 

 

Langzeitfolgen von Kaiserschnitt

Es ist mittlerweile bekannt, dass „Gene-Expression“, also wie sich die Gene, die ein Mensch mitbekommen hat, ausdrücken, sich ein Leben lang ändern kann. So hat man sogar Effekte im genetischen Code von Kindern gefunden, je nachdem ob der Vater rauchte oder nicht.

Deshalb, und auch aus anderen Gründen, fordern manche Forscher, wie z.B. Michel Odent, schon seit langem, dass man die Langzeitfolgen vom Kaiserschnitt untersuchen und verstehen muss, denn sie sind ebenfalls Risiken des Kaiserschnitts, die man in Erwägung ziehen sollte, wenn man einen Kaiserschnitt aus anderen Gründen in Erwägung zieht als dem, dass entweder die Mutter oder das Kind ein akutes medizinisches Problem hat.

In einer neuen Übersichts-Studie (also eine, die mehrere Studien zusammenfasst) von Li et al, 2013, zum Thema Langzeitfolgen wie Übergewicht und Fettleibigkeit ist die Schluss, dass es einen moderaten Zusammenhang gibt, der allerdings Implikationen haben sollte, wie man mit Kaiserschnitten umgeht.

Eine andere Meta-Analyse (also wieder eine, die mehrere Studien zusammenfasste), hat den Zusammenhang zwischen Kinderalter-Diabetes Typ 1 („childhood-onset diabetes mellitus 1“)  und Kaiserschnitt betrachtet. Nach Zusammenführung von 20 Studien kamen die Authoren zum Schluss, dass es eine 20 Prozentige Erhöhung des Risikos von Kindheit-Beginn Typ 1 Diabetes nach Kaiserschnitt-Geburt gibt, die nicht durch bekannte andere Gründe für eine Risikoerhöhung (größeres Geburtsgewicht, kürzere Austragezeit und größeres mütterliches Alter) erklärt werden kann – also nach heutigem Stand der Informationen dem Kaiserschnitt als Geburtsmodus zuzuschreiben sind.

Quellen:

Li HT, Zhou YB, Liu JM. The impact of cesarean section on offspring overweight and obesity: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2013 Jul;37(7):893-9. doi: 10.1038/ijo.2012.195. Review. PubMed PMID: 23207407 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23207407/

Cardwell CR, Stene LC, Joner G, Cinek O, Svensson J, Goldacre MJ, Parslow RC, Pozzilli P, Brigis G, Stoyanov D, Urbonaite B, Sipetić S, Schober E, Ionescu-Tirgoviste C, Devoti G, de Beaufort CE, Buschard K, Patterson CC. Caesarean section is associated with an increased risk of childhood-onset type 1 diabetes mellitus: a meta-analysis of observational studies. Diabetologia. 2008 May;51(5):726-35. doi: 10.1007/s00125-008-0941-z. PubMed PMID: 18292986. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18292986/

 

 

Frühzeitige Geburtsphase – wenn der Gebärmutterhals noch nicht ganz offen ist

Es wird häufig immer wieder betont, dass die Mutter erst anfangen darf, das Baby herunterzuatmen, wenn der Gebärmutterhals völlig offen ist.

Ich habe bereits andere Stimmen gehört, die sagten, man dürfe bereits vorher anfangen, das Baby herunterzuatmen – solches macht Sinn, wenn wir sagen, wir vertrauen unserem Körper und folgen unserem Geburtsinstinkt.

Ich bin gerade auf einen Beitrag gestossen von Dr. Rachel Reed, in dem sie sich ganz klar gegen ersteres, also dass man auf Vollendung warten muss, ausspricht. Sie sagt, es wird immer wieder behauptet – aber sie selber hat es noch nie erlebt, dass das spontane Herunteratmen der Mutter (also nicht angeleitet) zu Verletzungen geführt hätte.

Sie sagt ebenfalls, dass „eine kürzlich durchgeführte Zusammenführung von verfügbaren Forschungsergebnissen (Tsao 2015) folgendes folgerte: „Das Herunteratmen mit dem frühen Drang vor der vollen Dilatation scheint das Risiko von zervikalen Ödemen oder anderen negativen maternalen oder neonatalen Outcomes NICHT zu erhöhen.“

Hier ist der originale Beitrag von Dr. Rachel Reed:

The Anterior Cervical Lip: how to ruin a perfectly good birth | MidwifeThinking

The Anterior Cervical Lip: how to ruin a perfectly good birth | MidwifeThinkinghttps://midwifethinking.com/2011/01/22/the-anterior-cervical-lip-how-to-ruin-a-perfectly-good-birth/Here is a scenario I keep hearing over and over: A woman is labouring away and all is good. She begins to push with contractions, and her midwife encourages her to follow her…

Fruchtblase frühzeitig geöffnet – Einleitung?

Neue Forschungsergebnisse besagen, dass das Standard-Verfahren „Geburtseinleitung nach frühzeitigem Öffnen der Fruchtblase“ nicht der beste Weg ist, zumindest nicht in SSW 34-37 (dies ist das Zeitfenster der studierten Fälle).

In dieser Studie von van der Ham wird gefunden, dass ein frühzeitiges Öffnen der Fruchtblase kein guter Grund für eine Einleitung ist, und man stattdessen es gut überwachen sollte, und soweit keine weiteren Probleme auftauchen, es einfach überwacht werden sollte. So können die Kinder häufig bis nach Woche 37 ausgetragen werden, welches statistisch zu besseren Ergebnissen führt.

Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes -- van der Ham -- Evidence-Based Medicine

Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes — van der Ham — Evidence-Based Medicinehttp://ebm.bmj.com/content/early/2016/05/17/ebmed-2016-110433.extractPreterm prelabour rupture of membranes (PPROM) affects 2–5% of all pregnancies and accounts for 40% of all preterm deliveries. It is associated with maternal and perinatal…

 

 

 

 

Dasselbe wurde auch in einer anderen, noch grösseren Studie gefunden (Morris et al, 2015).

http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(15)00724-2.pdf

Quellen:

van der Ham DP. Expectant management with close monitoring of mother and neonate should be practised after late preterm prelabour rupture of membranes. Evid Based Med. 2016 Aug;21(4):141. doi: 10.1136/ebmed-2016-110433. PubMed PMID: 27190076.

Morris, Jonathan M., et al. „Immediate delivery compared with expectant management after preterm pre-labour rupture of the membranes close to term (PPROMT trial): a randomised controlled trial.“ The Lancet 387.10017 (2016): 444-452.

 

Stillen und Vasospasmus

Ich bin gerade auf der Recherche aller Dinge Magnesium. So bin ich dann auch auf einen Artikel gestossen, der von einem Zusammenhang zwischen Vasospasmus an der Mamille und Magnesium-Einnahme (bzw das Absetzen von Magnesium-Präparaten kurz vor der Geburt des Kindes) berichtet. Sieht so aus, als sollte man evtl. mit Magnesium mach der Geburt aufhören, wenn man kurz vor der Geburt mit Magnesiumpräparaten aufhört, und sie während der Schwangerschaft nahm.

Viel Erfolg!

Mamillenprobleme - Springer Professional Media, Bereich Medizin

Mamillenprobleme – Springer Professional Media, Bereich Medizinhttp://www.springermedizin.at/artikel/39025-mamillenproblemeDabei kommt es zu einer Kontraktion der Kapillargefäße in der Mamille, die vom Bleichwerden ( Abb. 3 ; eventuell auch dunkelblaue Verfärbung der Mamille) und starken Schmerzen begleitet wird. Am häufigsten tritt dieses Phänomen am Ende einer Stillmahlzeit oder zwischen den Stillmahlzeiten auf, z. B. auch durch Kältereiz. Der Vasospasmus ist häufig ein Begleitsymptom einer suboptimalen Anlege- und Saugtechnik oder eines Soors. In den meisten Fällen haben jedoch die betroffenen Mütter in der Schwangerschaft Magnesium eingenommen und dies kurz vor der Geburt plötzlich abgesetzt. Hier helfen meist die erneute Einnahme von Magnesium und eventuell eine zusätzliche Kalziumgabe. Frauen, die über eine schlechte Durchblutung der Finger und Zehen klagen oder unter Migräne leiden, scheinen häufiger von diesen Beschwerden betroffen zu sein. Die zeitweise Minderdurchblutung verhindert oder verzögert ein Abheilen wunder Mamillen und kann sich auch auf den Milchfluss negativ auswirken. Ein unruhiges Kind und Milchstau sind mögliche Folgen.

 

Magnesium-Mangel: ein Volksleiden

Magnesium wird bei soooo vielen Prozessen im Körper gebraucht, und selten daran gedacht….

Magnesium-Mangel kann unglaublich viele Auswirkungen haben.

Anzeichen eines Magnesium-Mangels können im ersten Trimester verstärkte Morgenübelkeiten und Schwangerschaftserbrechen sein, und könnten ebenso Langzeit-Konsequenzen für das heranwachsende Baby haben (Hovdenak & Haram 2012; Latva-Pukkila et al, 2010). Das Risiko für vorzeitige Wehen, Blutungen und Frühgeburt ist erhöht, und es kann zur Eklampsie kommen (EPF-Syndrom mit Wassereinlagerungen (Ödeme), Eiweiß im Urin und Bluthochdruck. Bei Risikoschwangerschaften sollte der Frauenarzt grundsätzlich den Magnesiumgehalt in Blut und Urin überprüfen.

Aber auch bei Schlafstörungen, Tinnitus, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, und auch bei Diabetes Typ 2 sollte man überlegen, ob es durch vermehrte Einnahme an Magnesium besser werden könnte. Und auch Reizbarkeit, Fahrigkeit, innere Unruhe, Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Benommenheit, Schwindel, Angstgefühle, Müdigkeit, Mattigkeit, Energielosigkeit, Schwäche, erhöhtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur, Kreuz- und Rückenschmerzen, Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis) und Ohrensausen (Tinnitus), kalte Füße und Hände, Taubheitsgefühl in Beinen und Armen, Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern (Herzrhythmusstörungen),… .

Hier ist ein interessanter Artikel zum Thema Magnesium:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesiummangel.html

 

 

 

 

Zuckende Beine in der Schwangerschaft – Restless Legs Syndrome

Das kann das Restless Legs Syndrome (RLS) sein. Ich hatte dies ebenfalls während meiner zweiten Schwangerschaft, und auch schon, weniger prominent, in meiner ersten Schwangerschaft. Es scheint so, dass jede dritte Schwangere dieses Syndrom in der Schwangerschaft hat.

(http://www.baby-und-familie.de/Schwangerschaft/Restless-Legs-Syndrom-in-der-Schwangerschaft-152403.html)

Hier sind ein paar Tips:

„Unbedingt muss ein Eisenmangel ausgeglichen werden. Dadurch können gegebenenfalls RLS-Beschwerden verschwinden. Über eine Ferritin-Bestimmung kann ein Eisenmangel am besten diagnostiziert werden. Deshalb gehört die Ferritin-Bestimmung zur RLS-Diagnostik. Manche Autoren empfehlen Schwangeren vorbeugend gegen RLS-Beschwerden die Einnahme von Folsäure. Folsäure gehört zum Vitamin-B-Komplex und ist beispielsweise für die Blutbildung wichtig. Weiterhin kann sich Magnesium günstig auswirken.“ (Prof. Dr. Jörn P. Sieb)

Auf http://www.healthline.com/health/restless-leg-syndrome/link-between-magnesium-and-rls sagt Dr. med Carolyn Dean, dass Magnesium besonders wichtig sei bei RLS, da sonst zu viel Kalzium einen irritierenden Effekt auf Nervenzellen haben kann:

„Carolyn Dean, MD, medical director for the Nutritional Magnesium Association, who specializes in nutrition and health issues, says, “The best treatment is with any form of magnesium because magnesium relaxes muscles and nerves. Furthermore, calcium causes contraction in skeletal muscle fibers, and magnesium causes relaxation. When there is too much calcium and insufficient magnesium inside a cell, you can get sustained muscle contraction: twitches, spasms, and even convulsions. Magnesium permits a small amount of calcium to enter a nerve cell, just enough to allow electrical transmission along the nerves to and from the brain, then forces it back outside. Too much calcium, without the balancing effect of magnesium, can irritate delicate nerve cells of the brain. Cells that are irritated by calcium fire electrical impulses repeatedly, depleting their energy stores and causing cell death.  (5)“

In einem kürzlich veröffentlichten Konzensus zu Therapie von Restless Legs Syndrome (Picchietti et al, 2015), haben die Authoren zusammengefasst, wie effektiv verschiedene Behandlungsansätze sind. Dabei fällt auf, dass nichts definitiv empfohlen wird, ausser weitere verschlimmernde Handlungen zu vermeiden. Wahrscheinlich gut als Behandlung sind folgende nicht-medikamentöse Dinge: moderater Sport, Massage, Behandlung von vorliegender obstruktiver Schlafapnoe, Yoga, Eiseneinnahme (oral oder intravenös).

Folgende bekannte Faktoren machen RLS schlimmer: Eisenmangel, verlängerte Unbeweglichkeit (Flugzeug, Auto, etc.), serotonerge Antidepressiva. Ausserdem wird vermutet, dass folgende Faktoren auch eine Rolle spielen könnten: sedierende Antihistamine, Dopaminantagonisten (Antiemetika, Antipsychotika), Schlafentzug, Schlafapnoe, Hypoxie, Koffein, Tabak, Alkohol, Schmerz, periphere Neuropathie, Radikulopathie, venöse Insuffizienz und entzündliche /  immunologische Zustände.

Dann ist dieser Beitrag ebenfalls interessant zu dem Thema, und was gut besonders gut ist, er kommt mit einer Liste von Lebensmitteln, die die jeweiligen Vitamine und Mineralien enthalten:

What Is Restless Leg Syndrome And How It Can Be Treated

Und zu guter Letzt:

http://www.lifeextension.com/protocols/neurological/restless-leg-syndrome/page-05

Erstveröffentlichung: Juli 2016

Quellen:

Picchietti DL, Hensley JG, Bainbridge JL, Lee KA, Manconi M, McGregor JA, Silver RM, Trenkwalder C, Walters AS; International Restless Legs Syndrome Study Group (IRLSSG).. Consensus clinical practice guidelines for the diagnosis and treatment of restless legs syndrome/Willis-Ekbom disease during pregnancy and lactation. Sleep Med Rev. 2015 Aug;22:64-77. doi: 10.1016/j.smrv.2014.10.009. Review. PubMed PMID: 25553600.

 

Anzeichen von Fehlversorgungen von Gebärenden

Eine Doktorarbeit aus dem Jahre 2008 hat folgendes gefunden:

“ Als wesentlichster prädiktiver Faktor für eine Geburtseinleitung ergab sich die Aufnahme in den Kreißsaal mit unreifem Befund (Muttermundsweite 1 cm oder weniger). Die Indikationen für operative Entbindungsmethoden zeigten insgesamt eine Zunahme weicher Indikationen, insbesondere die Indikation „Sonstiges“ stieg um ein Vielfaches. Im Versorgungsgeschehen des geburtshilflichen Bereichs sind aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung Anzeichen von Fehlversorgung zu konstatieren, insbesondere eine beträchtliche Überversorgung von low-risk Schwangeren sowie eine übliche Praxis, die nur wenig evidenzbasiert ist. Im Sinne einer bedarfsgerechteren Versorgung – vor allem für die Mehrzahl von gesunden Schwangeren mit komplikationslosem Schwangerschafts- und Geburtsverlauf – bedarf es einer Versorgung, die geeignet ist, physiologische Prozesse zu stärken und unnötige Interventionen zu vermeiden. Dafür fehlen dem deutschen Versorgungssystem Strukturen, die salutogene Ansätze fördern, wie auch evidenz-basierte Leitlinien und Informationen, zudem eine Korrektur des finanziellen Anreizsystems.“

Schwarz, Clarissa. Entwicklung der geburtshilflichen Versorgung – am Beispiel geburtshilflicher Interventionsraten 1984-1999 in Niedersachsen. 2008. Technische Universität Berlin, Fakultät VII – Wirtschaft und Management. http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1992

Die Wellenatmung: warum es Sinn macht

Die Wellenatmung wird im HypnoBirthing gelehrt und für die gesamte Öffnungsphase empfohlen. Die Öffnungsphase ist die Zeit von der ersten Welle, bis hin zur Geburtsphase, welches die Phase ist, in der sich das Baby langsam (oder auch sehr schnell) auf den Weg nach draussen begibt. Damit ist es im Normalfall vor allem die Wellenatmung, die HypnoBirthing-Mamas während der Geburt anwenden.

Die Wellenatmung ist ein sehr langsames ein- und ausatmen, das darüber hinaus vor allem durch das Atmen in den Bauch (also eine Zwerchfellatmung) und durch das balancierte Ein-und Ausatmen charakterisiert wird (man atmet also genau so lange ein wie aus).

Wozu ist das denn eigentlich gut? Welche wissenschaftliche Basis gibt es für so eine Empfehlung? Da diese Basis meines Wissens nirgends erörtert wird, wollte ich dies endlich genauer wissen.

Als erstes sei festgehalten, dass man durch Atemtechniken (aber auch durch weitere Verhaltensweisen, wie das Nichtstun, oder das Rennen etc.) einen gewissen Einfluss auf das vegetative Nervensystem nehmen kann, was direkt nicht möglich ist (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005), da das vegetative Nervensystem (VNS) jenes ist, das unwillkürliche lebenswichtige Funktionen (Vitalfunktionen) wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert und steuert. Das VNS nimmt darüber hinaus auch Einfluss auf andere Organe oder Organsysteme, wie z.B. Sexualorgane, Endokrine Drüsen (Hormone, wie z.B. die Hypophyse, die in der Geburt Oxytocin produziert), oder das Blutgefäßsystem (Blutdruck). Diese Liste zeigt auf, dass das VNS durchaus auch Einfluss auf die Geburt nimmt. Deshalb sind also Atemtechniken in der Geburt wichtig.

Warum es besser ist, durch die Nase zu atmen, ist bereits in dem u.g. Blogeintrag erörtert worden; ich bitte euch, den u.g. Blogeintrag ebenfalls zu lesen. Zusammenfassend sei gesagt, dass die Vorteile der Nasenatmung vielfältig sind. Eine, dieser Vorteile, ist, dass dadurch ca. 15% mehr Sauerstoff aufgenommen wird (Cottle, 1972). Diesen Vorteil kann man durch Atemtechniken weiter ausbauen, wie eine Reihe von Studien zeigen – und die Wellenatmung ist eine solche Atemtechnik.

Atemforschung belegt, dass reduzierte Atmungsraten von 5 – 6 Atemzüge pro Minute die Vagusaktivierung erhöhen können, welches zu einer Verringerung der sympathischen Aktivierung, einer Erhöhung der parasympathischen Aktivierung, und einer erhöhten kardial-vagalen Baroreflexempfindlichkeit (BRS) führt (Bernardi et al, 2002, Joseph et al, 2005, Raupach et al, 2008).  All dieses korreliert mit der psychischen und physischen Gesundheit (Mason et al, 2013).

Eine Studie (Mason et al, 2013) hat gefragt, worauf es dabei für Ungeübte in Atemtechniken ankommt – längere Ausatmung als Einatmung, mit oder ohne Ujjayi Verengung der Glottis im Kehlkopf, usw. Der maximale Anstieg der BRS und Abnahme des Blutdrucks wurden bei langsamer Atmung mit gleich langer Ein- und Ausatmung gefunden. Dies entsprach einer signifikanten Verbesserung der Sauerstoffsättigung ohne Erhöhung der Herzfrequenz.

Ausserdem kann man rhythmische Atmung dazu benutzen, um den Praktizierende in einen tiefen meditativen Zustand der Entspannung zu führen und sein Körperbewusstsein zu fördern (Carter & Carter, 2016). Beide diese Punkte sind gut für die Geburt, da die Gebärende nach Möglichkeit entspannt ist, und in sich und ihren Geburtskörper geht, den Neokortex ausschaltend (Odent, 2016).

Also: es ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, dass langsames Atmen in der Geburt x und y positive Auswirkungen hat (und auf so eine Studie würde ich nicht warten 😉 ), aber von den generellen Daten über Atmung kann man schliessen, dass es höchstwahrscheinlich sehr positive Auswirkungen hat, eine verlangsamte Atmung in der Geburt zu betreiben, die genau so viel Zeit in der Einatmung verbringt wie in der Ausatmung. Die hier aufgeführten Studien empfehlen eine Atemlänge, die etwa 10 – 12 Sekunden in einem Atemzyklus verbringen, was bei gleich langem EIn- und Ausatmen also etwa 6 Sekunden für das Ein- bzw. Ausatmen. Übrigens: Normaler Rhythmus ist zwischen 12 und 20 Atemzyklen pro Minute –  also zwischen 3 – 5 Sekunden pro Zyklus.

Siehe bitte auch folgende Blog-Einträge zum Thema der Atmung (während der Geburt):

Die Geburtsatmungen sind Zwerchfellatmungen

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

Copyright © 2016 Viktoria Maier. This is an open access article distributed under the Creative Commons Attribution License, which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

Quellen:

Bernardi L, Porta C, Spicuzza L. et al., “Slow breathing increases arterial baroreflex sensitivity in patients with chronic heart failure,” Circulation, vol. 105, no. 2, pp. 143–145, 2002.

Brown RP, Gerbarg PL. Sudarshan Kriya Yogic breathing in the treatment of stress, anxiety, and depression. Part II–clinical applications and guidelines. J Altern Complement Med. 2005 Aug;11(4):711-7. Review. PubMed PMID: 16131297.

Carter KS, Carter III R. Breath-based meditation: A mechanism to restore the physiological and cognitive reserves for optimal human performance. World Journal of Clinical Cases. 2016;4(4):99-102. doi:10.12998/wjcc.v4.i4.99.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Joseph C. N., Porta C., Casucci G. et al., “Slow breathing improves arterial baroreflex sensitivity and decreases blood
Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 7 pressure in essential hypertension,” Hypertension, vol. 46, no. 4, pp. 714–718, 2005.

Mason H, Vandoni M, deBarbieri G, Codrons E, Ugargol V, Bernardi L. Cardiovascular and Respiratory Effect of Yogic Slow Breathing in the Yoga Beginner: What Is the Best Approach? Evidence-based Complementary and Alternative Medicine : eCAM. 2013;2013:743504. doi:10.1155/2013/743504.

Odent, M. Es ist nicht egal, wie wir geboren werden. Risiko Kaiserschnitt. 18. April 2016. Mabuse-Verlag; 3. Aufl.

Raupach T., Bahr F., Herrmann P. et al., “Slow breathing reduces sympathoexcitation in COPD,” The European Respiratory Journal, vol. 32, no. 2, pp. 387–392, 2008.

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

„Endokrines System (Hormonsystem) und endokrine Organe“, https://www.lecturio.de/magazin/endokrines-organe-hormonsystem/ aktualisiert 01.09.2016

„Endokrine Drüse“, https://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Dr%C3%BCse

 

 

 

Die vier wichtigsten Dehnungen für Beckenbalance

Es gibt vier Dehnungen, die dafür sorgen, dass das Becken schön ausbalanciert ist, und ihr gut durch die Schwangerschaft und Geburt kommt, und das Baby eine gut geformte Form für die Schwangerschaft und die Geburt hat.

Die sind sehr gut auf Spinningbabies beschrieben:

The Fantastic Four

 

Sidelying Release

 

Wie mache ich meine eigenen Aufnahmen?

In HypnoBirthing wird euch nahe gelegt, eure eigenen Aufnahmen zu machen – se es eurer Affirmationen, oder um die Skripte, die ihr bekommt, in der Stimme eures Partners zu haben, anstatt einer Stimme, die ihr eventuell nicht mögt.

Ich selber benutze Audacity für das Verarbeiten von Aufnahmen, diese Software ist kostenlos und kann sehr viel.

Ich empfehle euch, euch für eine Musik zu entscheiden, und sie für all eure Aufnahmen zu benutzen. HypnoByrthing benutzt Steven Halpern’s „Comfort Zone“. Wenn ihr Amazon Prime habt, könnt ihr das Album als Teil eures Prime Zugangs hören.

Auch in Prime habt ihr Zugang zu einem anderen Song von Steven Halpern, das ich persönlich sehr gut finde: das ist Song 10 auf seinem Album „Deep Theta – High Coherence Soundscapes for Meditation“. Dies ist genau derselbe Stil wie in Comfort Zone, aber mit zusätzlichen Wellen.

Oder ihr könnt auch jede andere Musik benutzen, die ihr habt.

Viel Erfolg!

Ich bitte für Verständnis, dass ich euch nicht mit der Bedienung von Software helfen kann!

Geburtsbericht: Eisbär-Position in der Geburt

Dies ist ein Geburtsbericht, der auf einem privaten Mongan Method HypnoBirthing Geburtsvorbereitungskurs-Forum von Alison Braisted geschrieben wurde. Sie ist nicht nur ausgebildete HypnoBirthing-Ausbilderin, sondern auch eine Hebamme.

Hier ihr Bericht, geschrieben für andere HypnoBirthing Ausbilder wie mich  – also keinerlei weitere rosanen Worte. Übersetzung: Viktoria Maier

„Die Wirksamkeit der „Eisbär“ -Position hört nie auf, mich zu überraschen! Ich möchte meine gestrige Erfahrungen als Hebamme in einem Britischen Geburtszentrum mit der Macht dieser Geburtsposition mit euch teilen.“

„Gestern Abend, wurde Megan, eine erstgebärende Mutter, zu meiner Station zugelassen. Ihre Fruchtblase war vor zehn Stunden aufgegangen, und sie war keine HypnoBirthing Mutter. Bei ihrer Bauchabtastung wurde festgestellt, dass sich ihr Baby in der Hinterhauptslage befindet (Anmerkung Viktoria: also mit dem Kopf nach unten, aber Rücken an Rücken mit der Mama). Megan erlebte sehr starke Rückenschmerzen mit ihren unregelmäßigen Wellen (auch Wehen genannt), und das Bedürfnis, zu pressen (alles Symptome eines „Rücken an Rücken“ Babys). Megan fand es äußerst schwierig, mit diesen Empfindungen umzugehen, und forderte eine Vaginaluntersuchung – das ist keine Intervention, die ich aktiv ermutige. Allerdings unterstützte ich ihre Wünsche. Ihr Gebärmutterhals war 3-4 cm offen und ich spürte die vorderen Fontanellen des Babys in der 12 Uhr-Position, und bestätigte damit, dass das Baby direkt Rücken an Rücken lag. Generell führen Babys, die sich in dieser Position befinden, zu langen und schmerzhaften Geburten (besonders wenn Mamas nicht HypnoBirthing-Werkzeuge haben, um eine sanfte Rotation des Babys zu unterstützen).“
„Megan erwägte, ob sie Morphium oder vielleicht eine PDA haben sollte, um ihr durch ihre Geburt zu helfen – was sie ungerne tun wollte, denn ihr Wunsch war, eine normale Geburt zu haben. Die Vorteile der Eisbär-Position wurden diskutiert. Megan war sehr interessiert daran, denn sie wollte sehr gerne etwas zu tun, um die Rotation ihres Babys zu unterstützen. Fußmatten wurden in den Geburtsraum gebracht, die Lichter gedimmt und im Hintergrund entspannte Musik gespielt. Megan wurde in den Eisbären geholfen. Wir atmeten gemeinsam durch jede ihrer Geburtswellen und sie wurde ermutigt, sich vorzustellen, wie ihr Baby sich in die optimale Position für die Geburt dreht. Dies ermöglichte es ihr, ihrem Körper zu vertrauen und auf ihre innere Kraft zuzugreifen.
Nur eine Stunde später kam sie spontan hoch in die Vierfüsslerposition, die Oberseite des Babykopfes wurde sichtbar rückte schnell bis zur Krönung vor. Es war wunderbar, am Freudensmoment dieses Paares teil zu haben, und zu beobachten, wie ihre Geburt sich so friedlich entfaltete. Sie freute sich, dass sie keinerlei Medikation brauchte. Megan’s Gesicht voller Stolz, Elation und Empowerment zu sehen, als ihr Baby durch ihre Beine in ihre Arme kam, war unbezahlbar.“

Die Eisbärposition ist die, wo man vom Vierfüsslerstand mit den Armen und Kopf auf den Boden geht. Diese Position ist eine, die durchaus Engagement braucht – man sollte damit rechnen, 40 Minuten in der Position zu bleiben, auch wenn es schneller gehen kann. In diesem Fall war Megan 50 Minuten im Eisbär , und 10 Minuten später hielt sie ihr Kind in den Armen.

Es gibt auch noch den „Abdominal lift and tuck“, der vor allem bei Rückengeburten, also, Geburten, in denen man den Druck der Wellen im Rücken spürt, sehr hilfreich sein kann. Beim Abdominal Lift and tuck verändert man sozusagen den Vektor der Kraft der Welle, damit er nicht mehr in den Rücken zielt, sondern zum Gebärmutterhals hin, also wo der Ausgang ist ;-).

Viel Erfolg!

Wundervolles Foto im Web:

http://img.kelbymediagroup.com/scottkelby/wp-content/uploads/2011/02/12_Polar-Bear-sliding-into-a-more-comfortable-pose-for-a-nap.jpg

 

Wirklich nette Heim-Wassergeburt eines etwas grösseren Babies

Super nette Geburt! Das einzige, was fehlt, ist Tanzen! Das müssen die vergessen haben…. (dabei ist Tanzen in der Geburt sehr gut, wegen der Bewegung der Hüfte und eventuelles Auf und Ab des Gewichts 🙂 – vielleicht hätten sie dann keinen Rebozo zwischendurch gemacht, welches auch hilft, das Baby besser zu positionieren, und auch die Form des Beckens ein wenig in Bewegung bringt…).

Das Baby war übrigens fast 5 kg schwer, mit 4,8 kg!

Das Video zeigt nicht nur die Geburt, sondern auch die Vorbereitungen zur Geburt, inklusive „Blessingway“, was ein altes Navajo-Ritual ist, in dem die Mutter geehrt wird, gefeiert, um sie geistlich für den neuen Lebensabschnitt zu stärken und zu unterstützen. Dabei kommen traditionell die besten Freundinnen der Mama, um ihr Liebe entgegenzbringen, damit sie diese Liebe dann weitergeben kann.

Jonah wurde übrigens mit intakter Fruchtblase geboren – man sagt, das seine Glückskinder (und sanfte Geburten)!

Geniesst es!

Für mehr Infos zu Blessingway:

Blessingway: altes Ritual neu entdeckt

 

HypnoBirthing in einer eingeleiteten Geburt

Jeder Geburt ist einzigartig, so wie auch unsere Kinder, Körper und Lebensweisen einzigartig sind. Und so ist es wenig verblüffend, dass es manchmal anders kommt als geplant.

Ich werde immer mal wieder gefragt: für wen ist HypnoBirthing? Was ist, wenn ich nicht eine natürliche Geburt habe? Meine Antwort ist: HypnoBirthing kann allen werdenden Müttern helfen.

HypnoBirthing gibt Wissen über die natürlichen Geburtsvorgänge, stellt eine Toolbox von Selbsthilfe-Möglichkeiten zur Verfügung, die alle darauf abzielen, die Geburt in einem entspannten, positiven Umfeld zu haben. Dazu gehören selbstverständlich auch Situationen, die so nicht vorhergesehen waren.

Dieses Video enthällt einen Geburtsbericht einer HypnoBirthing-Mama, die ihr Fruchtwasser in der 35. Woche verlor – und deshalb nach ein paar Tagen wartens eingeleitet wurde.

Eingeleitete Geburten sind normalerweise schnell und recht intensiv – generell um einiges intensiver als eine völlig natürliche Geburt. Deshalb kommt es viel eher zu weiteren Interventionen.

Die Mama hat die Geburt in der Tat nur mit HypnoBirthing Techniken gemanaged. Sie sagt, dass sie ohne zwei Geburtsberichte, die sie im Internet die Nacht vor der EInleitung gefunden hatte, nicht hinbekommen hätte (weil es ja häufig im eigenen Kopf losgeht). Deshalb wollte sie weiteren Mamas, die eingeleitet werden, Mut machen.

Meine Lieblings-Affirmation: „I accept every twist and turn that my birthing may take“ – also I akzeptiere jede Biegung und Wendung, die meine Geburt nimmt.

Professor Cecily Begley erklärt das Übermedizierung in der Geburt

Dies ist ein Interview (in Englisch), wo Professor Cecily Begley die Übermedizierung der Geburt erklärt.

Sie erklärt unter anderem, wie Geburt eine normale physiologische Funktion des Körpers ist. Sie erklärt, wie Eingriffe in den Geburtsvorgang, was bereits das Öffnen der Türe zum Geburtsraum sein kann, zu weiteren Intervention führen kann – von der harmlosen Störung des Geburtsvorgangs zur Gabe synthetisches Oxytocin und/oder , das künstliche Öffnen der Fruchtblase, welches dann wiederum zu Gabe von Schmerzmitteln führt, wie z.B. Morphin, PDA, oder ähnliches, was dann eventuell im Kaiserschnitt endet, weil das Baby mit den künstlich verstärkten Wellen (Wehen) nicht zurecht kommt.

Sie redet auch darüber, weshalb Episiotomien meist ungerechtfertigt sind, und wie wichtig es ist, sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu stützen, vor allem die neuesten.

Alle HypnoBirthing Atmungen sind Zwerchfellatmungen

Alle Atmungen in HypnoBirthing sind Arten der Zwerchfellatmung. Die Zwerchfellatmung ist eine natürliche Atem-Art, die alle entspannten Säugetiere teilen. Katy Bowman erklärt in ihrem Buch (2016), dass wenn man häufig andere Atmungen als diese natürliche Atmung nutzt, es auf die Dauer zu Problemen kommen kann. Leider kommt dies in unserer Gesellschaft recht häufig vor.

Zwerchfellatmung ist u.a. eine effiziente und energiearme Art, zu atmen (Mayoklinik s.u.).

Ein Zeichen der Zwerchfellatmung ist es, dass der Bauch mitmacht bei der Atembewegung, denn das Zwerchfell geht nach unten in die Bauchhöhle beim Einatmen, um den Lungen Platz zu geben, und beim Ausatmen wieder nach oben.

Die Zwerchfellatmung zu üben ist durchaus gut für das Leben. Da Zwerchfell ist eine Muskelschicht, die wie gesagt, das Herz und die Lungen vom „Rest“ weiter unten abtrennt. Es kann daher auch das permanente Gewicht auf den Beckenboden verringern, indem es das Gewicht von Lunge und Herz trägt (Cantieni, 2012). Deshalb macht es auch Sinn, es ein wenig zu kräftigen, indem man es bewegt durch die Zwerchfellatmung.

In der Geburt bietet diese zusätzliche, größere Bewegung des Zwerchfells nach unten bei der Geburtsatmung  natürlich auch eine unterstützende Bewegung nach unten, die die Gebärmutter und das Baby dabei unterstützten, dem Baby nach draußen zu verhelfen.

Viel Erfolg!

Quellen:

http://my.clevelandclinic.org/health/diseases_conditions/hic_Understanding_COPD/hic_Pulmonary_Rehabilitation_Is_it_for_You/hic_Diaphragmatic_Breathing

Katie Bowman. Diastasis Recti: The Whole Body Solution to Abdominal Weakness and Separation (Englisch). Taschenbuch. Februar 2016.

Cantieni, Benita. „Tigerfeeling: Das perfekte Beckenbodentraining für sie und ihn“. Südwest Verlag. 6. edition (25 Jun 2012).

Diastasis Recti: When the Abs Don’t Come Together

 

 

Warum ist es gut, durch die Nase zu atmen (bei der Geburt)?

In HypnoBirthing haben wir eine Nummer von Atemtechniken für die Geburt, die uns helfen, eine entspannte und positive Haltung in der Geburt zu haben, und zusätzlich die natürlichen Vorgänge unseres gebärenden Körpers zu unterstützen.

Alle Atemtechniken werden dabei durch die Nase vorgenommen, nicht durch den Mund. Das hat eine Nummer von Vorteilen, und viele davon sind generell wahr:

  • der Atem erlaubt uns, einen gewissen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem zu nehmen, was ansonsten völlig unwillkürlich unsere Körperfunktionen steuert (Telles et al, 1994, Brown & Gerbarg, 2005)
  • wer durch die Nase atmet, nimmt 10 – 15 % mehr Sauerstoff auf (Cottle, 1972)
  • „Die innere Nase liefert nicht nur etwa 90% der Atemluft-Klimatisierungsanforderung, sondern bewahrt auch etwa 33% der ausgeatmeten Wärme und Feuchtigkeit“ (Elad et al, 2008)
  • Das Atmen durch die (verengende) Nase führt zu grösserem Lungenvolumen (Swift et al, 1988)

Für Geburten kommen noch folgende wichtige Punkte hinzu:

  • Das Atmen durch den Mund sendet mehr Sauerstoff in den präfrontalen Kortex, was bedeuten könnte, dass er mehr angeregt wird. Der Präfrontale Kortex ist Teil des Neokortex, den wir bei der Geburt eher nicht aktivieren möchten.
  • Es wird vermutet, dass das Atmen durch die Nase uns weiter in den parasympathetischen Bereich unseres vegetativen Nervensystems bringt, und Mundatmung eher in den sympathetischen Bereich (Brown & Gerbarg, 2005). Dies ist in der Form allerdings nicht klar durch Studien belegt.

Hiermit wünsche ich euch ein angenehmes und gesundes Atmen durch die Nase!

Quellen:

Telles S, Nagarathna R, Nagendra HR. Breathing through a particular nostril
can alter metabolism and autonomic activities. Indian J Physiol Pharmacol. 1994
Apr;38(2):133-7. PubMed PMID: 8063359.

Cottle MH. Nasal breathing pressures and cardio-pulmonary illness. Eye Ear
Nose Throat Mon. 1972 Sep;51(9):331-40. PubMed PMID: 5068888.

Elad D, Wolf M, Keck T. Air-conditioning in the human nasal cavity. Respir Physiol Neurobiol. 2008 Nov 30;163(1-3):121-7. doi: 10.1016/j.resp.2008.05.002.

Sano M, Sano S, Oka N, Yoshino K, Kato T. Increased oxygen load in the prefrontal cortex from mouth breathing: a vector-based near-infrared spectroscopy study. Neuroreport. 2013;24(17):935-940. doi:10.1097/WNR.0000000000000008.

Swift AC, Campbell IT, McKown TM. Oronasal obstruction, lung volumes, and
arterial oxygenation. Lancet. 1988 Jan 16;1(8577):73-5. PubMed PMID: 2891980.

Richard P. Brown and Patricia L. Gerbarg. The Journal of Alternative and Complementary Medicine. March 2005, 11(1): 189-201. doi:10.1089/acm.2005.11.189.

 

Datteln in der Schwangerschaft verkürzen die Geburt?

Diese Studie fand, dass das Essen von 6 Datteln am Tag im letzten Monat der Schwangerschaft die Länge der Öffnungsphase fast halbierte, und Induktionen und Verabreichung von Wellenverstärkenden* Mitteln bedeutend seltener ist:

The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. - PubMed - NCBI

The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. – PubMed – NCBIhttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21280989We set out to investigate the effect of date fruit (Phoenix dactylifera) consumption on labour parameters and delivery outcomes. Between 1 February 2007 and 31 January 2008 at…Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!

Na, da kann man ja nur zugreifen – aber wegen des hohen Zuckergehalts bitte nicht übertreiben!

Hier noch zu Datteln:

Datteln Gesundheit der Wüste

und ausserdem gut zu wissen (http://www.essen-gesundheit.de/lebensmittel/datteln-gesundheit-der-wuste/):

Auswirkungen von Datteln auf den glykämischen Index

Die Auswirkungen von Datteln auf den Zuckerhaushalt sind deutlich geringer als bei gewöhnlichem Haushaltszucker und allen Süßigkeiten, die daraus hergestellt werden.
Wer mit Datteln nascht, setzt seinem Körper zwar einer geballten Ladung Kohlenhydrate aus. Diese sind allerdings nicht isoliert wie bei sonstigen Süßigkeiten. Zahlreiche Nährstoffe, Vitamine, sowie Aminosäuren und Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Zucker wesentlich langsamer ins Blut übergeht. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel sowie die Insulinausschüttung konstanter. Die Folge: Eine ausgeglichene Energieversorgung ohne Heißhungerattacken.“

* Wellen ist das Wort, dass man in HypnoBirthing für Wehen benutzt

Essen und „Dreck reinigt den Magen“

Bei dem Thema „Essen“ scheiden sich die Geister, auch Experten sind sich da häufig uneinig. Und dazu kommt, dass ständig neues entdeckt wird.

Eier – erst schlecht, dann wieder gut. Butter – nein, ah ja, doch gut. Zucker – auf keinen Fall – aber was ist mit Früchten, die brauchen wir doch…..?

Es scheint sehr schwer zu erkennen, was nun gut oder schlecht für uns ist, oder ob ein Ergebnis evtl. daran liegt, was sonst noch dem Nahrungsmittel passiert ist – wie düngen mit diesem oder jenem künstlichen Präparat, oder mit folgendem Pektizid bearbeitet, oder das artfremde Futtermittel, das benutzt wird…. oder ob evtl die Erde einfach von früher belastet ist!

Da hilft auch der Ansatz „was Urvölker, die offensichtlich gesund waren, gegessen haben, kann nicht falsch sein“ nicht ganz. Aber diese Betrachtungsweise  gibt neue Ansätze, die auch in die Richtung Evolution unseres Körpers gehen…

Also, mit diesem generellen Kaveat, hier ein Link zu einem Beitrag, den ich ausgebuddelt habe, weil mir das bereits bekannt ist – und weil ich Sarah Schmid’s kurzes Kapitel über Essen in ihrem Buch recht gut finde.

https://sciencelife.uchospitals.edu/2014/08/25/gut-bacteria-that-protect-against-food-allergies-identified/?share=facebook&nb=1

https://chriskresser.com/got-allergies-your-microbes-could-be-responsible/

 

Übersicht über das Klinikangebot in und um Stuttgart

Ich wurde darauf aufmerksam gemacht (Danke, Natascha), dass die Elternzeitung Luftballon jedes Jahr eine Sonderausgabe bringt, die die verschiedenen Entbindungsstationen in und um Stuttgart miteinander vergleicht. Dies ist natürlich nur ein erster Einblick, aber das ist doch allemal nützlich!

Zur Zeit des Eintrages in den Blog konnte man die Sonderausgabe im Internet lesen, und zwar hier:

https://www.elternzeitung-luftballon.de/files/babyspezialluftballon.swf

 

Gesundes Essen – mit oder ohne (gesättigtem) Fett?

Die generelle Aussage, die man immer wieder hört, ist dass gesättigtes Fett schlecht für die Gesundheit ist. Dennoch erklärt Sarah Schmid in ihrem Buch „Alleingeburt“: Fett ist das Beste, und damit meint sie jegliches natürlich vorkommendes Fett, u.a. tierische Fette, die reich an Vitaminen (D,A,K,E) sind, die uns häufig fehlen.

Industriell raffinierte Öle, wie Rapsöl und Sonnenblumenöl sieht sie als bedenklich an, denn die darin vorkommenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Trans-Fette) werden, neben einem hohen Zuckerkooonsum, „dass sie im Körper zu einer erhöhten Entzündlichkeit führen, die wiederum unsere modernen Krankheiten triggert“.

Als unproblematisch wertet sie hingegen kaltgepresste Pflanzenöle und solche, die aus „vorwiegend gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren“ bestehen, denn sie sind recht stabil in ihrer Struktur, auch beim Kochen.

Wie kann man es mal wieder zusammenfassen? Je weniger man das Rohmaterial verarbeitet, desto besser. Je mehr man es (künstlich) verarbeitet, desto schlechter ist es für uns. Macht Sinn, oder? Immerhin ist unser Darm über Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende Symbiose mit Bakterien und anderem eingegangen, um mit unserem Essen gut umgehen zu können. Wenn wir nun „neue Verfahren“ einführen, kann unser Körper damit nicht oder nur schlecht damit umgehen!

Hier noch ein Youtube Video, das Ravnskov zeigt. Er studiert schon seit über 20 Jahren Cholesterol, und Herzkrankheiten, und auch die Bedeutung der gesättigten Fette für unsere Gesundheit.

 

 

Der liebe Bauch …. und nach der Geburt?

Aufgrund einer recht witzigen Schilderung, wie es sein kann, wenn man’s nicht weiss…. 😉

„Neun Monate kommt der Bauch, neun Monate geht er“!

Der Bauch nach der Geburt wird nicht  plötzlich wieder so sein wie vorher! Die volksmündige Einschätzung von 9 Monaten für das Zurückgehen des Bauches ist ein guter Wegweiser – allerdings kann es auch länger dauern, bis der Körper sich wieder völlig von der Schwangerschaft umgestellt hat.

Ich hatte Synthesis Pubis Dysfunction in meiner ersten Schwangerschaft, und es hat 2 Jahre gedauert, bis ich mich wieder getraut habe, in der Region wieder zu trainieren….

Also: für nach der Geburt auf jeden Fall Schwangerschaftskleidung einpacken! 😉

Was Oxytocin alles kann…

Einfach zu haben (streichle einfach ein Kuscheltier, oder Deinen Partner)…eingebauter Liebestrank… lässt Dich Dein Kind gebären … Bonding mit Baby/Kind … macht optimistisch …erhöht Selbstvertrauen … erhöht Vertrauen (in andere) … minimisiert soziale Ängste … hat anti-entzündliche Eigenschaften … hilft deshalb der Wundheilung … ist ein Schmerzmittel … hilft, dünn zu werden/bleiben… ist ein Antidepressivum …kann Stress abbauen … hilft der Verdauung … macht grosszügig …

Was für eine Liste!

Schau auch hier vorbei:

Die Wellen – Symptom des Geburtscocktails, das uns mehr Liebefähig macht?

Quelle:

10 Reasons Why Oxytocin Is The Most Amazing Molecule In The World

10 Reasons Why Oxytocin Is The Most Amazing Molecule In The Worldhttp://io9.gizmodo.com/5925206/10-reasons-why-oxytocin-is-the-most-amazing-molecule-in-the-worldThough often referred to as the „trust hormone“ oxytocin is increasingly being seen as a brain chemical that does a lot more than just bring couples closer together.

Geburt…. was tun, wenn….Part 1

In HypnoBirthing ist der Schwerpunkt für das Erreichen einer tollen Geburt durchaus im Vorfeld. Durch Aufklärung und das Mitarbeiten des Paares (aber doch vor allem der Mutter 😉 ) wird versucht, den Gesundheitszustand der Mutter und des Kindes zu unterstützen und positiv zu beeinflussen, das Zusammenspiel von Mutter und Kind zu optimisieren (und Vater 😉 ), und der Familie ebenfalls die mentalen Tools zu geben, die Geburt eine physiologische Geburt zu machen.

In fast allen Fällen reicht dies aus, um eine schnelle und positive Geburt zu ermöglichen.

Doch man hört auch immer wieder von denen, die „alles richtig“ gemacht haben, aber dennoch eine Geburt erlebt haben, auf die sie nicht vorbereitet waren. Jede Geburt ist einzigartig wie die Mutter und das Kind, das in ihr wächst. Und genauso einzigartig ist jede Geburt.

Einen Teil, der Geburten, die anders empfunden werden als man erwartet hat, sind die, wo das Baby eine Lage einnimmt im Körper der Mutter, die es erschwert, die physiologischen Vorgänge so zu nutzen wie vorgesehen.

Eine davon ist die, wenn die Uterus und Baby so im Bauch der Mutter sind, dass die Kraft der Welle nicht im perfekten Winkel zum Ausganz steht. Im Englischen nennt man das dann „Back labor“. Dank einer Mathematikerin, Janie McCoy King, wurde das sehr schön und bildhaft mit Vektoren etc erklärt (http://blog.stuttgart-hypnobirthing.de/buch-back-labor-no-more/). Dazu hat sie dann auch gleich noch die Lösung dazu geschrieben 😉

King schreibt, dass so gut wie alle Frauen, die eine frühere Rückenverletzung hatten, häufig sehr grosse Schmerzen im Bereich des Rückens haben, aber auch viele, die eine tiefe Taille haben, ein Baby, das nach vorne schaut, oder die, die ein Hohlkreuz haben. Simkin (https://www.amazon.de/Labor-Progress-Handbook-Interventions-Dystocia/dp/1444337718/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1466256004&sr=1-1-catcorr&keywords=the+labor+progress+handbook ) gibt noch einen weiteren Grund an, der häufig zu diesem Problem führt, und das ist der der schwachen Bauchmuskeln, denn diese können das Baby in der Gebärmutter nicht nahe am Körper halten, und es kommt zu einem Absacken des Bauches.

In all den Fällen, wo der Vektor (also die Richtung) der Wellenbewegung zu Schmerzen im unteren Rücken führt, kann man durch das Verändern dieses Vektors die Wellenwirkung optimieren (und damit die Geburt verkürzen), als auch die Schmerzen im Rücken lindern, bzw aufheben, indem man den Bauch quasi wieder nahe der Körpermitte bringt, und somit den Vektor der Wellenkraft in Richtung Ausgang (statt Rücken) lenkt. Diese Technik wird „abdominal lift“ genannt – also „Bauch anheben“.

Noch eine Information möchte ich aus dem Buch zitieren, da ich diese für wichtig finde. Anscheinend kann, wenn der Vektor der Wellenkraft, auf einen bestimmten Bereich im tiefen Rücken zielt, die Welle sehr lang sein, ja gar kontinuierlich sein, was der Frau keine Möglichkeit der Erholung gibt. Auch das kann durch das Ändern der Richtung der Kraft zum Ausgang des Beckens wieder normalisiert werden.

Diese Technik wird auch auf spinningbabies sehr gut erklärt:

Abdominal Lift

Simkin rät allerdings, während der Anwendung dieser Technik die Herzfrequenz und Verhalten des Babys im Auge zu behalten, denn FALLS die Nabelschnur gerade dort sein sollte, wo ihr den Druck erhöht, könnte die Sauerstoffzufuhr beeinträchtigt werden (und das Kind unruhig werden, bzw. seine Herzfrequenz langsamer wird).

In Simkin’s Buch werden noch weitere Techniken erwähnt, um den Vektor zu verändern: Abdominal Lift, allerdings nicht selbst angewandt, sondern mit Hilfe einer weiteren Person und eines Schals.

Das Zurücklehnen während der Geburt (um auch wieder den Bauch näher an die Körpermitte zu bringen).

Generell, und vor allem, wenn der Grund der Fehlrichtung der Wellenkraft in einer schlechten Lage des Kindes im Becken ist (zum Beispiel Sternengucker, also wenn das Baby mit dem Rücken Richtung Mama’s Rücken liegt), dann empfielt sich allerdings die Eisbergposition oder die noch grössere Neigung, um dem Kind das wieder herauskommen aus dem Becken zu ermöglichen, und das Finden einer besseren Geburtslage. Dies sollte dann allerdings nicht nur für ein paar Minuten gemacht werden, sonder für 30 bis 45 Minuten. Dabei ist es wichtig, dass die Knie über einem Winkel von 90° angezogen sind (um das Becken zu vergrössern, damit der Kopf einfacher wieder raus kann). Wichtig hier ist allerdings, dass die Oberschenkel der Mutter nicht in Berührung mit dem Bauch kommen, um die Wirkung der Schwerkraft und das Drehen des Babys nicht zu behindern.

Symptome einer wahrscheinlichen Sterngucker-Lage ist es, wenn man bereits am Anfang des Geburtsvorganges häufige aber unregelmässige und kurze Wellen hat, die allerdings häufig starke Rücken-Unannehmlichkeiten zur Folge haben (und gleichzeitig nicht effektiv das Öffnen der Gebärmutter voranbringen).

Wenn man nun einen kurzen Torso hat (oder der Torso des Babies einfach lang ist), dann kommt es ebenfalls zu Problemen mit dem Vektor – weil das Baby seinen Körper nicht aufrichten kann, um einen guten Winkel zu erzielen! Diese Frauen, sagt McCoy King, haben einen normalen ANfang, und dann kann es zum Stillstand kommen…. weil kein Platz mehr da ist, das Baby weiter nach oben aufzurichten. Die Lösung: so zu tun, als sein man beim Militär: gerade stehen, Hüfte nach vorne ziehen, Rippen nach oben, Schultern nach hinten…. das schafft ein wenig mehr Länge, und das Baby kann weiter herangezogen werden, um besser ins Becken zu passen. Oder nach oben ausstrecken. Gleichzeitig sollte auch hier der Bauch wie gewohnt angehoben werden – natürlich braucht man in diesem konkreten Fall Hilfe! Auch möglich: Oberkörper nach Hinten lehnen, während man mit dem Unterkörper aufrecht bleibt …

Ach ja, Frau McCoy King erklärt ebenfalls, dass Frauen, die diese Technik geübt haben, nachdem ihre Cervix reif war, und die bereit über ihrem „Termin“ lagen, die Geburt normalerweise nach 24 Stunden anfing…. fügt aber hinzu, die Methode für eine Geburtseinleitung nur nach Rücksprache mit eurer medizinischen Betreuung auszuprobieren 🙂

Viel Erfolg!